HANDBOUND
AT THE
UNIVrRMTV np
9Ö3746
3
i»
FONTES RERIM AUSTRIACARUM.
ÖSTERREICHISCHE 6ESGHICHTS QUELLEN.
HERAUSGEGEBEN
HISTORISCHEN KOMMISSIO:^
KAISERLICHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN IN WIEN.
ERSTE ABTEILUNG.
il€RIPXOR£l§.
IX. BAND.
ERSTE HÄLFTE.
^^f^^^^^'^
WIEN, 1904.
IN KOMMISSION BEI CARL GEROLD'S SOHN
BUCHHÄNDLER DER KAIS. AUDEMIB DER WlSSEMSCHArTEN.
DIE CHRONIK
DES
CERßONIO BESOZZI
154:8-1563.
ERLÄUTERT UND HERAUSGEGEBEN
VON
WALTER FRIEDENSBÜßG.
^f0rT^~-^
WIEN, 1904.
IN KOMMISSION BEI CARL GEROLD'S SOHN
BCCHBijrDUS DB KAU. AKADUUK MUl WISSOnCBArm.
Druck von Adolt IloUhnuseii,
k. und k. Hol- und UniveroitatK-Buehdrucker in Wien.
Einleitung.
Die Chronik des Cerbonio Besozzi, die wir nachstehend
veröffentlichen, ist der Handschrift der königl. bayr. Hof- und
Staatsbibliothek zu München, Cod. ital. 330, entnommen. * Die
Maße der Handschrift sind: Höhe 20 cm und Breite 14 cm', sie
ist in gelbliches Pergament gebunden. Auf dem Rücken des
Einbandes ist oben ein viereckiges Stück Papier aufgeklebt, auf
dem man ein großes Z stark verlöscht wahrnimmt, zu dessen
beiden Seiten zwei dicke Balken deutlicher hervortreten; da-
zwischen in kleinerer Schrift der Autorname Besozzi, wohl von
einer Hand des 18. Jahrhunderts. Darunter eine neuere kleine
Etikette mit der oben angegebenen gegenwärtigen Signatur.
Ganz unten klebt ein zum Teil jetzt abgerissenes Stückchen
Papier, auf dem nur noch undeutliche Schriftspuren wahrzu-
nehmen sind; es scheint hier eine Zahl gestanden zu haben;
vielleicht ist 179[9] zu lesen, welche i^hl auf der Innenseite
des Vorderdeckels wiederkehrt, wo außerdem sich nochmals
eine Etikette mit der modernen Bezeichnung vorfindet.
Das erste Blatt ist unbeschrieben, das zweite (nicht foliiert)
trägt den Titel — worauf wir zurückkommen — und außer-
dem einen Namen von einer flüchtigen Hand, die vielleicht
noch dem Ende des 16., sonst wohl dem früheren 17. Jahr-
hundert zuzuweisen ist. Der Name ist anscheinend zu lesen:
H. J. v. Lamberg ss.* Jedenfalls muß sich hier der Besitzer
* Die Handschrift wird erwähnt und kurz besprochen in einem Reisebericht
Jos. Chmels in den Sitzungsberichten der phil.-hist. Klasse der kaiserl.
Akad. der Wissensch. so Wien 1860, II, 8. 605 f.; vgl. 8. 449 f.
* So liest Cbmel a. a. O., ich glaube mit Recht. Statt .//*. (■= scripsit) wire
aber wohl auch fh. {= Freiherr) denkbar.
Fontas, I. Abt. Bd. U. 1
der Handschrift genannt haben, Ist die Lesung richtig, so könnte
an einen der beiden Johann (Hans) Jakob v. Lamberg gedacht
werden, die sich in Hübners Genealogischen Tabellen auf Tafel
708 des dritten Bandes verzeichnet finden; der ältere starb 1595,
der jüngere, bei dem Zeitangaben fehlen, ist dessen Enkel; er
muß vor 1620 geheiratet haben, da er, wie a. a. O. vermerkt
ist, schon 1638 eine vermählte Tochter durch den Tod verlor.
Wir setzen diese Daten hierhin, ohne freilich erklären zu kön-
nen, weder wie die Handschrift, die, wie wir noch sehen wer-
den, in der zweiten Hälfte des 16, Jahrhunderts, und zwar in
München, entstand, von hier aus in die Hände der Lambergs,
die in Innerösterreich angesessen waren, gelangt, noch wie sie
von hier später wieder nach München zurückgekommen sei.
Überhaupt ist, wie die Direktion der Hof- und Staatsbibliothek
mir freundlichst mitteilt, über die Herkunft unserer Handschrift
nichts Sicheres bekannt. In dem ältesten handschriftlichen Ka-
talog, in den sich letztere eingetragen findet, war als Ort der
Herkunft Fölling genannt, wohl die bei Weilheim in Bayern
gelegene Propstei des regulierten Augustiner-Chorherrenordens;
dieser Name ist dann aber ausgestrichen und durch Passau er-
setzt. Allein es ist anzunehmen, daß zu dieser Änderung ledig-
lich der Umstand geführt hat, daß in Passau, von wo allerdings
eine Anzahl Handschriften den Fonds der Münchener Biblio-
thek einverleibt worden ist, am Ende des 17, und während
längerer Jahrzehnte des 18. Jahrhunderts Angehörige des Ge-
schlechts Lamberg den bischöflichen Stuhl innehatten, und
gerade diesen Lamberg hatte die ehemalige bischöfliche Hof-
bibliothek daselbst ihre wesentlichsten Bereicherungen zu ver-
danken, ^ Allein weder der jetzt in München vorhandene Ka-
talog der Passauer Bibliothek, der auch die Handschriften ver-
zeichnet,^ enthält unseren Kodex, noch gedenkt seiner der Be-
richt über die Einverleibung der Passauer Hofbibliothek in die
Staatsbibliothek, der in Aretins Bey trägen zur Geschichte und
Literatur^ abgedruckt ist.
* Es sind die beiden KardinUlo Johann Philipp v. Lanibcrp 1689 — 1712
und Josef Domiuikus v. Lamberj^ 1723 — 1761.
' Catalogus universalis alpliabeticus Bibliotliocac a Ph. de Lamberg fun-
datae, a I. D. de Laraberg et L. E. de Firmian adauctae Aulicae Passa-
vicnsis, vom Jahre 1763.
• Bd. V, 8. 898.
Der Kodex enthult 179 gezahlte Blätter; » auf Blatt 179»
endet der Text, der von Anfang bis zu Ende von einer und
derselben Hand aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts
geschrieben ist; es ist unverkennbar die flüssige, gleichmäßige,
sehr lesbare Hand eines gewerbsmäßigen Schreibers, das Ganze
macht den Eindruck einer Reinschrift.
Der Titel, auf dem der Zählung voraufgehenden Blatte,
auf dem wir die Namensschrift jenes Lamberg fanden, ist eben-
falls von der Hand des Textes geschrieben. Er lautet: ,Primo
libro delle solennita, guerre et altri successi nati dopo la gran
dieta fatta in Augusta sotto al potentissimo Carlo V. imperatore.'
Es ist der ,geharnischte' Augsburger Reichstag von 1548 ge-
meint; mit einem kurzen Rückblick auf diesen beginnt die Er-
zählung, um sich alsbald dem Erzherzog Maximilian zuzuwenden,
der sich von Augsburg aus aufmacht, um der ihm bestimmten
Gemahlin, seiner Base JMaria, der Tochter Kaiser Karls V., sich
in Spanien zu vermählen. Die Chronik gedenkt seiner Ankunft
in Trient, der Feste, die ihm dort von dem Bischof der Stadt,
dem Kardinal Christoph Madruzzo, veranstaltet werden. Der Kar-
dinal selbst schließt sich dann als vornehmster Begleiter dem
Erzherzog an, dessen Reise wir von nun an zunächst bis Ge-
nua, dann über die See und wiederum in Spanien von Station
zu Station bis Valladolid verfolgen, wo die Vermählung mit
der Infantin statthatte. Nun folgt die Schilderung der Rück-
reise oder, besser gesagt, der Reise des Infanten Don Philipp
— für den Maximilian in Spanien zurückbleibt — von diesem
Lande nach Italien auf dem nämlichen Wege, auf dem sein
Schwager gekommen war. Mit Philipp kehrt auch Madruzzo
zurück und wieder führt uns der Autor bis nach Trient, um
von hier aus plötzlich sich den Bewegungen des Kurfürsten
Moritz von Sachsen anzuschließen. Dieser war nach Trient ge-
eilt, um dem Prinzen Philipp, in dem man damals den künftigen
Kaiser sah, aufzuwarten. Nach einem kurzen Abstecher nach
Venedig und Mantua kehrt Moritz Anfang 1549 in sein Land
zurück und fortan folgt ihm, wie schon gesagt, die Schilderung
des Chronisten, und zwar bis an seinen Tod; wir sehen den
' Die BUttzählangr ist gleichzeitig, sie scheint von der Texteshand berzn-
rOhren. Übrigens sind es 180 Blätter, das auf 167 folgende Blatt näm-
lich, das die irrtOmliche Zählung 176, korrigiert in 166, trägt, ist nicht
miti^esllilt; es folgt 168 n. s. w.
1»
Albertiner als Landesherrn walten, erhalten auch eine Schil-
derung der sächsischen Zustände, geleiten den Kurfürsten zum
Besuch in Prag bei König Ferdinand, zu Jagden und Ver-
gnügungen, dann hören wir von kriegerischen Verwicklungen,
die sich zuerst um Magdeburg zusammenziehen; wir erblicken
Moritz in Bewerbungen mit Fürsten und Städten, dann sehen
wir ihn in schnellem Zuge durch Deutschland eilen, um im fernen
Innsbruck ,den Fuchs — nämlich den Kaiser — in der Spe-
lunke zu suchen'; endlich aber geleitet uns der Chronist auf
das blutige Gefilde von Sievershausen, wo Moritz sein kurzes,
tatenreiches Leben beschließt, und zur väterlichen Gruft in
Freiberg, die seine Gebeine aufnimmt. Hier erleidet die zu-
sammenhängende Darstellungsweise eine Unterbrechung; aus
den beiden folgenden Jahren wird nur einzelnes berichtet,
endlich überspringen wir sogar sieben Jahre gänzlich ; der
Autor führt uns nach München und läßt uns Zeugen des Auf-
bruchs Herzog Albrechts und seiner Gemahlin, der Königstochter
Anna, zur böhmischen Königskrönung des Erzherzogs Maximi-
Han, ihres Schwagers und Bruders, werden. Diese Feierlichkeit
wird ausführlich beschrieben; dann folgen wir den habsburgi-
schen und bayrischen Herrschaften nach Frankfurt a. M., wo
sich noch im gleichen Jahre 1562 die Wahl und Krönung des
Erzherzogs zum römischen König anschließt. Von hier ab folgt
die Schilderung wieder dem Herzog von Bayern; seine Heim-
reise von Frankfurt aus, der Ingolstädter Landtag von 1563
wird berichtet; daran schließt sich die Schilderung von Fest-
lichkeiten und Zusammenkünften, an denen der Witteisbacher
beteiligt ist, endlich macht eine Übersicht über die bayrischen
Städte und eine eingehendere Beschreibung der Hauptstadt
München den Schluß des Werkes.
Zum Verständnis der folgenden Untersuchungen war es
unumgänglich, diesen kurzen Überblick über den Inhalt der
Chronik voraufzuschicken, jetzt aber werden wir vor allem die
Frage zu beantworten haben: Wer und was war der Verfasser?
Die erste Hälfte dieser Frage ist schnell beantwortet. Wir
finden auf Blatt I', dem Texte vorangehend, eine poetische
Empfehlung der Chronik, fünf Distichen nämlich, in denen
Achilles Mutius, Bürger von Bergamo, dem Leser den Verfasser
vorstellt: es ist Cerbonius Besuzzus, der, wie der Dichter an-
gibt, viele und weite Reisen unternommen hat und auf diesen
Augenzeuge von gar mancherlei denkwürdigen Ereignissen ge-
worden ist (Kriegen und Schlachten, Bündnissen, fürstlichen
Vermählungen u. s. w.), diese Dinge finde man in der Chronik
beschrieben.
Um von dem Gegebenen auszugehen, so gibt uns die
Selbstbezeichnung des dem Autor, wie wir sicher annehmen
dürfen, nahestehenden Dichters als Bürgers von Bergamo einen
Fingerzeig dafür, wo wir auch ersteren zu suchen haben wer-
den. * In der Tat finden wir seit dem Mittelalter die Familie
Besozzi in Bergamo; ihre eigentliche Heimat ist diese Stadt
allerdings nicht, sondern die Besozzi stammen aus dem Mai-
ländischen und leiten ihren Namen von einem Städtchen bei
Varese her, das gegenwärtig Bisuschio heißt. Urkundlich nach-
weisbar ist die Famihe im Mailändischen seit dem 12. Jahr-
hundert. * Von hier kam sie dann nach Bergamo ; als ersten
Besozzi, der in Beziehung mit Bergamo erscheint, lernen wir
Branchino kennen, welcher letzterer Stadt und Diözese von
1381 bis 1399 als Bischof vorstand.' Wir werden annehmen
dürfen, daß seine Familie damals schon in Bergamo in An-
sehen stand, doch tritt sie erst im folgenden Jahrhundert her-
vor; von etwa 1440 ab ist eine größere Anzahl von Besozzi in
Bergamo nachweisbar,* die frühesten, die genannt werden, ge-
hören dem geistlichen Stande an, hernach sind es vorwiegend
* Ich rerdanke die folgenden Mitteilungen über die Geschichte der Familie
Besozzi sowie über den Dichter Mozzi and seine Werke der nicht ge-
nug zu rühmenden Liebenswürdigkeit des Herrn Vorstehers der Biblio-
teca Civica in Berguno, Dr. Angelo Mazzi, der, als Erwiderung auf
eine von mir nach Bergamo gerichtete Anfrage über Cerbonius und
Mutius, ausgiebigste Auskunft erteilte, ja eine förmliche gelehrte Abhand-
lung mir einsandte, wofür ihm auch an dieser Stelle mein wärmster
Dank ausgesprochen sein soll.
' Vgl. Ficker, Forschungen zur Rechta- und Reichsgeschichte Italiens FV,
156 sq. und die Matricula nobilium familiarum von 1277 bei Giulini,
Memorie spettanti alla citt4 e campagna di Milano IV, 644; vgl. auch
in dem nämlichen Werke vol. II, 178; HI, 287 sq.; IV, 600. Siehe
femer Mazzatinti, Inventario dei manoscritti delle biblioteche d'Italia,
vol. VII, 78. 173.
» Muratori Scriptore« rer. lUl. XVI, 852; Ronchetti, Memorie storiche
della citti e chiesa di Beigamo, vol. V, 170 sq. 221.
* Die AntichitÄ Bergomasche des Ercole Mozzi, Manuskript des 17. Jahr-
hunderts auf der Biblioteca Civica zu Bergamo, enthalten das Nähere;
sie erwähnen zahlreiche Mitglieder der Familie zwischen 1442 und 1622.
Rechtsgelehrte/ schließlich betätigen sich Familienmitglieder be-
sonders in den ,freien Künsten^ Dies entnehmen wir vor allem
den Mitteilungen des schon genannten einheimischen Dichters,
zu dem wir dergestalt zurückgeführt werden.
Achilles Mutius oder Achille Mozzi ist kein ganz unbe-
.kannter Name. Er gehört der Literaturgeschichte an. Sein
Leben freilich liegt fast ganz im Dunkeln. Man weiß von ihm
kaum mehr, als daß er einer alteingesessenen, angesehenen
Familie von Bergamo angehört und in der zweiten Hälfte des
16. Jahrhunderts geblüht hat; in den letzten Jahren dieses,
wahrscheinlich 1595, ist er gestorben. Wir kennen von ihm
ein im Jahre 1572 veröffentlichtes Gedicht auf den Sieg Don
Juans d'Austria über die Türken bei Lepanto (1571),^ sowie
einen elf Jahre später entstandenen ,Hymnus ad Silvanum Ca-
pellam Bergami senatorem^ Sein Hauptwerk aber ist das ,Thea-
trum', ein beschreibendes Gedicht in sechs Gesängen, welches
der Verherrlichung der Vaterstadt des Dichters dient: dieser
schildert alle Merkwürdigkeiten von Bergamo, dessen Ge-
schichte, die hervorragenden Familien und Persönlichkeiten
u. s. w. ^ Dabei kommt Mutius auch auf die Besozzi zu spre-
chen und verfolgt deren Geschichte bis zu ihrem Ursprung
zurück,* den er mit den Ereignissen der Völkerwanderung in
^ Ein Angelo Besozzi, der Ende des 15. Jahrhunderts Decretorum Doctor
in Pavia, dann Professor in Freiburg, schließlich (1516) Beisitzer des
Keichskammergerichtes war, gehört der Mailändischen Linie an. Allge-
meine Deutsche Biographie 2, S. 573.
* Carmen elegiacum in maritimam contra Turcas victoriam.
' Das Gedicht erschien 1596 in Bergamo, herausgegeben von dem Sohue
des Dichters Mario.
* Est et Besntiae gentis memorabile nomen,
Quae Mediolani sanguiue ducit avos.
Insubrum reginam urbem vastaverat olim
Gottica vis Italis exitiosa nimis.
Et socia inmitis Burgundia cinxerat arma
Barbaricae cladis stygmata adhucque manent
In partem praedae Burgundius accipit acer
Mancipium ex viduis virginibusque decens,
Quae genere et forma coeteris praestautior esset,
Connubii junxit legibus hostis anians. . . .
Aus solcher Ehe sind dann die Bcsutii hervorgegangen :
Progenie matruni conspicuique patrum.
Ex hac stirpe hujus Branchinus episcopus urbis
Emeritumque patris nomen adeptus erat,
Verbindung bringt; er gedenkt dann des Bischofs Branchino
Besozzi, sowie zweier Abkömmlinge der Familie aus neuerer
Zeit, beides Rechtsgelehrte, deren einem die Ehre widerfahren
war, bei der Wahl des Marino Grimani zum Dogen von Venedig
im Jahre 1595 der Republik die Glückwünsche der Stadt Ber-
gamo übermitteln zu dürfen.
In diesem Zusammenhange ist bei Mutius von dem Antor
der Chronik nicht die Rede. Aber an einer anderen Stelle des Ge-
dichtes tritt ein ,Cerbonius' bedeutsam hervor. Der Dichter legt
im fünften Gesänge die Schilderung der Merkwürdigkeiten von
Bergamo einem Führer, mit dem er selbst sie durchwandert, in den
Mund. Dann aber verläßt ihn dieser Führer und nun erfolgt un-
vermittelt und für den Leser überraschend eine Veränderung des
Schauplatzes. Wir sehen uns nach München in das Gepränge
einer fürstlichen Hochzeit versetzt* Ein erlesenes Mahl vereint
die Hochzeitsgäste, auf dem die herzogliche Kapelle ihre Weisen
ertönen läßt; endlich schweigt sie und aus ihrer Mitte tritt der
jTubicen' Cerbonius aus Bergamo hervor:
.... quo non praestantior alter
Est fidibus choreas, arma eiere tuba
Et cui vulgatae non deest facundia linguae!
Dieser Cerbonius hält nun, und damit kehrt das Gedicht
zu seinem eigentlichen Gegenstande zurück, dem Herzog einen
längeren Vortrag über Bergamo,^ der uns freilich an dieser
Stelle nicht weiter interessiert. Der Passus schließt mit den Versen :
Sed satis his nostris perducere ambagibus aures,
Dui invicte, tuas, mens quoque nostra labat,
Viventum ulterius pudor et vetat edere laudes
Quorum post cineres fama sequestra manet,
Qnaeque patent, princeps, fors sit mihi credere, fama
Non ignota tibi chronographisque tuis!
Innnmerosqae alios stndiam, qnibos edere leges
Vel Sacra seciari, protulit ista domus.
Nunc neqae degeneres armis lin^aqae nepotes
Ingenoas artes qaiqae seqnaotur habent.
Es ut wohl müßig za erOrtem, auf welche Vermählang im bajrischen
Haoae hier angespielt wird; möglicherweise ist das ganze poetische Er-
findung.
Bergomeae gentis Bavams tenebatnr amore
Nomina jamdudam noscere, facta, modos!
8
Wer ist nun dieser Cerbonius von Bergamo? Der Dichter
nennt seinen Familiennamen überhaupt nicht; augenscheinlich
wußten seine Leser ohnehin, wer gemeint war, sei es wegen
der Seltenheit des Vornamens,^ sei es auch wegen der Selten-
heit des dem Manne widerfahrenen Geschickes. Wenn wir
uns nun der oben gegebenen Übersicht über den Inhalt un-
serer Chronik erinnern und der Beziehungen gedenken, die
der Autor, wie unverkennbar daraus hervorgeht, zu dem fürst-
lichen Hause Bayern unterhalten hat, so wird kein Zweifel mög-
lich sein, daß der ,Cerbonius' des ,Theatrum' des Mutius und
der ,Cerbonius Besuzzus' in dem von dem gleichen Mutius
verfaßten Prolog unserer Chronik eine und dieselbe Person sind.
Aber auch noch andere Aufzeichnungen bergomaskischen
Ursprungs geben über den Verfasser unserer Chronik, der,
wie wir jetzt wissen, Musiker ist, Aufschluß. In Bergamo be-
stand nämlich bei der Hauptkirche der Stadt, Santa Maria
Maggiore, eine seit der Mitte des 16. Jahrhunderts nachweis-
bare Kapelle, deren Geschichte wir in den uns erhaltenen
Protokollen über die Beratungen der Vorsteherschaft zu ver-
folgen im Stande sind. Sie sind neuerdings im Auszuge ver-
öffentlicht und der im Jahre 1901 erschienenen Publikation des
Dr. Cristoforo Scotti, ,11 pio Istituto musicale Donizetti a Ber-
gamo' als Anhang beigegeben.^ Und hier stoßen wir nun schon
vom Jahre 1541 ab auf unseren Autor.
Wir stellen die Erwähnungen zusammen:
1541, August 14: Attentis benemeritis Antonii de Scan-
dellis, Hieronymi de Maronis et Zerboni de Besutio tubicinum
si ordina di dar loro quattro ducati d'oro.
1542, Februar 16: Posita fuit pars pro honore divini cul-
tus, quod conducantur Cerbonius Besutius et Antonius de
Scandellis tubicines ad sonandum in ecclesia d. Marie in choro
et in divinis officiis in omnibus festivitatibus solemnibus et in
* Im Heiligenregister finden wir: Cerbonius episcopas Hetrnr., 10. Oktober.
' Bergamo, Istituto italiano d' arti grafiche 1901, in Großquart, in vor-
nehmer Ausstattung. Das Werk ist mir durch die besondere Güte des
Herrn Verfassers zugänglich gemacht worden. Das angehängte .Regesto
di tutte le deliberazioni riguardanti la Cappella musicale nella basilica
cittadina di Santa Maria Maggiore a coniinciare dal 1445' (1. 1. p. 156 sqq.)
ist von dem schon erwähnten Stadtbibliothekar, Dr. A. Mazzi, bearbeitet
worden.
9
aliis festivitatibus, prout ordinatum fuerit. et qui habeant de
salario libras 25 imp. pro quoque eoruiu in anno.
1543, Februar ö. Item posita fuit pars quod eligantur
Cerbonius de Besutio et Antonius de Scandellis tubicines ad
sonandum in ecclesia S, M. M. Bergomi omnibus diebus et ho-
ris, tarn festivis quam laborativis, in quibus canitur, in canta
figurato in praefata ecclesia cum salario librarum 50 imp. in
anno pro utroque eorum.
1543, Dezember 17: Item terminaverunt dari Cerbonio
de Besutio cantori schuta (= scuta, scudi) duo auri pro ejus
mercede promerita usque in diem praesentem in notando, in
scribendo cantus figuratos super libris ecclesie.
1547, November 28: Remiserunt spectabiles domini de-
putati ad ecclesiam procurani et curam liquidando salarium
Cerboni et Antoni de Scandellis cornicenum, si poterat con-
cordari de salario.
Diese Notizen lassen uns die Stellung und Schicksale des
Cerbonio in seiner Vaterstadt während der betreffenden Jahre
zur Geniige erkennen. Nachdem er schon mindestens seit 1541
sich als Instrumentist einen Namen gemacht hatte, wurde er
zuerst 1542 bei der Kirche Santa Maria Maggiore angestellt,
um bei festlichen Gelegenheiten bei den musikalischen Auf-
führungen der verstärkten Kapelle mitzuwirken. Ein Jahr dar-
auf wurde er unter die ständigen MitgUeder der Kapelle, die
bei jeder sich bietenden Gelegenheit in Funktion traten, auf-
genommen, bei gleichzeitiger Verdoppelung seines Gehaltes.
Trotzdem blieb Cerbonio nicht im heimischen Dienst; seiner
künstlerischen Begabung sicher, mochte er einen weiteren
Wirkungskreis erstreben. Wie man weiß, kam damals aller-
orten italienische Musik in Aufnahme; an keinem Fürstenhofe
der ßenaissance durfte eine italienische Kapelle fehlen. So
suchte auch Cerbonio sein Glück außerhalb der heimischen
Grenzpftlhle; die Aufzeichnung vom November 1547 zeigt ihn
mit einem Schicksalsgenossen, Antonio de ScandelH, im Be-
griff, die Vaterstadt zu verlassen. Erst nach etwa einem Jahr-
zehnt werden wir ihn hier wieder auftauchen sehen.
Für diese Zwischenzeit nun dient als Brücke zur Kennt-
nis der Erlebnisse des Autors die Chronik. Wir erinnern uns,
daß die einleitenden Distichen des Mutius Besozzi als Augen-
zeugen dessen, was er erzählt, bezeichnen. Aber es bedürfte, um
10
uns dies zu lehren, kaum der Versicherung des Dichters ; gibt es
doch der Inhalt des Geschichtswerkes unmittelbar selbst an die
Hand. Die individuelle Färbung seiner Berichte, die vielen Ein-
zelheiten und die ausgeführten Beschreibungen, die er gibt, die
häufige Schilderung des Eindruckes, den etwa ein Festgepränge,
eine schöne Musik hervorruft, mit einem Worte: die Unmittel-
barkeit der Darstellung lässt an der Autopsie des Verfassers
keinen Zweifel aufkommen. ^
Aber die Schilderung ergibt für Besozzo noch mehr. Wenn
wir — im Anfang der Chronik — wahrnehmen, daß die ein-
gehende Schilderung von der Stadt Trient ihren Anfang nimmt,
genauer gesagt, von dem Aufbruch des Kardinalbischofs
Christoph Madruzzi, der sich dem Erzherzog Maximilian auf der
spanischen Reise anschließt und hernach mit dem Infanten Don
Philipp wieder zurückkehrt, so bedarf es kaam noch der viel-
fach begegnenden Hervorhebung der Rolle, die Madruzzi wäh-
rend dieser Episode spielt, um uns die Gewißheit zu geben,
daß sich Cerbonio im Gefolge des genannten Kardinals be-
funden hat.^ Er war also von Bergamo Ende 1547 nach Trient
gegangen und hier in den Dienst, d. h. in die Kapelle des
Kardinals Madruzzi getreten. Wenn sich, wie mir der Vorstand
des Archivs und der Bibliothek in Trient, Herr Dr. Ludwig
Oberziner, freundlichst mitteUt, in den dortigen Beständen über
Besozzi nichts gefunden hat, so spricht das natürlich nicht
gegen jenes unmittelbar aus der Chronik gewonnene Ergebnis,
umso weniger, als Besozzis Verweilen im Dienste Christophs nur
ein kurzes gewesen ist. Schon Anfang 1549 trat er in die
Kapelle Kurfürst Moritz' von Sachsen ein. Wir berührten be-
reits oben, daß die Chronik sich alsbald nach dem Abschluß
der spanischen Reise dem Albertiner zuwendet, der nun in
dem Maße in den Mittelpunkt der Erzählung Besozzis tritt,
^ Einzeln bezeichnet sich auch Besozzi ausdrücklich als anwesend bei
dem, was er erzählt; z. B. heißt es bei dem Besuch Kurfürst Moritz' in
Wittenberg 1653 (fol. 87*): qui vidi un cane; ein anderes Mal: nel
tempo ch' io fui appresso al duca Mauritio (fol. 68*); oder: ritrovau-
domi r anno 1561 col detto prencipe (Herzog Albrecht V. von Bayern) dal
duca di Doi Ponti . . . ., io sentl .... (fol. 171»). Vgl. auch die nächste
Anmerkung.
' Ein paarmal werden auch speziell die Erlebnisse des von dem Herrn ge-
trennten Gefolges geschildert: fol. 18* und besonders fol. 34'» — 86», wo der
Autor in der ersten Person Pluralis spricht.
11
daß wir zu der Annahme genötigt sind, letzterer habe sich in
jenes Umgebung befunden. Die Chronik enthält denn auch eine
Andeutung, die uns diesen Übergang verständlich macht. Mo-
ritz kommt im FrUhHng 1549 zur Begrüßung des Infanten nach
Oberitalien; in Trient macht er dem Prinzen und zugleich dem
Kardinal Madruzzi seine Aufwartung. Bei dieser Gelegenheit
bat nun Moritz den letzteren, wie Cerbonius erzählt, ihm sechs
Mitglieder seiner italienischen Kapelle zu überlassen, was der
geftillige Kirchenfürst alsbald bewilligte. * Kein Zweifel, Cer-
bonius ist einer dieser sechs Italiener gewesen; eine urkund-
hche Bestätigung davon werden wir gleich vernehmen. Im
übrigen wissen wir, daß Moritz eben damals, kurz ehe er jene
Keise südwärts antrat, nach dem Vorgange anderer Fürsten
eine Kapelle oder, wie der Ausdruck lautete, eine Kantorei
ins Leben gerufen hatte.^ Die vom 22. September (dem Moritz-
tage) 1548 datierte Kantoreiordnung des Kurfürsten besagt:
Nachdem er fortan an seinem Hofe eine Kantorei zu halten
beabsichtige, erlasse er diese Ordnung, um diejenigen, die er
dazu brauchen werde, über ihre Rechte und Pflichten zu be-
lehren. Die Kapelle soll aus mindestens elf Erwachsenen für
Baß, Alt (!) und Tenor und neun Knaben als Diskantisten be-
stehen; Kapellmeister ist Johann Walther; dieser hat die Sänger
auszuwählen, welche der Kurfürst dann auf ein halbes Jahr
zur Probe annehmen will. ^ Von Instrumentisten ist hier noch
nicht die Rede; augenscheinlich hat Moritz den Grund zu einer
eigenen Instrumentalmusik auf jener Reise gelegt und dazu die
sechs Italiener angeworben. Aus Moritz' Zeiten liegt allerdings
über sie sonst keine Erwähnung vor, wohl aber aus dem An-
fang der Regierung seines Bruders und Nachfolgers, August.
Dieser erläßt am 1. Januar 1555 eine neue Kantoreiordnung,
"Welche uns den Bestand der Kapelle näher kennen lehrt.* Sie
setzte sich jetzt aus nicht weniger als 31 erwachsenen Personen
* Fol. 48'' : Desideroso il daca Mauritio di barer una musica italiana, ne
pregu il Cardinal di Trento che di qaesto lo volesse favorire: il quäl
fatta una elettione di sei delia sua propria gl'ene fö benigno dono.
* Vgl. M. FQrstenau, Beiträge zur Geschichte der kOnigl. sächsischen musi-
kalischen Kapelle, Dresden 1849, besonders S. 9 — 14.
' Das jährliche Gehalt soll zwischen 24 und 40 Gulden bemetaen werden,
außer Kleidung und Kost vom Hofe.
* Farstenan, 8. 21.
12
zusammen, nämlich dem Kapellmeister,^ dem Präceptor der
Knaben, sodann vier Bassisten, acht Altisten, sieben Tenoristen,
drei Organisten und einem Organistenknecht; endlich sechs
,Welschen Instrumentisten' — man wird annehmen dürfen den
nämlichen, die Kurfürst Moritz sechs Jahre früher in Trient
überkommen hatte. Wir finden denn auch zwei uns schon be-
kannte Namen: an erster Stelle steht jener Antonio de Scan-
delli, der mit Besozzi zusammen die Vaterstadt Bergamo ver-
lassen und seither offenbar dessen Schicksale geteilt hatte; ^
der zweite ist dann unser Cerbonio Besozzi selbst! Er und
Antonio haben ein höheres Gehalt als die vier anderen,
228 gegen 180 und 190 Gulden. ^ Von diesen letzten vieren
führen drei den Namen Tola, wohl Vater und Söhne oder drei
Brüder; endlich aber haben wir hier noch einen weiteren Be-
sozzi, mit Vornamen Mattia; auf sein Verhältnis zu Cerbonio
kommen wir später zurück.
So treffen wir letzteren also noch nach sechs Jahren im
kurfürstlich sächsischen Dienste. Aber Cerbonio scheint die
Heimat doch nicht vergessen zu haben; oder vermochte er das
ruhige, gleichförmige Leben, zu dem er seit dem Tode des
stürmischen Moritz verurteilt gewesen sein mag, nicht mehr zu
ertragen? Kurz, Besozzi kehrt nicht allzu lange, nachdem wir
in den Akten Kurfürst Augusts seinen Namen gefunden haben,
in die Vaterstadt zurück. Am 8. April 1557 gedenken die De-
liberazioni seiner zum ersten Male wieder nach einer fast zehn-
jährigen Pause. Wir lesen zu dem angeführten Datum: Ordi-
naverunt dari debere Cerbonio, Antonio et Martino de Besutio
tubicenis pro honorantia formam unam casei pro quoque — ob
aus Anlaß der Heimkehr?* Weiter an der gleichen Stelle zum
^ Es ist der bekannte Le Maistre, ein Niederländer, aber aus Mailand über-
nommen; also hatte er seine musikalische Bildung wohl in Italien erhalten.
Fürstenau, ebendaselbst und Allgemeine Deutsche Biographie 18, S. 233 f.
' Scandelli ist dauernd im kursächsischen Dienst verblieben; er starb am
18. Januar 1580 als kurfürstlicher Kapellmeister. Allgemeine Deutsche Bio-
graphie 30, S. 476 f.
' Beköstigung und Kleidung, die früher geliefert wurden, scheinen jetzt in
Geld angeschlagen zu sein.
* Ich verstehe die Namen so: Cerbonio (seil, de Besutio), Antonio (seil.
de ?) et Martino — oder vielmehr Mattia — de Besutio. Weder
ein Antonius noch ein Martinus Besuzzus wird sonst erwähnt; es scheint
mir unabweisbar, statt Martino Mattia zu lesen, der, wie wir noch hüren
13
10. Februar 1558: Audita siipplicatione porrecta per Cerbo-
nium tubicenem ordinatum fuit ipsum Cerbonium conduci de-
bere pro cantore et sonatore praefati consortii ad cancndum et
sonandnm cum suis instrumentis musicalibus in ecclesia D, S.
Mariae et in organo ejusdem, cum opus et expediens fuerit; in
qua quidem Servitute habere debeat libras 50 imp. in anno.
So trat also Cerbonio wieder in den Dienst der Vater-
stadt; allerdings mußte er, wie es scheint, um Anstellung zu
linden, einen erweiterten Wirkungskreis übernehmen, nämlich
sich auch als Sänger brauchen lassen, so oft es seinen Vorge-
setzten gefiel — alles in allem wohl kaum eine Stellung, die
Cerbonio befriedigte. Er ist denn auch, obwohl man ihm sein
Gehalt schon am 21. Februar d. J. auf 75 Imperialen erhöhte,
nicht auf die Dauer in Bergamo verblieben. Den Zeitpunkt
seines Fortganges von hier gibt uns eine weitere Aufzeichnung
in den Deliberazioni. Zum 17. April 1561 nämlich lesen wir
hier: in quo quidem magnifico consilio (deUberatum fuit) quod
fiant creditores Cerbonius et Lucius de Tertio usque ad eorum
petitam licentiam, quae fuit sub die 9 martii proximi praeteriti.
Vielleicht kam der Anstoß für Cerbonio, die Heimat aufs neue
zu verlassen, dieses Mal von außen; ich möchte das wenigstens
aus dem Umstände schließen, daß er noch im Laufe des näm
liehen Jahres 1561 in den Dienst des Herzogs Albrecht V. von
Bayern getreten ist; er erwähnt nämlich in seiner Chronik ge-
legentlich, daß er während des angegebenen Jahres einem fürst-
lichen Tauffeste in Zweibrücken beigewohnt habe, das etwa im
Spätherbst stattgefunden haben mag.
Albrecht V. von Bayern (1550—1579) war bekanntlich ein
ausgemachter Freund der schönen Künste; unter ihm begann
der Münchener Hof ein hervorragender Mittelpunkt für künst-
lerische Betätigung zu werden: Erzguß, Malerei, Kunstgewerbe
fanden hier verständnisvolle Förderung. Vor allem aber glänzt
Albrechts Name als Freund der Musik. Der letzte große Ton-
setzer der niederländischen Schule, der 1520 geborene Roland
werden, unserem Cerbonio aach weiterhin gefolgt ist. Ob aber bei An-
tonio an Scandelli zu denken ist? Unsere Notiz setzt die drei offenbar
auf gleiche Stufe, so daß sich annehmen Hesse, sie seien eben mit einan-
der aus Dresden wieder in der Vaterstadt angekommen; aber dann müßte
Scandelli in Ktirze in den kursächsischen Dienst zurückgetreten sein; daß
er vorübergehend dort ansgeschieden Mi, ist freilich nicht sn erweisen.
14
de Lattre oder, wie er mit seinem Künstlernamen heißt, Or-
lando di Lasso, wurde von Albrecht in seinen Dienst gezogen
nnd der bayrischen Hofkapelle vorgesetzt, wo der Maestro die
zweite Hälfte seines unendlich fruchtbaren Lebens zugebracht
hat. Orlando hat dann seinerseits meist die Künstler ausgesucht,
aus denen er seine Kapelle gebildet hat. Hierbei muß sein Blick
auch auf unseren Cerbonio gefallen sein, was sicherlich für dessen
künstlerische Befähigung spricht. Das Genauere entzieht sich
allerdings unserer Kenntnis, weil die bayrischen Hof kammerrech-
nungen, denen wir die näheren Angaben über Orlando und dessen
Kapelle verdanken, für die Epoche, da der Maestro (1557) und
vier Jahre nach ihm Cerbonio zuerst nach München kamen,
teils fehlen, teils nur lückenhaft erhalten sind. Soweit sie aber
vorliegen, sind diese Rechnungen von Professor A. Sandberger
in München für Orlando und die Seinen genau exzerpiert wor-
den, eine Quelle, die für unsere Kenntnis der Schicksale Cer-
bonios im letzten Abschnitt seines Lebens von höchster Be-
deutung ist; wir können ihn hier von Jahr zu Jahr bis an
seinen Tod verfolgen. ^
Die erste Erwähnung unseres Autors begegnet in der
Rechnung von 1563, ^ und zwar in Gemeinschaft mit zwei an-
deren Instrum entisten, einem Lucio, wohl zweifellos jenem Lucio
de Tertio, der mit ihm die Vaterstadt verlassen hatte, und
einem Mattia Besozzi, der an einer noch zu erörternden Stelle
als Vetter des Cerbonio bezeichnet wird.^ In den nächstfolgen-
den Jahren finden sich die entsprechenden Ausgaben nicht ge-
bucht; zum Jahre 1566 wird nur ein Geiger Johann Baptista
er wähnt j* endlich aber erscheinen vom Jahre 1568 ab regel-
^ A. Sandberger, Beiträge zur Geschichte der bayrischen Hofkapelle unter
Orlando Lasso. Drittes Buch: Dokumente I, Leipzig 1895.
^ Das Jahr 15G2 verbrachte Cerbonio größtenteils, wie tinsere Chronik
ausweist, mit seinem Herrn auf Reisen, nämlich aus Anlaß der beiden
Krönungen des Erzherzogs Maximilian zum böhmischen und römischeu
König. Übrigens wurden in diesem Jahre laut der Hofkammerrechnung
zwei Gulden für Saiten ,für die Welschen Geiger' verausgabt (Sand-
berger, S. 18), die erste Erwähnung von Italienern überhaupt.
^ 156.3. Haus- und Wasserzins, crstlichen dem alten Iheronimo geiger
sanibt seinen dreuon sunen; mer bozalt drcuen geigern, nemblichen
Lucio, Zerbonio und Mathio jedem 9 fl. Ebendaselbst, S. 20.
* Ebendaselbst, S. 27. Gleichwohl versteht es sich, daß Cerbonio und die
Seinen in diesen Jahren ebenfalls dem bayrischen Dienst angehört haben ;
15
mäßig die Posten fUr Besoldung und Wohnungszins für den
eben genannten und unsere drei Italiener, und zwar betrug das
bare Einkommen fUr ,BabtistA geiger' 180, für die drei Ber-
gomasken je 150 fl., * wozu noch der Hauszins mit jährlich
9 fl. hinzuzurechnen ist. Diese Posten erhalten sich dann alle
Jahre hindurch auf gleicher Höhe, ' nur erfolgten von Zeit zu
Zeit noch ,außerordentliche Bewilligungen' an die einzelnen
,aiis Gnaden', t\brigens von nur geringem Betrag. In dieser
Weise hat dann Cerbonio anscheinend ohne viel Abwechslung
den Abend seines Lebens am Hofe Herzog Albrechts V. ver-
bracht; im gleichen Jahre mit diesem' ist er endlich auch in
München gestorben; wir kennen sogar den Tag seines Todes, es
warder 10. November 1579. Das ergeben nämlich zwei Eintragun-
gen der Hofkammerrechnungen. Zunächst heißt es zu 1579: ,Dem
Cerbonio geiger die quottember vasten = fl. 37.30' (d. i. die
erste Vierteljahrsrate seines Gehaltes für 1579); ,hernach er
gestorben'.* Dann zum folgenden Jahre erscheint der Eintrag:
,MatlK'Usen Besutzi geigern seines vetters des Cerboni geigers
sei. ausstendigen sold von der quotember vasten anno 79 bis
10. November bemelts jars, thuet 2^ ', quot., jede fl. 37^/2, thuet
fl. 93.45.'^
nnr gestattet die Lückenhaftigkeit des Materials nicht den direkten Nach-
weis zu führen.
* Zuerst Sandbergcr, 8. 35.
* Die gesamte Kapelle wird z. B. beim Jahre 1571 (Sandberger, S. 56 f.)
aufgeführt; sie bestand damals aus Orlando Lasso als Kapellmeister nebst
2 Unterkapellmeistern, 5 Bassisten (darunter: Octavianus Komanus),
6 Tenoristen (darunter: Simon von Kom), 4 Altisten, 7 Posaunern
(mehrere mit italienischen Namen), 7 Geigern (darunter anscheinend
6 Italiener: Baptista, Hannival, Anthoni, Matthias seil. Besuzzus, Cer-
bonio, Lucio seil, de Tertio), endlich 2 Organisten (darunter: Johann Bap-
tist Marselino).
* Herzog Albrecht V. starb am 24. Oktober 1579.
* Sandberger, S. 114.
' Ebendaselbst, 8. 120. Um dieselbe Zeit erfüllte sich das Geschick des
Landsmannes Cerbonios, Lucio de Terzio, wie aus der lakonischen Ein-
tragung der Rechnnngsbücher (Sandberger. S. 119) erhellt, wo es unter
der Rubrik ,Schulden, die nit mehr einzubringen' heißt: ,Luciu8 geiger
— ist gestorben und verdorben — fl. 45'. Dagegen verblieb der hier als
Erbe Cerbonios genannte Mathens (oder Mathias) Besozzi nach Aus-
weis der Rechnungen noch ferner im bayrischen Dienste, wo er fortan
als Geiger ein erhöhtes Gehalt von 180 fl. bezog. Im Jahre 1591 wird
er ,geiger und silberdiener* genannt (a. s. O., 8. 199); 1595 heißt er: ,ge-
16
Wir haben damit unseren Autor auf seiner wechselvollen
Lebensbahn beinahe vierzig Jahre hindurch bis an des Grabes
Schwelle geleiten und dabei zugleich verfolgen können, wie
seine Chronik sich seinen eigenen Schicksalen anschließt, durch
diese bestimmt wird. Gleich so vielen seiner Landsleute durch
seine Kunst in die Fremde gezogen, steht Cerbonio darin wohl
fast einzig unter seinen Berufsgenossen da, daß er beflissen
war, die Eindrücke, die er in der Fremde empfing, durch
Niederschrift zu verewigen; wir werden in diesen schriftstelleri-
schen Neigungen des Musikers, des ausübenden Künstlers, wohl
ein Erbteil von den Vorvätern erblicken dürfen, die ja schrift-
kundigen Berufen angehörten. Augenscheinlich hat Cerbonio
wester iintersilbercammerer' (Sandberger, S. 220: Mattes Pisutzi, gewester
untersilbercammerer; er wird mit jährlich 100 cronen .angeschafft' —
am 21. Juli 1595; ,soll mit der bezalung nach der entlassung seines
dienstes, so mit anfang diß jars beschehen, angefangen werden'). Er
scheint also den Dienst an der Silberkammer wieder aufgegeben zu
haben; als Instrumentist begegnet er noch bis 1600, dem Schluß der
Auszüge Sandbergers (s. zuletzt S. 243). Daneben kommt zum Jahre 1599
vor: ,Volnia Besutia, von Ir. dl. herzogin Maria Anna von Bayern u. s. w.
cammerdienerin;' sie erhält 200 fl. ,zur Hochzeitsteuer'. Endlich begegnet
im Jahre 1600 (a. a. O., S. 246): ,Coßman Besutio, trometterjunge'. —
Um aber auf Mattia zurückzukommen, so ist er wahrscheinlich der-
selbe, der in den Deliberazioni von Bergamo schon 1541 unter den
Knaben genannt wird, die für die Kapelle — als Diskantisten — aus-
gewählt waren; er heißt hier einfach: ,Mathcus Besutii' (Scotti, II pio
istituto, p. 177), was man wohl zunächst als Sohn des Cerbonio er-
klären möchte. Aber sollte dieser damals schon einen — doch mindestens
zehnjährigen — Sohn gehabt haben? Cerbonio müßte dann spätestens
um 1510, wohl auch noch früher, geboren sein, wäre also erst als Fünf-
ziger in die bayrische Kapelle eingetreten und als reichlich Siebzig-
jähriger gestorben. Das ist ja möglich, aber man möchte ihm doch wohl
angesichts seines ganzen Lebensganges ein geringeres Alter geben. Es
kommt hinzu, daß wir hernach, zuerst in Dresden, einen Matthias Be-
sutius die Schicksale unseres Cerbonio teilen sehen, und daß dieser
Dresdener Matthias mit dem Milnchener Matthias, der ausdrücklich als
,Vetter' des Cerbonio bezeichnet wird, identisch ist, wird kaum be-
zweifelt werden können. Da liegt es denn aber sicherlich doch nahe, in
diesem Matthias auch den Singknaben von 1641 wiederzuerkennen. Dieser
war also nicht der Sohn, sondern der ,Vettcr', d. h. wohl Neffe des
Cerbonio, wahrscheinlich aber eine Waise und des Cerbonio Pflege-
sohn. Vielleicht ist dies Verhältniß zu Mattia das treibende Moment ge-
wesen, das Cerbonio in fremde Dienste gehen ließ, um sich und den
jungen Verwandten besser erhalten zu können.
17
von Anfang an gleichzeitig mit den Ereignissen, die er schil-
dern wollte, sich Notizen gemacht; eine so große Zahl von
Einzelheiten, wie unsere Chronik bietet, vor allem Namen,
konnte nicht längere Jahre hindurch im Gedächtnis verwahrt
werden; es ist nur nötig, die vielen Ortsnamen zu betrachten,
die Cerbonio überliefert, indem er regelmäßig die Stationen
seiner wiederholten Reisen verzeichnet, um zu erkennen, daß
der Autor seine Schreibtafel beständig zur Hand haben mußtc.^
Diese Notizen bilden die Grundlage der Chronik; indes hat
der Verfasser letzterer auch einzelne Stücke einverleibt, die er
nicht ohne weiteres der eigenen Beobachtung entnehmen konnte,
sondern der Beihilfe anderer verdankte; selbst einige Akten-
stücke finden sich, so die Rede, welche der Kardinal von Trient
bei der Vermählung des Erzherzogs MaximiUan mit seiner spa-
nischen Base in Valladolid hielt; mit einem gewissen Stolz be-
tont Cerbonius, er habe dies Stück ,tratto dal proprio originale
de verbo ad verbum'; natürlich bezog er es aus der Kanzlei
seines Herrn. Auch einen Brief Melanchthons vom Jahre 1555
scheint er aufgenommen zu haben, in unserer Reinschrift findet
sich allerdings nur die Adresse.^ Vornehmhch aber hat Cer-
bonio darnach getrachtet, sich Listen der Teilnehmer an den
festlichen Akten, denen er beiwohnte, zu verschafi'en. So stellt
er die Begleiter Maximilians auf der Brautreise zusammen,
bringt ein Verzeichnis der Hochzeitsgäste, was er sich nicht
ohne Mühe verschafft hatte: per mezzo di canceUieri et per
altre vie sei ihm dies gelungen, gibt er an.' Noch ausführ-
licher sind die Verzeichnisse, die der Chronist hernach von
* Daß die deutschen Eigen-, besonders Ortsnamen von dem ausländischen
Autor arg entstellt werden, kann nicht wundernehmen. Es erschwert
dies freilich nicht selten die Konstatierung, die gleichwohl, wie ich
denke, durchweg gelungen ist.
' Vgl. unten; das gleiche gilt von einer Rede des Erzbischofs von Prag
bei der böhmischen Krönung. — Ein paarmal ist Cerbonio sozusagen
dem Charakter seiner Chronik untreu geworden, indem er den In-
halt von Zeitungen — das eine Mal über die unglückliche Jane Qrej
in England (vgl. anten), das andere Mal über ein paar Episoden
ans den russisch - polnischen Kämpfen in Livland — aufnimmt (vgl.
unten).
• Vgl. unten 8.62. Ich habe es nicht für erforderlich gehalten, den einzelnen
spanischen und portugiesischen Granden, die hier aufgeführt werden,
näher nachzugehen.
Fontes. I. Abt. Bd. H. 2
18
den Teilnehmern der beiden Krönungen von 1562 beibringt.
Indes hat er hier Vorlagen gehabt, mindestens für die Frank-
furter Handlang; ja sein ausführlicher Bericht über diese Vor-
gänge, die Wahl und Krönung Maximilians zum römischen
König, beruht auf einer Art von Festbericht, der uns aus zwei
verschiedenen Redaktionen bekannt ist, einer deutschen bei
Goldast ^ und einer lateinischen, die sich bei Schard^ findet.
Die diesen beiden Drucken zugrunde liegende Aufzeichnung
besteht aus mehreren Teilen: einem Bericht über die Königs-
wahl MaximiHans, die am 24. November 1562 stattfand, und
einer Schilderung der sechs Tage später erfolgten Krönung;
dazu kommt noch eine Beschreibung des Auftretens und des
Anbringens eines außerordentlichen türkischen Gesandten, der
in Frankfurt vor dem Kaiser erschien, des polnischen Rene-
gaten Straski oder Ibrahim Pascha, wobei ein von ihm über-
mitteltes ausführliches Schreiben des Sultans Suleiman seinem
ganzen Umfange nach mitgeteilt wird; auch ein Verzeichnis der
von dem Gesandten überbrachten Geschenke des Großherrn
findet sich. Daran schließt sich endlich eine sehr ausführliche
Liste der einzelnen Teilnehmer der Festlichkeiten, der Füi'sten,
der Botschaften, des adligen Gefolges der ersteren, ihrer Räte,
anderer namhafter Persönlichkeiten, die selbständig den Tag
besuchten, endlich der anwesenden Kriegskapitäne, Theologen,
Literaten, Arzte u. dgl. m. Diese ganze Zusammenstellung hat
Besozzi nicht nur benutzt, sondern seiner Chronik geradezu
einverleibt; freilich weist sein Bericht über die Zeremonien des
24. und 30. November eine Reihe individueller Züge auf, die
augenscheinlich eigener Beobachtung entsprungen sind; es schien
mir daher nicht ratsam, das Ganze zu unterdrücken; dagegen
sind die Listen der Anwesenden sowie alles, was mit dem Er-
scheinen des türkischen Gesandten zusammenhängt, von mir
ausgelassen, da es sich hier lediglich um Wiedergabe ander-
weitig bekannten Materials handelt. Auch bei der Schilderung
der böhmischen Krönung Maximilians mag Besozzi entsprechende
^ M. Goldast V. Haiminsfold, Politische Reichsliändcl (Frankfurt 1614),
S. 70 ff. Von der erwehlung Maxiiniliani, könig in BOhem, geschehen in
Frankf. a. M. 15G2 u. s. w.
* Schardius redivivus 8. Her. germanic. Scriptores vaiii . . . opera H. Thomae
(Giessao 1G73), T. III, p. 83 sqq. Acta et gesta . . . conventiis electoralis
apud Francofurtuin Mocni a. 1562 celcbrati. . . .
19
Zusammenstellungen benutzt haben; doch ist meines Wissens
ein eingehender Bericht über die Feier bisher nirgends ver-
öffentlicht worden; wir geben also Besozzis Erzählung unver-
kürzt, ebenso die anschließenden Listen der Anwesenden, deren
vielfach entstellte Namen wir uns bemüht haben, mit Hilfe der
vorliegenden Mitteilungen über den Hofstaat Kaiser Ferdinands
und König Maximilians aus dieser Zeit sowie der erwähnten
Listen der Frankfurter Krönung und endlich der Veröffent-
lichung des Nikolans Mameranus über die Teilnehmer an dem
Augsburger Reichstage von 1566 festzustellen.
Dies also sind die Bestandteile unserer Chronik, deren
Grundstock das Selbsterlebte und unmittelbar Selbstbeobachtete
bildet. Im einzelnen läßt sich, da uns das Autograph des Werkes
nicht vorliegt, dessen Entstehung allerdings nicht verfolgen.
Doch wird einem jeden der Einschnitt alsbald auffallen, der —
auf Fol. 102'' — 103' der Handschrift — zwischen der Darstellung
der an den Aufenthalt Besozzis in Sachsen geknüpften Ereig-
nisse und der Beschreibung der beiden Krönungen Maximilians
vorhanden ist. Der Autor scheidet von den sächsischen Dingen
mit den auf die Verbreitung des Protestantismus bezüglichen,
an Ereignisse des Jahres 1555 geknüpften Worten: ,e cosi di
giomo in giomo pare, se Iddio per mezzo dil sanctissimo con-
cilio non gli provede, ch'ogn'hor s'andera ampliando di mal in
peggio^ Hiermit wird der Faden der Erzählung fallen gelassen
und der Autor wendet sich, ohne eine eigentliche Überleitung
auch nur zu versuchen, dem Erzherzog Maximilian zu, um
diesen, nach einem kurzen Rückblick, zu jenen Krönungen zu
geleiten, welche reichlich sieben Jahre später fallen als die
zuletzt berichteten Ereignisse. Das ist augenscheinlich nicht in
einem Zuge geschrieben; die angeführten Worte zeigen auch
schon an und für sich deutlich, daß der Autor hier die Feder
niedei^elegt hat. W^ahrscheinlich hat er diesen ersten Teil in
den Jahren geschrieben, die er, nach Verlassen des sächsischen
Dienstes, wieder in der Heimat zubrachte. Für diese Annahme
spricht wohl noch besonders die Erwähnung des Konzils als
der letzten Hoffnung für eine Besserung in den Dingen der
katholischen Kirche; das scheint auf die Zeit hinzuweisen, wo
seit der Erwählung Papst Pius' IV. — in den letzten Tagen
des Jahres 1559 — der Konzilsgedanke wieder Kraft gewann ;
zwischen diesen Zeitpunkt und den zweiten und letzten Weg-
2»
20
gang Besozzis aus seiner Heimat, d. h. also etwa in das Jahr
1560 — möchte ich die Niederschrift jener Worte Besozzis und
damit die Vollendung des ersten Hauptteiles unserer Chronik
ansetzen.
Was in der letzteren noch folgt, gehört dem Jahre 1562
an und dem folgenden Jahre. Die Darstellung reicht bis etwa in
den Hochsommer 1563 hinein. Wenn der Verfasser an einer
Stelle, auf die wir noch zurückkommen, von der sperata coro-
natione imperiale Maximilians spricht, so konnte das wohl erst
geschrieben werden, als Maximilian bereits den kaiserlichen
Namen führte, also nach dem Tode Ferdinands I. (f 25. Juli
1564),^ und naturgemäß vor dem am 12. Oktober 1576 erfolgten
Tode Maximilians selbst. Weitere Angaben, aus denen sich die
Zeit der Niederschrift genauer bestimmen ließe, fehlen; immer-
hin ist es wohl am natürlichsten anzunehmen, daß Besozzi bald
nach den erzählten Ereignissen seine Notizen redigierte; es ist
mindestens kein Grund, der uns zwänge, die Niederschrift in
eine spätere Zeit als die Anfänge der Regierung Maximilians
zu verlegen.
Wir können indes nicht umhin, an dieser Stelle einen
Passus zu erörtern, der auf den ersten Bhck gegen die An-
nahme einer allmählichen Entstehung des vorliegenden Werkes
zu sprechen scheint. Als nämlich Cerbonio im Jahre 1549 den
Kurfürsten Moritz in dessen Heimat begleitet und auf dieser
Reise München betritt, vermerkt er in seiner Chronik, er werde
näheres über diese Stadt an einem anderen Orte mitteilen.
Diesem Versprechen aber ist er erst ganz am Ende der Chronik
nachgekommen; die Beschreibung von München bildet deren
Schluß. Allein wir werden daraus doch nicht auf einheitliche
Entstehung des Werkes schließen dürfen; die Unwahrschein-
lichkeit einer solchen ist so groß, daß wir einer anderen Er-
klärung jener Worte, wenn sich eine solche ungezwungen wird
finden lassen, sicherlich den Vorzug geben werden. Ich glaube
daher annehmen zu dürfen, daß Cerbonio jene Worte später
hinzugefügt, daß er nämlich nach Fertigstellung der Erzählungen
aus seiner bayrischen Zeit die früher, wie wir annehmen in
* Die Darstellung setzt auch den Abschluß des Tridentiner Konzils (Dezem-
ber 1563) voraus; ,il concilio, 11 qualc all' hora si cclebrava in Trento'
lesen wir fol. 170».
21
Bergamo, niedergeschriebenen Abschnitte wieder hervorgenommen
und sie in eine wenn auch nur lose Verbindunj^ mit den spä-
teren Teilen gebracht hat. Bei diesem Anlaß mag auch die
Reinschrift, die unsere Vorlage bildet, entstanden sein; die
Hand, von der sie geschrieben ist, wird man ohne Bedenken
dem siebenten oder achten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts zu-
weisen dürfen ; zudem glaube ich aber in unserer Vorlage auch
die Hand des Verfassers selbst zu erblicken. Die Niederschrift
ist nämlich nicht ohne Fehler; der Schreiber hat sich nicht nur
öfter verschrieben, sondern an verschiedenen Stellen auch kleine
Lücken gelassen, vielleicht hat er seine Vorlage nicht immer
lesen können. Nicht durchweg, aber ein paarmal erblicken
wir nun im Text eine verbessernde oder ergänzende Hand von
individuellem Charakter und einem nicht sonderlich festen
Ductus, der zu verraten scheint, daß sie einem älteren Manne
angehört. ^
Wer aber sollte dies anders sein als der Verfasser ?
Wenigstens liegt diese Annahme von vornherein am nächsten;
aber sie erhebt sich meines Erachtens zu einem hohen Grade
von Wahrscheinlichkeit dadurch, daß diese verbessernde Hand
einmal auch eine sachliche Veränderung vorgenommen, näm-
lich die Bezeichnung des russischen Oberhauptes als re (di
Moscovia), wie der Reinschreiber hatte, in duca korrigiert hat —
eine Änderung, die wohl nur dem Autor vorzunehmen zustand.
Ist das richtig, so haben wir in unserem Kodex eine unter
den Augen und natürlich auch nach den Intentionen des Autors
entstandene Reinschrift vor uns.
Nun erhebt sich aber im Hinblick auf den Titel, der also
wohl sicher ebenfalls vom Verfasser herrührt, noch eine Frage.
Die Chronik wird hier, wie wir sahen, als , Erstes Buch' be-
zeichnet; ein entsprechendes ,Zweites Buch' aber findet sich in
unserem Werke nicht angezeigt. Scheint das nicht auf eine
anderweitige Fortsetzung der Chronik, auf sonstige schrift-
* Ich habe die LOcken nnd Fehler des Schreibers stets angemerkt, natür-
lich auch die Ergänzungen und das Auftreten der yerbessemden Hand.
Es muß auffallen, daß der Korrektor nur wenige Male in die Erschei-
nung tritt; er mag zunächst nur eine oder die andere Stelle der Rein-
schrift revidiert haben — gleichsam als Stichprobe — und hernach
irgendwie verhindert worden sein, den Kontext hintereinander durchzu-
nehmen.
22
Steilerische Betätigung des Autors hinzudeuten? Für eine solche
Annahme scheint sich auch ein doppelter Anhaltspunkt darzu-
bieten, einer in dem Werke Besozzis selbst, der andere im
jTheatrum^ des Mutius.
Ersterer findet sich gegen Ende des Werkes. Von Frank-
furt aus zieht der Neugekrönte zunächst im Geleit der bayri-
schen Verwandten durch deren Land und bis nach Augsburg,
wo gemeinsam das Weihnachtsfest begangen wird. Dann aber
trennen sich ihre Wege : Herzog Albrecht von Bayern bleibt im
Lande und beginnt sich wieder dessen Angelegenheiten zu
widmen, Maximilian aber zieht fürbaß in die Erblande und
nach Ungarn, wo er ebenfalls die Krone des Königreiches zu
empfangen gedenkt. An dieser Stelle nun erklärt unser Autor,
der in Bayern bei seinem Herrn, dem Herzog, zurückbleibt, er
behalte sich vor, diese ungarische Krönung samt der , er-
hofften Kaiserkrönung' Maximilians ,ein anderes Mal ans Licht
zu geben, zusammen mit anderen gleichzeitigen Geschehnissen,
falls sich solche, die der Erinnerung wert sein möchten, er-
eignen'.
Natürlich bleibt es hiernach zweifelhaft, ob Cerbonio den
Vorsatz, den er an dieser Stelle in sehr bedingter Form an
kündigt, zur Ausführung gebracht hat. Aber wie verhält es
sich mit der angedeuteten Angabe des Mutius in seinem ,Thea-
trum'? Wir führten aus diesem Werke bereits die Stelle an, wo
unserem Besozzi mittels eines Vortrages vor dem Herzoge eine
Schilderung Bergamos und seiner hervorragenden Bürger u. s. w.
in den Mund gelegt wird. Endhch schweigt Besozzi und die
Musik fällt wieder ein:
,Dixit et increpuit fidibus chorus. . . .'
Aber im nächsten Distichon kommt der Dichter nochmals
auf den Landsmann zurück und berichtet:
,Multaque praeterea variis jam sparsa libellis
Atque alia exposuit facta virümque genus.'
Dieses Distichon mag nun an dieser Stelle, nachdem schon
der Epilog jenes angenommenen Vortrages vor dem Herzog ^
vom Dichter mitgeteilt worden ist, nicht sonderlich in den Zu-
> S. o. 8. 7.
23
sammcnhang passen; aber der Sinn kann wohl nicht zweifel-
haft sein: Besozzi hat, sagt Mutius, varios libellos veröffentlicht.
Es fragt sich nur, ob man dieser Angabe ein großes Gewicht
beizulegen hat. Ein wenig poetische Übertreibung mag immer-
hin mit unterlaufen und wenn wir eingedenk sind, daß Be-
sozzi das uns vorliegende Werk mindestens in zwei Abschnitten
geschrieben hat, so ist es meines Erachtens nicht unbedingt
nötig, aus der Dichterstelle den Schluß zu ziehen, daß Besozzi
noch andere Werke zeitgeschichtlichen Inhalts verfaßt habe.
Gegen eine solche Annahme würde sprechen, daß derartige
Werke sich bisher nicht haben nachweisen lassen, und zweitens
erscheint es zweifelhaft, ob Besozzi in seinen späteren Lebens-
jahren noch die ^Möglichkeit gehabt hat, sich in der Art wie
früher die Kenntnis wichtiger Zeitereignisse zu verschaffen.
Unter den Anwesenden auf dem Augsburger Reichstage von
1566, wo — nach Ausweis des schon erwähnten Werkes des
^lameranus — Herzog Albrecht von einem Teile seiner Kapelle
begleitet war, findet sich Besozzis Name nicht. Was aber —
wovon wir ausgingen die Bezeichnung unserer Chronik als
jPrimo libro' betrifft, so möchte ich glauben, daß dieser Titel
sich nur auf den ersten Teil des Werkes bezieht. Das geht,
meiner Ansicht nach, aus der Erwähnung Karls V. im Titel
hervor, da doch die späteren Abschnitte der Zeit nach dem
Tode dieses Herrschers angehören, und obgleich sich formell
der Titel auch auf jene beziehen kann, wenn man nämlich die
Worte jSOtto al potentissimo Carlo V. imperatore' lediglich mit
der ,gran dieta fatta in Augusta' in Verbindung setzt, so wird
man logischerweise doch den Titel als ein einheitliches Ganzes
auffassen und ihn dahin interpretieren, daß Ereignisse aus der
Epoche Karls vom Schluß des Augsburger Reichstages ab er-
zählt werden sollen. Dieser Erwartung aber entspricht nur der
erste Teil des vorhegenden Werkes. Cerbonio mag demgemäß
hernach, als er jene späteren Abschnitte abgefaßt hatte, im
Gegensatz zu diesen der früheren Ausarbeitung die Bezeichnung
als erstes Buch gegeben, es aber hernach versäumt haben, auch
dem späteren Teile einen Sondertitel zu geben. Oder ein solcher
ist in unserer Reinschrift, die das Ganze zu einem einheitlichen
Werke machen sollte, fortgelassen worden, wobei dann übersehen
ward, daß jetzt die Worte ,Primo libro' zu Anfang keinen Sinn
mehr hatten.
24
Wollen wir zum Schluß dieser Einleitung noch ein Wort
über die Chronik und deren Verfasser im allgemeinen hinzu-
fügen, so liegt der Wert der ersteren in der tendenzlosen Ur-
sprünglichkeit der Niederschrift des unmittelbar — und mögen
wir sagen : gut — Beobachteten. In dem Verfasser stellt sich
uns eine Persönlichkeit dar, der es weder an Bildung und Über-
blick fehlte, um beobachten, noch an Gewandtheit, um schildern
zu können. Nicht mit Unrecht rühmt Mutius in ihm die Gabe
der Rede und der Schrift; daß es ihm auch an dichterischer
Begabung nicht fehle, zeigt Cerbonio selbst durch zwei recht
gefällige Sonette, welche die Leiden der Rudersklaven und die
Freude der Heimkehr nach vollendeter Seefahrt uns schildern.
Zweifellos befindet sich unser Chronist im Besitze der huma-
nistischen Bildung seiner Zeit; da er die spanische Stadt Lerida
betritt, erinnert er sich, daß es das alte Ilerda ist, wo einst im
Bürgerkriege Julius Cäsar seine Gegner aufs Haupt geschlagen
hat; ein anderes Mal erinnert ihn der Ansturm des jugendfrohen,
verwegenen Prinzen Georg von Meklenburg wider die Magde-
burger an die Züge Alexanders und dessen Kämpfe gegen den
Perserkönig Darius. Auch die Art, wie sich Cerbonio zu Vatei*-
land und Kirche verhält, zeigt einen Geist, der gewohnt ist, die
Dinge von einem höheren Standpunkte aus als dem der Masse
aufzufassen. Cerbonio ist Patriot, aber nicht im Sinne des ber-
gomaskischen Spießbürgers, sondern er schwärmt für das
ganze Italien, er fühlt sich als Italiener. Mit nationalem Stolz
rühmt er die Taten des ,Neptuns unserer Zeiten', des greisen
Andrea Doria von Genua; andererseits empfindet er eine dem
Banner der ruhmreichen Venezia angetane Kränkung als eine
nationale Schmach. Er vergleicht den Spanier mit dem Italiener
und der Vergleich fällt nicht zum Vorteil jenes aus; auch den
Deutschen, besonders den Norddeutschen gegenüber stellt Cer-
bonio die Überlegenheit der Italiener in Kultur und Bildung
mit Genugtuung fest; in allem fühlt er sich als den Angehörigen
einer großen, führenden Nation. In kirchlicher Hinsicht ist Cer-
bonio allerdings ein guter Katholik; er beklagt das Vorhanden-
sein und die Ausbreitung des Protestantismus, ist aber von kon-
fessioneller Einseitigkeit und Engherzigkeit durchaus frei. Wie
er längere Jahre hindurch im Dienste ketzerischer Fürsten ver-
blieb, so rühmt er unumwunden die Mildtätigkeit der Prote-
stanten, ihre trefflichen Schulen und andere lobenswerte Ein-
25
richtungen, die er bei ihnen antraf. Andererseits ist seiner
Gläubigkeit eine merkbare Dosis Skeptizismus beigemischt; er
wagt es, die Echtheit einer Reliquie zu bezweifeln, und zu den
Schauermären, die man ihm in Süddeutschland über die Aus-
breitung der Hexerei erzählt, macht er ein Fragezeichen.
Diesem Wesen des Autors entspricht seine Schilderung,
welche Geschmack und Auswahl nie vermissen läßt. Häufig
gibt uns Cerbonio von dem, was er wahrnimmt und beobachtet,
nur einzelne Züge, aber er greift das Charakteristische heraus.
Mit kurzen Strichen hat er uns eine Reihe von Städtebildern
gezeichnet, die man gleichwohl nicht mit einander verwechseln,
nicht das eine für das andere setzen kann: so Trient, Inns-
bruck, Sevilla, Vagliadoht, Nürnberg, etwas ausführlicher Prag,
Augsburg, München; jede dieser Städte erhält hier das nur ihr
zukommende Kolorit. Zu einem lebenswahren Bilde fügen sich
auch die wennschon nur flüchtig aufgenommenen Züge zu-
sammen, welche Cerbonio über Spanien beibringt: das groß-
tuerische Wesen der Nation, der Schein einer hohen Kultur, die
doch vielfach schon brüchig ist, der gewaltige Abstand zwischen
Vornehm und Gering treten uns deutlich entgegen. Ein aus-
geführteres Kulturbild gibt Cerbonio von dem Staate Kurfürst
Moritz' von Sachsen; hier unterbricht er geradezu seine chronik-
artige Darstellung, um in einer gewissen methodischen Weise
die Einrichtungen zu schildern, die er im protestantischen Nord-
deutschland vorgefunden und kennen gelernt hat; besonders
lange verweilt er bei der Strafrechtspflege, die er wegen ihrer
Promptheit ebenso bewundert, wie ihn die herbe Grausamkeit
der Strafen erschüttert. Daneben erzählt uns Cerbonio aber
auch von dem bürgerlichen und gewerblichen Treiben im Kur-
fürstentum, von den Meisterstücken der Handwerker und der
vorgeschrittenen Technik der Industrie und deren Erfindungen;
femer von den züchtigen sächsischen Frauen, deren Hauptreiz
nach dem Urteil des Südländers in ihrer frischen Hautfarbe
und den schönen blonden Haaren besteht. Weiter vernehmen
wir von dem Weinbau, den Cerbonio, wenngleich spärlich,
an der Elbe im Meißnischen vorfand, .von der Lebensführung,
von Speise und Trank, wobei der Chronist als richtiger
Italiener kaum seine Verwunderung darüber verhehlen kann,
daß Knoblauch und Schnecken dem Norddeutschen nicht
munden.
26
An anderen Stellen des nämlichen Abschnittes schildert
Cerbonio die beiden Hauptplätze des albertinischen Territoriums,
Leipzig mit seinen Buchläden und den Tausenden von Stu-
denten seiner Hochschule, und das schön gelegene, durch Sauber-
keit ausgezeichnete Dresden mit der stolzen Eibbrücke, aus
dem Kurfürst Moritz, den größeren Machtverhältnissen ent-
sprechend, zu denen er gelangt ist, eine statthche Residenz zu
gestalten sich anschickt. Die merkwürdigen Schicksale des
Albertiners, die Cerbonius aus nächster Nähe zu betrachten
Gelegenheit hat, führen ihn dann auf ein seiner Chronik frem-
deres Gebiet, zur Schilderung kriegerisch - politischer Verwick-
lungen. Aber auch für diese hat er die geeigneten Farben auf
seiner Palette; mit großer Lebhaftigkeit wird vor allem die
blutige Schlacht von Sievershausen geschildert, in der sich das
Geschick Moritz' erfüllte, und nicht ohne Bewegung wird man
das Bild des unglücklichen Prinzen von Braunschweig in sich
aufnehmen, der, zu Tode getroffen, mit klaffender Stirnwunde,
die Hände gerungen und die Augen starr zum Himmel ge-
richtet, inmitten des Kampfgetümmels noch aufrechtsteht, wäh-
rend sein älterer Bruder wenige Schritte von ihm entseelt den
Boden bedeckt. Aber die eigentliche Sphäre unseres Chronisten
ist das nicht; was er mit Vorliebe erzählt, sind vielmehr die
heiteren Seiten des fürstlichen Daseins, dessen Prunk und
Glanz, wie er namentlich in den häufigen Festlichkeiten zutage
tritt, bei fürsthchen Besuchen, Vermählungen, Gastmählern
u. dgl. m.; das schildert Cerbonio voller Behagen mit breitem
Pinsel: wir schauen die Ehrenpforten, lesen die mit mehr oder
minder Geschmack abgefaßten Inschriften, hören den die großen
Aktionen begleitenden Donner der Geschütze und das von den
zarteren Tönen festlicher Weisen abgelöste Krachen der Ra-
keten. Es sind farbenreiche Bilder aus dem üppigen Fürsten-
leben der Renaissance, dessen dunkle Kehrseiten, wie die ziel-
und maßlose Verschwendung und das leichtfertige Glücksspiel,
wenigstens angedeutet werden.
Über allen Fürsten aber, mit denen er in Berührung ge-
kommen, steht unserem Autor die Dynastie der Habsburger.
In ihr verkörpert sich dem Italiener die Idee des Imperiums,
in der er augenscheinlich aufgewachsen ist. Besozzi selbst
hat allerdings, wie wir wissen, nie direkt im habsburgischen
Dienste gestanden ; mittelbar aber hat dieses Fürstenhaus seinen
27
Lebensgaiig bedeutsam beeinflußt. Die Brautreise Maximilians
nach Spanien führte Cerbonio zum ersten Male in die Ferne und
gab ihm Gelegenheit, sich über die Enge der heimischen und
nachbarlichen Verhältnisse zu erheben. Mit dem Sohne des ,po-
tentissimo Carlo V. imperatore' machte unser Bergomaske dann
die Rückreise; mit ihm zugleich betrat er den Boden ItaHens
und erlebte mit patriotischem Stolz die feierlichen Empfänge,
die dem Prinzen von den Bürgerschaften Genuas und Mailands
veranstaltet wurden. Dann führte das Geschick unseren Musiker
freilich aus der Sphäre der Habsburger hinweg zu dem Manne,
der des mächtigen Kaisers gefahrlichster Feind werden sollte;
aber dieser Abschnitt seines Lebens brachte Cerbonio mit dem
künftigen Kaiser Ferdinand von Osterreich in Berührung; mit
sichtlicher innerer Anteilnahme hat er uns gerade den Besuch
Moritz' in Prag bei Ferdinand besonders ausführlich und an-
schaulich geschildert. Hernach, und zwar in der ganzen zweiten
Hälfte der Chronik, tritt dann wieder MaximiHan, in dem sich
die Zukunft der Dynastie in Deutschland verkörpert, in den
Vordergrund.
Mit unbegrenzter Ehrfurcht blickt Cerbonio zu dem
,Hause Osterreich' empor; die Habsburger sind im Reiche die
Herren, alle übrigen, auch die mächtigsten Fürsten, nur deren
Diener, und wenn jene dies Verhältnis letzteren gegenüber
nicht in seiner Schroffheit hervortreten lassen, so kommt darin
eben nur die erlesene ,gentilezza, bonta e cortesia* der ,eccelsa
casa d'Austria' zum Ausdruck. Ja, Cerbonio findet kaum Worte,
um die Herablassung gebührend zu schildern, die Kaiser Fer-
dinand und dessen Sohn König Maximilian an den Tag legen,
da sie dem zum Frankfurter Wahltage kommenden Kurfürsten
Joachim von Brandenburg, der doch ihr Vasall und Untertan
ist, entgegenreiten und ihn in ehrenvollster Weise zur Wahl-
statt geleiten. Aber eine derartige Herablassung steht jenen
wohl an; wahre Hoheit, wahrer Ruhm muß mit Leutseligkeit
gegen Tieferstehende verbunden sein: diese ist gleichsam das
Korrelat zu einer überragenden Machtstellung. Cerbonio schil-
dert uns dementsprechend eingehend die Zugänglichkeit Maxi-
milians gegenüber allen seinen Untertanen. Der Fürst speist
allein, erzählt unser Autor; nach der Mahlzeit aber erhebt er
sich und empfängt, am Tische stehend, jeden, der ein Gesuch
an ihn richten will, wobei er die Schüchternen ermutigt und
28
jedweden mit nie versagender Geduld anhört. Wie am Tische
des Herrn der Priester den Gläubigen entgegentritt, um ihnen
die Wegzehrung zu reichen und geduldig ausharrt, bis die Reihe
an den letzten gekommen ist, so ist auch der edle Sproß des
Hauses Habsburg unermüdlich, die Anliegen seiner Untertanen
entgegenzunehmen; und wie die frommen Christen getröstet und
gehoben vom Altare gehen, so verläßt kein Unglücklicher ohne
Trost das Angesicht des jungen Königs. Wir sehen, einen wie
tiefen Eindruck die Persönlichkeit des letzteren auf unseren
Chronisten gemacht hat; Maximilian ist der Mittelpunkt, der
eigentliche Held seines Werkes.
Die Chronik Besozzis ist bisher nicht ganz unbemerkt ge-
blieben; nachdem zuerst Josef Chmel auf die Münchener Rein-
schrift hingewiesen hatte, hat danach der Cavaliere Carlo de
Giuliani in Trient von dem ersten Viertel des Werkes, d. i.
den Partien, welche die Brautreise Maximilians und das Er-
scheinen des Infanten Philipp auf italienischem Boden behan-
deln, eine jetzt noch auf der Stadtbibliothek in Trient bewahrte
Abschrift herstellen lassen und danach diesen Teil der Chronik
im Jahre 1885 in einer sogenannten Nozze-Publikation (Giuliani-
Del Rio) veröJBfentHcht, jedoch ohne jeden Kommentar; weder
Einleitung noch Erläuterungen sind beigegeben und da das
Schriftchen auch nicht in den Buchhandel gelangt ist, so brauchen
wir darauf besondere Rücksicht wohl nicht zu nehmen. Wir
haben daher die Chronik nachfolgend unverkürzt zum Abdruck
gebracht, lediglich mit Auslassung der oben charakterisierten
Teile des Frankfurter Wahl- und Krönungsberichtes. Über die
Bearbeitung selbst ist kaum etwas zu sagen; es versteht sich,
daß wir bemüht gewesen sind, textliche und sachliche Unklar-
heiten zu beseitigen, Versehen zu berichtigen, auch die zahl-
reich eingestreuten Namen nach Möglichkeit festzustellen und
auch sonst soviel zur Erläuterung beizubringen, als dem an-
spruchslosen Werkchen, an dem aber doch mancher seine Freude
haben mag, anzustehen schien.
Stettin, im Juni 1903.
Walter Friedensburg.
Primo libro delle solennitä, gnerre et altri successi nati
dopo la gran dieta fatta in Angusta sotto al potentissimo
Carlo V imperatore.
Commendat opus lectori
Achilles Mutius ßergoinensis civis.
Qui mare, qui terras, fluvios montesque lacusque
Totque hominum mores vidit et interitus,
Bellaque et horrendas strages variosque tumultus
Audiit et iniris signa secuta modis,
Tot reges, proceres, clarasque heroidas inter
Foelices thalamos foederaque icta fuit, *
Australisque orae quicquid seinpterave trionis
Aut Latii dignum novit et Hesperiae:
Hie tibi veridico pandit Cerbonius ore
Besuzzus, propius cemere cuncta licet.
Finita quella grandissima dieta imperiale che si fece in
Augusta r anno 1548, che duro per nove mesi, ' deposti duca
Gioan Federico elettor di Sassonia et Philippe 1' Angravio d'Hessia
con Wittemberg, capi della ribellione Germanica; humiliata la
superbia delle cittk ribelle Augusta, Olma, Argentina, Chempia,'
I^Ieminga et altre molte, privato 1' arcivescovo di Cologna Her-
mano per 1' heresia et ribellione; Ordinate le cose della Camera
' In diesem Distichon ist das ,inter* zweim«! za denken (interfait thalamis
inter tot reges et . . . heroidas).
' Der Reichstag warde am I. September 1547 eröffnet and am 30. Joni 1548
geschlossen.
' D. i. Kempten.
30
deir Imperio; spogliato Otto Enrico ribello della sua parte del
Palatinato; investito Mauritio per la fede de 1' arme sue de
r elettoraria di Sassonia, pacificata et domita la Germania, pu-
blicato r Interim per dar principio alla riformatione dell' antica,
Vera et catolica religione: le due Maestä, Carlo Quinto et Fer-
dinande il fratello all' hora re de Romani, per congionger con
sempiterno amore le forze d' Alamagna et di Spagna, con-
chiusero dolcissimo et inestricabile nodo del matrimonio tra Mas-
similiano, primogenito del re de Romani, et la figliuola de
r imperatore Infante Maria. ^
Perö partitosi di Germania esso Massimiliano,^ giovine se-
renissimo et d' alta speranza, in compagnia del duea giovine...
1548 di Bransvich ^ et altri nobili personaggi, a' 23 de giugno gionti
Juni 23. pi'esso a' Trento * furno nobilmente incontrati dal cardinal di
essa citta et dal cardinal Pacecco ^ et da tutti gli prelati (reli-
quie del concilio, il quäl gik in detta citta s' era cominciato) et
da tutti i nobili della citta et castelli del paese suo, oltra molti
altri signori Italiani et Germani. et ivi con molta allegrezza
recevutolo cosi tutti di compagnia cerca le ventitre höre en-
^ Maximilian war am 31. Juli 1527, die Infantin, Tochter Kaiser Karls V.,
am 21. Juni 1528 geboren. Die Eheberedung war am 24. April 1548 auf-
gesetzt, am 4. Juni d. J. ratifiziert worden.
^ Über die spanische Reise Maximilians ist zu vergleichen Ferd. Mendik,
Die Reise Kaiser Maximilians II. nach Spanien im Jalu-e 1548, im Arch.
f. österr. Geschichte, Bd. 86, 1899, S. 293—308, d. i. die Mitteilung eines
,Auszuges über außerordentliche Ausgaben', der sich im gräflich Harrach-
schen Archiv erhalten hat und vom 10. oder 11. Juni bis zum 18. Sep-
tember 1548 reicht. Ferner vgl. die , Registratur Erzherzog Maximilians
aus den Jahren 1547 — 1551', veröffentlicht von J. Loserth in Fontes re-
rum austriacarum, 2. Abt., Bd. 48, 2. Hälfte (1896).
' Die Handschrift hat eine Lücke statt des Namens des Herzogs. Es han-
delt sich um den jungen, 1528 geborenen, 1540 zur Regierung gelangten
Herzog Ericli II. von Calenberg; vgl. Loserth, a. a.0., S. 414 f., nr. 111.
* Das Itinerar Maximilians von Augsburg nach Trient ist nach den beiden
Aufzeichnungen der Anm. 2 das folgende: Juni 10 noch in Augsburg,
12. — 14. in München, 16. in Mittenwald, 19. in Innsbruck, 20. in Ster-
zingen, 21. in Brixen, 23. in Bozen; nach obigem ist er dann noch am
gleichen Tage gegen Abend (ccrca le ventitre horo = etwa 7 Uhr) bis
Trient gelangt.
** Pedro Pacheco, Bischof von Pamplona bis 1544, von Jaen 1544 — 1654,
Kardinal (Gicncnsis) 1646, f 1560, war das Haupt der spanischen und
sizilianischen Konzil8j)rälaten, die nach der Kon/.ilsverlegung im März
1647 auf Befehl des Kaisers in Trient zurückgeblieben waren.
31
trorno dentro alla citta, dalla quäl con iiiHnito sparar (V ar-
tegliaria fu salutato. gionti su la piazza fu comineiato un' altro
maggior strepito d' artegliaria, campane, snon di trombe et tani-
buri. cessato detto strepito si senti una dilettevole musica di
quatro troniboni et quatro cometti, la quäle era accomodata
sopra il revelino * presso alla porta con bellissimo apparato.
finita la musiea apparve ne 1' aria un serpente, che continoa-
mente gettava fuoco et ando a percuoter' in una bellissima
galea, ^ ch' in alto al mezo della piazza stava sospesa, dalla
quäle usci tanto strepito de scioppi et raggi, che misse terrore
quasi a tutti gli circostanti. intrato poi nel Gran Palaggio' ri-
cfaissimamentc apparechiato fu con una dolcissima et soavissima
musica recevuto. intratenuto poi con balli et spassi fino alla
sera, il cardinale per forza di lumi et altri artificiosi fuochi,
che per ogni lato de la citta si facevano, fh di oscura notte
quasi chiaro giomo, et con un bellissimo carro ingeniosamente
da due leoni tirato, guidato dalla vertu, che continoamente
d' ogn' intomo gettava fuoco, fe belHssimo spettacolo su la
piazza del castello,* volendo significare (perche Boemia per in-
segna porta il leone et la vertu e quasi de 1' antichissimo ceppo
de r altissima casa d' Austria) che quel regno sara della vertu
d' un tanto prencipe govemato et diffeso. et duro tal folgorare
et fiammeggiare di ditto carro il spacio di tre höre, poi si ceno
a un convito reale con soavissime musiche et altri dilettevoli
spassi; dopo cena ballorono i detti prencipi sin' a meggia notte.
II di seguente, che fu de s. Gioanbattista, il re in meggio al Jmii 21.
Cardinal di Trento et dil cardinal Pacecco, accompagnato da
tutti quelli prencipi e prelati , andö a' santa Maria * a udir
incssa, la quäl fu cantata dal' arcivescovo di Palermo.^ nel tor-
nar al palaggio furono dalla torre e da un finto castello a suon
di trombe e tambnrri sparate molte bocche di fuoco con raggi,
8. T. a. rivellino.
8. V. a. ^alpra, Galeere.
Wohl der Palazzo Pretorio an der Piazza Grande (oder del Duomo).
Castello del Baon Consiglio, an der Ostoeite der Stadt, damals Sitz der
Bischöfe.
'Santa Maria Ma(irgioro. Es ist die Kirche, in der das Konzil tagte; ein
großes Gemälde mit Bildnissen der Konzilsmitglieder an der Chorwand
der Kirche erinnert noch heute an diesen Umstand.
Pietro Tagliaria 1644—1568.
32
ch' andavan al cielo; et tutto il resto di quel felice giorno (dopo
il sontuoso et lauto desinare) fu consumato in musiche, balli,
colationi et piacevol trattenimenti. dopo cena, per dar spasso
al detto re, fe' combatter' un mirabile castello a suon di trombe
e tamburri, con assalto ordinato, con lanze et mazze da soldati,
vestiti in livrea di casa d' Austria. il castello parea esser molto
ben diffeso^ perchö oltra V ai'me, che similmente adoperavano,
v' erano le girandole per ogni torrione con un smisurato dra-
gone nel meggio, che continoamente gettavan' fuoco, quäl dopo
preso fu arso con gran diletto de circostanti.
Juni 26. II di de San Vigilio, patron di Trento/ il proprio cardinale
alla presenza del re et altri signori cantö la messa pontificale
nel proprio domo, nel tornar al palaggio furono sparate molte
bocche di fuoco con infiniti raggi.
Questa citta divido 1' Italia dalla Germania, et verso tra-
montana h habitata da Germani, et dalla parte di meggiodi,
che e la maggiore, e habitata da Italiani; acanto della quäle
passa il fiume Adice ; copiosa di bellissimi palaggi, nobile, abon-
dante et amena per esser' altresi ondeggiäta dalla Fersina, ^ la
quäle per varii canali accomodatamente compartisse uno de
suoi rami per tutte le ample contrade di quella.
Juni 27. II di seguente al spontar del sole il re et il cardinale,
accompagnati dal duca di Bransuic et da altri signori, tra
quali erano
II vescovo di Vercelli^
II vescovo di San Marco*
Conte di Manzfelt^
Conte Silvio di Porcia
* S. Virgilius, Bischof von Trient, f gegen das Jahr 400; als sein Todes-
tag gilt der 26. Juni.
* Die Fersina ist ein Wildbach, der von Osten kommend, die Stadt an
der südlichen Seite bespült und wenig unterhalb von ihr in die Etsch
fällt.
° Pietro Francesco Ferrerio 1536 — 1562.
* In Unteritalicn; Bischof war Coridano Martirani 1530—1651.
" Dieser Name ist oben auf der Seite nachgefUgt mit anderer Tinte und
anderem Duktus, vielleicht aber doch von der Iland des Schreibers.
— Gemeint ist Graf Hans Hoyor von Mansfeld, der dorn Erzherzog als
Mundschenk diente. Er kehrte im Jänner 1549 von Valladolid aus
beim. Loserth, a. a. O., S. 454 f., Nr. 181 f.
33
•
Conte Caraillo Calino*
Conte Sartorio di Sartori
Conte Francesco da Lodrone'
Conte Sigismondo d'Arco
Conte Hippolito da Homi
Conte demente Pietra
II baron di Felz
II baron Polam'
Doi baroni di Bolghestan*
II signor di Pernestano^
II signor Gioanbatista Visconte
II signor Diego Gevara''
II signor Avosto d'Ada
H signor Hercole Pagnano
IJ signor Ambrogio Gropello,
con nobil compagnia di 600 cavalli parti felicemente da Trento,
et venendo per la bella valle copiosa di castelli et vigne die-
tro a r Adice, passato Rovere ' del re de Romani, fu incontrato
da sei insegne di fanteria, vasalli di casa Madruzza, e qaella
sera alloggio ad Hala. 1' altra mattina con dette insegne al jonj 28.
spontar' del sole s' incontrö in due compagnie de cavalli, una
^ Zwei Brfider Calini, Marc Antonio and Luca, envähnt anser Chronist
weiterhin als edle and berfihmte Brescianer; dahin mag auch dieser
Camillo gehören, der, wie aas Losertb, Nr. 116 (S. 418 f.) zu entnehmen,
die Reise in Kardinal Madruzzos Gefolge mitmachte, da Maximilian er-
klärt hatte, fürs erste keinen Platz mehr in seinem Hofgesinde zn haben.
* Ob nicht vielmehr Sigismund von Lodron za lesen ist? Das war Maxi-
milians Oberststallmeister, der beständig in dessen Umgebung erwähnt
wird. Nach Loserth, Nr. 116, war jener Camillo Calini ein Schwager
Lodrons.
* Maximilian von Polhaim, Vorschneider des Erzherzogs; Loserth, Nr. 169
(8. 448).
* Wohl: Wolkenstein.
' Jaroslaw und Wratislaw von Pernstein sollten, wie Maximilian von
Augsburg aus ihrem Vater, Herrn Johann von Pernstein, schrieb, ihn
nach Spanien begleiten: doch gab der Vater nur fQr den jüngeren, Wra-
tislaw, die Erlaubnis, der als Mundschenk fungierte: Loserth, Nr. 101
(S. 408) und Nr. 113 {S. 416, vgl. daselbst die Anm. 1).
' Don Diego de Gavarra erscheint im Herbst 1547 in Maximilians Diensten.
Loserth, Nr. 57, S. 391.
' Rovereto, 18 km südlich von Trient; 16 km weiter Ala, dicht vor der
tirolisch-italienischen Grenze.
Ponte* I Abt. Bd IX. 8
h
34
di 100 celate, 1' altra di trecento archibugieri, mandati da don
Ferante Gonzaga, governator di Milano et general di Cesare
in Italia, per guardia del re. cavalcando dietro a V Adice gionse
al bei ponte, che sopra a quello su 26^ navi haveano fatto
grill"* signori Venetiani, et ivi in una bellissima et amplissima
prataria dagli honorati capitani di Verona et Vicenza a nome
di quella Eccelsa republica con bella et nobel compagnia fu
honoratamente a suon di trombe ricevuto. passato il ponte la
detta fanteria tornö adietro. gionto a Oselengo^ fu da detti
signori Venetiani presentato da cerca 30 carra di eonfettioni,
formaglii, cervelati, lingue, persuti, vitelli, capretti, selvadigine,
caponi, oselami, pessi, malvasia, moscatello ed altri ottimi vini,
Juni 29. li quali la seguente mattina, che fu di santo Pietro, fece bere
dalla Corte sua, massime d' Alemani, li quali chi con celatc, chi
con capelli et altre inventioni in un subito con gran spasso di
quei signori lo ispedirono tutto. il medemo giorno arrivato presso
a Villafranca, confine del stato Venetiano, detti ambasciatori
con molte cortese parole et grate risposte si licentiorono dal re,
il quäl poco dopo s'incontro in una beUissima banda di gente
d'arme et indi a puoco arrivö il giovine duca suo cugnato^ et
il cardinal di Mantoa, * ambi doi accompagnati da grossissima
compagnia de gentil'huomini riccamente adobati, et con amore-
voli saluti et infinita allegrezza d'artegliaria, schioppi, suon di
campane, trombe e tamburri lo introdusero nella bella et forte
^ Hs. anfangs su a | 6 navi; a ausgestrichen, dafür mit leichterem Duktus
2 vor die 6 gesetzt. Die Brücke muß sich wohl an dem Punkte befunden
haben, wo die Etsch, hinter der ,Klause', ihre Richtung ostwärts — nach
Verona zu — nimmt. Maximilian ging nicht nach Verona, sondern zog
in genau südlicher Richtung weiter.
' Gemeint ist zweifellos Bussolengo am rechten Etschufer, westlich von
Verona. — Die Reiserechnung nennt den Ort Ursuleunge; sie erwähnt
des ,Präsents von Proviant bis in 30 Wagen', das die Venezianer dort
dem Erzherzog machten, der den Überbringern dafür 85 Dukaten (=
148 fl.) auszahlen ließ (a. a. O., S. 298).
' D. i. der junge Herzog Francesco III. von Mantua (regierte 1640 — 1560),
Verlobter der 1533 geborenen Erzherzogin Katharina, Schwester Maxi-
milians, die er 1549 heiratete.
* Ercole Gonzaga, Vatersbruder des Vorigen, Bischof von Mantua 1620,
Kardinal seit 1527, f 1563 als Präsident des Tridentiner Konzils. — Ein
Bruder des Kardinals ist der vorher und im folgenden genannte kaiser-
liche Statthalter von Mailand (vorher VizekOnig von Sizilien) Ferrante
Gonzaga.
35
citth. SU la sera con amorevole cerimonia visit6 Madaraa la
vecchia, erede di Monferrato/ et venne don Ferrante Gonzaga
et puoeo dopo il duca di Ferrara ' a far riverenza a Sua
Maesta. la segruente matina si feee un mirabiFe convito e tra Jnni 30.
lor signori furono molte cerimonie. dopo andorono a quel para-
disetto terrestre, gioiello et delitia de gli duchi di Mantoa, Mar-
misolo,' il quäle per esser' a tutti notto, non staro a narrar la
bellezza sua et cosi dclla cittk allagata dal Mencio. dopo fatto
una bellissiina caccia tornorono la sera in Mantoa, dove Ma-
dama havea per trastullo di Sua Maesta [apparecchiato una]*
bellissima festa delle piü belle et famose donne della citUi, la
quäl duro tino a meggia notte.^
L' altra matina si parti da Mantoa, et passato Olio sopra Juli i.
d'un ponte di 23 navi con publica letitia di eampane et arte-
gliaria gionse a Cremona, cittä con un bellissimo castello sopra
al Po. ivi mentre un fanciullo si stava semplicemente, dove si
dava il fuoco alle bombarde, crepando per disgratia una di
quelle li porto via con la tenera mano un braccio sin al go-
mito. dove il re con 1' autorita, che per tutte le terre d' im-
perio 1' imperatore gl' havea concessa, per sostegno del viver
suo gli ordino cento scudi a 1' anno in vita sua. fatta la sera
un' honorata festa, la mattina seguente gionse a Picighitone, * Jiili 2.
castel fortissimo sopra Ada, dove allogiö nella camera memo-
rabile, dove era gia stato priggione dopo la rotta di Pavia il
Christianissimo re Francesco primo, et con letitia vide et lesse
scritto nel muro di man propria del re: Hodie mihi, cras tibi!
la Corte alloggiö oltra 1' Ada in un monasterio di frati di Servi,
gli quali ne dettero secondo la lor faculta cena et da dormire.
r altro di vicinatosi presso a Lodi, s' incontrö in una banda di Juli 3.
gente d' arme in Hvrea di veluto cremesino, et in un' altra de .
gentill'huomini della cittit, et ivi con strepito d' artegliaria et
^ Witwe des 1540 verstorbenen Federigo IL, den Karl V. 1530 zum Her-
zog erhob und 1536 mit der ererbten Markgrafschaft Montferrat be-
lehnte.
* D. i. Ercole II. von Este, Herzog von Ferrara nnd Modena 1634—1558.
* Vielmehr Marmirolo, Städtchen wenig nördlich von Mantna, mit einem
fiirstlichen Lustschloß.
* Die beiden eingeklammerten Worte fehlen in der Hs.
' Zahlreiche vom Erzherzog in Mantna verabreichte Geschenke nnd Trink-
gelder verzeichnet die Reiserechnnng: a. a. O., 8. 299.
* Pizzighettone.
S*
36
campane cortesemente fu riceviito. lasciata detta citta et Ada,
gionse a Marignano su la riva del Lainbro, nel quäl luoco il
marchese Medeghino, colonello, et generale della artegliaria di
Carlo V, ^ havea fatto bellissimi apparati d' arclii triomfali a
1' entrata et alla piazza con suon di pifFari et viole, et una so-
lenne colatione. et rinfrescatosi cosi a cavallo, e cosi marchiando
di longo sul meggio giorno, s' incontro nella gente d' arme et
tutta la nobiltä di Milano in diverse et richissime livree, le quali
erano venute fuori della citta per riceverlo et honorarlo. dove
entrato con infinita allegrezza ando a smontar in Corte vecchia,^
dove regalmente era apparato per Sua Maesta. e tutte quelle
feste, banchetti et altre cortesie, che fu possibil'a fare, con in-
finite allegrezze et accoglienze, che furono e dal publico e da
privati liberalissimamente fatte. quivi il duca di Savoia^ con
300 bellissimi cavalli, tutti riccamente adobati, venne a baciar
la mano a Sua Maesta, e qui in presenza sua et altri prencipi
la primogenita di don Ferrante fu promessa al signor Fabricio,
figliuol del signor Ascanio Colonna.* qui il cardinale di Trento,
secondo il solito suo, nel palaggio di Triultio f^ un solennissimo
convito al re et a tutti quelli prencipi e signori; nella musica
del quäle occorse un dilettevole duello tra gli famosissimi m.
Gio. Pietro, ricetto musico di Sua Maesta, et m. Antonio da
Ferrara, musico all'hora del cardinal di Trento, et Moscatello,
musico di don Ferrante con le loro compagnie: da i quali puoco
perö si puote discerner d' avantaggio per esser tutti di somma
eccelenza: si che lasciorono i nobilissimi ascoltatori mirabilmente
* Gian Giacomo de Medici oder Medichino (Medeghino), Marchese di Ma-
rignano, hatte im Kriegsdienste Karls V., besonders im Schmalkaldischen
Kriege eine hervorragende Rolle gespielt. Vgl. Venetianische Depeschen
am Kaiserhofe, 1. Abt., Bd. 1, 2; Nuntiaturberichte aus Deutschland,
1. Abt, Bd. 9.
* Wohl das alte Schloß der Visconti, an dessen Stelle sich heute der Pa-
lazzo reale befindet, der Südseite des Domes gegenüber. (Vgl. unten
S. 67, woraus hervorgeht, daß die Corte Vecchia sich in der Nähe des
Domes befand.)
» Karl III., 1540—1553.
* Zur Eheberedung zwischen Ippolita Gonzaga und Fabrizio Colonna vgl.
Nuntiaturberichte, 1. Abt., Bd. 9, S. 417, Anm. 3; auch ebendaselbst Bd. 8,
S. 614, sowie Litta, Famiglie nobili d'Italia. Colonna, Tafel 7. Ver-
schiedene Vermähl ungsprojekte, besonders mit der päpstlichen Enkelin
Vittoria Farnesc, hatten sich unter dem Einfluß wechselnder politischen
Konjunkturen an Fabrizio angeknüpft.
37
sodisfatti. della grandezza et ricliezza, nobiltH, fcrtilita et abon-
danza del paese, 1' unica piazza, * la grandezza et artiticio del
lomo superbo, nel quäl inostrasi con raolta religione uno di
chiodi, col quäle il salvator nostro Giesu Cristo fu crueifisso, il
castello' briglia di tatta 1' Italia, la polidezza d' un tanto Hospi-
tale, r ampiezza del lazaretto, gli superbi et rari edifici, U cor-
tesia, l:i bontk sono tanto alte che la penna mia non gli puo
cspriniere. lascio di dire de la longhissima guerra et grossissime
et continoe gabelle, per le quali si puö giudicar della bontu et
tertilitli di quel paese.
II decimo de luio il re con grandissima sodisfatione di Juli lo.
quella cittk riv6 per acqiia a Biagrassa, et salito a cavallo passo
il bei Ticino sopra un ponte di 26 navi, et alloggio a Vigevene,
puoco avanti da Francesco Sforza, duca di buona memoria,
fatta episcopale. ' dove temporegiandosi 1' arrivar delle galere
di Napoli, Sicilia et d' altri luochi a Genoa, in cazze et altri
spassi stette sin a 26 et due höre avanti giorno si parti, et Juli 26.
passato il Po sopra d' un ponte fatto di molte navi alloggio a
Valenza. dove quel honorato conte non manco d' ogni maniera
di cortesia.* 1' altro di gionse in Alessandria dalla Paglia, nella Jidi 27,
quäl cittä per antichissimo costume e cerimonia sogliono gl'im-
peratori consecrarsi et farsi Augusti di una corona di paglia,
quasi dinotando V abondanza di quel paese. * nel entrar del
ponte tutto coperto con 18 archi, sotto al quäle passa il Tanaro,
' Wohl der Mittclpankt des alten Mailand, die Piazza de Mercanti, anweit
des Domes. Die Konstruktion ist hier verwirrt; vielleicht ist vor Tanica
piazza ausgefallen fauno tcstimonio oder ähnlich.
' Das noch heute sogenannte Kastell im Westen der Stadt, die alte Burg
der Visconti und Sforza, ein massives mittelalterliches Gebäude, gegen-
wärtig für die Aufnahme der städtischen Altertümer hergerichtet.
' Vigevano södwestlich von Mailand, am rechten Ufer des Tessin; ,Wiz-
ofen an der Tessin' im Register Maximilians (Nr. 141, 8. 432); in der
Keiserechnung Withschefniu (a. a. O., S. 300). Ein Bistum wurde dort
erst 1529 errichtet.
' .Mer den grafen von Valentian, dabei die F. D. über nacht gelegen sein,
ain silbernes vergults ti inkgeschier von 5 M 15 L 2 Qu , tbun 89 R.
31 K.' Reiserechnung a. a. O., S. 301, woselbst auch das dem Hausge-
sinde des Grafen geg-ibene Trinkgeld von 28 R. gebucht ist.
' Der Name ,della Paglia' ist ein Spottname, der schon bald nach der
Gründung der bekanntlich von dem Lombardenbunde im Trotz gegen
Kaiser Friedrich I. gegründeten Stadt auf kaiserlicher Seite aufkommt
und mit einer angeblichen Strohkrone nichts zu tau hat.
38
Juli 28. fu sparata molta artegliaria. 1' altro di gionse a Gavi, venduto
dal conte a Genoesi, dove da l'alto et fortissimo castello fu
sparata molta artegliaria. dil resto si alloggiö frugalmente et
pur troppo alla domestica. che prima per tutto il viaggio la
liberalitä di Trento sul suo territorio, gli eccelsi signori Vene-
tiani, la cortesia del duea di Mantoa sul suo paese, la prodiga-
litk di Milane nel stato suo havean ricevuta Sua Maestk con
tutte le corti senza alcuna spesa, cosa che non fu fatta qui.^
Juli 29. L' altro di alloggiö a Borgo Fornaro del signor Agostino
Spinola con un mondo di cortesie. passando l'Alpe per aspre
vie et avicinatosi presso a Genoa otto miglia s' incontrö nel
signor Antonio d'Oria con una bellissima cavalcata. indi a puoco
fu incontrato da quel Nettuno de i tempi nostri, terror de Tur-
chi, spavento de Mori et flagello de Corsari Andrea il vecchio
prencipe d' Oria, ^ accompagnato da un drapello di robustissimi
vecchi, nel quäl tempo la Bastia^ sparo infinita artegliaria. poi
al entrar di quel bellissimo et longissimo Borgo, ^ che per me-
raviglia de le süperbe fabriche di marmoro con grandissima
arte et riccamente lavorate et depinte, et per 1' amenita de'
bellissimi giardini pare il ritratto del paradiso terrestre, incontrö
il duca ^ con la guardia di 300 corsaletti, soldati tutti degni
d' esser capitani, in compagnia della Signoria. gionto alla torre
della Briglia, sopra alla quäle eravi una bravissima musica di
cornetti, piffari e tromboni, si scoperse quella bella armata im-
periale di 42 galere e± tante altre navi, la quäle subito visto a
comparir Sua Maestk la salutö col suon di forsi 300 trombe et
clerini*" con continuo sparar d' artegliaria, e cosi dal molo, dalla
detta Lanterna,'' dalle fortezze de i monti et dalla cittii, si che
* Als Wirt des Erzherzogs in Gavi (im Distrikt Novi) wird in der
Keiserechnung , Jakob Benegirrs' genannt.
* Andrea Doria, geb. 1468, zählte damals 80 Jahre.
^ Die Bastion, 40 Meter über der heutigen Piazza Corvetto.
* Es ist augenscheinlich der Straßenzug zwischen den heutigen Plätzen
Fontane Morose und Acquaverde (am Bahnhof) gemeint, der sich aus
den nach Garibaldi, Cairoli und Balbi benannten Straßen zusammen-
setzt und noch heute den Hauptverkehr auf sich konzentriert; es liegt
hier auch eine große Anzahl der altberühmten Paläste.
* D. i. der Doge.
° Soll heißen clarini (clarino oder clarinetto, die Klarinette).
' Lanterna heißt noch heute der Leuchtturm auf dem Capo del Faro, dem
in das Meor vor-springcnden Vorgebirge zwischen Genua und Sau Pier
39
altro non si vedeva che lanipi e furao, ne manco 1' un da I'altro
si vedea, anci parea che la cittk et i vicini monti abissassero.
gionti a pena al palaggio d' Andrea d' Oria ^ di novo V armata
ris&luto Sua Maesta, dai trombetti della quäle et dil eardinal di
Trento continoamente molto ben gl' era risposto, non niancando
la citta con detti luoghi a suon di campane e tamburri a sparar
artegliaria, ne altro si vedea che fuochi artiiiciali et raggi volar
per r aria cosi da terra come da mare, che parea la vera ima-
gine deirhorrore del di del gran Giudicio. ma non voglio perö
tanto estendermi in questi strepitosi spassi che mi smentichi il
detto dilettevolissimo Borgo, di quelle beate loggie, delle felici
finestre, dei fortunatissimi poggioli e quei vaghissimi giardini,
che spirando dai fiori e dai frutti de suoi cedri, aranci et limoni
milli soavissimi odori erano assai piü grati di quanto odora la
felice Arabia, li quali erano poi pieni di bellissime et gentilis-
sime donne, che alla bellezza, alla vaghezza, al leggiadro por-
tamento et alle adornate teste di variati fiori et di sottilissirai
tili d' oro meschi fra biondi et anellati capelli, quali da quella
pendevano, pareano tante Dee discese dal paradiso. fra queste
])area il re un Giove trasformato in huomo, che con belle et
riverenti maniere facesse 1' amore con detti balconi et poggi
sempre col capeletto suo in mano. dismontato al detto palazzo
et alquanto ripossato, verso la sera ando con gli altri signori
per suo diporto su dette galere, e cosi un' altra volta rinfres-
cossi col suon di tante trombe il grandissimo terremotto d' arte-
gliaria, et non potea satiarsi di mirar la Imperiale del prencipe
d' Oria si ben fatta e tanto vaga per tanti stendardi riccamente
adornata, oltra a tante sorti d' arme, e parimente del superbo,
ricco, hello et vaghissimo palaggio, superbo per la meravigliosa
architettura e grandezza sua, hello et dilettevole per il ricchis-
simo adomamento di tapezzane finissime, e divine pitture fatte
j>er mano del eccelente Pordonone, Vago, ' per il bei sito et
d'Arena. Er bietet die amfaasendste Anssicht über Stadt nnd Umg^end.
— Die Vorlage hat della detta Lanterna, augenscheinlich verschrieben.
' Palast Dona liegt westlich vom Bahnhof im äußersten Nordwesten der
Stadt. Er wurde Andrea 1522 geschenkt und von ihm, wie die noch
vorhandene Inschrift meldet, ausgebaut. — Ansehnliche Geschenke an
die Bediensteten des Hauses Dona verzeichnet die Reiserechnung
a. a. O., S. 302.
' Soll heißen Perin del Vaga, der den Palast mit Fresken geschmückt hat.
40
amenissimi giardini, uno de quali e tra il detto palaggio et il
mare, pleno di pergolette d' ogni sorte de uve, et dilettevoli
praticelli, chiusi d' ogn' intorno di ben composte sciepi di rose
et altri picciolini frutti adorne. 1' altro h dalla banda verso il
monte a rimpetto del palaggio con una alta e superba facciata,
lavorata di finissimo marmo con bellissime statue, pleno di cedri,
arancl, limoni et d' altri rari arboscelli benissimo compartiti con
saporiti frutti et con solchetti con bella misura posti, pieni di
suavissime herbette et fiori odoriferi.
In questi giorni il R™° cardinal di Trento fece secondo
r antico suo costume un bellissimo convito in iin' amenissimo
giardino oltra al Borgo di Besagna/ nel quäle s' entra per una
bellissima porta di marmo, d' entro a la quäle v'e una longhis-
sima pergola posta su 36 colonne di marmo, tra le quali eran
gli suoi poggioli con spessissime et belle colonnette di sotto, e
di sopra v' era una bellissima cornice, la quäle si stendea da
r un capo a 1' altro di detta pergola, con gli archi del medemo
a traverso, sopra a i quali erano stesi gli suoi ferri, che tende-
vano varie sorti di viti. d' ambe le parte di detta pergola
v' erano duoi vaghissimi prati, alquanto montuosi, con altre per-
golette di varie sorti de frutti accompagnate. in capo di detta
pergola eravi un picciolo, ma bei palaggio con una corte et
una loggia depinta a paesi, con una prospettiva finta cosi bene
che parea veder novi paesi, alla summitk di detto palaggio era
un maggiorino, ^ che scuoprea la citta, il mare et altri circon-
vicini luochi; dalla deslra havea un' orticello adorno di saporite
herbette et soavissimi fiori, alla sinistra era un vago boschetto
tutto pleno di lauri, gineprl, clpressi, cedri, aranci, limoni et
altri simili arborselli, cosi folto ch' a pena 1 raggl dil sole pe-
netrar' vi poteano.
Questa citta k grande et forte, la quäle si stände tra ii
monte et 11 litto del mare, le strade sono strette, gli palazzi
altissirai, sopra quali tengono bellisslmi maggiorinl, ben popu-
lata, ricca dl mercantle et denari. gli soll tellari^ de veluti, che
* Ob Begate zu lesen? Ein Ort dieses Namens liegt einige Kilometer
nördlich von Genua, inmitten der Berge, in einer Lage, die der hier be-
schriebenen einigermaßen zu entsprechen scheint.
• Wohl soviel als Giebeldach; der Ausdruck ist gegenwärtig nicht mehr
gebräuchlich.
' Telago oder telaro, Webstuhl.
41
in qitclla sono. passano trenta inila. nel domo di questa citta si
mostra un bellissimo cadino di smeraldo linissimo, dicono esser'
quello dove il nostro Salvatoro fe' 1' altima cena coi suoi discc-
poli. del cadino^ ^ verissirao, del resto sta in arbitrio d'ogn' iin'a
creder cio che gil piace.
Stete quivi il re sin' al di di santo Giaeobo, * e cerca le JuU 25.
vcntidue höre parti con detti prencipi et corte sua. imbarcossi
per passar al viaggio di Spagna. et partito con quella bella et
forte armata dal porto di Genoa et costeggiando la bellissinia
et fruttifera Riviera piena d'olive, cedri, aranci, vigne et altri
trutti, passo la bella cittä di Savona, patria di doi sommi ponte-
tici Sisto il zio et Giulio il nepote dei tempi nostri, ' elmi e
scudi della santa chiesa. passo ancor Nori, citta copiosissima de
torri, il Finale castel fortissirao, Arbenga, Aras, Porto Morisi,
Talia, Zveren, Vintimer, * tutte le quali citta, terre et castelli
sono sottoposti a Genoesi, et cosi Monaco, fortissimo castello di
casa Grimalda, dal quäl fu salutato il re con inünita artegliaria.
passato Villafranca gionse a Niza di Provenza, dove fu quel
grandissimo abboccamento del papa, imperatore et christianis-
-imo re di Francia.* questa citta e del duca di Savoia, posta sul
litto del mare, molto abondante di sua natura, ma hora impo-
verita per la ruina et assedio de Turchi et Corsari. alla quäl
gionta et dismontar del re fu da 1' erto et fortissimo castello
* Gemeint ist die Kirche S. Lorenzo, die das ^cro cadino' enthält; es
wurde in Caesarea erbeutet. Napoleon I. brachte das Gefäß nach Paris,
wobei sich der angebliche Smaragd als altorientalischer Glasfluß heraus-
stellte. Es wird noch jetzt in der Kirche bewahrt. Die Reiserechuung
verzeichnet eine Verehrung des Erzherzogs an die Priester, ,als die F.D.
das clainat in der kirchen gesehen'. A. a. O., S. 302.
* Am 21. Juli erließ Maximilian gleichlautende Schreiben an die vor-
nehmsten deutschen Fürsten, denen er mitteilte, daß er Genua erreicht
habe und willens sei, innerhalb von vier Tagen sich nach Spanien ein-
zuschiffen. Loserth, a. a. O., S. 432 ff., Nr. 142.
' Sixtus IV. 1471—1484 und Julius III. 1503—1513, aus dem Hause Ro-
vcre von Savona; ein Standbild des ersteren ziert seit einigen Jahren
die Stadt.
* Noli, Final, Albenga, Alassio, Porto Maurizio, Taggia, Ventimiglia. Der
Name Zveren ist sicher entstellt oder verschrieben; sollte San Remo ge-
raeint sein?
* Bekanntlich im Jahre 1538. Der durch Papst Paul III. vermittelte
Waffenstillstand von Nizza beendete den dritten der vier Kriege zwi-
schen Karl V. und Franz I.
42
con publica allegrezza salutato da infinita artegliaria. qui accom-
pagnato da gli altri signori sali al detto castello, nel quäle fu
realmente raccolto, et rinfrescatosi alquanto seese a veder la
citta, et dapoi se ne tornö su V armata, la quäle tra tanto prese
acqua et ivi a nome di quel duca furono donati mille rinfres-
camenti d' ogni sorte a Sua Maesta. et con quelli seguendo il
Camino passö Antibo, prima cittk che si trova del re di Franza,
Caneva, Frigius, Santrofe, Besanzon, ^ 1' isole d'Eres, Marche-
sato, Millatesis, Sciforni, e fatto scala alla Crocetta,^ ivi per gli
venti contrarii si copri sotto a i scogli dell' isole d' Eres, dove
Aug. 1. r armata si fermö tre di per aspettar buon vento. il primo di
d' agosto s' invio alla voltä di Marsiglia vecchia per pigliar ac-
qua, che ancorche anticamente la citta fusse al tutto abando-
nata e disfatta, vi restorono perö le fonti di bonissima acqua,
della quäl i marinari sene servono in quel passaggio, che dapoi
non lassando ivi altro che alcuni vestigii de tempii et altri edi-
ficii col nome di vecchia fu traslatata. s' entra al Golfo per uno
canale di mare in un sito, che la difFende dagli insulti e rapine
de Corsari e rendela assai piii forte che di prima, con piü
amenita de giardini et vaghezza di bei colli, oltra alla commo-
dita di quelle et altri paesi, si per gli passeggieri come per gli
mercanti, che di continuo negotiano in quella, per li quali b;
andata tanto ampliando di ricchezza et belta, che si puö no-
marla tra le citta famose, e da indi in poi ha mutato il nome
di vecchia in nova. voleva adunque detta armata pigliar acqua
per poter' poi con buona pace, tranquillita et gratia del christia-
nissimo re passar di longo per il detto mare al viaggio suo. ma
(signor Dio!) in tanta pace e concordia della Cesarea Maestk
et christianissimo re tento il demonio per turbar et, si fora pos-
sibile, distrugger tanta alta et amorevole amicitia delle prime
corone di Christianita. passava sotto i stendardi bianchi di si-
curta r armata di Cesai'e solamente per condui*e Sua Seren iUi
ale desiate nozze et al gran governo di Spagna. erano mille
grate accoglienze di varii doni et di realissime cortesie intra-
venute tra l'Austria e la Franzia. perö che tanti rinfrescha-
* Antibcs, Cannes, Fr^jus, Saint -Tropez, Fort Urägan(;.on an der ,Kade
d'Hyeres'.
' Sciforni ist wolil Six-Fours unweit Toulon, La Crocotta wohl La Ciotat,
Hafenstadt an der Westseite des Golfs von Lecques; Marchesato nnd
Millatesis finde ich nicht.
43
menti crano stati presentati a Sua Maesta et lei tante colane,
anella e ruboni havea ridonati ai presentatori messi, tal che
parea che il cielo, la terra et il mare con loro giubilassero. et
ecco che ingombra una subita gelosia il petto del prior di Ca-
pua, generale dell' armata ehristianissima,* che sotto il fortissimo
castello di Pomeses, ' posto sopra uno scoglio dentro del mare,
con quatro galere benissimo armate et pavesate alla frontiera,
et altre venti in battaglia fornite de soldati et artegliaria, pa-
vesate di tutto ponto, sempre stete con le prode volte a 1' ar-
mata nostra. per la quäl cosa il prencipe d'Oria volse provare
se r amicitia francese era vera o tinta, et avanti che lasciasse
smoiitar alcuno, ando 1' armata imperiale di stendardi bianchi
ad accostarsi alla sua. per una lieve sospitione di due galere
antiguardie imperiale, che a suo giuditio parea che si fussero
troppo aprossimate, benche prima havesse cortesemente presen-
tato il re et Ini havesse ridonato al messo una grossa colana:
non ostante questo mando a dir al re et rattificar' al prencipe
d' Oria per diversi messi, che se loro volevano passar come
araici, doveano tenere il viaggio suo fuor delle fortezze al dritto
Camino, et che non si volessero un' altra volta con tanta arro-
ganza et superchiaria accostar' in luoco, dove potesse haver'
alcun sospetto, e che cosi facendo gli sarebbe restato quel buon
amico come prima; ma se altrimente facesse, sarebbe sforzato
a tenerlo discosto con le canonate. alle quäl' parole il re rimase
tutto ammirativo, aspettando con gl' occhi rivolti al prencipe
d' Oria, che lui facesse la risposta, il quäle cosi disse: che loro
erano passati come buoni amici, et come amici erano ancor per
passarli; et quando il geueral suo gl' havesse mostrato segno
alcuno di minaccia o inimicitia, non sarebbe mancato a far
quanto importava il debito et honor suo. in questo tempo una
i^alera, che di questo nuUa sapeva, cosi incautamente, volendo
alcuni signori ch' erano in quella, andar a veder la bellezza di
Marsigha la nova et la vaghezza del bei sito, gionta appresso
al castel del scoglio, gli fu da quello tirato una canonata, la
quäle gionse la cima de 1' arboro di detta galera, et ella diede
subito la volta in dietro. inteso questo il prencipe d' Oria fu
* Efl war dies ein Brader Pietro Strozzis *U8 Florenz, eines gprimmigen
Feinde» des Kaiser«, gegen den sein Vater gefallen war.
* Pomt'gue. Die beiden befestigten Inseln Ratonneau und Pooiegae schützen
die Einfahrt in den Hafen von Marseille.
44
mosso a tanta ira et iusto sdegno che si determinö far la gior-
nata e mostrar' al giovine generale di Francia quanto nel' armi
del vecchio capitano sia maggior' il valor suo. a pena che que-
sta deHberatione s' era cominciata a spargersi fuori della Impe-
riale, che il cardinal di Trento sali sul schifFo della Capitania
del valoroso Antonio d' Oria, e portato che fu a quella del pren-
cipe con conforti e vivacissime raggioni vinse e raqueto 1' ira
sua, con dirgli che la commissione, ch' havea da 1' una e 1' altra
Maesta, non era per venir a tal effetto, per il quäl poi si po-
trebbero impedir gli altissimi suoi disegni, ma solamente di con-
dur il re a salvamento alle nozze et governo di Spagna. poi sog-
gionse: signori, quando crediate ch' io parli per codardia, eccomi
il primo a investir' ne 1' armata di Francia per vincer' o morire.
placato il prencipe da queste sapientissime parole, comando,
per non mostrar codardia, che 1' armata passasse al primo
viaggio, et vogando a mezzo remo cosi pian piano in battaglia,
altre^ galere per fila, dove la prima si trovava la Imperiale, su
la prora della quäle stava 1' invitto re con suoi gentil' huomini
vestiti di damasco cremesino in habito di galeotto con suoi ar-
chibugi in mano, con la capitania d' Antonio d' Oria alla destra,
nella quäle era il cardinale, et quella di don Gratia a la si-
nistra, con la medema antiguardia di due galere di Monaco, e
con questo ordine passo tra il castello di Nostra Dama, posto
a 1" alto dalla banda di Marsilia, et il castel di Pomeses, con
intentione che, se il general Strozzi facea movesta alcuna, di
andar alla volta della armata sua et al tutto superarla, il quäl
disegno facilmente e con picciol danno gli sarebbe riuscito, che
mescolandosi con le galere nemiche le dette fortezze havreb-
bono cosi nociuto a suoi come a loro nemici. aspettando con
questo pensiero che '1 Strozzi mandasse a essecutione quello
ch' havea mandato a dire, nondimeno, ancorch^ d' ogni cosa
fussero in ponto e ben provisti, et ingrossatosi di soldati, cosi
nei castelli et armate, come anco drieto al lito del mare, come
piaque a Dio 1' armata passo di longo al viaggio suo senza altro male.
Allontanata da terra et lasciata indrieto Aqua Morta et
Arli, * passö il golfo di Leone di 150 miglia di passaggio, ^ et
* So! ich möchte vermuten: a tre galere per lila.
* Aigucs Mortes und Arles.
' Hier war es wohl, daß die Flotte jenen Sturm (,ain ganz widerwertiger
wind, durch wOlchen das mür heftig wüetend worden') erlebte, von dem
45
approssiraatosi alla Spagna si comincia a scoprir i monti Pirenei
et gionse a Palamoses ^ citta di Cathalonia, rainata et disfatta
da Barbarossa, come testimonio ne danno le case distrutte, i
tempii rovinati, le statue et imagini de santi disfatte, la dorne- Ang. 5.
nica che fu a 5 d' agosto, su le 20 höre, 1' armata misse fuori
tutti gli stendardi, quali non erano meno che 20 per galera, et
gionse sopra Barcelona, et calati tutti gli trinchetti dell' armata
il prencipe d' Üria apresso al faro * della siia Imperiale misse
il stendardo della Nostra Donna, appoggiata apresso alla croce
col Signor nostro Giesü Cristo in grembo, et un' altro non meno
grandc con la Hera da una banda et 1' aquila imperial da
r altra, d' oro ricchissimi et belli di pitture, con forsi quaranta
altri, li quali facevano bella et vaghissima mostra. e con questa
tal vaghezza approssimandosi alla citta, subito le navi di quella,
che s' erano allargate in alto, cominciorono a salutar il re con
infinita artegliaria, dietro alla quäle subito segui quella della
citta, e subito che forni, 1' aimata cominciö a rispondere, et
prima fu r Imperiale con 1' artegliaria grossa e minuta, poi tutte
le galere di mano in mano e con tanto bell' ordine e concor-
danza, che parea musica che intonasse il cielo, e ribombava la
ten-a et il mare. il marchese d'Aguilar, vicere di Cathalonia,^
mai puote impetrar da 1' ostinatione de i congiurati della cittii,
che coprissero il ponte fatto, sul quäle s' havea a smontar, per-
chfe Barcellona non ha porto, e che facessero un baldacchino
per Sua Maestk. pero, forsi di questo sdegnata, smontö con gli
altri personaggi sopra una fregata et la corte sopra di schifi,
et cosi, accompagnata dal vicere, il duca di Bransvich, il car-
dinal di Trento et gli vescovi di Barcelona,* di Lerida, * da
Maximilian in mehreren Briefen ans Yalladolid berichtete. Loserth, Nr. 153
bis 165, S. 435 ff.
' Palamoe.
' So lese ich statt ,fano' der Vorlage. Faro heißt eigentlich Lenchttarm,
aber es bezeichnet auch aof Schiffen die Raa (Segelstange), hier wird
die Raa des Topmastes gemeint sein; was hier mit Hera gemeint ist,
vermag ich nicht za sagen (doch wohl keinesfalls die GOttin Hera oder
Jnno?), vielleicht liegt wieder ein Fehler des Abschreibers vor.
* Jnan Hemando Marques von Agnilar, seit 1543 Gouverneur von Cata-
lonien, vorher seit 1536 kaiserlicher Gesandter an der päpstlichen Kurie.
* Jacobus Cassador 1546—1561.
' Ferdinand Loaces 1544—1553. — Die Worte di Lerida sind von einer
anderen, flüchtigeren, charakteristischen Hand in die von dem Schreiber
des Textes hier gelassene LQcke eingefügt.
46
Vigeven^ e San Marco con il magistrato entro nella citta, nella
qualc per tre d\ e tre notti si fe' continoa et grande allegrezza
di sparar artegliarie, oltre i molti fuochi che si faceano per ogni
contrata, et 1' infinite lumiere ch' erano sopra le torri et merli
della cittä. et non era casa cosi misera che non havesse almeno
da cinquanta in su accomodate per le finestre et a gH merli
delle loro case, che cosi sono quasi tutte della cittk: a tale che
parea che la notte fasse mutata in chiaro giorno, e sentivasi
tutta la notte per ogni strada musiche d' ogni sorte. spendevasi
la notte et anco il giorno in canti, balli et in infiniti giuochi da
huomini, donne et donzelle, il quäl ballare e in modo di mo-
resco, ateggiando^ saltando, scherzando con sonagli alle mani,
facendo cantar i deti, ^ e cosi fanno le donne, ma con acontio
et modesto modo, qui il prencipe d' Oria ne per preghi del re
ne dil cardinal di Trento mai volse smontar' in terra, non che
intrar nella citta, et dapoi la partita sua s' andö scorrendo parte
deH'Africa, temporeggiando sin' alla venuta del re Filippo.
Qaesta citta e capo del regno di Cathalonia, posta alla
riva del mare, dalla quäl banda v' e tiratä dritta una longhis-
sima et fortissima muraglia con un grossissimo baloardo per
testa, di nuovo fabricata et di mirabil fortezza per diffesa de
Corsari. dalla banda da terra verso Spagna ^ tutta debole. le
strade sono salleggiate di pietre fatte a quadroni, i palaggi sono
di pietra quadrata, della forma quasi d' una torre con suoi merli
in cima con un puoco di pittura per adornamento, per la quäle
ancor 1' antica fabbrica pare che mostri alquanto di gravita,
pero alla vista h piü malenconica che allegra. il circuito suo e
circa cinque miglia, il paese h per venti miglia intorno abon-
dante con bellissimi giardini d' uve, fichi, persichi, meloni, su-
sini, ^ granati, datali, * olive, cedri, limoni, aranci et altri simili
saporiti et soavisimi frutti, gli quali per 1' intenso calore e raris-
sime pioggie (che sara tal anno che gli caderk due volte) sono
assai piü coloriti et saporiti che quelli d' Italia, et non d' altro
si nodriscono che di copiose ruggiade, le quäle alle volte cag-
giono in tanta abondanza, che la matina pare ch' il mare v' habbi
* In Vigevano (vgl. oben 8. 37) regierte nocli der erste, 1529 eingesetzte
liiscliof Galeazzo Petra (bis 1552).
» D.i. diti?
' Gewöhnlicli: prngne (Püaumen).
* Datteri.
47
allagato e soramerso il paese. la gran comoditk del niare la
rende d' ogni cosa abondaute, trafticabile et ricchissima. oltra
a r erario della Tavola, il quale fe (s* io non m' inganno) come
Santo Georgio a Genoa, il domo h bellissimo con due alte torri
a canto al coro, le donne bencliö siano alquanto picciole et
brünette, sono pero di vagho aspetto et amorevoli; portano gli
zoccoli alti, le sottoveste stanno sparse con certi cordoni a modo
di campaue^ con altri sopramanti neri. le donzelle s' involgono
i capigli in cordeile di varii colori, che gli pendono dopo le
spalle, e cosi usano an cor alcune monache di Les luncheres,
delle Hieronimes de Vaglia ^ donzeles, et de Petralbas. puoche
donne beono vino, et meno le donzelle.
Approssimandosi il tempo de partirsi, perch^ in detto
l viaggio per 1' estivo calore si patisse molto della sete, et rare
sono r hostarie et alberghi et 1' acque sono puoche e mal sane,
[ che quasi in tutto il Camino non si trovano ne pozzi r\h fonti:
; mohi si preparano d' un picciol udrio, ^ chiamato da SpagnoJi
boracchia, ^ della tenuta e piü e meno d' un fiasco, * col suo
bocchino di legno, hello e ben accomodato per bere, il quale
s' atacca a 1' arcione del cavallo con quella e maggior devotione
che in Italia non si porta gli Agnus Dei al collo. con questa
provisione si parti a 12 d' agosto da detta citta^ et passato Aug.i2.
r Ospedaletto, San Feiice e Sant' Andrea, rivo a Martorello et
a Molin de Roy di lä dal tiume Robregrat,'' nel quäl luoco e
un di bei giardini di tutta Spagna; ma per il tardo rivar et
-ubita partenza non ne puotö pigliar memoria, la vigilia della Aug.ii.
* Zu lesen: Vagliadolit statt Vaglia donzeles? Der Text ist wohl nicht
ganz in Ordnung.
' 8. V. a. idria (wSpia).
• Der Ausdruck borraccia (Stw. borra) von einem auf Reise gebraucliten
Weinbehälter kommt auch im Italienischen vor.
* Der Fiaaco enthält 2V2 Liter.
' Ansehnliche Geldgeschenke des Erzherzogs an das Gesinde des ,Margesen'
(Aguilar) ,zur Letz' (d. h. beim Abschied) verzeichnet die Reiserechnung
a. a. O., S. 303 f.
• Die Reise ging den unmittelbar nördlich von Barcelona mOndenden
Llobregat aufwärts; hier liegen San Feiice de Cudinas, Möllns de Rey,
Martorell. — Nicht alle der im folgenden erwähnten spanischen Ort-
schaften habe ich mit Hilfe der mir zur Verfügung stehenden Karten
u. 8. w. ausfindig machen können; es handelt sich zum Teil offenbar um
ganz kleine Orte, anderenteils sind auch die Namen entstellt.
48
Madonna passö Espeghera, Colbato ^ et presa la via di Monserat,*
gionse a Santo Aloisius. la corte tenne alla dritta via di Mar-
chesa, Piera, Vaibona et Plessa,^ perche la via del monte, anci
altissimo sasso, sarebbe statta troppo malagevole da calvacare et
Aug. 15. incommoda per gli allogiamenti. la mattina della Madonna, la
solennita della quäle celebrasi al bellissimo monastero posto in
meggio al detto monte dalla banda verso Italia, nel quäle offi-
ciano i frati Serviti, li quali sono tenuti a dar a peregrini e
passaggieri vivere per tre di, di pane, vino, oleo et aceto, sali
il re al monastero e con grandissima devotione udi la messa.^
da li in su sonvi 13 romitorii, tutti volti verso 1' Oriente, ma
sparsi in diversi luochi. il piü propinquo h San Michele, dipoi
Sant'Anna, S. Croce, S. Dimas,^ S. Trinita, S. Giacobo, S. Ca-
therina, S. Gioanni, S. Honofrio, S. Madalena, S. Salvatore, San
Girolamo, e Sant' Antonio, all' estrema sommita giace una croce,
dove sogliono i pelegrini alle volte orare, alla quäle si va per
due vie, una facile, ma longhissima, per la quäl si conduce il
vitto sopra un' asinello a i romiti, che la su dimorano, quali
sono da detti frati mantenuti; 1' altra e piü breve, ma aspra e
malagevole, per la quäle bisogna ascendervi per una pericolosa
scala da mano, gli scaglioni della quäle sono fissi tra le fissure
del monte da V una a 1' altra sponda del sasso, la quäle ascende
tanto alto che non h alchuno di si grand' animo che nel ascen-
der non si sgomenti, mirando indietro il gran periglio de V al-
tissimo precipitio, che solamente il considerarlo rende gran spa-
vento. r altezza di questo monte h cerca 25 miglia; la summith,
di esso scuopre il mare et i monti Pirenei, 1' altezza de quali,
ancorchfe sia grande, non arriva perö al terzo di questo."
* Esparreguera und Capeilados (?) in der nördlichen Fortsetzung der ein-
geschlagenen Route.
* Die altberühmte, im 10. Jahrhundert gegründete Benediktinerabtei, auf
halber Höhe des ,gesägten Berges'.
' Unter Marchesa ist zweifellos Manresa nördlich von Monserrat verstan-
den; der Erzherzog bestieg den Berg von Norden her und stieg gegen
Süden (dalla banda di Spagna, s. u.) ab. Statt Plessa wird Olesa — an
der Straße nach Manresa — zu lesen sein.
* Nach der Keiserechnung (a. a. O., S. 304) verehrte Maximilian dem Kloster
124 Dukaten (= 217 Gulden).
^ Dieser Heiligenname existiert nicht; er ist wohl verschrieben.
* Das Verhältnis ist umgekehrt; der Berg von Monserrat hat eine Höhe
von 12ä7tn, während die Pyrenäen bekanntlich bis über .'{400 m ansteigen.
49
Descendendo 1' altra matina dalla banda di Spagna con Aug. 16.
inalagevol via gionse a Igolada. ^ qui s' incomincia a trovar il
paese alquanto piü sterile et le case di terra cruda. e perchfe
si coininciava a patir de loggiamenti et vettovaglie, fu bisogno
che le corti si dividessero et per 1' estivo calore la piü parte
della notte si cavalcasse et il giomo stavansi a possare. et per-
che Sua Maesta era alquanto di febre quartana aggravata, prin-
tipiatali in Barcelona, la causa della quäle si giudicava esser
?tato la mutatione del bello e fecondo paese d' Italia in quel di
Spagna; altri dubitavano esser la causa che non fu ricevuta
nel sraontar dell' armata con quella solennita, che richiedeva[si]
al degno et alto suo grado et al modo che gli fu fatto per tutte
le cittk, dove passö di Italia. * volse adunque per tal impedi-
raento che '1 cardinal con la corte sua cominciasse a cavalcar
inanti, il quäl passato Targa albergö a Belpoggio;^ e puoco Aug. 17.
dopo vi gionse il duea di Cardona* et allegratosi con il cardi-
nale, di longo cavalcö alla volta di Massimiliano per fargli ri-
verenza e compagnia. in questa cittä v' h un monasterio di
S. Francesco con una bellissima capella, nella quäle h una arca
artificiosamente intagliata di don Kaimondo di Cardona, giä
capitano generale dell' armata del papa et imperatore. ^ atorno
alla quäle erano molti stendardi, tra gli quali ve n' era dil fior
il' Italia S. Marco, che a mille torti era rivolto al contrario de
tutti gl' altri. seguendo il camin suo passo Comedes, Beamont,
Muglieruzza, Belico et gionse a Ilerida, cittä. posta su la riva
del tiume Segro,* che con quella quasi circonda un vaghissimo
monticello, sopra il quäle giace il vescovato con un bellissimo
tempio, che con bella e lieta vista scuopre buona parte di quel
regno. questa antica cilta k di studio, et gia fu capo di detto
* Ignalada sädwestlich von Moutserrat.
' Nach den oben angefahrten Briefen Maximilians aus Valladolid leitete
er das Fieber von der stQrmiscben Überfahrt ,und andern zufelligeu
Ursachen' her. A. a. O.
' Bellpuig (= Waikho der Reisorechnung) und Tarrega, wo am 21. das
Frübmahl statthatte, etwa in der Mitte zwischen Igualada und Lerida.
* Cardona ist ein nOrdlich von der Route des Erzhersogs gelegenes Städt-
chen an einem Nebenfluß des Llobregat.
^ Spanischer VizekQnig von Sizilien and Heerführer in den italienischen
Kämpfen im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts.
' Lerida am Segre. Von den angegebenen Stationen finde ich Golmes (=
Comedes) und Beiloch (Belico).
Fönte«. I. Abt. B4. IX. 4
50
regno; puoco fuori della quäle fra due colinette lo esercito di
Giulio Cesare vince quel di Pompeo. ^ quivi si fece una bellis-
sima caccia de thori con giocondo vedere di quei Spagnoli, che
cosi valorosamente andavano con spada e cappa ad assalir detti
robusti^ et arrabiati tori, et ferirli senza esser da loro oflfesi.
Aug. 18. r altro dl passö Coraz e Fraga, prima terra che si trova nel
regno d' Arragona, posta su la riva del fiume Cinca, ^ la quäl
e tanto amorevole che mai si puote impetrar un sol bicchier
d' acqua senza los dinieros. et con simili et peggior' cortesie si
passo Pugnalba, Burzelalos, Pina et gionse a Ossera, terra posta
sopra al fiume di Ebro, * d' ogni cosa abondantissima et dove
nasce assai tamarigio et requilitia. ^ stando qui il cardinale, a
temporeggiare la venuta del re per spassarsi il tempo con qual-
che apiacere, fece ballar quei contadini e contadine con gli
gentil'huomini di sua corte all' usanza sua moresca con gran
spasso d' ognuno, dapoi fatogli far altri diversi et ridicolosi
giuochi gettava tra loro in alto da doi e da quatro reali alla
Ventura di chi piglia, dove si vedea 1' un 1' altro a graffiarsi il
volto, e stracciavansi le vestimenta da torno con un rumor di
gridi et una faticha piü che fachinesca. stando con tali spassi
sin al quarto giorno, il re si parti da Pina sul imbrunirsi della
notte, et a meggio a quella gionse a Ossera, dove dal cardinale
con la corte sua cosi a cavallo era aspettato. e cosi di com-
pagnia passato Giavarin e Ferazim gionsero a Villamaggiore, ^
e per dar spasso a Sua Altezza gli fu fatto un' altra simil caccia
de tori. dopo meggia notte cavalcorono verso Saragozza, e pas-
sato il fiume Galago ' s' incontro in molti signori, quali erano
^ Caesar besiegte hier im Jahre 49 die Legaten des Pompejus, C. Afranins
und M. Petrejus, nicht Pompejus selbst. Caesar, Bell. Civ. I, c. 41 sqq.
' Hs. dett rut bustis.
' Ceros und Fraga, letzteres an der Cinca, die südlich strömend sich in
den von Nordnordost kommenden Segre kurz vor dessen Mündung in
den Ebro ergießt.
■• Pefialba, Bujalaros (hier blieb man nach der Reiserechniing am 24. Au-
gust über Nacht), Pina, wo der Ebro erreicht wurde; dann nordwestlich
dem Laufe des Stromes folgend nach Osera.
^ Tamarisken und Lakritzeu.
' Villamayor nahe Zaragoza. — Unter Ferazim ist vielleicht Alfajarin ver-
standen, wo nach der Reiserechnung (die den Ort Aschaferin nennt) das
letzte Nachtquartier vor Zaragoza (am 27. August) stattfand.
' Der von Norden kommende Galago mündet unmittelbar vor Zaragoza in
den Ebro.
51
venuti dalla eitta per ricever et Honorar un tanto degno pren-
cipe, scguiti d' altre diverse compagnie cosi d' artisti come
d' altre sorte di persone con diverse et bellissime inventioni
d' habiti, chi alla moresca et chi da ninfe et pastori con diverse
ballate, et chi con finti et bcllissimi giardini, con fiori dentro
et arborselli carichi di frutti tntti natnrali, con Fauni et Ninfe,
rhc con leggiadro atto scherzavano insieme, i qiiali giardini
erano tirati da molti huomini salvatichi. dietro a qnesto venne
im' horrendo infemo, pieno di mostruose tigure con diversi
color' di fuochi artificiati. questo era ingeniosamente tirato da
loi draconi, dietro a i qaali ne seguiva im' altro di smisurata
urandezza, che con molti schioppi continuamente gettava fuoco;
vennero poi altri con bandiere, stendardi, musiche di voci et
d' instromenti, con trombe e tamburri, et altri dilettevoli spassi,
tal che facevano per gran stupore stringer le labra et inaroar
le ciglia. e con questi spassi gionse al mirabil ponte fatto d' un
solo arco, ^ tanto grande che il grossissimo fiume Ebro gli passa
>otto senza punto restringersi, e tanto ascende per la gran volta
leir arco che sopravanza alla porta della citta. dapoi descen-
lendo riva sin' alla porta della cittä. alla quäle eravi un bellis-
-imo arco triomfale, sopra del quäle stava una fortuna arbitra
le gl' imperii con la fama alla destra et la speranza alla si-
nistra, dalle bände erano due vaghe loggie aperte, depinte a
Historie di casa d' Austria con 1' alta prole di quella. si fece
poi una salva d' archibugi solamente, che d' artegliaria da Bar-
celona in poi non ne fu sentita. et creddo che se le cittk ma-
rittime non temessero assalto cosi al improviso de Barbari e
Oorsari, puoco si curerebbono n^ di quella n6 di muraglia, per-
h^ la grandissima unione di quei regni la rende fortissima e
-icura. et mentre che osservaranno la sententiosa impresa sua
li quelle sette saette, che significano gli sette regni, einte con
quel breve VNITAS, sempre saranno sicure da 1' altrui offese.
4uesta cittk, ancor che sia regina di tutta la Spagna, se ne stk
sicura senza muraglia, eccetto che di due di terra cruda, quasi
dalla vecchiaja disfatte, e posta in meggio di una bellissima et
-"patiosa campagna. h principale del regno d'Aragona, grande,
inagnanima, signorile, mercantesca et ben populata, adoma de
' Oegenwlrtig fllhrt eine SteinbrOcke ron 7 BOgen, 167 m lang, tlber den
Ebro.
4»
52
tempii, palaggi, edificii pubblichi e privati, piena de cavalieri,
abondante d' ogni sorte di frutti e manna. fa molto oleo et
buono, ma patisse di butiro e legna, et abruggiano la piü parte
rosmarino, del quäle se ne trova grandissime campagne. il
domo* h arcipiscopale et h congionto con quelle una bellissima
fabrica, et h in gran devotione. la chiesa di Santa Maria dal
Pilaro ^ v' ^ un' ancona alta da terra sin sotto al ciel del coro,
tutta di finissimo alabastro con infinite figure di tutto rilevo,
fra le quali vene son due, un S. Giacobo et un San Rocco
grandi dal naturale, con una simil arca su la piazza di S. Fran-
cesco, e un bellissimo capitello con otto colonne, dove gik furon
decapitati 18 martiri Cesaraugustani in compagnia de santa
Engratia, la quäl fu fatta morir con un chiodo fisso in meggio
alla fronte, che dopo con detti martiri fu sepolta in una bellis-
sima et devota chiesa non molto lontana, intitolata Santa En-
gratia. ^ y' h ancor un grandissimo hospitale honorevole, ricetto
d' ogni Sorte d' infermita. fuori della citta cerca un tirar d' arco
v'^ un antichissimo palaggio circondato di 22 torri, la Zafi'aria
over inquisitione, nel quäle, siccome narrano le sue croniche,
fu trattata la morte dei paladini sotto a un' altro re, e non
Marsilio. ^
Occorse che nel smontar del re al palaggio reale, che una
parte di quei artisti vennero nel preceder a gran contrasto e
da quelle all' armi, e ritrovandosi ivi molto populo, che s' era
ridotto per veder Sua Maesta, presero le parti, chi da una et
chi da r altra banda, di sorte ch' era per riuscir un gran male,
ma il re fece si ch' ognun si raqueto senz' altro danno e con
sodisfattione universale, non si mancö in questa citth. di dar al
re quelli honorati piaceri che fusse possibile, tra gli quali fu
fatta una horrenda et pericolosa caccia de tori selvatici et ro-
busti. dopo si fece quel bei giuoco della canna da honorati
signori e cavalieri, una parte de quali era in livrea di damasco
^ Ursprünglich arabische Moschee, die Alfons I. von Catalonien bei der
Eroberung der Stadt (1118) zur christlichen Kirche machte und dem
Heiland (San Salvador) widmbte.
^ Nuestra Sefiora del Pilar mit einem als wundertätig verehrten Bilde.
' Santa Engracia, Kloster und Kirche.
* So? Die Stelle ist nicht ganz klar; vielleicht ist etwas ausgefallen. Es
handelt sich um einen alten maurischen KOnigspalast, der hernacli den
Zwecken der Inquisition diente.
53
pavonazzo freggiato d' argento con sopramanti di damasco bra-
vamente a cavallo di bellissimi gianetti, ^ cavalcando alla mo-
resca con le stafFe curtissiine, con targhe e zegalie,* portate da
servitori vestiti di veluto nero, anch' eglino sopra bellissimi gia-
netti. e r altra parte vestiva di damasco turchino parimente freg-
giato d* argento con sopramanti di giallo, e con simili cavaiii,
zegalie, targhe e servitori.
Questo regno h poco difFerente di costumi e di vestire di
quello di Catelonia, eccetto che le donzelle, che portano le
chiome ' scorciate sin' al orecchie , alle quali portan gli pen-
denti et 1' anella in dito, sono picciole di statura; e che sia il
vcro, testimonio ne danno le lettiere, le quali sono tanto curte
che bisogna a i forestieri che tengano o le gambe in se rac-
eolte o fuor di quelle, ma peggio, e mal volentieri il dico, che
non si trova pur un luoco commodo, se non si va alla cam-
pagna. pare che in questo et altri luochi di Spagna si schivi il
niolto bere, ma piü le donne e donzelle, e tengono in gran ver-
gogna r inebriarsi. sono molto supersticiosi et pieni d' ambitione,
e dove possono pigliar in occulto, non dimandano in palese. et
chi ha da cavalcar per la Spagna senza 1' ombra di qualche
lor' signori, oltra al pericolo e gran disaggi, h bisogno quando
sono gionti a 1' hosteria, che vadino al prestino a comperarsi il
pane et alla cantina per il vino et la carne al maccello, et di
tutte quelle cose che bisogni al comodo humano, ^ bisogno qua
e Ik in diversi luochi andarli a comperar, oltra che bisogna
eomprar la legna, cusina, tovalie, letti, lumi et ogni minima
osa, sichfe la cupidiggia, che ingordamente regna tra la plebe,
-cema, minuisse et macchia la fama della gloriosa Spagna. e
juanto piü questi plebei sono villani, poveri, tiranni e rozzi,
tanto piü nella nobiltä e illustre progenie sono ricchezza, cor-
tesia e bella creanza. gli mercanti et artisti sono di puoche
facende, eccetto in qualche citta principale o marittima, perchfe
chi vende un par de guanti, non possono dargli altra contia,
c chi fa giuponi, non puonno far calze. i prencipi e signori
vestono pomposamente, i plebei e villani miseramente in tela e
scarpe di corda.
* Gianetti oder ginnetti, spanische Pferde (leichte feine Reitpferde).
* S. T. a. zaga^lie, lange Lanzen.
' 8. ▼. a. capigliature (Haare).
54
Statto che fu quatro giorni in questi solenni spassi, parti
indi ed andö ad' alloggiax-' a Mozotta, giä terra di Los Moros, ^
nella quäle ancor si serva quella superstitione di non mangiar
carne di porco n^ bever vino. indi passö Muet, Almogna, Al-
famorite, 11 Frassine et alloggio a Calataiu, cittk posta in una
amenissima pianuretta, circondata d' ameni monticelli copiosi di
castella et d' ogni sorte di frutti; per la quäle passa il fiume
Salon, che vien, come dicono, dalla Castillia et passa per l'Ara-
gona. ^ qui si fa pagar a' forestieri non tanto per la persona,
ma anco per il cavallo, cani, denari et vestimenta dalla ca-
miscia sin' alli sproni, et stimato ch' hanno ogni cosa, fanno pa-
gar SU la rata, fatta qui una caccia de tori, passö Tarra e
Teche, nella quäl cittk si spendono le monete di curame di
Valuta d' un bagatino.^ e seguendo il Camino passö Itabulberga,
Amais, Contamina, Settina, Tarran, Pocciolo, Istorli, et alloggio
a Risa,* cittä assai buona et ivi nasce gran quantitä di zaffrano.
indi passö per Mont'agutto,^ terra d' un conte Muupobra, *" che
prima si trova nell' entrar di Castilia, dove fussimo trattati alla
Cathelana et all' Aragonese. passando di longo Leutisca e Mo-
rone, loggiö ad Almazano, cittk assai buona sotto a detto conte
di Mont'agutto, posta su la riva del fiume Duero. qui si fece
una caccia de tori et una di picciolissime lepre alla foresta.
indi passö Madus, Tesuocco, Baiugas, Valdunebro, ^ et alloggio
^ Mozota. Der Erzherzog schlug von Zaragoza aus die in südwestlicher
Richtung auf Calatayud führende Heerstraße ein.
* Als Stationen der angegebenen Heerstraße finde ich La Muela und La
Almunia de Dona Godina, Alfam^n. — Der Fluß, an dem Calatayud
liegt, ist der Jalon (Xalon) oder Jiloen, der wenig unterhalb Zaragoza
in den Ebro mündet.
' Curame s. v. a. cojame (Leder). — Ein Bagatino ist eine alte, eigentlich
venezianische Münze von geringem Betrag, ein Bruchteil eines Quat-
trino, der wiederum der vierte Teil eines Soldo ist.
* Ariza. Bis hierhin ging die Reise den Jalon weiter aufwärts; von den
angegebenen Zwischenstationen finde ich Ateca (= Teche), Alhama (=
Amais?), Celina (= Contamina?), alle drei am Jalon. — In Ariza, oder
etwas weiter oberhalb, bei Toralba (wo jetzt die Eisenbahn abzweigt),
wird man den Fluß verlassen haben, um in nordwestlicher Richtung über
Moron ins Quellgebiet des Duero zu kommen.
" Montagndo (im Bezirk von Almazan).
* So?
' Bayubas de Abajo im Bezirk von Almaz&u und Valdenebro im Bezirk
von Burgo de Osma.
55
a Borgodosme, * sede episcopale e molto civile et dalle acque
favorita, che quasi tutta h rigata. ivi si fece un' altra pericolosa
caccia, che rompendo un toro una sbarra fatta di grossissimi
travi, salto con fracasso tra la geute, urtando e gettando hör
questo, hör quello sozzopra. il domo di questa cittli congiongesi
con un yagho chiostro et h molto hello e ricchissimo et h ben
ornato di capelle di marmo ben fabricate; le ferrate che le
chiudono sono tutte adorate; nel meggio della chiesa di lucidis-
sima pietra rossa messa a oro, con una bellissima arca tutta
d' argento adorata et ingioielata di grandissimo preggio, fatta
per voto d' un decano al corpo venerabile di S. Pietro confes-
sore, mostra un cristofisso, che volandoli un gallo su la testa
un servitore lo volse scacciar con un sasso et percotendo il
crucifisso nella testa subito n' usci sangue. occorse questo mira-
colo notato e scolpito in marmo ne 1' anno 1272 a 21 di de-
cembre.
Lassata questa cittä gionse co' 1 cardinal a Verlanga, nella
quäle e uno assai forte castello con un bei tempio et un magni-
tico palaggio.* dopo passo Valdiconentes, Santa Maria la via,'
et gionse a Randa di Duero,* cittä assai bella, buona et amena,
nella quäle fu creato un tempo Ferdinande, hora potentissimo
re de Romani, Ongaria et Boemia, che neir anno 1505 naque
in Alcala felicissimamente.^ fatto qui una caccia de tori, nella
quäle morse un giovine Spagnolo, indi passo San Stefano, San
Martino, Sette, Alanga, Oraduero, *" nella quäle come miracolo
si vide' una fönte, et® gionse a PinafieP guardata da un ca-
stello, il quäle e situato sopra d' un monticello tutto rotondo,
cinto di tre muraglie, una al piede, una a meggio et 1' altra
alla cima, il quäle h di vaghissima prospettiva. quivi il re et
*■ Bnrgo de Osma, wenig nOrdlich vom Duero, Bischofssitz, ani linken Ufer
des diesem zuströmenden Ucero, (gegenüber am rechten Ufer liegt das
kleinere Osma).
* Wohl Velilla, halbwegs nach Aranda?
' So? Undentlich in der Handschrift.
* Aranda, Straßenkrenzungspunkt (Soria— Valladolid und Madrid — Bargos).
'^ Vielmehr 1503, am 10. Man (in AlcaU).
* Wohl Boa am Duero.
' si vide ist von der oben 8. 21 erwähnten, indiriduelleren Hand korrigiert
ans vie.
* et von der nämlichen Hand hinsogeffigt.
* PenaSel.
56
il cardinale unirono le corti insieme. e s' inviorono verso la
Cadelmonte presso a Olivaro, ^ terra del gran contestabile di
Castilia, dal quäl fu incontrato con una bellissima compagnia
di gentirhuomini con servitori ben a 1' ordine, con zegalie^ in
mano e con allegrezza grande di trombe, gli quali per bisogno
de cavalli chi muH e chi bovi inghirlandati de frondi havevano,
sopra quali erano huomini che sonavano gnacchare. gionsero al
predetto luoco, nel quäle per commodita dei signori erano pian-
tati diece padiglioni, et il resto della corte loggiö a Olivaro,
qui il gran contestabile usö la piü gran cortesia, ch' ancor per
tutto il viaggio d' Italia e di Spagna fusse usata. oltra ai son-
tuosi conviti fece ancor le spese a tutte le corti, cosi de ser-
vitori come cavalli, dando torze grosse et lumi di cera a ognuno
et quanto bisognava, con un presente di 150 scudi fatto alle
musiche di detti prencipi. in questo felice pasaggio a nonie
della Serenissima Infante Maria furono presentate a Sua Maestk
doi bellissimi bacilli d' oro, pieni di camiscie, fazzoletti et altri
drappi a uso d' huomo ricchissimamente lavorati. qui su la
sera il Serenissimo et inclito prencipe di Spagna Filippo, ac-
compagnato dal duca d' Alva et altri prencipi con 30 poste,
venne a veder et abbracciar il Serenissimo cugino et cognato
suo Massimiliano, che per inanti ancor' non s' erano veduti.
lasciovi considerar con quanta dolcezza e soavita d' animo 1' una
e r altra Altezza dovessero trovarsi ! et chi vide questi primi
e soavissimi amplessi e non lagrimo di dolcezza, fu piü duro
che il freddo marmo. Filippo era d' anni piü maturo, ^ Massi-
miliano era maggiore di statura, et l' uno et V altro tengono
quel hereditario labro di casa d' Austria.
Fatta la sontuosa cena il Serenissimo prencipe con detti
Spagnoli et poste tornö a Vagliadolit. 1' altra mattina, lasciato
il detto palaggio, eterno testimonio dei primi abraciamenti de
gl' altissimi giovini, venne a Tudella di Duero, ^ ivi quei signori.
* Olivares de Duero.
* So von der erwähnten Hand am Rande statt des ursprünglichen gigli,
was ausgestrichen ist.
" Tatsächlich waren beide Prinzen nahezu gleichaltrig; Philipp war am
21. Mai, Maximilian am 31. Juli 1527 geboren.
* Tudela, wo die Straße den Duero verläßt und in nordwestlicher Rich-
tung nach Valladolid (an der Pisucrga, rechtem Nebenfluß des Duero)
führt.
57
che vennero in compagnia del gran contestabile, fecero iina
bellissima caccia de tori selvatici alla campagna, cacciandoli e
tomandoli tre e quatro miglia con quelle zegaglie, che dietro
gli portavano i servitori loro, della quäl ne prese grandissimo
spasso Sua Maestk e tutti quei signori. dopo cavalcando tutti
in un drapello verso la bella Valiadolit, s' incootrorono nel Se-
renissirao prencipe di Spagna, accompagnato dal gran conte-
stabile, il nontio del papa monsignor Pogio, et da quasi tutta
la nobiltiv di Spagna. et dopo gl amorevoli saluti et grate ac-
coglienze, s' inviö Massimiliano, in meggio al prencipe et Car-
dinal di Trento, verso la villa, seguiti da quella nobilissima
compagnia, le strade della quäle sin' al reggio palazzo, che quasi
doi miglia n' erano distanti, erano coperte di bianchissimi panni,
gli pareti di razzi, le porte, boteghe, finestre erano ben ador-
nate e piene tutte di principesse et illustri donne di Spagna.
smontito al detto palaggio, il quale era adornato di finissimi
razzi, subito andö a visitar 1' Infante Maria, la quale era in
compagnia di molte prencipesse, come cugina et hora come
sposa, la quale obedi a Sua Altezza come marito datoli da Dio
e da Cesare. in questo tempo il duca d' Alva presento al Car-
dinal di Trento doi bravissimi gianetti bianchi quanto un cigno
et belli quanto mai creasse le natura, guarniti di veluto creme-
sino riccamato d' oro et d' argento sino in terra con le cavezze ^
di grossi cordoni d' oro et di seta cremesina.
La sera, che fu a 13 de settembre 1' anno 1548, con bei- Septl3.
lissime musiche et feste si fece quel grandissimo et tanto desi-
derato sponsalitio de 1' Infante maggiore, la Serenissima Maria,
figlia di Carlo Quinto, et Massimiliano, primogenito et berede
del re de Romani Ferdinando, alla presenza del Serenissimo
prencipe Filippo di Spagna et molti duchi, marchesi, conti, et
nobili baroni et delle prime prencipesse et illustri donne di
tutta Spagna con incredibil letitia et alto tripudio universale, il
Cardinal di Trento adunque, mandato da 1' una et 1' altra Maestk
in compagnia di Sua Altezza per si longhi camini a queste fe-
licissime nozze, disse latinamente con bellissima cerimonia in
lode del matrimonio, le quali' ho tratte dal proprio originale
de verbo ad verbum: ,Pater humani generis, idemque omnium
* Pferdesaam.
* Man erginse hienror: 1' infrascritte parole oder ähnliches.
58
conditor et propagator, Deus omnipotens, maximus in ipso
statim exordio amaenissimo veraeque voluptatis Paradiso, cum
Evam ex dormientis Adae costa finxisset, ut hoc scilicet exemplo
intiraam necessitudinem et indissolubilem vitae societatem con-
jugibus commendaret, maris ac feminae foelix dulceque con-
jugium instituit, ut deinceps relictis sua sponte parentibus ad-
haereret vir uxori suae et uxor vicissim viro, essentque duo in
carne una. hinc in sanctarum scripturarum oraculis nihil un-
quam legimus aut audivimus frequentius quam has et hujusce-
modi nuptiarum christiani conjugii ac matrimonii venerabiles,
blandas et dulcissimas voces vel divinitus instituta toties repetita
encomia, quae nobis prodidit spiritus ille sanctus per tot patrum
et sanctorum ora beatissima Deique plenissima. profecto unus
omnium David rex et vates in cor Dei sanctissime cecinit in
egregio suorum psalmorum poemate, non vulgarem, sed praeci-
puam esse inter divinas benedictiones uxorem a domino sortiri
foecundam et uberem, et charissimos ex eadem liberos instar
novellarum olivae. Salomon item, Davidis filius et Davidici regni
ac pietatis haeres, in institutione charissimi filii, dum de matri-
monio tamquam de re maxima omnium et omnibus semper rel-
ligionibus aucta penitissime^ cogitat, erumpit in haec gestientis
laetitiae verba: laetare, fili mi, cum muliere adolescentiae tuae
et in amorem ejus delecteris jugiter. sit cerva tua charissima
et gratissimus hinulus, ubera ejus inebrient te omni tempore.^
Divo Paulo hie animorum nexus, quocum concorditer ac jocunde
in mutuis sanctis osculis vivunt christiani conjuges, magnum est
in Christo et in ecclesia sacramentum. principes serenissimi et
vere coelestes animae, haec est non tarn corporum quam ani-
morum admiranda catena et inestricabilis nexus, quem non fictus
ille et ethnicorum Himeneus, sed spiritus nectit sanctus et in-
dissolubilibus vinculis compaginat, atque ita compaginat ut nodo
amabilissimo et inexplicabili fiant maritus et uxor caro una:
quid dico: caro una? imo verius cor unum, spiritus unus et
anima una. proinde non sine numine, quin potius spirito sancto
afflati, inspirati, a Deoque impulsi, D. Carolus Caesar ter ma-
ximus et Ferdinandus, reguni omnium longe potentissimus et
maximus, pius, duo fulmina nostri imperii, cum sancte^ caste,
* Vorlage: penitissima.
« Psalm 5, V. 18 ff.
59
diuf'ius atque altius cogitassent de deligenda charissima eadeni-
que pulcherrima ex* perpetua Caesarum ac regum serie uxore
nobilissima Sereoissimo principi et domino meo, divo Maxiuii-
liano Austriae Archiduci et tot urbium, tot provinciarum , tot
regnorum haeredi, una, quod milies faastum, felix fortunatum-
que sit, una, inquam, occurristi, inclyta et serenissima Domina
Maria spiritu sancto, sie Carolo Caesari et Ferdinando regi, divis
fratribus, placet etc.
Qui il R"" cardinale muto idioma et in lingua Spagnola
perconto tres vices le Serenitk degli dua sposi, se voleano ra-
tificar quello che giä dal Ser"" Massimiliano in persona, et
dalla Ser°" Infante per procuratore cerca al matrimonio con
molta solennita et cerimonie era stato promesso in Genoa
nel palaggio del prencipe d' Oria. et rispondendo il Ser""
et Ser°" ogni volta de si, fa fatto realissima- et christianissi-
mamente il felice et alto sponsalitio. e sederono prima i doi
sposi, il prencipe Filippo, et 1' Infante sorella minore,* dopo
tutti di mano in mano, dove si ballo con ogni sorte di musica
sin alla meggia notte. al quäl sponsalitio et gran festa faron
presenti tutti gli signori col resto della nobiltk di Spagna. il
Cardinal dopo finita la festa passö quella notte in una reale et
richissima camera del palazzo reale, e la mattina nel spontar
del sole vestito in pontificale con molta ceremonia et religione, Septlt
adorno d' un bello e richissimo manto, accompagnato dal legato
di Sua Santita et gli vescovi di Vercelli e San Marco et altri
honorati prelati di sua corte, venne alla porta, dove in una
realissima stanza stavano i Ser""' sposi aspettando la bene-
dittione et la messa con una religione incredibile. e vestitosi
il Cardinal per dir la messa i prencipi sposi s' ingenochiorono
sopra UD real scabello riccamente adobato, e con silentio grande
e con molta devotione udivano la messa, all' oflFertorio della
quäle offerirno una cera bianca et una moneta d' oro per uno.
dopo detto il Pater noster furono dal cardinale coperti d' un
bellissimo velo et legati ambi insieme con una catena d' oro
al collo. finita la messa di novo li benedi et oltra le con-
saete beneditioni v' agionse d' abondanza del suo core tutto
* Handschrift et and gleich hernach: uxor.
' Johanna; sie beiratete sp&ter den Thronfolger von Portogal, Johann IV.,
t 1554, and wurde die Matter des angiflcklichen KOnigs Sebastian.
60
devoto delle serenita loro con un zelo ardentissimo 1' infrascritte
parole :
Deus pater, precibus ab imo pectore profectis supplex
hodie oro, ut hoc matrimonium tuis auspiciis initum prosperare
digneris, ut ambobus in te super omnia diligendo colendoque
unus sit animus, quemadmodum unam carnem esse voluisti,
illosque et in tuo nomine feliciter copulatos castus, mutuus ac
perpetuus, obsecro, jungat amor, ac te largiente proveniant
sibi^ utinam liberi, inde reges, Cesares, qui patrem amabili oris
similitudine referentes, maternae pudicitiae testimonium per-
hibeant et arctissimam charitatem reddant arctiorem.
Poi volto al Serenissimo sposo con una maniere grave et
riverentemente disse: En tibi serenissimo principi ex veris re-
gibus totidem, totidemque Cesaribus edito, nuptui hodie traditnr
serenissima eademque pulcherrima ac nobihssima Maria:
omnes ut tecum meritis pro talibus annos
exigat et pulchra faciat te prole parentem.
0 ita res beatissime habeat, ut in senecta uberi videatis iilios
filiorum vestrorum usque ad tertiam, quartam quintamque ge-
nerationem. amen.
Finita questa religiosissima benedittione andorono in Ca-
mera a congiongersi in spirito et in carne, nella quäle stettero
sin air hora del desinare; dopo usciti con una consolatione uni-
versale andorono a sedere alla reale e splendidissima mensa,
alla quäle aedh il prencipe, il cardinale con il Poggio et al-
quanti de piü segnalati prencipi e principesse di Spagna, dove
si fecero divinissime musiche et altri spassi con infinita letitia
d' ognuno. finita questa cosi alta solennita volse il cardinal di
Trento mostrar secondo il solito suo 1' infinita sua cortesia; pero
convito i serenissimi prencipi con tutta quanta la nobiltk di
Spagna, non guardando a quäl si fusse spesa, che per le gran
corti, che ivi si ritrovavano, ogni cosa era oltra modo cara, tra
le quali pago [per] venti pavoni 120 scudi d' oro; il quäl ban-
chetto si potea chiamar imperatore de tutti gl' altri, si per
r abondantissime et delicatissime vivande di quelle, come per
favorito dagli invitti prencipi et da cinquanta due honorate
* Die Lesart ist zweifelhaft. Es steht: perveniat (oder proreniat?) si (un-
deutlich) utinam u. n. w.
61
teste, tra le qnali erano ventitre fra corone, duchi e marchesi;
gl' altri erano cardinali, vescovi, e conti segnalati, al quäle fu-
rono futte divinissime e dolcissime musiche. il seguente giorno
si fece alchuni dilettevoli giuochi, non meno belli di quelli di
Saragosa. dapoi si fece una bellissima et honorata caccia de
tori selvatichi et feroci, ma con grandissimo periglio de gli
prencipi gioveni Spagnoli sopra bellissimi gianetti, con zegaglie
sopra mano, et da altri giovini a piedi con spada e cappa, dove
prima si vedea quei giovinetti a pi^ andar con alcuni stimoli a
lanciarglieli contro, per gli quali crescea la rabbia de detti tori,
che dapoi stizzati andavano contra detti cavalieri et giovanetti
a pie, gli quali tanto bene si deflfendeano dalla furia de tori
con il leggiadro maneggio de quei gianetti, con 1' offesa di dette
zegaglie, et parimente quelli con le loro cappe, che ritrovandosi
alle pericolose strette gliele gettavano contra, che lasciando loro
ferivano con le corna et calpestravano dette cappe, nel quäl
tempo si salvavano et davanogli delle ferite. ma un di detti
giovanetti a piedi, atendendo alla difFesa d' un toro, vennegli
un' altro a 1' improviso et lo feri con un corno nei buci del naso
e gli penetro dentro al cervello, e puoco dopo di quei colpo ne
rimase estinto. rimasero feriti in quella festa o tragedia alcuni
bellissimi gianetti con pericolo de i loro signori dalli detti tori,
che al fine poi loro da quelli a piedi con le spade rimasero
morti. r altra sera l'Arico Intronato da Siena^ fe una reale et
magnifica scena con bellissimi intermedii de musiche itahane e
spagnole, e recitar gli Suppositi dell' Ariosto ^ con una breve e
bellissima gionta da dottissimi huomini et d' alto ingegno com-
posta, et con ricchi et vaghi habiti recitata; et vuole che Fi-
lippo e Massimiliano siano i Menechmi di Plauto, anci di Maria
Infante la sposa serenissima. la quäl comedia con grandissimo
diletto d' ognuno durö quasi tutta la felice notte.
Mi resta dire che VagliadoHt e amenissima e bellissima
villa di dodeci mila fuochi: villa, perchfe i stessi habitatori non
Soll heißen: Aricio. Dies ist der akademische Name des dramatischen
Dichters Antonio Vignali aus iSiena als Mitglied der ,Accademia degli
Intronati' in Siena.
,1 Suppositi' ist eine Komödie, die Ariosto 1505» für den Hof von Fer-
rara verfaßte. Sie beruht, wie der Name besagt (= supposti) auf Verwechs-
lung zwischen zwei Personen, wie die hier erwähnten Menechmi (Zwil-
linge) des Plautus (und die Komödie der Irrungen Shakespeares).
62
vogliono ch' ella sia cittk, per poter dire che sia di tal nome
la piü moilinda^ di todo lo mondo. si che si puo chiaraar gioiello
di tutta la Castilia degnamente et iustamente, c' habitata la piü
parte del tempo dal re per il bellissimo sito et la villa commo-
datissima, i palaggi reali, le strade amplissime, il paese piü de
gl' altri fertile, nella quäle quasi tutti gli illustri prencipi di
Spagna hanovi o vi tengono palaggi per cortegiare la Catholica
Corona, qui e il consilio, che tratta, iudica et determina de 1' oro
et altri thesori de 1' India; sonovi ancora bellissimi tempii et
superbi collegi. passa quasi per meggio la terra, superato da
bellissimi ponti, il bei fiume Pisciorgo, ^ che la fa vaghissima,
e tanto piü quanto per queste real nozze, oltra le pompe de
tanti signori, tal che la terra, il cielo et ogni cosa giubila e
ride, il Pisciorgo talmente e insuperbito che non si degnarebbe
scriver al Danubio : fratel carissimo ! 1' usanza, il modo del
vestir et il proceder di questo regno e quasi conforme a quello
d' Aragona.
E perche si ritrovava a queste si alte nozze, come ho gia
detto, quasi tutta la nobilta di Spagna, m' affaticai e per via di
cancellieri e per altre vie d' haverne il nome de tutti, gli quali
trovai tanto cortesi che non solamente mi diedero il nome de
quelli ch' erano alla presenza, ma ancor m' agionsero quelli
puochi che mancavano. si che primieramente vi furono le
corone :
Filippo re di Spagna
Massimiliano re di Boemia
Monsignor Pogio legato di Sua Santita
II prencipe degli Asturi^
II duca d' Arsona
II contestabile di Castilia
II duca di Friese cubiculario del re
L' armiraglio di Castilia
II duca di Medina
II duca di Briar
II duca di Scalona
» So?
' Pisuerga, rechter Nebenfluß des Duero.
^ Don Carlos, der Sohn Philipps, damals ein dreijähriger Knabe (geboren
am S.Juli 1546).
63
II (Iiica di Medina dclla Sidonia
11 duca d' Arcos
II duca de Y Infantasgo
11 duca d'AIva
11 duca di Nasara
II duca d' Aqueda
II duca d' Albuquerque
11 duca di Cardonia
II duca di Segove
II duca di Gandia
U duca di Villa formosa
II duca di Savidrc
II duca di Maqueda
II duca di Sezza
II duca d'AIberchec
II duca di Luna
II contestabile d'Aragona
11 marchese di Berlanga
II marchese di Cuelar
II marchese di Baile
II marchese di Cocogliuda
II marchese d' Aliena
II marchese di Pozas
II marchese da las Naves
II conte di Benivento
11 conte di Luna
D conte di Cirvele
II conte di Rivadavia
II conte di Bondia
II conte di Uruegna
II conte di Medelin
11 conte d'AIva
II marchese d' Oristan
n marchese di Gothia
U marchese d'Astorga
II marchese di Tariffa
n marchese di Zante
II marchese di Comares
II marchese di Crabaleone
D marchese di Moliria.
64
Portugalesi :
II Fonteiro cavalier di Rodi
II duca di Brigantine
II duca di Colimbria
II duca di Viseo
II duca d'Auria
II duca di Tasco
II duca di Barcele
II marchese di Villa reale
II marchese di Terra nova
II marchese di Monte magiore
II marchese di Ferriera
II Cardinal Bora'
II Cardinal Coiro^
L' arcivescovo di SiviHa
L' arcivescovo di Toledo^
L' arcivescovo *
et molti altri, gli quali vennero con Sua Maesta^ et sono no-
mati; perö non starö a fastidire altrui e faticar me stesso in
narrar piü oltra. le donne erano molte in compagnia di loro
mariti piü vicini, ^ delle quali per mancarmi il tempo non puote
pigliar memoria del nome loro.
Finite che furono queste cosi sontuose et altissime nozze'
e dato ordine a Massimiliano del governo di Spagna, il pren-
cipe di Spagna Filippo co '1 cardinal di Trento et corti sue
afFrettandosi di solcar il mare avanti che 1' inverno sopragion-
gesse, acioch^ con si grossa armata potesse sicuramente rivar
a buon porto, fecero che le corti anticipassero il tempo et an-
dassero ad aspettar in Barcelona, le quali si partirono il giorno
^ Zu lesen: Doria?
* Francesco de Mendoza, Kardinal 1544, f 1566.
^ Die beiden Erzbischöfe waren Ferdinand Valdos von Sevilla 1546 — 1568
und Johann VIII. Martinez Siliceo von Toledo 1546 — 1557.
* So! Der Name des Bischofssitzes fehlt.
^ Nämlich Maximilian.
" piü vicini gibt keinen Sinn; es ist wohl' predotti oder ähnliches zu
lesen.
' Den deutschen Reichsfürsten gab Maximilian durch die oben angeführten
Schreiben (Loserth, Nr. 153 ff.) von dem Vollzug seiner Vermählung
Kunde.
65
di San Matheo/ da I\ a otto giorni, nei quali diede espeditione ö«pt.2i,
a molti importanti negotii di quei regni. et lasciando un cosi
pradente prencipe in vece sua, con honorata corte de signori
si parti dalla bella Valiadolit et cavalcando con detti signori et
cardinale fece anch' egli la via di Monserat per visitar una cos\'
Santa devotione, che dopo confessatosi et udita la raessa devo-
tissimamente si comunicö, et di longo cavalco alla volta di Bar-
celona, senza pur an sei spasso ricever in tutto quel viaggio,
nel quale per la partenza di Sua Altezza sempre si dimoströ
tristitia e dolore, ma il cardinale, che si trovava de simil' animo
lontano, desideroso d' honorar un tanto prencipe et tanti illustri
signori, ch' erano venuti a compagnarlo, et di lasciar indrieto
la famma de 1' innata cortesia sua, fecegli un splendido et di-
lettevole convito al paragon d' ogn' altro che ancor' in tal viaggio
fusse fatto, si per esser il paese abondante d' ogni cosa, il tempo
piü fresco et per esser in un cosi vaghissimo palaggio, il quale
era del vice-re di Cathalonia fuori della cittk cerca un tirar
d' archibugio, al quale si va per una dritta ampla e verdegiante
via; apresso al quale h un di [piü] belli giardini di tutta Spagna,
tutto salegiato di finissima maiolica, depinta a varie Fantasie et
inventioni con una fönte in meggio tutta di iinissimo marmo,
con bellissime figure a tutto rilevo, che con varii modi spargono
abondantissima aqua, che poi per molti canaletti similmente di
marmo si va spargendo et adaquando quelle cosi vaghe colli-
nette, che di varii fiori et saporite herbette sono tanto ben Or-
nate; le quali erano divise da bellissimi sciepi fatte di cedri,
limoni et altri simili frutti, tanto alte e tanto ben unite che con
la vagha mostra de frutti che fuori di quelle si scoprivano,
veramente pareano tanti naturali razzi. e tanto soave odore da
quelli e dalle collinette sortiva fuori che era una maraviglia.
al capo di detto giardino era un luoco verso Oriente della
forma d' una gran loggia meggio coperto et depinto a varii
' Vom 21. September, aus Valladolid, datieren Verwendungsschreiben Ma-
ximilians an den KOnig Ferdinand and an seine Schwester, Herzogin
.Vnna von Bayern, für zwei Personen seines Reisegefolges, welche sich
jetzt von ihm trennten nnd die Rückreise antraten : Jaroslav Smificky
(Geroslaw v. Smiersitz) nnd einen alten Diener Cima. Loserth, a. a. O.
Nr. 157 f.
' Cosi ist nachgefttgt, anscheinend von der mehrerwähnten individuelleren
Hand.
Pontes, I.Abt. Bd. IX. 5
66
paesi ; ^ 1' altra parte era scoperta, ma cinta tutta d' una sot-
tilissima ragnata con molti arborselli di lauri, mirti, mortelle e
ginepri, che la rendevano vaghissima; sopra gli quali givan vo-
lando varii angelli scherzando e cantando, bagnandosi in una
fönte a meggio detto luoco tutta di marmo intagliato. dalla banda
da meggiogiorno eravi una bellissima et grandissima facciata
depinta a paesi e caciaggioni, la quäle divideva quel vago orto
da un grandissimo et amenissimo giardino pieno d' ogni sorte
de frutti, nel quäle s' intrava per una grandissima et bellissima
porta, sopra la quäle era una grande aquila con tutte 1' arme
depinte de regni di Spagna con quelle sette saette einte da
quel breve degno d' esser scritto in ogni parte: VNITAS. et
neir entrar di quella eravi una longhissima pergola, al meggio
de la quäle si faceva in croce, et tanto era ben compartita con
detti frutti che parea che '1 paradiso terrestre ivi fusse trasportato.
qui tutto il giorno fu dispensato in giuochi, musiche, facetie et
altri spassi e piaceri diversi.
Approssimandosi il tempo di partirsi il prencipe con tutta
la Corte sua cavalcö alla volta di Roses,^ dove d'Andrea d' Oria
con r armata era aspettato, che dopo doi giorni il cardinale
montato sopra una galea d' Antonio d' Oria sequi il prencipe,
lasciando che la corte sua lo seguisse sopra breghentini. ^ et
passato S. Polo furon da crudel fortuna assaliti e di tal sorte,
che, se cosi presto non si giongeva a Blanes,^ dove con gran-
dissima difficultä si smontö per 1' ingordissirae onde, che non
lasciavano aprossimarsi nh fermarsi presso alla piaggia, puoco
mancö che tutti ivi si samano affogati, e puoco piü che si tar-
dava, o che la fortuna tutti ci somergeva o ci cacciava in
Africa. la quäl fortuna vedendo noi piü cressere et in quella
villa mancar il vivere, quasi ognuno si parti da detto luoco con
grandissima e continoa pioggia et cosi a piedi pigliö il camino
verso la falda d' un monte, dalla quäle descendea un picciol
rivo, che poi per la detta pioggia alquanto era cresciuto, per il
^ D. i. Landschaften; siehe weiter unten: depinta a paesi e caciaggioni.
' Rosas, Hafenstadt in der Nordostecke Spaniens.
' Im Gegensatze zu den hochbordigen Galeeren (galea), den eigentlichen
Schlachtschiffen, sind die brigantini lange, flache, hauptsächlich dem
Transporte dienende Fahrzeuge.
* S. Pol und Blanes, Ortschaften an der Küste zwischen Barcelona und
Palamos.
67
quäle dalla matina fin al mezzo giomo ci convene hör andar
per dritto, hora per traverso.
£ con questi grandissimi stenti caminando per quelle
balce^ de Monti Pirenei, quasi a mezza notte si gionse a San
Silich' non cibandosi d' altro che de certi frutti, che producono
certi arbuscelli alquanto piü grossi delle fraghe e dil medemo
colore et sapore; et ivi essendo ognuno dalla pioggia penetrati
fin dentro la camiscia, fatto buon fuoco si asciugö e cen6 a
galline con porai invece di pane, et brodo di quelle in vece di
vino. la seguente mattina seguendo drietro il mare per la costa
del monte, si gionse a Palamoses,' dove era il cardinale, che
poi montato con la corte sua sopra le galere di Antonio d' Oria
passö Tosso, Amparic, Toreas, Castilione col fiume Fordetta,*
e la sera d' Ogni santi gionse a Roses, dove re Filippo con tutta Not. i.
la Corte si trovava con 1' armata ingrossata sin' a 62 galere e
tante altre na vi. delle quali galere 21 era sotto al prencipe
d' Oria con 1' insegne rosse et nere fatte a scaglioni, il nome
delle quali era la Imperia, de cinque remi e trenta banchi, la
Capitana, Signora, Brava, Vittoria, Justitia, Temperanza, For-
tezza, Fortuna, Doria, Sirena, Perla, Marchesa, Pelegrina, Don-
zella, Comare, Divitia, Aquila e Villana; quindeci de Spagna
sotto al governo di don Bernardin Mendozze con la livrea tur-
china et una Stella d' oro in mezzo, chiamate Capitana, Patrona,
Santa Barbara, Luna, Stella, Vittoria, Imperiale, Spagnola, Gra-
nata, Siviliana, Francese, Mendozza, Vedoa et la Cruciata con
la croce rossa; diece il regno di Sicilia, delle quali quatro erano
sotto a Berlinger con una croce rossa in campo bianco, queste
ehiamavansi: Capitana, Patrona, Aquila e Califfa, due di Gri-
maldi bianche e rosse a mandole scacate, Capitana e Patrona;
due dil capitano Vesconte Cicala, a liste bianche e zizoline,
Capitana et Gatta, due dil marchese de Terranova a liste nere,
rosse, gialle etturchine: Capitana e Sant'Angelo; et sei d' An-
tonio d' Oria con liste rosse e nere: Capitana, Patrona, Fede,
Speranza, Amicitia e Ventura.
' leg. falde?
* San Feliz de Goixols?
' Palamos. Im ersten s ist mit stärkerer Tinte korrigiert.
* Toza oder Tosa, Ort mit Vorgebirge; weiterhin begegnen Ampnrias,
Torroellas and Castellen (oder Castellen de Amparias); in der NIhe der
Floß Tordera.
6*
Imbarcatosi adunque il re et il cardinale con le corti e
molti soldati spagnoli, et alciato da 1500 stendardi delle dette
livree et datto alle trombette, ch' erano da cerca 200, et con
infinita letitia sparata tutta 1' artegliaria, fecero vela a la volta
della bella et desiderata Italia, et passato Capoche, Portoligado,
Canzon, Eingarta e Cova gionse a Porto Colibri,^ su la riva del
quäle erano ossa dl pesce cosi grandi che dalla longa da molti
furono iudicati tanti travi. qui per gli venti contrarii si fermö
tre di; dopo seguendo drieto al lito passö Parpignano, alquanto
dentro al lito, poi Rochetta, Canette,^ Enna,^ Villalonga, Santa
Maria de mar,* Torelias, San Lorenzo et il fortissimo castel di
Salses, il quäle giace all' incontro di Cavo di Locata, confini di
Spagna e Francia, che nel passar di quello fu dal prencipe
d' Oria scorta una picciolissima nuvola, la quäle sorgea dalla
banda di levante; et havendo preso di quella gran sospetto
fece dar la volta a 1' armata indrieto, afFretandola verso il detto
Porto di Colibri, et non pot^ esser cosi presta che la fortuna
con crudelissimi assalti la sopragionse da cerca un miglio presso
a detto porto su 1' oscurarsi del giorno, e con grandissimo pe-
riglio stentö fino a mezza notte inanti che potesse dar a riva
con puoca speranza d' ognuno di potersi per la rabbia di quella
e per 1' oscurissima notte salvare. qui si puö considerar quanto
ci importi il ritrovarsi sotto alla custodia d' un ottimo e pru-
dente duce, massime di una tanto famosa armata come era
questa, la quäle si riposava sotto V ombra di questo vigilante et
esperto vecchio, che senza lui tutta quella bella armata per la
distantia de porti era pericolosa di andar a male, che per lui,
mediante la gratia di Dio, si retirö salva in questo cosi lontano
porto con grandissima pietk di quei nudi schiavi, ch' erano tanto
stanchi per il longo lor vogare ch' a pena poteano ripigliar il
spirito; de gli quali altri si continuamente erano con sferze et
* Die Namen sind wohl arg entstellt. Capoche ist vielleicht Cadagnes bei
Cap de Creus im Distrikte von Gerona(?); Porto Colibri ist wohl das
Städtchen Collebriöres oder Couloubri^res im Distrikte von Hyöres; nach
der Lage würde allerdings eher an Collioure bei Koussillon zu denken
sein. (Portoligado = Bellegarde?)
' Canet wenig nördlich von Perpignan.
* Eine (Helena), alte Stadt am Flusse Tet, damals noch Sitz des 1602
nach Perpignan verlegten Bistums.
* Sainte-Marie-de-Mer; es folgen Torreilles; Saint-Laurent-de-la-Salanque ;
Salses; Leucate.
69
corde crudelmente flagellati che le cami li pioveano di abon-
dante sangue.
Per quel che da 1' un sol a 1' altro io scerno
E da r un' hör' a 1' altra i provo e sento
Una galea, dando le vele al vento,
Si puö chiamar con veritk 1' Inferno.
In lei Caronte sti 1' estate e il verno,
Varcando i tristi a 1' ultimo tormento,
E vi siede Pluton con 1' arso mento,
Vago d' udir il lamentar etemo.
In lei sono le fxirie maledette,
Mille angeliche torme desperate
Con Radamante giudice severo.
In lei s' odono voci al ciel erette
Delle misere genti flagellate,
Traendo ai piedi un carro non leggero.
Fermatasi tre giorni in detto porto et cessata la Fortuna,
passati un' altra volta detti luoghi gionse nel golfo di Leone,
e radendo sempre dietro al hto pass6 San Pietro di Maragona,
Narbona, Agade, Mompolier, Frontignano, Mugoli, Isola de
r Anguilade. et assaliti un' altra volta da crudel fortuna fe scala
nel porto Hto d' Aquamorta, citt^ posta tra il fiume Araurius*
et il Rodano, temporeggiando la bonaccia per cinque giorni.*
passö le tre Marie,' Manguelomme,* 1' isola di Sticados,'^ la quäle
h dal fiume Rodano tutta circondata, le foce del quäle in piü
* Aranris oder Aramios in der Gallia Narbonensis, jetzt Höranlt. Der in
den Cevennen entspringende and unweit Agde in den Golfe da Lyon
mündende Flaß gibt dem Departement, in welchem Montpellier and
Cette liegen, den Namen.
* Narbonne, Agde, Montpellier, Frontignan, Magnelonne, Aiguesmortes.
' Golfe de« Saintes-Maries (oder des trois-Maries) zwischen den Rhone-
mündangen.
* Wiederam Magnelonne?
' StoSchades ist ein alter Name für die Hyerischen Inseln, an die hier
jedoch nicht gedacht werden kann; vielmehr ist aagenscheinlich die
Camargae gemeint.
rami pigliano cerca trenta miglia. dopo passo Arli, Le Fosse,
Martegue^ et quella matina gionse per mezzo^ Marsilia, le for-
tezze della quäle erano ancor benissimo proviste et V armata
alquanto retirata dentro al golfo. pigliato acqua senza disturbo
alchuno su la mezza notte si parti et passando tutte quelle no-
minate citta, nel passar del bei castel de Monaco posto a 1' alto^
fu salutato il preneipe di 222 canonate, et cosi di longo gionse
alla bella cittk di Savona, guardata da un moderno et fortissimo
castello, nella quäle soleva esser il piü bei porto di tutto il Mare
Mediterraneo, il quäle la faeea molto traficabile per la commo-
dita del passo della Francia, che dopo i Genovesi per il danno,
che pativano per quello, lo guastorono.^
Et ivi affertossi* ad aspetar le navi, che nella prima for-
tuna s' erano alciate in alto mare et dopo sin' all' hora non
Nov. 25. s' erano piü viste, gionto il di de santa Catherina fece vela e
sul mezzo giorno gionse al bei luoco di Sesse,^ nel quäl naque
il preneipe d' Oria, adorno di bellissimi palaggi et amenissimi
giardini. ivi riposati et rinfrescatisi con una mirabil colatione,
che il detto preneipe havea fatta praeparare, con infinita letitia
universale per il desiderio ch' havea ogn' uno dal longo et pe-
ricoloso viaggio d' arrivar in porto, con il suono di tante trombe
furono alciati tutti quei stendardi bellissimi e bandiere, e con
bellissima ordinanza di tre galere per fila, alla testa della quäle
era 1' Imperiale dove era Sua Altezza, con la Capitania d' An-
tonio d' Oria, dove era il cardinale, a banda destra, et quella
di don Bernardin Mendozza a sinistra, seguitate dalla Capitania
del marchese di Terranova, quella di don Gratia et quella di
don Berlingeri, et cosi da 1' altre con detto ordine, con 1' anti-
guardia delle due da Monaco di Grimaldi et retroguardia del
Cicala. et con questa abondante allegrezza insieme con le navi
inviandosi verso Genova gionse alla bella ed altissima torre
della Lanterna, la quäl fece segno alla cittk et altri luochi con
r artegliaria. e discoprendosi a puoco a puoco gli monti, castelli,
^ Arles, Le Bausset, Martignes.
* So Handschrift, wohl kaum richtig.
» Im Jahre 1525.
* Soll heißen: afferratosi, von afferrare, in der Bedeutung sich festlegen,
vor Anker gehen.
' Sestri Ponente, kurz vor Qenua? Geburtsort Andrea Dorias ist jedoch
Oneglia an der Riviera di Ponente zwischen Savona und Vontimiglia.
71
bastioni, la citth insieme col mole, el porto con le navi, corain-
ciorono detti luochi a sparar tanta artegliaria, tanta da Y armata,
che oltre al grandissimo strepito, che intonava il ciel, i monti,
il mare et la terra si st^ gran pezza, avanti che detti Inoghi si
potessero scoprire pel grandissimo ftimo di quelle.
Gionti al palazzo del prencipe d' Oria ivi dal duce e dalla
Signoria di Genoa con la guardia di 300 corsaletti sotto a bel-
lissimi archi triomfali fu ricevuta et accompagnata dentro a
quello, et la guardia allogiö di fuori.
Accadfe, perchö ogni giomo gli Spagnoli veniano licentio-
samente dentro la citta, che havendo gli cittadini per il disturbo
che gli davano, alquanto sospetto, impetrorono dal re Filippo
an bando, che dovessero star fuori a suoi logiamenti a loro
consignati. e perch^ non restas-ano per questo di venir dentro
in diverse sette, gU cittadini dubitandosi di maggior disturbo,
tenevano buona guardia alla piazza et alle porte della citta, et
parimente gli mercanti et artisti stavano armati nelle boteghe
loro mezze chiuse et ben proviste d' armi, d' aste et archibugi.
standosi dunque con questo sospetto, ecco che tre Spagnuoli
ritrovandosi su la porta, dove sta la guardia della Signoria, con
suoi archibugi apparati sotto alle cappe, dubitando la guardia
di costoro gU dissero che dovessero levarsi dalla porta et andar
al viaggio suo, overo mozzar^ le corde. gli quali risposero non
voler far n^ Tun ne 1' altro; per la quäl cosa misero mano alle
alabarde e con quelle n' uccisero doi di loro. alcuni altri, che
potevano- esser da trenta, anch' eglino con suoi archibugi a
r ordine, gli quali erano sparsi ivi di fuori e per la scala della
Signoria, sentendo il romore corsero a quella volta, ma presto
furono pentiti, perch^ dalla detta guardia furono rebatuti et a
colpi di picche et allabarde discaciati a buon passo. non cosi
tosto fu sentito il romore nella cittä, che subito tutta salto in
arme et corse alla volta di detti SpagnoH, gli quali piü che in
fretta si retirorono sotto riva, dove stavano da cerca 300 altri
cosi armati d' archibugi. ma tanto grande e presto fu 1' impeto
de cittadini, che se presto non si salvavano nel palazzo di don
Gratia,' era pericolo che restassero tntti morti. in questo tempo
^ So ist wohl statt morzare za lesen.
* So, wohl Garcia zu lesen ; vermutlich ist der Palajst des kaiserlieheu oder
spanischen Gesandten in Genua gemeint.
72
il signor Antonio, correndo con suol servitori a una porta U
vicina per sicurarla, un giovinetto soldato, ch' era alla guardia
di quella, non sapendo ancora il successo, s' oppose con 1' archi-
bugio contra detto signore; per il quäl atto fu mosso a tanto
sdegno che segli aventö adosso con detti servitori, dai quali fu
ferito e preso, che inteso, poi che cessato fu il romore, la escu-
sation di fedeltk sua non tanto gli perdonö, ma gli duplicorono
la paga in vita sua. inteso questo il re di novo fece un bando,
che tutti detti Spagnoli stessero a suoi loggiamenti in pena della
disgratia sua.
Dez. 8. n di della Concettione della Madonna Sua Maestk fece
1' entrata in detta cittk, inanci alla quäle andavano da 600
gentil' huomini Spagnoli, Todeschi et Italiani sopra bellissimi e
ben guerniti cavalli, gli quali con bei ordine procedevano a tre
per fila con suoi staffieri riccamente vestiti alle loro livree. dopo
seguiva la guardia di Sua Maestk di 50 Spagnoli con le alla-
barde et cappe con due bände di veluto, una bianca et una
rossa, et 50 Tedeschi con tabarri in simil livrea. nella quäl
guardia veneva il marchese di Pescara a par a don Francesco
da Este, dapoi il duca di Sezza et 1' almirante di Castilia, il
duca d' Alva et don Ferante Gonzaga; poi seguiva dodeci trom-
betti et 12 staffieri in simil livrea inanci a Sua Maestk, la quäl
veneva in mezzo al cardinal di Trento et al cardinal Coiro
sopra un bellissimo gianetto, tutto guernito di veluto nero ricca-
raato d' argento con cappa casacca et beretta di veluto simil-
mente guernite d' argento, seguitata dal cardinal d' Oria et il
cardinal Cibo. drieto a questi veniva il duca di Savoia vecchio
et r ambasciatore de Venetiani, quali volendo ambi di compagnia
seguir Sua Maestk vennero a gran contrasto del preceder del
luoco loro con dire uno esser e d' antichitk e dignitk un de
primi duchi d' Italia, et 1' altro in rapresentar la piü alta et po-
tente republica di tutta la Christianitk ; che non volendo il detto
ambasciatore per 1' inclita degnitk de suoi signori in alcun modo
ceder' al detto duca, fu pregato dal re Filippo, che posponendo
la degnitk da banda fusse contento per suo amore di cederli
solamente per 1' antichitk de V etk sua ; alli preghi del quale
air hora si piegö a quella sol dimanda a dargli il luoco che a
lui perveneva. dopo seguirono gli altri a confusione. e nell' in-
trar della porta fu salutata d' alquanti pezzi d' artegliaria e cosi
and6 passo passo mirando V infiniti archi trionfah, sopra quali
73
erano dilettevoli musiche, tra i quali archi v' en* era uno che
rapresentava tutti gli paessi sudditi 8uoi, et iin' altro maggiore
con quatro gran figure a color di bronzo con suoi brevi in
mano, che significava la Spagna, la Francia, la Germania et
r Itaha. piü inanti v' en' era un' altro di vaghezza et belta non
inferiore a gl' altri con altre quatro maggior' figure, le quali
con suoi brevi denotavano 1' Asia, 1' Africa, 1' Europa et il Monde
novo, gli quali nel mirargli li rendevano molto diletto. raa piü
era quello di quelle vaghe finestre, sopra le quali stavano quelle
gentilissime signore Genoese con quelle teste cosi ben adornate
di bellissimi tiori, come se fusse stato di primavera, che gion-
gevano vaghezza di quelli alle tante angeliche figure. tanto che
con questa felicitk gionse su la piazza del domo, dove il duce
con la Signoria sotto alla guardia di ducento alabardieri era
aspettante.^ nell' intrar della porta era un grandissimo Hercole
con un mondo sopra gli humeri, inchinato in atto di presentarglielo.
rivato al choro, dove era un frontispicio con le arme de pren-
cipi christiani, salvo ehe del Christianissimo re di Francia,
andato a 1' altare, sopra il quäle era quel bellissimo cadino di
smeraldo, fece 1' ofterta et dopo s' ando a sentare in una bel-
lissima sedia, sotto a un baldachino, il quäle con la sedia era
di brocato d' oro riccio sopra riccio con franze del medemo a
torno, e cosi tutti gl' altri prencipi sedettero secondo il grado
loro. udita la messa, la quäle con cerimoniosa pompa et divi-
nissima musicha fu cantata dal cardinal d' Oria, con quella me-
desima compagnia et istesso ordine ritorno al palaggio.
Non vedro biancheggiar forsi il levante
Diece volta dai raggi de l' Aurora,
Che da basso nel schifib e a poppa e prora
Non piü me corcaro fiocco e tremante.
Nfe vedrö voci gridar chiama Gigante,
Chiama Gigante repetendo ogn' hora,
Che raostacciuto a guisa della suora
Del sol, quand' el riguarda fiss' inante.
Nfe v' andran ribombando ne 1' audito
Dei marinari le parole strane
E i fischi intesi dalla turba ignuda,
* So? Text aspetUU.
u
N6 terremoto horrendo aspro mugito
Di squassate catene e d' onde insane
Mi fark viver d' una vita cruda.
Essendo statto da vinti giorni in detta citta, parsegli d' an-
dar a far natale in Milano, e fatta marchiar la corte inanci,
passü per Seravalle^ e Tortona sul fiume Ambro ^ et Voghera
e gionse a Pavia sopra al bei Ticino, di fuori della quäle e una
bellissima abatia detta la Certosa, circondata con un muro di
quatro miglia quasi in fortezza, nel quäl barco^ fu fatto prigione
il Christianissimo re Francesco, udita ivi messa cavalcö di longo
alla volta di Milano et gionto presso a quello tre miglia fu in-
contrato da una banda di trecento archibugieri a cavallo et
due altre di cavai leggieri. non cavalco molto che s' incontrö
in cinque bellissimi squadroni di gente d' arme in ricchissime e
variate livree. gionto con questi apresso le mura s' incontrö nei
senatori della citta tutti ricchissimamente adobati, e nell' entrar
della porta Ticinese fu incontrata da un drapello di gentil' huo-
mini con ruboni di veluto pavonazzo riccamati d' oro. puoco
dopo fu incontrata dal marchese di Caravaggio* con 24 gen-
til' huomini giovinetti, tutti vestiti di veluto bianco con le azze
del medemo guernite del medemo brocato d' oro, dove apresso
a detta porta era un ponte postizzo, il quäle passava sopra via
alle mura con otto grandissime statue di color di marmo a tutto
rilevo, che rapresentavano le cittk di quel stato, le quali mos-
travano di ofFerirgli quelle cose che piü a quelle apartenevano ;
le quali erano Pavia con una Corona regale in mano, Cremona
con un castel in mano, Alessandria con corno di spiche, Lodi
con le mamelle in atto di lattare, Como con un vaso che parea
versar grand' aqua, Tortona con un monte; Vigeven con Ver-
zeih havean altri significati. alla summitä del ponte era una
bellissima torre, nella quäle eran depinte Y arme imperiali et
di casa d'Austria con la vitta di Sua Altezza. alla porta della
cittä di dentro era un' altro arco tutto di simile et altre diverse
* Serravalle am Austritte der Scrivia aus dem Gebirge.
' Tortona ebenfalls an der Scrivia.
' Soviel als parco.
* Caravaggio, bekanntlich der Geburtsort des nach dem Orte benannten
Malers Michelangelo Amerighi (1569 — 1609), liegt 38 km östlich von
Mailand.
75
arme; non molto longi da quello v' en' era un' altro fatto a bel-
lissime Fantasie, all' incontro di quello sene rapresentava un' al-
tro non meno vago del compagno. gionto alla piazza ne trovö
un' altro piü grande e piü hello de tutti gl' altri, alla summitk
del quäle era uua graudissima Aquila Imperiale con una fama.
per banda su le spatiose sponde tra una cantonata a 1' altra
erano otto bellissime figure in eolor di bronzo di casa d' Austria;
le quatro a banda destra erano Massimiliano imperatore, Filippo
re di Spagna/ Carlo quinto et il Serenissimo prencipe; a sinis-
tra erano Ferdinando re de Romani con gli tre figliuoli Massi-
miliano re di Boemia, Ferdinando areiduca d' Austria et Carlo
il prencipe.^ a' 1' intrar del gran domo eranvi due grau statue
di tutto rilevo, una era David col capo del gigante Golia in
mano, et 1' altra Judit col capo d' Oloferne in mano. sopra la
porta del domo eravi depinto a chiar' e scuro il nascimento de
Sua Altezza adorno di varie Fantasie, rivata al choro, dove
tutta la chieresia della detta citta vi s' era ridotta e dove si
Faceva una divinissima musica di voci et instromenti, andö a
r altare a Far 1' ofFerta et in quel tempo Fu dal Fortissimo cas-
tello' sparata infinita artegliaria. uscita dil domo inti'6 in Corte
Vecchia,* alla porta della quäle era un' arco con due statue a
tutto rilevo, una era Marte e 1' altra era Mercurio, con altre
quatro apresso, che erano la Justitia et Temperanza a banda
destra, et la Fortezza con la Prudenza alla sinistra. alla scala
del palazzo era 1' altro arco con doi huomini selvatichi a tutto
rilevo, dal mezzo in giü Fassati, e sopra 1' arco era una figura
con il scettro in mano a tutto rilevo, che figurava Sna Altezza
con doi angioli in aria, che gli tenevano una corona imperiale
sopra al capo. entrata nella gran sala tutta adobata di bellissi-
me tapezzarie, Fu da molti illustri signori con divinissime mu-
siche recevuta, stando con infiniti intratenimenti tin al Natale. Des. 25.
n Cardinal di Trento in su la mezza notte in pontificale ando
' Erzherzog Philipp, Sohn Maximilians und Vater Karls V., Gemahl
Juanas, der Erbin Spaniens, f 25. September 1506.
• Ferdinand, geb. 1529, f 1595; Karl, geb. 1640, f 1590.
' Das Castello (Kastell) im Westen der Stadt, zuerst von Galeozzo ü. Vis-
conti 1368 erbaut, noch jetzt ruinenhaft erbalten, aber neuerdings
wieder ausgebaut und zur Anfiaahme der städtischen Sammlungen herge-
richtet.
♦ Vgl. oben 8. 36.
76
a udir messa in Corte Vecchia con Sua Maestk, dove con so-
lennita grandissima di musica si cantö il Matutino, il Te Deum
con la risposta dell' organo et una divina voce, che dentro can-
tava, e cosi^ la messa con solenni cerimonie alla Spagnola,
degne veramente da esser da un tanto prencipe e signori udite
e Vedute.
Approssimandosi il tempo che il re si dovea partire, il
cardinale lasciatolo in quei trionfi et dilettevoli spassi, che ogni
di si facevano per la cittk, con tutta la corte si parti et passato
Cassano sopra Ada, Trevino^ et Martinengo col fiume Serio
sul paese Venetiano, passö ancora Olio a Pontoio^ e La Mela
appresso a Brescia, dapoi il fiume Chiese, Lonado/ Desenzano
alla riva del lago di Garda, Peschera, dove il Mentio riesce
dal detto lago, la Chiusa^ sopra Adice, et intrato nel Trentino
seguendo drieto al fiume per la bella e spaciosa valle gionse
a Trento et ivi fece preparare da recever et honorar Sua Maesta
al par d' ogn' altra cittä, che dapoi compite le feste in detta
citta di Milano si voltö verso Mantoa, nella quäle fu con gran-
dissima pompa ricevuta et honorata. et venendo poi alla volta
di Trento et passando per il paese Venetiano non mancorono
quelli magnifici Signori delle sue sollte amorevolezze e cortesie.
in questo tempo il cardinale con bellissima compagnia de gen-
^^^^ tir huomini et sei insegne de soldati il di de s. Sebastiano 1549
rivo ai confini del paese suo et con grate e riverenti accoglienze
ricevutala quella sera con crudelissimi freddi allogiorno a Hala,
et la medema notte agiacciö 1' Adice et morsero doi Spagnoli
alla guardia di Sua Maestk di freddo.
In questo tempo il cardinale hebbe nuova che il duca
Mauritio novo elettore^ et il cardinal d'Augusta' venevano
per le poste a far riverenza a Sua Maesta. lasciata dunque
quella a Hala, ritornö un' altra volta con detta corte a Trento,
* Hier ist wohl zu ergänzen: si compiS oder ähnliches.
' Treviglio, wenig östlich von der Adda.
* Pontoglio am Oglio unweit Brescia.
* Jetzt Lonato.
" Die sogenannte Veroneser Klause.
* Kurfürst seit 1647, feierlich belehnt zu Augsburg am 24. Februar 1548.
— Über Moritz' Abstecher nach Venedig vgl. v. Langenn, Moritz, Herzog
und ChurfUrst zu Sachsen I, S. 416.
' Otto von Truchseß, Bischof von Augsburg 1543—1673, Kardinal 1644.
77
et 1' altro di li andö a incontrar da cerca doi miglia fiiori della Jan. 21.
cittk. et depo i debiti saluti donö al duca Mauritio im bellissi-
ino gianetto bianeo quanto un arraelino, tutto guernito di veluto
ereraesino riccamato d' oro, et al cardiaale una bellissima mula
<ruernita di veluto nero cosi riccamato, gli quali haveva in detto
terapo condotti di Spagna, con grate et amorevoli parole. in-
trorono in detta cittk. V altro di tutti di compagnia venero a Jan. 22.
ricever il Serenissimo prencipe, il quäle con detta sua corte et
insegne di casa Madruzza s' era apressato alla cittk. et ivi
fattogli ognuno riverenza con amorevoli accoglienze gli presento
un bellissimo turco ricchissimamente guernito, et montatogli so-
pra vennero alla volta della citta. le strade, dove dovea passar',
erano dalla porta di quella sin al castello coperte di bellissimi
panni con le porte et finestre adomate di tapezzarie, sopra le
quali stavano molte illustri donne, cosi Germanie come Italiane;
et entrati dentro visitorono il tempio e dapoi vennero alla piazza,
dove era un bellissimo castello di legno, e fu sparato molte
bocche di fuoco con infiniti raggi, che poi ataccato il fuoco
dentro dalle grandissime vampe in un subito fu consumato. se-
guendo per detta strada sotto a bellissimi archi gionse alla
piazza del castello, su la bocca della quäle nel mezzo della via
era una statua inargentata e tutto rilevo di 30 cubiti alta, posta
sopra a una grandissima basa di color di pietra, nella quäle
erano scritte le laudi di Sua Maestk. nell' entrata di quella era
un meraviglioso arco di color di bronzo con molte figure, sopra
dil quäle era una grandissima aquila imperiale, la quäle nei
suoi artigli teneva le due colonne d' Hercole con questo breve:
PLVS VLTRA! di sopra alla testa stavano doi angeli con una
Corona imperiale in mano, et ogni cosa era apartata et a tutto
rilevo con infiniti troffei di veri corsaletti, corazze, celate, ala-
barde, spedi, spade, scudi et rodeile degnaraente lavorate et
messe a oro, poi v' erano stendardi, bandiere, trombe, tamburri,
gnaccare et altri simili istromenti da guerra, gli quali in vero
per essere altresi ogni cosa naturale rendevano mirabile spet-
tacolo.
Rivata su la piazza, dove erano piantate due altissinie pi-
ramidi di Giulio Cesare nella mederaa forma di quelle di Koma,
discese dalla piü alta torre del castello un drago, che conti-
noamente gettava fuoco, il quäle andö a percuoter in una balla
rotonda della grandezza di una gran böte, che significava il
78
mondo, il quäle era depinto a torno con bei compartimento,
che stava sospeso in aria in mezzo della piazza, et subito da
quello pereosso cominciö a sparar tanti schioppi e per 1' aria
scorrer tanti raggi con il furore dell' artegliaria, che da ogni
banda si sparava, che 1' un da V altro non tanto non si udiva,
ma neanco si scorgeva, n^ peranco sapevano dove ritrarsi al
sicuro. finiti questi strepitosi lampi entrö in castello, sula porta
del quäle era una statua grandissima d' huomo a tutto rilevo,
collegata sopra a una riva con un gran vaso sotto al braccio
destro, che mostrava di versar aqua, che voleva significar
l'Adice, che con alcuni versi gloriavasi della venuta di Sua
Altezza.
Dapoi la sontuosa cena, la quäle fu continoata da dilette-
voli musiche et piacevoli trattenimenti, per dar spasso a Sua
Maestk fece comparer un smisurato drago, il quäle da ogni
banda gettava fuoco et andava con la testa tant' alta che gion-
geva alle finestre adornate di signore Italiane e Germane. in
questo tempo comparse un' asino naturale, al quäle con ingegno
li havevano posto al' orecchie et alla coda alcuni cononi, che
senza nocerlo continoamente gettavano fuoco, il quäle per il
spavento di quello si misse a muggiare et a scorrer di tal sorte
per la gente ch' era su la piazza, che con gran risa d' ognuno
ffe sgombrarla tutta. dapoi questo si mostro un grandissimo
Hercole su la bocca d' un horrendo inferno, il quäle domava
un smisurato mostro, che di continuo gettava fuoco, dal quäle
subito sorti un Cerbero, il quäle anch' egli dalle bocche et orec-
chie gettava fuoco, che dapoi tutti rimasero da Hercole vinti
et superati, et con questo solenne spasso si fece fine.
Jan. 23. L' altra sera il cardinale, il quäle mai si trovava stanco
d' honorar secondo il suo costume ogni sorte di prencipi, massi-
mamente questo cosi grande, con tanti altri ch' all' hora si ri-
trovavano alla presenza sua, f^ ordinär un bellissimo combatti-
mento alla sbarra, a picea e stocco, gli mantenitori del quäle
furono tre illustri e ben nominati signori Bresciani, splendor a
tempi nostri di quella honorata patria, Gio. Battista Gavardo,
Marc' Antonio et Lucca Calini, gli quali con bella mostra et
honorata livrea comparsero in campagna; gli venturieri furono
molti con belle et variate livree. dopo finito con grandissima
meraviglia d' ognuno si f^ una bellissima festa alla Tedesca et
Italiana, dove ballö il re con tutti quelli honorati prencipi, il
79
quäle cominciava a domesticarsi e tener il brindice con il duca
Mauritio et altri prencipi a suasione dei cardinale et di lettere
di Cesare, essortandolo a sapersi intratener con i prencipi
Qermani.
Finito con questi si solenni spassi tutto il niese di genaro,
il re, desideroso di ritrovarsi in Fiandra, dove dal genitor suo
Carlo Quinto era aspettato nella cittk di Brusello con grandis-
simi et magni preparamenti di feste, giostre e triorafi, che da-
poi si haveva da conferire insieme gli alti et importanti secreti
loro, con molte cerimoniose parole et grate Offerte da 1' una e
r altra parte si part\ con 1' honorata sua corte dal cardinale, et
gionto a Berselle^ con inünita letitia fu ricevuto dal padre e
dalla citta, la quäle non inancö di honorarlo et riverirlo con
detti et altri spassi.
Dopo la partita del re detto da Trento fu datto principio
al sacro conciiio in detta cittk, alla guardia del quäle fu eletto
capitano il conte Silvio di Porcia, come per le sue qaalitä ha-
bilissimo a tale et si degno ufficio.
Desideroso il duca Mauritio di haver una musica Italiana,
ne pregö il cardinal di Trento che di questo lo volesse favo-
rire. il quäl fatta una elettione di sei della sua propria gl' ene
ffe benigno dono.* et avanti che tornasse in Germania, volse
veder una parte de 1' Italia, e partito con il cardinale d' Augusta
piegö il Camino verso Venetia, e gionti che furono in quelia
inclita cittk cosi mezzi incogniti, furono da quelli incliti signori
subito discoperti, dai quali con ogni sorte di cortesie furono et
in quelia et altre citta, dove per il dominio suo passarono, hono-
ratamente ricevuti et riveriti. stati a Mantoa, Milano et altre
citta di Lombardia con grandissima sodisfattione delle cortesie
in quelle ricevute, fecero ritomo a Trento. et ivi firmatisi alcuni
giomi nel principio de marzo seguitorono il lor Camino verso ii»rx.
Germania, et passata la bella valle rigata dal fiume Adice, di
terre, castelli et vigne copiosissima, gionsero a Bolzano,' cittk
con molte hosterie per il grandissimo trafico di tre fiere che vi
si fanno a 1' anno, cosi de Italiani come Tedeschi. et torgen-
dosi per un' altra valle piü stretta, per la quäle con strepitoso
» D. i. BrQMel (oben Brusello).
* Unter diesen sechs Musikern befand sich auch unser Autor, s. die Ein-
leitung (8. 11).
• Bozen.
80
corso descende il fiume, passo il colmo, dove h im bellissiino
palaggio imperiale/ et la Chiusa, Persanone cittk episcopale,
Sterzen et il Prenec,^ dal quäl luoco descendono doi piccioli
rivi, uno volto verso Germania et 1' altro verso Italia,^ e creddo
che qui sia il piü alto luoco di detto viaggio. passato Leur,
dove in una stretta valle h una bellissima tavola di bronzo da
cerca doi brazza in ogni banda, benissimo nel sasso incastrata
sotto a una ferrata, nel proprio loco, dove le due corone altis-
sime Carlo Quinto et Ferdinande il fratello con infiniti abbra-
ciamenti s' incontrorono, che per molti anni inanci non s' erano
ancor visti, nella quäle per eterna memoria era scolpito nel
medemo luoco, dove s' incontrorono con le due grosse compagnie
et le due Maesta agiontesi per mano ritratto dalla vera finoso-
mia loro a meggio rilevo, con questa memoria sotto, sicome fin
al dl d' hoggi si puö chi vuol vedere:*
jimperatori Caesari Carole V. P. F. Aug. ex Hispaniis Italiaque
susceptis imperialibus coronis advenienti; et Ferdinande Hun-
gariae Boemiaeque regi e Pannoniis occurrenti, optimis princi-
pibus ad perpetuam publicae laetitiae memoriam, quod fratres
ante annos VIII digressi summis inter mortales honoribus, re-
gnis, triumphis aucti hoc in loco salvi sospitesque convenerunt
anno salutis MDXXX.
Frid. Franciscus a Monte Niveo Stenaci
praefectus mandato regio
fieri curavit.'
^ Die Trostburg oberhalb Waidbruck?
* Klausen, Brixen, Sterzing, Brenner.
' Die dem Inn zuströmende Sill und der Eisack, Nebenfluß der Etsch.
* Besozzos Angaben hier sind ebenso zutreffend, wie er die Inschrift mit
Ausnahme von ein paar unwesentlichen Abweichungen, die wohl auf
Rechnung des Abschreibers kommen, genau kopiert hat. Der Ort der
Zusammenkunft war der Paß Lueg, ungefähr zwei Gehstunden nördlich
von Innsbruck. Das Monument selbst, welches bis etwa vor tiO Jahren an
jener Stelle sich befand, ist seitdem verschwunden, ohne daß man weiß,
wohin es gebracht und auf wessen Anweisung oder bei welchem Anlasse
es entfernt wurde. Eine Abbildung findet sich in Bodenehrs ,Curioses
Staats- und Kriegstheatrum dermahliger Begebenheiten in Tyrol'; hier liest
man auch die Inschrift; außerdem findet sich letztere mitgeteilt in dem
Werke des tirolischen Historikers Staffier: »Tirol und Vorarlberg, Inns-
bruck 1842', I, S. 970. — Ich verdanke diese Angaben der freundlichen
Mitteilung des Vorstandes des k. k. Statthaltereiarchivs zu Innsbruck
Herrn Prof. Dr. Michael Mayr.
81
Passato Stena, Motra gionse in Sprue,* cittk metropolitana
nobile et molto bella, posüi in una bellissima et spatiosa cam-
pagna, pur con le sponde d' aitissimi et horridi monti non mai
di neve privi, per mezzo la quäle passa il iiume Eno rigando
le mura di detta eitth. qui per la vaghezza et amenitä cosi de
giardini come de palaggi, che quasi tutti sono depinti et messi
a oro, la piü parte del tempo demorano le regine figliole' di
Ferdinand© all' hora re de Romani. de qui ancor passano quasi
tutti gli principi et mercanti che negotiano per tutta Germania,
Fiandra, Hongaria et Italia. di faori di detta cittji h fondata
una bellissima chiesa, dove sono tutte le imagini de prencipi
di casa d'Austria di bronzo cavate dal proprio naturale.' ivi
con amorevoli parole et grate Offerte si licentio il cardiuale dal
duca et presa la via d'Augusta a man manca cavalco in detta
banda. et Mauritio si torse drieto il fiume et passö Hala, nella
quäl cittk si fa bianchissimo sale d' un' aqua mirabilmente per
certi canali dagl' aitissimi monti condotta. poi passö Sboz* citta
ben populata, dove si cava gran quantitk di argento et rame;
poi passo Rotembbergo e Copstan,^ dismontato a Bosserborgo,*'
cittk bellissima del duca di Bavera, quasi tutta cinta dal fiume
Eno. passö ancora Enaspergo^ monastiero di grande entrata et
di puoca charitä, che essendo obligati per la lontananza de
loggiamenti ad albergar ogni passaggiere, gli pascono con uno
vade in pace! non si cavalco molto che intrato in un grandis-
simo bosco* si vide piü di 500 tra caprioli e cervi. passato
quello con una bellissima campagna da frunienti gionse alla
bella citta di Monaco sopra il fiume Iser, della quäle in altro
luoco ne farö mentione.' desideroso il duca Mauritio di veder
Ingolstadio con il sito degli esserciti Cesarei et Protestanti, **
' Steinacb, Matrei, Innsbruck.
* Vgl. anten.
' Ob die Prämonstratenserabtei Wüten, eine Viertelstunde vor Innsbruck,
nach dem Berge Isel zu, gemeint ist?
* Schwaz am Inn.
' Rattenberg und Kufetein.
* Wasserburg zwischen Rosenheim und Mahldorf am Inn.
' Ebersberg.
* Der Ebersberger Forst.
* Vgl. den Schluß des ganzen Werkes.
" Nämlich während des Herbstes 154«, wo sich die beiden Heere hier
längere Zeit gegenübergelegen hatten.
Fontes. I.Abt. Bd IX. r.
82
si volse in quelle parti et passato Pruc, FaflPenoffcn^ com . . . .^
gionse a detta fortissima citta, la quäle e cinta di due fosse,
tra le quali h uno bastione tanto alto che cuopre non tanto tutte
le case di dentro, ma anco tutta la muraglia, di sorte che non
si scuopre altro che la cima delle spessissime torri. sono gli
baloardi di fuori e di dentro spessi e ben forniti d' artegliaria
grossa e minuta et le porte da simili molto ben guardate oltra
li portoni, sarasinesche ^ con tre et quatro ponti levatori per
una. dalla banda del Danubio ha doi grossissimi baloardi et
bastioni alle teste col fortissimo castello ben fornito d' artegliaria
e monitione. dalla banda dove erano gli essersiti, h la chiesa
della Madonna* con due fortissime torri, sopra le quali e una
colubrina^ per daneggiar molto forte il campo de nemici; nella
quäle ** sono alcuni depositi dei piü famosi che morsero in detta
cittk et impresa con li epitafii del nome loro, in questo modo:
Hie Malspina jacet Latie Constantius ore
Nobile qua florent Ascula rura decus:'^
Hie ductor peditum pugnans constanter in hostem
Caesaris et fidei fortiter occubuit.
Virtutis merito socii monumenta locarunt
A patria propere quae potuere procul.
Molliter hoc Jani Thomae tegit ossa sepulcrum
Ascula bizarrum quem sua terra vocat. ^
' Unterbruck an der Amber; Pfaffenhofen an der Um.
^ Kleine Lücke in der Handschrift.
« D. i. Fallgatter.
■* Die gotische Frauenkirche, ein Bau des 15. Jahrhunderts, in der unter
anderen Johann Eck begraben liegt.
^ Geschütz (Feldschlange).
® Nämlich in der Kirche.
' Ein marchio a Malaspina, der bei Marxheim Ende September 1546 ver-
wundet wurde, kann wohl hier nicht gemeint sein, da er Reiterführer
war (DrufFel, Viglius von Zuichem, S. 261). Aus Ascoli waren anderer-
seits mehrere der Hauptleute des päpstlichen Fußvolkes (vgl. unten); so
ein Costantino d'Ascoli, der — laut Nuntiaturberichte aus Deutschland,
Bd. 9, S. 219 — bei Ingolstadt am 28. August 1646 fiel; aber war er ein
Malaspina?
* Wohl Tommaso von Ascoli, der ebenfalls am 28. August 1546 fiel. Nnn-
tiaturbericlite a. a. O.
83
Non minus hie virtiite fuit quam sanguine clarus,
Cum vixit patriae gloria magna suae.
Pro Carolo fortis peditum sie principe ductor
Dimicat ut vitam negligat ille suam.
Dum Petrus Laurentius a cognomine Cornix*
Pro Carolo pugnat, victus ab hoste cadit:
Ilic generisque fuit clari ductorque cohortis,
Quem genuit prestans Ascula terra virum.
Huic tumulo socii mandarunt ossa deoque
Permittunt animam vivere Christe tibi!
Eravi quello del signor Gioanni Nicello Piacentino con-
duttore de cavaUeggieri' et dil capitano Hercole Laneino, fa-
mosissimo Perugino d' eta, d' anni 29:^ Allessandro da Rimine
di 18 anni et Hercole Bornato, tutti uccisi nel principio di set-
tembre 1546.*
Visto ogni cosa si parti da detta cittä et passato Chipel-
borgo Tolmazii Ilpulstan^ ti'a fultissimi boschi gionse a Norem-
bergo, cittk metropolitana, grande, bella et ben populata, no-
bile, ricca, mercantesca et di grandissimi trafichi, cinta di due
grosse et alte mura di durissima pietra rossa e con un bellis-
simo e forte castello di simil pietra. le strade sono spatiose et
ben salegate^ et sempre si tengono monde in quäl si voglia
luoco. i palazzi sono universalmente belli, grandi et con suoi
fonteghi e boteghe piene d' ogni sorte di mercantie, nelle quali
* Nicht nachweisbar.
' Johannes Nicelius Placentinos, Befehlshaber von 50 Reitern, wird von
Dmffel a. a. O., S. 264 (nach Mameranns) erwähnt; vgl. Nuntiatarberichte
a. a. O., S. 263, wo er noch am 25. September als lebend erwähnt wird;
wann er gefallen ist, läßt sich nicht ersehen.
' Nach den Nuntiaturberichten a. a. O., S. 226, Anm. 1, fällt er am 1. Sep-
tember vor Ingolstadt in einem verlustvollen Gefecht. Er heißt dort
Lantino da Perugia.
* Alessandro da Rimini und Ercole Bornati kann ich nicht nachweisen;
sie gehörten wohl nicht zu den FQhrem.
' Die Reise ging direkt nördlich zur Altmühl, die bei Kipfenberg (Chipel-
borgo) erreicht wurde, dann diesen Floß und die Schwarzach aufwärts
— über Thalmässing (Tolmazi), hierauf Ober Uilpoltstein (Ilpulstan) zur
Rednitz.
' Soviel als selciate.
6*
84
si negotiano ogni di da mercanti cosi di Levante come di tutta
Europa per la commoditk del fiume Peglinczo, che per mezzo
gli passa sotto a molti ponti, che col lento corso va a imbos-
carsi col fiume Menuo, puoco piü oltre a Pambergo, et quel
rigando quietamente la Franconia divide la parte alta di Ger-
mania et la bassa. va a finir il dolce corso col nome suo nel
fiume Reno a 1' incontro di Magontia, che poi passando per la
Fiandra va piacevolmente et hello a far sua foce nel mar
Oceano, per il quäle vengono le navi di Calicut et altri paesi.
März25. Qui^ il dl della Annuntiata andö al tempio,^ nel quäle e
un bellissimo organo, nel quäle si sentono voci d' ocellini, tam-
borrij störte, treversi, tromboni et altri molti registri, che ren-
devano miracoloso et dilettevole sentire. su la piazza h una
mirabile fontana, tutta di pietra intagliata con molte figure grandi
dal naturale messe a oro con 1' insegne in mano di potentati
imperiali, tra le quali v' h ancor quella del ducato di Milano,
con molte bocche, che abondantemente spargano 1' aqua in un
gran vaso atorniato da una bellissima ferrata dorata, che ri-
guarda il detto vaso che non si possi pigliar aqua, salvo che
per alcuni canaletti di rame, che comodamente si pongono a
dette bocche tanto che la detta aqua si piglia, che levatili via
r aqua ritorna nel vaso suo.
Lasciato Norembergo passo Erlang Hauzez^ Forichen et
gionse a Bamberg, citta episcopale et molto bella et abondante,
per la quäle passa il fiume Peghniz. il vescovo di questa citta
h ancor signor in temporale et ha cittk et altri luoghi sotto a
suo dominio, che gli danno di rendita a 1' anno trenta mila to-
leri. passato il fiume Meno et intrato nella Toringia passo Albrun,^
* Vgl. mit diesen Angaben über Nürnberg die ausführliche Schilderung,
die gerade zwei Jahre vor Besozzos Aufenthalt dort ein anderer Italiener,
nämlich der Modenese Girolamo Faleti, uns gegeben hat, da er die Stadt
mit dem Kaiser im Frühling 1547 betrat. Der Bericht ist von mir kürz-
lich im 15. Hefte der ,Mitteilungen des Vereines für Geschichte der Stadt
Nürnberg' veröffentlicht worden.
* Die Frauenkirche am Markte.
^ Hausen, wenig südlich von Forchheim.
* Ob unter Albrun (zu lesen: Ahurn?) das Lustsclilob Ahorn unweit (süd-
lich) Coburg zu verstehen ist? Weiter folgen dann Neustadt, Judenbach,
Gräfenthal u. s. w., die indes insgesamt nicht an der Saale liegen; dieser
Fluß wurde erst viel nördlicher erreicht. — Baisenfeltz ist Weißenfels,
Lutzel ist Lützen.
85
Coburg, fitth del duea Giovanni Federico, Neustat sul fiuuie
Sala, Judembac, Greffentol, Cale, Jene, Naumborg, tutte
sul detto fiume, Baisenfeltz, Lutzel. et il primo di d' aprile April i.
i^ionse a Laipizic, citta ehe divide la Turingia dalla Misna,
bella, grande e ben populata con bellissimi palazzi e grandis-
sirae hosterie e tante che capiscono per cinque milla cavalli; et
luolto ricca per tre fiere che ivi si fanno al' anno, tanto grosse
che si Cava di detta fiera trecento milla tolleri al' anno di ga-
belle. et per la commoditk dei loggiamenti, perch^ dette hosterie
non sarebero capaci a tanta moltitudine, che ivi concorre, h le-
eito a ognuno ad allogiar. qui sono raolte staraparie e tredeci
collegii di studio; la piü parte e della sacra scrittura. questa
cittk al tempo che Giovanni Federico abandono 1' impresa de
Ingelstado per tornar a raquistar il paese suo, che ogni di gli
occupava il duca Mauritio, fu assediata et abbatuta da lui con
infinite canonate, di sorte che fece nel castello una spianata di
forsi quaranta passa ; ma dapoi non osö a dargli 1' assalto per
il timore de Cesariani, che gli seguivano dietro a la coda. ^ or-
dinato qui alcune cose per esser questa una delle piü impor-
tanti del suo novo stado,' si parti et passato ch' hebbe Eilem-
borgo sul fiurae Mulda gionse a Ferga,' citta assai grande posta
SU la riva del fiume Albio, hereditaria del duca Mauritio, usur-
patagli dal detto duca suo zio al tempo de 1' amministratione
sua, con un bellissimo palaggio quasi in fortezza, adomo di
bellissimi luoghi et vaghissime torri, su le quali ascender si puo
con le carette fino alla cuba. su la cima di una di quelle h un
pomo tanto grande che capisce una tavola per otto persone, con
la commoditk di far ascender il vino dalla cantina lin su la ta-
vola.* questa era la piü confederata cittä del duca Giovanni
' Zu der Tergebliclien Belagerang von Leipzig durch Jobann Friedrich im
Januar 1547 vgl. Voig^, Moritz von Sachsen 1541 — 1647, S. 271; s. auch
Nuntiaturberichte Abt. I, Bd. IX, S. 474 nebst Anm. 1.
' Es bedarf nicht der Bemerkung, daß Leipzig zum väterlichen Erbe
Moritz' gehörte; auch im folgenden ist unser Autor schlecht unterrichtet,
wenn er andererseits annimmt, daß Torgau ursprünglich Moritz gehört
habe.
» So! statt Torgau.
* Infra 1' altre commoditji (des Torgauer Palastes des Kurfürsten Johann
Friedrieb) v' i una stufa capacissima et bella, nello cui mezzo ö posta una
sede ricchissima acanto a certo occbio di pietra mista nel pavimento
86
et piü devotta di Martin Liithero. nel quäl palazzo fece far una
bellissima chiesiola adorna di bellissime pitture del vecchio e
novo testamento con un solo altare, sicome s' usa per tutta la
Sassonia et paese luterano, per celebrar la messa al tempo delle
dominiche et feste da loro osservate per tutto 1' anno, che sono
la circoncisione [Januar 1], 1' epifania [Januar 6], la purifica-
tione della Madonna [Februar 2], la Nontiata [März 25], la
pasca con le seguenti feste, 1' ascensione, la penthecoste con le
due feste, santo Giovanni Battista [Juni 24], la visitatione della
Madonna [Juli 2], la Madalena [Juli 13], s. Michele [Septem-
ber 29], la nativita del nostro Signor [Dezember 25], santo
Stefano [Dezember 26], san Giovanni Evangelista [Dezember 27]:
la quäl messa per tutto il detto paese basso cantano alla Ro-
mana, replicando 1' epistola et 1' evangelio in pülpito in sua
lingua, dopo che s' h cantato a 1' altare, et il credo dopo can-
tato similmente in suo idioma lo replicano, dopo li quali si
predica. finita quella et detto il prefatio con incredibil riverenza
si consagra ad alta voce senza perö levar il sacramento, che
poi al tempo del ricever si vanno a communicarsi sub utraque
spetie, confessati perö prima a Dio et al sacerdote, confessione
perö generale, celebrasi anchora in dette chiese inanci a 1' al-
tare il matrimonio con grandissima riverenza et devotione alla
presenza de parenti, amici cosi di donne et vergini come
d' huomini et giovini, dai quali con bei ordine sono a dette
chiese accompagnati. hör tornando al primo parlare: alla banda
dritta del detto altare era 1' immagine scolpita del duca Gio-
anni con questa impresa sopra la testa: V. D. M. I. JE., che vuol
significar: verbum over veritas domini manet in aeternum.^ tro-
vasi questo titolo scritto per tutta la Sassonia et gran parte di
Germania, a presso a questa figura v' e ancor quella di Martin
Lutero con un crocifisso in meggia a un cuore aperto et un
d' esso, il quäle risponde in una cantina profonda, in uno vaso della
quäle sempre pleno di vino pretioso et fresco stA certa congegnata, di
Sorte che quando il duca batteva al pavimento col piede, la fiasca ve-
niva per quell' occhio con facilitä et presteza. So schildert der Floren-
tiner Concino, der nach der Schlacht bei Mühlberg im Gefolge Karls V.
Torgau betrat, den Palast Johann Friedrichs und jene sinnreiche Auf-
zugsvorrichtung. Nuntiaturberichte aus Deutschland, Abt. I, Bd. X, S. 679.
* Bekanntlich der Wahlspruch der Evangelischen .schon auf dem Spcirer
Reichstage von 1626.
87
spirito Santo sopra le teste ad ambe due. di sotto poi di dette
Hgure v' e una bellissima et ampla tavola di lucidi:>sima pietra
nera posta nella pariete con questi versi in lettere di latone
adorate/ dentro intarsiate:
Extructum est hoc templum anno 1544 ab illastrissimo
principe Joanne Federico electore, duce Saxoniae,
landgravio Turingiae, marchione Misnae
et burgravio Magdeburgensi etc.
Qua Deus aeternae uobis dat gaudia vitae,
Vidt Evaugelii vox ut ubique sonet,
Ac hominum mandat caetus in templa vocari,
Addant ut studiis vota ibi vera piis.
Joannes ideo princeps Federicus, ab alto
Nobile Saxonico sanguine stemma trahens,
Possit ut hie etiam Christi doctrina doceri,
Hoc templum patria jussit in urbe strui.
lam quia Saxonica Deus editione renasci
De nato voluit dogmata vera suo,
Prima Deo hie posita est puris affectibus aedes,
Omnia quae merito vincere templa potest.
Quotquot adhuc etenim vel totus continet orbis,
Auspiciis papae structa fuere malis:
Degener hoc nunquam doctrinae posuit usus
Utque novum est, pura hie pietate viget.
Primus vera docens habito hie sermone Luterus
Principium a Christi dogmate dulce dedit.
Laus tibi, summe decns, tibi sit gratia, princeps,
Qui non^ intrepide quod jubet ille facis!
Sit tna, Christe, tibi jugis^ ecclesia cara,*
Quae tremit in medio seu vaga cymba freto.
Da pacem, defende tuos, tibi semper ut omnis
Posteritas laudes hie et ubique canat!
Non contentandosi di questo solamente in calonniar la santa
chiesa Romana havea fatta depinger in una saletta un spatioso
' Vergoldete Blecbbnchstaben (1*^^> Uttone = Blech).
* So? Dem Sinne nach müßte non fehlen.
* Augenscheinlich falsch; wie ist su lesen?
* Hs. carae.
88
fregio con molti prelati et raonaci in una selva cacciati fuori
per una campagna verso a un inferno da molte vilanelle con
forche e rastelli. da 1' altra parte erano monache che con di-
vers! e dishonesti atti erano cacciate a detto inferno da molti
veltri.^ nella quäl sala un giorno magnando Carlo quinto dopo
la memorabile e gloriosa vittoria del detto aquisto et mirando
questa sua vituperosa inventione sorrise alquanto con animo
sdegnato, e tanto piü ch' havendo Torghesi ricevute molte offese
da Spagnoli si nell' honore delle mogli e figliuole loro, come
ancor che per dispreggio pigliavano alcuni pani grandi et in-
cavandoli in mezzo scargavano dentro il corpo : occorrendo poi
un giorno alcuni barcaroli Torghesi condur una barcata de
Spagnoli a Vittembergo, desiderosi per i tanti stracii ricevuti di
far Vendetta fecero con ingegno fondar la barca con gli Spa-
gnoli^ et loro si salvorono. inteso questo Sua Maesta determino
di far abruggiar la detta cittk; ma i preghi del duca Mauritio
furono di tanta auttoritä apresso a Carlo che perdono a detta citta.
Molti credono che Sassoni et altri paesi bassi siano di una
medema opinione con quelli di Suetia et paesi alti; nondimeno sono
in cose assai diversi per quelle che si pu6 comprendere, massime
nella celebratione della messa et altri divini officii, perche Lu-
therani cantano la messa cerimoniosamente con suoi paramenti
tutte le dominiche et feste, come ho su detto, et con quella
Sorte di confessarsi et communicarsi con le hostie picciole et
calici come anco s' usa alla Romana, et cosi ogni di dicono il
vespro con le cerimonie dell' organo, le chiese depinte, cosa
che non fanno le parti alte verso Italia, che sono due sette,
cio^ Calvina e Lutherana,^ una puoco buona et 1' altra peggiore.
ma nel ministrar giustitia e raggione sono molto ben conformi,
et cosi alle opere pie, come nel mantener scole, coUeggi, hospi-
tali et far elemosine. fanno raggion summaria con un puoco
d' un scritto o testimonia senza spesa de litiganti. non astrin-
^ Bluthunde.
' Am 28. April (vier Tage nach der Schlacht von Mühlberg) kam der
Kaiser nach Torgan per vedere el palazo del duca prigione, il quäle ö
di si mirabil struttura, oltre &V essere ripieno di pitture et ornameuti
singulari, che ugni uno resta admirato. So erzählt der schon oben an-
geführte Augenzeuge, der florentinische Sekretär Bartolommeo Concino,
am genannten Orte.
' Soll wohl heißen: Zwingliaua?
89
crono alcuno alia preggione se non ha ii modo di pagare, et
havendo beni, li fanno pagar sopra quelli. cerca alla giustitia
sono severi et agli tormenti, per haver la confession del reo,
usano alcune picciole serrature con alcuni feracioli a modo d' un
rastellino discosti cerca un dito 1' uno da 1' altro; tra gli quali
fanno cacciar i deti della mano eecetto il police, et con una
vida gli vanno stringendo con la costa di qaelli tanto che quasi
e impossibile a soportar una minima parte di quel dolore, altri
distendono sopra una scala et con un torchiello tanto li stirano
che gli dislongano le giontnre dal luoco suo. danno gli ancora
il fuoco con le candele accese nel modo dove confina '1 braccio
con la spalla. dapoi convinto il reo lo conducono in palazzo,
dove sono congregati gli senatori et il giudice et borgomastro
et ivi lo fanno venir inanzi al tribunale facendolo rattificar ciö
che per inanti ha confessato, et con molte cerimoniose parole
gli fanno dir dal cancelieri, se han raggion alcuna da diffendersi,
che la dica, che non trovando scusa buona lo consegnano nelle
mani del ministro,^ nonciandogli di che morte lo debba far morire.
Intervennero alcune rare et memorabili giustitie nel tempo
ch' io fui apresso al duca Mauritio; tra le quali una fu questa,
che havendo alcuni cittadini di Madeborgo preso un Giudeo et
condutolo a un' hosteria per farh far talia, gionti al' hosteria co-
mincio forte a gridar, a tale che il populo, sicome in simile
occasione e per costume et per leggi h obligato. saltö in arme,
et de quattordeci ch' erano ne presero sette col capo loro et
condottili alla citta et confessato il delitto con la scusatione
d' esser stati condotti incautamente dal capo loro, il quäle
anch' egli verificava l' innocentia sua, nondimeno nh per questo
n^ per alcune meretrici, che gli dimandavano in gratia per loro
mariti, non potero schivar che non gli fusse a tutti con la spada
gettata la testa via dal busto. un' altra fu che havendo un fa-
miglio amazzato nel letto il padron suo, che dormiva, il quäle
anch' egli era mercante hebreo, e toltoli da 300 toleri, se ne
fngi lontano da cerca a 70 miglia. ma perche assassini o ladri
et altri simili malfattori non puono esser sicuri in tutta la Ger-
mania, et meno vogUono che quella sia ricetto di gente trista
ne le chiese, come Christo dice, spelonca de ladroni, fu gli
mandate lettere drieto con il contrasegno della persona et vesti-
* D. i. des tkbarfrichten.
90
menta sua. et conosciutolo fu preso et conduttolo a Dresen,
dove havea fatto il male, et dopo confessato il delitto lo con-
dussero sopra un solaro^ in meggio alla piazza et spogliatolo
nudo lo distesero sopra quello et alargandoli le gambe et le
braccia a modo di croce lo ligorono per le maiii et piedi a
quatro anella in quello fissi. et perch^ la piazza era tutta piena
di gente et le finestre di donne, tra quali segli trovava ancora
la duchessa di Sassonia con molta nobilta di donne, gli tagliorno
via il membro. et dapoi scopertolo 1' apersero tanto che il mi-
nistro potesse cacciar dentro la mano, con la quäle li estirpö il
cuore fuor del petto, et con quello li percosse cinque volte la
faccia, dicendogli; questo e quello che ti ha condotto a far
tanto male, il quäle giustitiato bench^ gli fusse cavato il cuore,
vivendo ancora torgeva la testa hör da una, hör da V altra
banda. et dapoi fattolo in quarti lo posero in quatro luoghi fuori
della citta a esempio d' altri simili. quest' altra fu che havendo
una bellissima giovinetta partorito un figliuolino, poi volendo
occultar T error suo lo affogö et sotteroUo. venuto tal delitto in
luce fu condotta costantissimamente sopra al ponte del fiume
Albio et ivi in compagnia d' un cane, d' un gatto, una simia et
una vippera fu posta in un sacco et gettata nel detto fiume
secondo 1' antico costume delli parricidi, assomiliandola per il
cane che nascendo cieco non conosce il sangue suo et puoco
di quello si cura; per il gatto esser animale süperb o e lusu-
rioso; per la simia, perche ha forma humana et 1' opere sue
sono bestiali; per la vippera, che nel coito uccide il maschio et
gli figliuoli nascendogli dai fianchi uccidono lei.
Havendo uno Boemo abruggiato un stallo con mortalita di
gente et animah, fu preso et ligato a una colonna in mezzo alla
piazza con una catena tanto longa che si scostava tre passa da
quella dove terminava il fuoco, il quäle a modo d' una siepe lo
circondava a torno, e cosi a puoco a puoco cocendosi correva
hör qua hör Ik, hora gettandosi a terra, hora levandosi in piede
con grandissime strida. da li a un' hora e mezza non potendo
piü sostenersi in piede si lascio cadere, che in puoco spatio
dapoi tutto ritratto e rostito se ne mori.
Fu anco imputato a un giovane d' haversi mescolato con
la sorella. per il quäl peccato confessando dovea esser sotterrato
* Soviel als solajo, Brettergerüst, Podium.
m
vivo cinqiie brazza sotto terra con un canone in bocca di rame,
per il quäle potessc respirar di sopra. et un palo con una ponta
acuta sopra la parte del cuore, che parendo alia giustitia di
farlo morire con quello gli havrebbero penetrato '1 cuore. il
quäle stando costante ai tormenti fu da quella horrenda morte
liberato.
Le citta di questa parte di Sassonia et paesi vicini sono
governati da plebei et 11 gentil' huomini attendono alla civilta.
gl' huomini attendono a le arti manuali, nelie quali massime
in legno et in ferro sono ingeuiosissimi, et questo procede che
uno non puo esser maestro in quäl si voglia arte, se prima
non fa qualche nuova inventione nella profession sua, che sia
lodata. le donne poi vendono et comprano et attendono ai ne-
gotii di casa; U vestir delle quali e molto humile et honesto, e
portano li busti suoi chiusi tin sotto il mento, et alle volte con
sotilissimi veli si cuoprono buona parte della faccia, e la bellezza
sua non consiste in alti'o che nella natural candidezza delle loro
cami et di loro biondi capilli. sonovi ancora altri bellissimi in-
gegni nelle fabriche di levar un sasso et ogni gran peso con
una gran rota, la quäle volgendosi un putino sarä sufficiente di
condur tal peso nel luoco suo o dove s' ha da ponere. hauno un
ordigno, col quäle doi soli huomini agevolmente cargaranno e
scargaranno un legno, di quäl grandezza si sia, sopra le
ruote d' un carro, et con un' altro ingegno levaranno un carro
carico levando via le ruote e tornandoglieli a sua commodita.
adoprano nel tagliar le biade una falce da herba tanto ben ac-
comodata con alcune bacchettine drieto alla costa di quella, che
raccolgono le spiche cosi ben unite che pur una sola non ne va
di male, et tanto opra una di queste come sei de 1' altrc
picciole.
Questo paese e assai hello, raa patisce assai de frutti per
il gran freddo, che longo tempo dura, salvo che de frumenti
orzo, segala et vena.^ fa assai pomi, pere, brogni,* noci et qual-
che puoco di vino drieto al fiume Albio solamente nella Misnia,
ma alquanto zerbetto' et gli frutti di puoco sapore. e dove
manca il vino, sopplisse la cervosa, la quäle si fa di lavertigi*
' D. i. avena (Hafer).
' D. i. prugne (Pflaomen).
' Soviel als acerbetto, säuerlich, etwas herb.
« = tuffoli (Hopfen)?
et d' orzo; e dovc manca 1' olio, soplisse il botiro, come all' op-
posito si fa nella Spagna. di pane, cervosa, carne, legne et qual-
che frutti vi e bonissima conditione; il pesce si vende vivo, di
rane, lumache ^ gli sono stomacose r\h possono sentir 1' odor de
r aglio, del vivere, del vestire pomposo et delle creanze sono
assai inferiori a 1' Italia. —
Havendo il duca Mauritio dato alchuni ordini al suo no-
vello paese, parsegli d' andar a visitar il re de Romani^ e tolto
1549 seco 400 gentilhuomini, 12 paggi et 12 trombetti a 21 di maggio
Mai 21. 1549 si parti da detta citta e con bella ordinanza, sicome Ger-
mani sempre costumano di cavalcar a tre per fila, passö Colau,
Oitzutz ^ e gionse a Maisen, cittk episcopale et principale della
Misnia, sopra al fiume Albo, nella quäle e un bellissimo vesco-
vato con alcuni frati dentro et un convento di raonache, i quali
il duca Georgio, avo di questi, catholichissimo reservö al tempo
che la religione fu da Martin Luthero dissipata, finch^ vivevano,
in habito perö sacerdotale, che dapoi la morte loro fusse poi
finita la regola sua.
Dapoi stato ivi doi giorni gionse a Dresen, cittk bella et
allegra cosi di palazzi come ancor di contrate, per le quali corre
continuamente un rivo che sempre le tien purgate e monde. il
fiume Albo la divide in due cittk, la maggiore, dove il duca fa
sua residenza, e cittk vecchia, 1' altra cittk picciola. da le quali
si va per un belHssirao ponte di pietra di 18 grandissimi archi,
che si stendono 800 cubiti.* da qui cavalcö a Pierna sopra detto
fiume con un castel a 1' altro, ultima cittk della Misna, et intrato
nei monti Boemi seguendo drieto al fiume s' incontrö nei signori
* Noch gegenwärtig gelten Schnecken (lumache) und Froschschenkel den
Italienern als große Delikatessen; ebenso ist in Italien der Gebrauch von
Knoblauch (aglio) sehr verbreitet.
* Über diesen Besuch Moritz' in Pi'ag, der natürlich politische Ziele ver-
folgte, vgl. Ißleib, Magdeburg und Moritz von Sachsen bis zur Belage-
rung der Stadt (September 1560) in Neues Archiv f. Sachs. Geschichte,
Bd. 4 (1883), S. 300 f. Ißleib erwähnt, daß die Unterhandlungen sehr ge-
heim gehalten werden sollten und daß deshalb Moritz nur von wenigen
Vertrauten begleitet gewesen sei; gleichwohl ist nach Besozzis detail-
lierter Schilderung nicht zu bezweifeln, daß er die Reise mitgemacht hat.
' Oschatz; Colau ist wohl Zschöllau, unmittelbar vor Oschatz.
* Die Augustusbrücke, die älteste der Eibbrücken Dresdens, die schon im
13. Jahrhundert urkundlich als steinerne erwähnt wird. Gegenwärtig zählt
sie 16 BUgen.
93
Boemi mnndati dal re de Romani per ricever un tanto amico
suo, e con questi passo Ausich, 1 ..aitemeritz, cittk abondante de
vigne, ßodin,' Bolghern et gionto presso a Praga s' ineontro in
Sua Maestii, laquale con grosissüua compagnia d' Alemani Hon-
gari Boemi Spagnoli et Italiani era venuta fuori della cittii per
incontiarlo et riceverlo. laonde essendo Sua Maestii smontata
a\ncinatosi al duca a piedi, il qaale avertito di tanta benignitk
salto da cavallo, senza che gli fusse tenuta la staffa, et andogli
riverentemente ineontro, et ivi con grati saluti s' abbracciorono
et baciornosi et dapoi risaliti a cavallo con infinita letitia et
spasso di quei Hongari, ch' andavano scorrendo per quella spa-
tiosa campagna con suon di molte trombette, entrarono nella
citta et smontorono al real palaggio,' dove con ogni sorte di cor-
tesie et molti spassi fu accarezzato; dove il di glorioso della
ascensione di Nostro Signore fece far nella gran sala del pa- Mai 30.
laggio, la quäle h tutta in volto longa 102 passa et larga 35,
una beUissima giostra de sedici honorati cavalieri, il capo de
quali era V arciduca Ferdinando, con bellissime livree. alla testa
della detta sala era un belüssimo palco, dove Sua Maesta con
molti prencipi et illustre donne sedeva, tenendosi il duca Mau-
ritio, abench^ facesse grandissima resistenza, sempre a banda
destra. qui si pu6 comprendere quanto la gentilezza, bontk e
cortesia regna in quella eccelsa casa d'Austria, che ancorchfe
havesse ricevuto per inanti 1' elettorato da Cesare in ricompensa
del aiuto a loro datto puochi anni inanzi contra al zio et al
socero, mostrava che non si scordava i beneficii ricevuti in hono-
rarlo, riverirlo, ancorch^ fusse suo inferiore; onde per questa
via s' aquista 1' amore et benevolenza de populi et sudditi suoi.
et se un tanto prencipe si mostra grato del ben ricevuto dal
suddito suo, quanto maggiormente lo deve mostrar un servitore
ricevendolo dal suo signore!
Finita questa bellissima giostra e la sontuosa cena, si fece
una bellissima festa. la seguente dominica Sua Maesta fece
far' una grosissima et mirabilissima scaramuccia un miglio fuori
' Badin an der Eger, geuaa sQdlicb tou Leitmeritz, wo Moritz die Elbe
verließ. Bolgberu iat vielleicht Welwarn zwischen Badin and Prag.
' Nämlich die von Karl IV'. begründete Burg aaf dem Hradschin; der im
Text erwähnte Tomiersaal (der sogenannte Wladislawische oder Huldi-
g^ngssaal) ist 68 m lang, 19 m breit nnd 13 m hoch.
94
Juni 2. della cittk alla campagna in un luoco chianiato Belvedere ^ atto
a simili trattenimenti per esser posto tra il fiume Multavia et
una altra colina, laquale h fatta dalla natura in forma di teatro,
6 tänto si Stande che puo capir 20 millia persone. nella quäl
scaramuccia oltre ad altri molti signori v' intervenne 1' arciduca
Ferdinande con 50 cavalieri in bellissiraa et vaghissima livrea,
et il duea Mauritio con altri cinquanta in livrea di casa d'Austria
al' Hongaresca guerniti di penne blanche e rosse; apresso a quali
ve n' erano quatro altre compagnie del medemo numero con
suoi honorati capitani in diverse livree, le quali si divisero tre per
parte con tre millia fanti per banda in bellissima bataglia. et comin-
ciando con tamburri a sfidarsi sorti d' ambe le parti doi corsaletti
con le picche et doi archibuggieri, et s' atacco la scaramuccia, et
secondo che si dava et toleva la carga, si soccorevano hör da
r una, hör da 1' altra parte radopiandosi di volta in volta, et
cosi crescendo con continuo sparar d' artegliaria et datto alle
trombette sorü fuori doi de piü honorati cavalieri, gli quali
anch' egli dando et togliendo la carga s' ingrossorono a tale che
si venne al fatto d' arme, il quäle con grandissimo piacer de
Juni 4. ognuno duro fin alla sera, la sera del martedi seguente si com-
batt^ alla sbarra a piccha e stocco. gli mantenitori furono 1' ar-
ciduca d' Austria et un signore di natione Hongaro giovine et di
gran statura, il quäle con la destra et stanca mano fece prove
mirabili. gli cavalieri erranti erano 120, tutti honorati signori
in diverse et leggiadre livree. il quäl combatimento fu fatto con
mirabil sodisfattione d' ognuno et con 1' intratenimento di dilette-
Juni 6. vole musiche. lo giovedi di sera fu combattuto un bellissimo
castello nella cittk da basso dai proprii cittadini con archibugi
senza balla et le aste senza ferro, et con raggi che continua-
mente si mandavano fuori; et al fine con gran delettatione
Juni 7. d' ognuno fu preso et bruggiato. fatto poi 1' altro giorno una
bellissima scrimia da li gladiatori d' ogni sorte d' arme fecesi
ancor una mirabil moresca con forsi quaranta spadoni non
manco artificiosa che bella: sich^ non manco Sua Maestk di
fargli quelle cortesie e carezze che fusse possibile.
Questa cittk di Praga e la principale del regne di Boemia,
archiepiscopale, et per la grandezza sua ^ divisa in tre regi-
* Dieses noch innerhalb der Umfassungsmauer des Hradschin gelegene
Landhaus hatte Kaiser Ferdinand für seine Gemahlin Anna 1534 im
italienischen Renaissancestile aufführen lassen.
95
menti, tutti cinti dentro da una sol muraglia, la quäle s' apre
dove il fiume Multavia entra et riesce, che dapoi doi niigiia
fuor di quella perdesi col nome nel Hume Albo. il primo regi-
mento si chiama cittk vecchia, posta su la riva del detto iiume
verso Oriente, nella quäle h il palazzo maggiore del consilio con
bellissimo et artiiicioso horologgio/ il quale mostra le höre a
r usanza tcdesca et italiana con li quarti da T un' hora a 1' al-
tra, et con un' altro segno, che si volge solamente una volta a
r anno, dal quäl si puo cognoscere quanti di s' ha del mese et
qunli siano gli suoi segni, con una balla a modo di luna, la
quäl girando ogni 28 di una volta si puo cognoscere se quella
cala 0 cresce et in che quarto si ritrova et quanti di la puo
havere, con altri segni celesti et altre bellissime inventioni.
questa prima cittk h la piü civile et adorna di bei palazzi.
r altra piü volta al mezzo giorno si chiama cittk nova, maggior
assai della prima, le quali sono da una longhissima muraglia
divise. 1' altra cittk h di qua dal fiume verso Oriente, la quale
si chiama cittk minore et h alquanto montuosa et molto allegra,
la quale di tempo in tempo si fa piü bella. et per esser il real
palaz20 in quella, h molto piü habitata dalla corte Cesarea et
Regia et per la commoditk di tali vi si fabricano moderni et
bellissimi palazzi. questa si congionge con cittk vecchia con un
bellissimo et spatioso ponte di 22 archi grandissimi, che si sten-
dono 871 cubito,^ sopra la quale al tempo della notte se gli
fanno diversi delitti. il castello, dove Sua Maestk fa residenza,
e posto al' alto in un vaghissimo sito, che scuopre tutte le
cittk et e grande e capace per tutte le corti di Cesare et figli-
uoH. apresso al quale e un beUissimo giardino con un vaghis-
simo et adornato palazzo. tutte queste cittk sono grandissime,
e testimonio ne fanno le sue beccarie, che oltre che siano di
puoco manco che di 200 boteghe, 1' una vi h ancor la princi-
pale, che h di 424 boteghe.^ la quäl perö non s' usa salvo che
il sabato per la commoditli della moltitudine, che in quella con-
corre in simil giorno; le quali ancor che siano benissimo fornite,
in puoco spatio sono vodate, di Sorte che bisogna che le rimettino;
* Das Rathans an der Westseite des .Großen Ringes'; ein Teil davon mit
dem großen Turme von 1474, an dem sich das im Text beschriebene
Uhrwerk befindet, ist noch vorhanden.
* Die KarlsbrQcke, die heute freilich nur aus 16 BOgen besteht.
' E^ ist natürlich von einem großen Fleischmarkte die Rede.
96
le quali carni bisogna che siano amazzatte et scorticate fuori
della cittk, sicome quasi s' usa per tutta la Germania, salvo se
le beccarie non fussero sopra a qualche fiume.
Quivi si vive alla romana, alla [hussitana]/ ma piü alla
lutherana nel intrinseco suo. gli huomini sono ladri crudeli, salvo
la civiltä. le donne sono belle, piacevoli e vestono civilmente.
il regno e tutto alla pianura, circondato da amenissimi monti-
eelli con bellissime selve et molti frutti con grandissime cain-
pagne di frumenti et altre biade. fa communemente vino et
d' ogni Sorte di carni, pesci et polami abondantissimo. —
Parendo al duca Mauritio tempo di tornar nel paese no-
vellamente da lui ottenuto, del quäle non era ancora ben sicuro
per la devotione che quei populi haveano al loro primo signore,
con grate parole et molte ofFerte prese licenza da Sua Maestk
et figliuoli, invitandola altresi alle caccie et altri spassi del paese
suo; gli quali ^ per esser questo un de singolari suoi apiaceri
molto allegramente accettö V invito. et con questa favorevole
Junis, risposta, che fu a otto di giugno, si parti da Praga^ et accom-
pagnato da una continoa pioggia con rabiosi venti et acutissimi
freddi gionse a Rauntz,* et entrato su la prima via gionse con
miglior tempo a Torga et ivi si temporeggiö, finche hebbe aviso
che Sua Maesta si dovea partir da Praga, dove con quella me-
dema compagnia cavalcö a Xanda,^ viletta posta su la riva del
fiume Albo tra la Misna e la Boemia, nella quäle erano pre-
parate alcune navi belle et depinte insieme con le vele a la
livrea di Sua Maesta et Sassonia, giale et nere, con le quali
andö a incontrar Sua Maestk, che ancor lei veniva per il me-
demo fiume in compagnia delli doi figliuoli arciduchi Ferdinando
e Carletto et il marchese di Brandeborgo, il nontio di Sua
Santitk et* quelle de Venetiani'' con molti altri signori. li quali
* Der Text hat Jauuasana, worin wohl ein Fehler des Abschreibers zu er-
kennen ist, der den Ausdruck des Originals nicht verstand.
* Es ist wohl zu lesen: il quäle, nämlich König Ferdinand.
' Wie der kaiserliche Kommissär Lazarus von Schwendi am 15. Juni dem
Kaiser aus Prag berichtet, hatte Moritz einige Tage vor seiner Ankunft
unter Hinterlassung seines Kates Carlowitz die Heimreise angetreten,
v. Druflfel, Beiträge zur Keichsgeschichte I, Nr. 306 (S. 232).
* Wohl Raudnitz an der Elbe oberhalb Theresienstadt.
^ Schandau.
* Ober diesen seinen Gegenbesuch bei Moritz berichtete König Ferdinand am
21. August aus Prag dem Kaiser: je me suis allä k la chasse vers l'ÖIeoteur
97
tutti entrorono nella nave, dove era il duca MauritiO; et invian-
(losi verso di una caccia preparata su 1' aqua, alla scorta della
quäle era ia duchessa' con molte donzcile et altre illustri donne
sopra picciole navicelle, con diverse et dilettevoli musiche smon-
torono. nel quäl terapo gionsero, che apunto li cervi, cacciati
da 400 saiusi,' cominciavano a saltar nel' aqua, dove alla [pre-
senza della] duchessa con spedi et balestre erano alla volta di
detti principi cacciati, nella quäle caccia furon morti 13 cervi.
et cosi seguendo di longo per il fiume et la corte con la guar-
dia, ch' erano 1012 cavalli, gionsero la sera a Pierna, dove dopo
la sontuosa cena si ballö et ancora ballo Sua Maestli con tutti
gli detti principi. 1' altra matina il duca havea fatto ordinär una
bellissima caccia cinta di tele sopra a 1' aste de V altezza quasi
d' una aiabarda, la quäle circondava da cinque miglia di bosco
e campagna. et cacciati gli saiusi con gli cacciatori a cavallo
et molti viilani dentro al bosco fecero sortir da quello alla cam-
pagna molti cervi, nella quäle erano alcuni belli cespugli fatti
di frasche, dentro ai quali erano occultate quelle illustri donne
con suoi levreri, che correndo i cervi per salvarsi gli erano da
quelle lasciati detti cani al fianco con il seguito di Sua Maesta
et altri principi; li altri tutti stavano fuori delle tele, che sca-
pando detti cervi fuor di quelle cadevano nelle raani loro. finita
la caccia andorono la sera a Torante,^ terra posta con un cas-
tello in mezzo un bosco; et la matina vi si fece una bellissima
de Saxen par son pays de Meixen, oii semblablement s'est trouv6 l'^lectear
de Brandenboarg (Joachim n., 1535—1571), aiant vacquä k la ditte chaase
vingt jours, bien que me fasse voulontiers plastost retournö, n'eust est6
la tr^s instante priöre du dit ölecteur et de la duchesse sa corapaigne,
k laquelle ne povois bonnement pour si peu de chose contrevenir u. s. w.
V. Druffel, Beiträge zur Reichsgeschichte I, S. 281, Nr. 330. Vgl. auch
Ißleib, a. a. O., S. 304, und den bei W. Wenck, Kurfürst Moritz und
Herzog Augustus (im Archiv für sächs. Gesch., Bd. 9, S. 414) angeführten
Brief Moritz' an seinen Bruder über diesen Besuch. — Der päpstliche
Nuntius war Prospero di Santa Croce (mit dem bei diesem Anlasse Muritz
über die Angelegenheiten des Bistums Meißen etc. sich besprach); der
venezianische Gesandte bei KGnig Ferdinand war Francesco Badoer;
vgl. Venetianische Depeschen vom Kaiserhofe, Bd. 2, S. X f.
* Agnes, Tochter des Landgrafen Philipp von Hessen, vermählt Januar
1541.
' Eine Handeart; vgl. hernach levrieri (= Windhunde).
» Tbarand.
Fontei. I. Abt. B4, IX, 7
98
caccia d' orsi. gionti a Xope,^ cittk anch' ella con un bellissimo
castello ad un gran bosco sopra d' un fiumicello del nome della
cittk cosi chiamato, et fatto \k un' altra simil caccia tra la prima
et questa furono morti 23 orsi con una grandissiraa mortalita de
cani et molti feriti. qui il duca liavea fatto ordinär una giostra
alla Italiana et alla Tedesca sopra a grandissime chinee^ con
arme tanto grosse e pesanti ch' apena gl' huomini si ponno dentro
movere, et le lancie ch' adoprano, sono tanto smisurate che uno
havrä assai fatica a portarla alquanto; il ferro della quäle pesa
cinque lire, nel restar delle quali s' intertengono con un grosso
ancino drieto al destro fianco, et a questo modo si vanno ad
incontrar a capo aperto sopra le seile basse; e tanto forti sono
li urti che si danno, che bisogna che un di loro et spesso am-
bidoi vadino per terra, accade che giostrando il duca Mauritio
col arciduca Ferdinando gli ruppe una simil lancia nel petto,
che a raccordo d' huomo mai occorse simil caso. et fu 1' in-
contro tanto gagliardo ch' ambidoi andorono a terra et apena i
cavalli si puotero tener in piedi. 1' altro di nell' andar fecero
un' ältra caccia de cervi et di longo gionsero a Freiborgo,^ et
ivi volse vedere le minere del' argento, del quäl ognuno tro-
vando sul suo le vene ne puol cavare pagando la decima et
venderlo al loro signore a otto per sette. * partitisi da questa
cittk andorono a finir le caccie a San Mariaberg, ^ cittk princi-
piata V anno di nostra salute 1525, nella quäle si sono ritrovate
molte di dette minere, per le quali di anno in anno si va au-
mentando et facendosi ricca a bella.
Finite adunque qui le caccie, delle quali oltra li altri ani-
mali furonvi morti 162 cervi, parve tempo a Sua Maestk di
partirsi con grandissima sodisfatione degli spassi in detto paese
havuti, e cosi con infiniti ringratiamenti e molte ofFerte d' ambe
Aug. 14. le parti la vigilia della Madonna d' agosto tolto seco quella
memorabil lancia cavalcö alla volta di Prag, et il duca man-
data la duchessa con una parte della corte per la via de Bol-
ghestain, Penec, Porna et Onfobria gionse a Chemez,^ cittk
* Zschopau an dem gleichnamigen Nebenflusse der Freiberger Malde.
' D i. Streitrosse; arme soviel als Panzer, Harnische.
' Freiberg. * Zu lesen: otto per cento?
' Marienberg, nördlich von Annaberg.
• Waidenstein an der Zschopau, oberhalb der gleichnamigen Stadt. Porna
ist wohl Gornau, nordwestlich von Zschopau, wo man also den Fluß
99
assai buona, fuori della quale giace im ampio et bellissimo mo-
nastero sopra un' auenissima collina; del quale sene accomodato
per residentia sua volse veder il paese suo con le cittk, che
sono cerca ottanta, e dopo doi mesi in compagnia dclla duchessa
passo Rauntzuain, Celle, gih grandissimo monastero, Milberg,
Claoc* et gionse a Dresen, nella quäl cittk havea fatto venir
molti maestri inuratori et marangoni per agrandirla et fortifi-
carla et agrandir ancora il castello,* nel qnale consumö Cinque-
cento milla toUeri, che lavorando continuamente in puoco tempo
fu fatta grande, adorna di bellissinn palaggi e tanto forte qnanto
altra cittk di Germania.
Dehbero adunque il duca di far quivi la residenza sua,
si per esser la cittk hora fatta sicura di furtezza, come ancor
per la bellezza sua et amenitk del sito et del paese fertilissimo,
ultra alla abondanza che gli porge il fiume d' infinite cose della
Boemia, oltre che e posta in una bellissima campagna adorna
di vigne e di biade abondantissima cou bellissiini et fruttuosi
giardini et fertilissime ortagHe atorno, nelle quali domesticamente
vengono le lepri et altri animali a pascersi, senza perö esser
per la pena grande molestati.
Qui cresciuta la corte sua d' honorati cavaglieri et molta
servitü fece chiamar tutti gli principali delle cittk e castelli del
paese suo et fatta una dieta li fe giurar fedeltk. non passo gran
tempo che vennevi molti signori et parenti a visitare et allegrarsi
seco, tra gli quali furono Alberto figliuol di Casimire, et Gio-
anni di Gioachino, marchesi di Brandeborgo.' questi doi prin-
cipi furono de primi oltraggiati insieme col duca di Bransvico
da Fihppo l'Angravio et il duca Gioanni Federico nel tempo
che ribellorono a Cesare, che poi successe la total ruina loro.
vennevi ancora la duchessa vedoa de Lunemborgo, giovane et
verlassen m haben scheint; fflr Onfobria vermute ich Erfenschlag, nord-
westlich von Gornau auf Chemnitz zu.
' Roßwein; Zella (Altenzell); was unter Milberg und Ciaoc gemeint ist,
weiß ich nicht.
' Moritz vergrößerte das Schloß (das noch jetzt bestehende königliche Ke-
sidenzschloß), indem er den WestflUgel abbrach und den Neubau um die
Breite des Hofes vorrückte, so daß der breite Turm, der bis dahin das
Ende der Gesamtanlage nach dieser Seite hin gebildet hatte, von nun
an die Mitte des großen Hofiraumcs einnahm.
' Albrecht (Alcibiades) von Kulmbach und Johann von der Neumark (Hans
von Küstrin), der Bruder des Kurfürsten.
T
100
bella quanto creasse la natura.^ vennevi il duca Augusto suo
fratello con la duchessa figliuola del re di Danisraarca,* la
duchessa di Bransvic et la marchesa di Anispac, ambe sue so-
relle,^ con molti altri signori, agli quali non manco d' ogni sorte
di cortesie et spassi^ dispensando la piü parte del tempo in
1550. feste et caccie fino al carnevale, che fu 1' anno 1550. nel quäl
tempo per dar maggior spasso a quei signori che ivi si retro-
vavano, fece fare su la piazza della cittk un bellissimo castello
tutto depinto con arme et insegne turchesche, alla guardia del
quäle si puose il duca Augusto con alcuni cavalieri et soldati
in livrea turchina alla turchesca. et di fuori era assediato dal
duca Mauritio con molti cavalli et compagnie de soldati, arte-
gliaria et cavalieri di legno, che superavano le mura di quello.
gli quali si potevano condur inanci e indrieto dove piü bisognava
a dar 1' assalto; che tanto che si meteva a 1' ordine per baterlo
et dar la battaglia, il duca Augusto lasciando gli capitani con
suoi soldati alla diffesa di quello dava fuori con suoi cavalli;
scorrendo per 1' ampia via che va da quello dritta al palaggio;
dove il duca Mauritio si trovava con suoi cavallieri in bellissima
livrea a 1' Hongaresca, et datoli la carga fin' al castello sorti-
vano altri cavalli et soldati a 1" incontro e con grandissimi gridi
li rinculcavano fin' al palaggio. le quäl correrie dando et tolendo
la carga per quella bellissima contrata, le finestre della quäle
erano adorne di molte illustre donne, durö per il spatio di due
höre, che dapoi cominciando a batter il castello con continoe
scaramuccie s' aprossimava la battaglia, che retiratisi gli Turchi
dentro aspettavano l' assalto valorosamente con forchette di legno
et pignatte di terra mal cotta. et attacatisi cominciorono a postar
le Scale a le mura et salendo su erano ribattuti da quei di
dentro. al fine cacciato inanci quei cavaliero gettorono ingenio-
samente un ponte sopra le mura, con il quäle fu con grandis-
^ Die duchessa vedova di Lunemborgo wird auch weiterhin zu den Er-
eignissen von 1661/1552 erwähnt; wohl Klara von Sachsen-Lauenburg,
geb. 1518, Witwe (des Herzogs Franz von Giffhorn) seit 1549, + 157G.
* Die Vermählung Augusts, des Bruders und späteren Nachfolgers Moritz',
mit Anna, der Tochter König Christians III. von Dänemark, hatte am
7. Oktober 1548 unter großer Prachtentfaltung stattgefunden.
' Emilie, geb. 1616, vcrmälilt 1532 mit Georg Markgraf von Ansbach, ver-
witwet 1543; und Sidonie, geb. löKJ, seit 1546 Gemahlin Herzog Erichs II.
von Calenberg.
101
simo diletto d' ognuno superato et vinto. la seguente estate fu
consumata la piü parte in bellissime cacciaggioni et altri spassi,
passando il tempo in qiiesti solenni apiaceri.
L' anno 1551 * il signor Sforza Palavicino' et il signor Gio.
Battista Gastaldo,' huomini ingeniosissimi ne 1' arte niilitare et
molto periti, furono inandati da Ferdinande re de Romani alla
Yolta de 1' Hongaria per impedir il tradiraento che trattava il
frate Vaivoda* con il Gran Turco. gli quali intrepidi signori
con r industria e 1' audatia loro non tanto impedirono il detto
trattato, ma ancora dettero il dovuto castigo al detto frate, che
passando con alcune insegne di fanteria apresso un fortissimo
castello, nel quäle con buona guardia dimorava 1' empio tradi-
tore, e fatta una scielta d' alcuni soldati de piü eletti in habito
humile, ordino che si fermassero nel borgo a mangiare, fra
tanto che 1' insegne monstravano di passar inanci, et dapoi con
qualche scusa venissero a contentione de danari con gli hosti,
o con dir che t'ussero da loro agravati di pagar troppo, e da-
poi mostrassero volersi di questo querelare al loro signore, intra-
tenendosi con quelli della gnardia della rocea. pigliata 1' occa-
sione il Sforza con alcuni puochi d' entrar nel castello sotto
color di voler presentar lettere et parlar al signor, gionse con
li detti soldati, che tuttavia contristavano con detti hosti et
intratenendosi a parlamento con quelli della guardia et detti
hosti. intanto il Palavicino presentö la lettera al frate, il quäl
aprendola et cominciato la leggere, fu da un di quelli passato
con una archibugiata, et subito il signor Sforza lo fini con le
pugnalate d' amazzare. sentendo gli altri il tuono dell' arcobugio,
al quäle stavano attenti, dettero di mano alle alabarde de 1' in-
cauta guardia, et con 1' aiuto di quelli ch' erano in aguaito,
^ Haudschrifl lö5 , für die letzte Ziffer eine Lücke.
' Anfällglich im Dienste der Farnesen (vgl. Nuutiaturberichte aus Deutsch-
land, 1. Abt., Bd. 9), dann iu denen Ferdinands in Ungarn (Venetiani-
scbe Depeschen vom Kaiserhofe, 1. Abt , Bd. 2, S. 520).
' Generalquartiermeister des Kaisers im schmalkaldischen Kriege (Nuntia-
turberichte, a. a. O.); hernach ebenfalls in Diensten Ferdinands in Un-
garn (Venetianische Depeschen vom Kaiserhofe, a. a. O., S. 517. 619).
* Der bekannte .Bruder Georg', oder Georg Utieienoviö, auch Martinuzzi,
Bischof von Großwardein, das Haupt der auf die Türken gestützten anti-
habsburg^ischen Partei in Ungarn, ermordet am 17. Dezember lööl, nach-
dem er kurz vorher zum Erzbiflcbof von Gran und Kardinal erhoben
worden war.
102
presero la fortezza, che puoco teinpo di piü che si havessero
tardati, era pericolo di perder tutta 1' Hongaria. per la quäl ira-
presa ne porto gloriosa fama per tutta la Germania con gran-
dissima meraviglia d' ognuno.
Havendo Carlo quinto lasciato Filippo il figliuolo al go-
verno de Fiandra et avisato Ferdinando il fratello con molti
1550. altri prencipi venne in Augusta/ nella quäl cittk fece chiamar
ancora tutti gli elettori per far ivi una dieta. in questo tempo^
il duca Georgio da Mechelborgo, colonello di Cesare, giovine
di 21 anni, generoso, gentile, hello et di suprema forza et per
la cortesia sua molto da soldati amato, volendo tornar al paese
suo confine della Sassonia verso il mare Oceano, chiese a Ce-
sare le paghe che avanzava nelle guerre passate. considerato
Cesare che havea lasciato alcuni luoghi bassi, gli quali non
volsero venir a humiliarsi, ma perseverare nella rubellione, ti'a
le quali et di piü importanza era Madeborgo, la quäl cittk al
tempo che Martin Luthero infettö quelle parti d' heresia, dis-
caccio il vescovo di quello et tolsero il duca Gioanni per signor
et defensor loro: parve dunque a Cesare con il mezzo di costui
di dar a quelli luoghi qualche meritevole castigo; al quäle con-
signoli che si volesse pagar sopra agli detti luoghi con suoi
soldati. hauta ch' hebbe questa risposta da Cesare misse in or-
dine 3000 fanti de suoi proprii et forsi cinquanta cavalli e gionto
in detto paese comincio hör in questo, hör in quello luoco a de-
predar. et passando apresso a Madeborgo da cerca a diece
miglia, sorti dalla cittk cerca cinque milla tra soldati, cittadini
et villani ivi ridotti con 50 pezzi d' artegliaria, la quäle acco-
modamente si poteva incattenare a modo di trinciera, et apros-
simatisi a 1' improviso apresso a quelli di detto duca, comincio-
rono ataccar la scaramuccia con la retroguardia.^ che accortosi
* Seine Ankunft dort erfolgte am 7. Juli 1550; über die Begegnung mit
König Ferdinand s. Venetianische Depeschen vom Kaiserhofe II, S. 439,
Nr. 181; der Infant Philipp befand sich übrigens in Karls Begleitung.
' Im September 1550. Vgl. Ißleib, .Magdeburgs Belagerung durch Moritz
von Sachsen 1550—1551' in Neues Archiv f. Sachs. Gesch. V (1884), S. 178.
Die Angaben unseres Autors sind hier und im folgenden nicht immer
ganz richtig; er schreibt eben hier nicht als Augenzeuge, sondern regi-
striert die ihm zugekommenen Berichte anderer. Vgl. den erwähnten
Aufsatz Ißleiba sowie F. W. Schirrmacher, Johann Albrecht I. Herzog von
Mecklenburg, 2 Teile, Wismar 1885.
• Das hier ausführlich geschilderte Ereignis, der nach dem Dorfe Hillers-
103
di questo 1' intrepido duca, ancorchfe fusse con minor numero
di gente et disvantaggio d' artegliaria, non perdendosi punto
d' animo misse in nn subito tutta la sua gente in ordine et andö
per assaltar i suoi nemici; ma vedatosi il passo d' artegliaria
impedito si ritirö et ordinö a suoi capitanei che con qualche
leggier scaramuzza s' intratenessero iin tanto che lui andava a
salirgli da un' altra banda. et cosi nlnrgandosi con tinta di fii-
gire fece una gran volta con qiiei puochi cavalli, aspettando
che un' altra parte 11 assalissero per fianco, gli quali in un
tempo con tanto empito li assalsero che oltre a li preggioni, che
furono la piü parte soldati, ne amazzorono piü della terza parte,
et presa tutta T artegliaria; e mai cessorono di cacciarli, finchfe
furono dentro alle porte. qui si comprende quanto importi in
simili inprese esser periti e sui^ fatti nelle guerre, che col dis-
vantaggio di gente et artegliaria vinsero et superorono V inimico,
come ancor fecero quei puochi d'Alessandro Magno, avezzi
longo tempo su la guerra, che tra un cosi numeroso et inesperto
essercito, come fu quel di Dario, hebbero la vittoria. ma non
contento di questo 1' animoso giovine di questa sua vittoria
s' accampö con detti suoi soldati et artegliaria sotto a detta
cittk* et subito per la posta scrisse il successo a Cesare, il quäle
subito ch' hebbe inteso, spedi per il duca di Bransvic et il duca
Mauritio con 1' arcivescovo di Magonza et il vescovo di Bam-
bergo,' che con quanta prestezza potessero assoldar gente per
la Spedition di Madaborgo in soccorso del duca Georgio. et cosi
quei di dentro vedendo il grand' apparecchio, che si faceva in
danno loro, cominciorono a fortificarsi et fomirsi de ciö che
bisognava alla diffesa loro, scrivendo in molti luochi a suoi amici
per soccorso loro.
In questo tempo ritrovandosi il duca Mauritio con bellis-
sima compagnia di 400 cavalli in via per ritrovarsi alla dieta
d'Augusta, hebbe nove da Cesare che dovesse andar in soc-
corso di detto duca Georgio/ il quale subito volto con detti
leben benannte Sieg Herzog Georgs Aber die Magdeburger, hatte am
22 September sUtt. Ißleib, S. 180 f
^ Handschrift sue.
' Er nahm seine Stellung bei Schöneberg, wenig südlich von Magdeburg.
' Sebastian von Heusenstamm 1545—1556 und Weigand von Redwitz
152J— 1556.
* Moritz hatte seinen Aufbruch nach Augsburg auf den 26. September
festgesetzt; doch gaben ihm dann die Nachrichten von den Wirren um
104
cavalli verso Madaborgo, lasciando ordine ad alcuni suoi capi-
tani da soldar gente nel suo paese, dal quäle all' hora ne trasse
alcune insegne, le quali erano in guarnigione in alcune fortezze.
con le quali gionto a detta cittk s' accampö dalla banda dil
ponte, il quäle passa sopra un ramo dil fiume Albo fin alla
riva de 1' isola posta in mezzo a quello che da quella si va nella
cittk con un' altro ponte che con quello si congionge. questa
isola era tenuta da quelli della citta con buona guardia e buoni
ripari, all' incontro della quäle il duca Mauritio gli fh far un
forte, nel quäl misse diece pezzi d' artegliaria con una grossa
guardia, e col resto de soldati ch' ogn' hora giongevano, andö
dair altra banda, et congiontosi col duca Georgio la seguente
notte dettero il fuoco a una villa per far che quei di dentro
attendessero a quella parte, che cosi riusci il disegno. hebbero
adunque commodita di dar V assalto a Naustot, cio^ Citta nuova,^
et scalate le mura il primo ch' ascese fu quel valoroso duca
Georgio, il duca Mauritio poi et gli giovini conti di Mantzfelt,
che dopo loro ogn' uno montava a regatta 1' un de 1' altro. e
questo gli fu facile, perche ogn' uno atendeva verso la villa che
brusava; che trovato un puoco di sentinelle li amazzorono. che
dapoi accortisi quei di dentro corsero alle difFese, ma non pe-
tendo resistere a quei di fuori si dettero a fuggire in Mada-
borgo. questa impresa fu di grandissima importanza et salute
a Cesariani, perche oltre ch' era cinta di mura si congiongeva
a modo di un borge con 1' altra citta, tra le quali erano alcune
ortaglie, nella quäle era gik in soccorso suo gionto il principale
di conti di Mantzfelt contrario de gli altri, et il baron di Dech
con buon numero de soldati a pi^ et a cavallo, huomini esper-
tissimi ne 1' arte militare^ et di grandissima autoritk apresso a
quei paesi bassi, gli quali ogni giorno con gagliarde scaramuccie
tenevano desti quei di fuori.
Magdeburg den willkommenen Vorwand, den Reiclistagsbesuch zu suspen-
dieren, was der Kaiser nachträglich guthieß.
^ Die Eroberung der Neustadt fand in der Nacht vom 28. auf den 29. No-
vember statt. Ißleib, S. 208 f.
' Hier scheint eine Verwechslung vorzuliegen. Qraf Albrecht von Mansfeld
befand sich mit seinem Sohne Karl in der Stadt; ein anderer Mansfelder
aber, Graf Volrad, befehligte neben Hans von Heideck (der wohl unter
jbaron di Dech' gemeint ist) eine der evangelischen Sache dienende
Schar von Kriegsknechten im Bremischen und Verdenschen (s. weiter
unten im Text).
105
Gionse in questo tempo Alberto marchese di Brandeborgo,
il duca di Bransvic/ Lazaro Spagnolo' a nome di Cesare, gli
detti vescovi, il prencipe di Analt/ tutti con gran numero de
soidati a pi^ et a cavallo, et oceuporono d' ogni banda la cittk,
la quale aspettava nuovo soecorso da le cittk basse. et gia si
ritrovavano in esser 16 insegne di fanteria con alcuni cavalli
nella cittk di Bremo, che hautili* per spia il duca Mauritio tolse
in compagnia sua il duca di Bransvic et gli conti di Mantzfelt
col principe di Analt con alcuni squadroni de cavalli et ando-
rongli a occupar il passo, et gli ruppero di tal sorte che sban-
dendosi non si puotero riffare.^ sapendo Madeborghesi che li
detti prencipi s' erano partiti dall' assedio con buon numero de
cavalli e che s' erano cosi allontanati, cominciorono si fattamente
a molestar quei di fuori che non li lasciavano riposare n^ di
ne notte. tra le quali una fu, di grandissimo danno, che uscendo
fuori SU r hora del priuio sonno assalirono il quartiero de V arci-
vescovo di Magoncia et gli presero 250 cavalli. continuando
ogni dl con grosse scaramuccie una matina con grosso sforzo
di cavalli assalsero gli alloggiamenti del duca Georgio, il quale
valorosamente sostenendo 1' assalto et rinculcandoli cosi scara-
muciando gli cad^ sotto il cavallo et rimase preggione.^ che
dapoi ritornati li detti prencipi vittoriosi da detta cittk comin-
ciorono a restringerli il passo piü che di prima.'
In questo tempo® alcuni prencipi et amici d' ambe le parti
cercavano 1' accordo, al quale Madaborghesi mai volsero inten-
* Herzog Heinrich von Wolfenbüttel.
' Lazarus von Schwendi, kaiserlicher Kommissär.
' Georg von Anhalt.
* Soll wohl heißen haate queste nuove oder ähnlich.
' Vielmehr kam es im Januar 1651 zu einer gätlichen Vereinbarung.
Ißleib, S. 223 S.
* Dies ereignete sich am 20. Dezember, zwei Tage nach dem Abzug Moritz*,
^ In der Handschrift ist der Raum von fQnf Zeilen freigelassen; es scheint
aber doch kaum etwas zu fehlen.
* Im folgenden faßt unser Autor die Magdeburg betreffenden Ereignisse
des Jahres 1551 kurz, aber nicht ganz richtig zusammen. Von der FQrsten-
begegnung zu Dresden, die Besozzi auf die Kamevalszeit (d. h. etwa die
Woche vom 4. bis 10. Februar) verlegt, ist, soviel ich sehe, sonst nichts
bekannt. Wichtig dagegen war die Begegnung Moritz' mit Markgraf
Johann von Brandenburg, die — unter Anteilnahme Markgraf Albrechts
von Kulmbach — am 20. Februar in Dresden stattfand. Im übrigen er-
scheint in obiger Darstellung besonders der Anteil, den Melanchthon an
106
dere di sottoporsi a 1' imperatore, sich^ col mezo di Filippo Me-
lanthone conclusero di venir a parlamento nella cittk di Dresen.
et lasciato il duca di Bransvic et Lazaro Spagnolo a 1' assedio
della cittk, venne il duca Mauritio con la duclicssa di Bransvic
sua sorella, il marchese di Brandeborgo ellettore et il marchese
Alberto di Casiiniro, gli detti vescovi et Guielrao jfigliuol de
r Angravio ^ et altri prencipi et donne illustri a far carnevale a
Dresen, nella quäl cittk si ritrovava ancora il duca Augusto'''
1551. et le duchesse Agnese moglie del duca Mauritio et Anna dil
duca Augusto. nel quäl tempo venuto il Melanthone si fecero
grandissimi parlamenti. al fine si risolsero di tuor dentro il duca
Mauritio nella cittk. fatto dunque carnevale retornorono tutti
con Filippo al campo e col mezzo del quäle et altri amici con-
chiusero tra il detto duca et cittk 1' accordo et amicitia, et
uscii'ono fuori quatro insegne de soldati et lasciorono il duca
Georgio in. libertk, il quäle era secondo cugino del duca Mau-
ritio.^ mandato dentro cinque di sue insegne con grandissimo
trionfo et honore entro ancor lui* e con lieta chiera fu dal se-
nato ricevuto. stando li alcuni giorni fu visitato dal duca Gioan
Alberto, fratel maggiore dil duca Georgio, la marchesa di Ans-
pac sua sorella, la duchessa vedoa di Lunemborgo^ et d' altri
signori et cittk, gli quali tutti dopo fatti alcuni spassi furon dal
detto duca Mauritio invidati nel paese di Misna, nel quäle hör' in
questa, hör' in quella cittk non gli manco d' ogni sorte di spassi
e cortesie che fusse possibile.
Essendo il tempo di partirsi raunati insieme dopo molte
et infinite parole sogionsero che horaraai era il tempo che si
dovea raccordarsi di non mancar del debito suo verso Filippo
r Angravio socero suo d' impetrarlo da Sua Maestk Cesarea,
der Ergebung Magdeburgs hatte, belangreicher, als er in Wirklichkeit
war. — Vgl. die angezogene Abhandlung von Ißleib sowie v. Langenn,
Herzog und Kurfürst Moritz von Sachsen; Voigt, Aibrecht Alcibiades;
Wenck, Kurfürst Moritz und die Ernestiner 1551 und 1552 (in Forsch,
zur deutschen Gesch. XII, 1872, S. 1 ff.); sowie v. Druffel I.
^ Wilhelm, der älteste Sohn des gefangenen Landgrafen Philipp von Hessen.
^ August wurde von Moritz durch ein Schreiben vom 3. Februar zu wich-
tigen Besprechungen eingeladen, v. Druffol I, Nr. 585, 1 (S. 578).
' Georgs Vater, Herzog Albrecht VII. von Schwerin, und Moritz' Muttor
Katharina waren Geschwister.
* Am 5». November 1551. Ißleib, S. 306.
» Vgl. oben S. 100, Anm. 1.
107
che non facendo altra dimostratione si sarebbe mostrato iniquo
contra di lui et Agnese sua figliaola, che era la consorte sua,
et tenitto [in] odio da tutta la Germania, agii quali rispose Mauritio
che fin' hora et per via di lettere et per via d' amici non era
mancato a tutto suo potere di trarlo in libertä e che meno per
r avenire era per mancargii, et quando non lo potra liavere con
amore (cosa che non si crede), lo cercark d' haverlo con 1' arme
in mano o che vi lascera la vitta e il stato suo. di questu ris-
posta rimase ogn' uno sodisfatto e con larghissime Offerte s' ac-
combiatorno. et restando Mauritio con qnesto animo scrisse una
lettera a Cesare, con la quäle supplicava lo che fusse content©
di concedergli in dono l'Angravio socero suo, il quäle sapeva
bene che per la promessa che gli fece di pardonargli il fallo
contra lui, promesso glielo havea sotto alla sicorta sua et pre-
sentato ai piedi, che dapoi da molti prencipi germani n' e stato
improverato, et che di novo lo replicava con ogni humilta di
cuore che non li volesse lasciar questa tal infamia sopra '1 capo
suo. a gli quah preghi Cesare rispose di voler dar prima espe-
ditione alle cose della dieta, alla quäle era da lui aspettato, et
dapoi havrebbe di qaesto conferito seco in persona, intcso Mau-
ritio r animo di Cesare, il quäle all' hora si ritrovava in Sprue,*
con bellissima corte di gentil' huomini et servitü con buona spe-
ranza di recuperar Filippo, 1' anno 1552,* che fu il secondo di 1552
febraio, si parti da Dresen^ et passato per Maisen, Mugel, Lo- Febr. 2.
' Karl hatte Augsbni^ am 21. Oktober 1551 verlassen und sich nach Inns-
bruck gewandt, wo er residierte, bis Moritz' Nahen ihn anfscheacbte.
* Handschrift 1551.
• Unser Chronist schildert im folgenden nicht sowohl die Route Moritz',
als die seines Hofgesindes (dem er selbst offenbar angehörte), das unter
Führung des Kanzlers Dr. Mordeisen und des kurfQrstiichen Rates Chri-
stof von Carlowitz die Reise nach Landshnt antrat. Moritz folgte den
Seinen, aber nur bis Chemnitz (am 3. war er noch in Dresden, am 5. in
Chemnitz, v. Druffpl, a. a. O. II, Nr. 965. 970), von wo er insgeheim nach
Friedewald in Hessen zur Zusammenkunft mit Landgraf Wilhelm und
zum Abschlüsse mit Frankreich ging (v. Druffel, Nr. 987, 14. Februar).
Am 20. war Moritz wieder in Leipzig, am 22. abends in Dresden (ebendas.,
Nr. 995. 1006). Vgl. Ißleib, Moritz von Sachsen gegen Kart V., 1552
(Neues Archiv f. sächs. Gesch. VII), S. 2 f. Augenscheinlich erhielt man
das Hofgesinde geflissentlich in dem Glauben, daß der KurfQrst ihm auf
der gleichen Route folge; wie gut das gelang, zeigt die Bestimmtheit,
mit der Besozzi von Moritz' Reise, dem Aufenthalte in Regensburg, der
warnenden Begegnung in Landsbut berichtet.
108
mitz/ Grim, Laypzic, Rot, Peneh, Chemetz, Tum, Sant'Am-
bergi, Santa Mariaberg, Tel, Baisentoli, Jacomtol, Slachebalt,
Falchenau, Egher, sul fiume cosi chiamato, cittä gik fu impe-
riale, sottoposta al regno di Boemia a quell o impegnata; dopo
Valsaxen, monastiero episcopale, Preset^ et lasciando la via di
Norembergo a man destra passö Duschenfurt, Bernau, Tem-
burg, Sfreim, Nonburg, Sebandorf, Langhefelt, Regenstot, et
gionse a Regenspurc, ciofe Ratisbona, citta grossa imperiale et
episcopale sopra al Danubio ai confini della Baviera bassa, nella
quäle sono due belle fabriche fatte quasi in un medemo tempo
da doi maestri a regatta Tun da 1' altro; una h il tempio, 1' al-
tra h il superbo ponte,^ sopra al quäle sta una figura di pietra
a tutto rilevo, la quäle con una mano sopra la fronte mostra
da riguardar sul tempio insieme cominciato e col ponte era an-
cor finito.
Riposato ivi doi giorni passö Abach, Meimbruc, Gisenfelt*
et gionse a Lanzuot, citta posta su la riva del fiume Iser, assai
bella con un bellissimo et de alti campanili di Germania.^ nella
quäl cittk fu sopragionto da un de suoi consiglieri, dal quäle
fu disuaso, che non volesse passar piü oltra per il pericolo, che
facilmente sarebbe potuto incorrere cosi della liberta come di
qualche altro danno, dubitandosi che questa fusse una trama
ordita; et tanto piü essendoli il sospetto d' haversi accordato con
Madaborghesi senza il consenso di Cesare. et ancorch^ questo
non fusse, non sperasse perö cosi facilmente d' haver 1' Angravio
se non per forza d' arme, sicome il marchese Alberto gli havea
^ Mügeln und Lomatsch. In den ferner genannten Ortschaften sind zu er-
kennen: Rötha, Penig, Chemnitz, Thum, Annaberg, Marienberg; das fol-
gende Tel kann ich nicht deuten (= Cranzahl?); Wiesental, Joachinis-
tal, Schlackenwerth (nordöstlich von Karlsbad), Falkenau (an der Eger),
Waldsassen.
* Diesen Ortsnamen vermag ich nicht zu deuten (= Wondreb?). Die ferner
angegebenen Ortschaften sind Tirschenreuth, Bärnau, Tenneberg, Pfreimbd
(wo die Naab erreicht wurde), Nabburg, Schwandorf, Burglengenfeld|
Kegenstauf.
" Die nach Stadt am Hof führende steinerne Brücke von 347 m Länge
und 8 m Breite, ein Bauwerk des 12. Jahrhunderts.
* Abbach, etwas Donau-aufwärts, dann Mainburg an der Abens; Gisenfelt
ist wohl Geisenhausen, 13 km vor Landshut.
' D.i. der 130 ni hohe Turm der im 15. Jahrhundert erbauten St. Martins-
kirche. In Landshut befanden sich Mordeisen und Carlowitz am 25. Fe-
bruar: Ißleib, Moritz von Sachsen gegen Karl V., S. 4, Anm. 1.
109
referto, che volendo per questa migHor via rihaverlo, il re di
Francia gli offeriva pagar la gente de suoi danari, et che gik
il detto marchese et Guielmo iigliuol di Fihppo havea assai
ojente in ordine.
Inteso adunque ^[auritio il pericolo et 1' incerta liberatione
et questa cosi larga oflFerta, mutö pensiero et fece tornar in-
drieto la corte sua,* et lui cavalcö alla volte d' Hesia et ivi*
con detto marchese Alberto, Gulielmo 1' Angravio suo cugnato
et alcuni altri colegati con ogni prestezza diede ordine all' apa-
recchio della guerra, et mandorono per ostaggio' uno de figliuoli
de r Angravio et uno fratel minore del duca Gioan' Alberto di
Mechelborgo, cugino di Mauritio; il quäle ritornato nel paese
suo et subito gionto a Torga,* si parti il duca Augusto da Dresen
con le duchesse et tutta la corte,* et montati sopra al fiume
Albo passorono Maisen, Strale,^ Mulicbergo, luoco raemorabile
della rotta et presa del elettore di Sassonia; et passato Peli-
gherna gionse a Torga, nella quäl cittk gik havea fatto congregar
tutti li principali del stato suo. a gli quali fece sapere' come
piü volte e per piü vie havea pregato Cesare che volesse re-
lasciar 1' Angravio in liberta et che mai havea possuto impetrar
gratia alcuna n^ manco era per poterlo liberar se non per forza
d' arme; con le quali sperava ancor di diffender la religion et
libertä di quella patria meglio che non havevano fatto il socero
et il zio suo,* e tanto piü essendosegli ofFerta la Corona di
Francia in aiuto suo. et che gik Alberto di Casirairo, marchese
de Brandeborgo, et Guielmo 1' Angravio et altri amici haveano
buono numero di gente a pi^ et a cavallo con* artegliaria in
campagna.
^ Mittels Nachschrift zu einem am 20. Februar aus Leipzig datierten Briefe.
V. Druffel, H, Nr. 1000; Ißleib, S. 3 f.
' Nämlich in Friedewald (s. oben S. 107, Anm. 3).
• Nämlich an König Heinrich II. von Frankreich.
• Am 1. März. v. Druffel, II, Nr. 1039.
' Eis ist leicht ersichtlich, daß unser Chronist sich hier wiederum unter
dem Hofgesinde befand ; er war also damals schon aus Bayern nach Dres-
den zurückgekehrt.
• Strehla; Peligherna hernach ist Beigern.
' Die Akten des Landtages vom 1. März ff. s. bei v. Druffel, III, Nr. 1039,
S. 350 ff.
• D. i. der ehemalige Kurfürst Johann Friedrich.
• Hier setzt der Abschreiber der Chronik neu ein.
HO
Furon molti che di tal parole restarono sbigotiti, al quäle
con le lagrime agl' occhi et vive raggioni cereavano di dissua-
derlo, che quello che non havea potuto far gli doi Filippo et
Gioan Federico con un cosi grosso essercito, che cosi dubita-
vano che intervenesse ancora a lui, et molto piü peggio, che
havendo con si puoco numero de soldati Cesare^ non tanto
fatto resistentia a tutto sforzo, ma ancor vinti et soggiogati detti
prencipi. et se in quel terapo uso clemenza contro a tanti rubeUi,
gh quaH dapoi se gli humiliorono con promissione d' essergli
fedeli sempre per 1' avenire, che hora restando vittorioso, ado-
prando la giustitia potrebbe esser la total rovina loro, et che
questo era per riuscir piü facile a Cesare per ritrovarsi li esser-
citi all' opposito di gente, le quali havrebbe presto potuto raetter
in ordine.
Per li quali essempi et vive raggioni il duca Mauritio non
si mutö perö del intrepido animo suo; anci diede oi'dine di far
alcuni squadroni de cavalli et tratto 10 insegne de soldati fuor
de Madeborgo et altre fortezze. et fattone colonello il baron di
Decho ^ con quelle s' inviö alla volta del campo, che gia s' era
messo in campagna. et congiontisi con Guielmo 1' Angravio fecero
un numero di 30 insegne di fanteria et 20 squadroni de cavalli;
che poi unitisi col marchese Alberto, il quäle anch' egli havea
levato 47 insegne di fanteria et 5 squadroni de cavalli, oltra ad
altre 20 insegne, che conducea il conte di Aldemborgo^ con
buon numero d' artegliaria da batter et da campagna, marchio-
rono* alla volta di Bambergo et Wertzbergo, gli vescovi delle
quäl cittk sono ancora duchi di Franconia, sotto a quali sono
ancora altre cittk, che gli dano piü di 300 milla toleri al anno,
vedendosi detti vescovi venire un tanto sforzo incontra a danni
suoi, deliberorono di rendersi d' accordo. et pagata una quan-
titk de danari si levorono^ col campo et andorono verso Tin-
* So verbessere ich das sinnlose ,haver' der Handschrift.
' Der oben genannte Hans von Heideck, der durch die erwähnte Abkunft
in Moritz' Dienste getreten war.
' Graf Christof von Oldenburg, der aus Niedersachsen im Anmärsche war.
* Der Aufbruch aus Torgau erfolgte am 15. März. Vgl. hier und zum fol-
genden das Tagebuch des sächsischen Rates Damian von Sibottendorf
bei V. Druffel, Beiträge zur Keichsgeschichte HI, Nr. 1085 (S. 356 flf.).
* Nämlich die Kriegsfürsten Moritz und Landgraf Wilhelm. Diese hatten
am 24. März Schweinfurt eingenommen, wo sie drei Tage rasteten, um
Musterung zu halten. Auf dem Wettermarsche nach DinkelsbUhl stieß
111
ghilspil; Nerlinga et August«,* tutte tre citth grasse, grosse,
belle, rieche et d' ogni cosa abondanti, et molte altre, le
quali tutte seguirono 1' essempio delle due prime. gionte a
Olma s' acamporono atorno, la quäle per esser forte con V a-
vantaggio dil Danubio fece al detto essercito resistenza. ina pa-
rendo al duea Mauritio che [se] troppo temporeggiassi qui, potrebbe
dar tempo a Cesare di provedersi di ciö che bisognava, il lunedi Apr. 18.
della resurretione del predetto anno dapoi una longa battaria
levossi il campo, et diviso in due parti il marchese Alberto et
il conte d' Aldemburgo andavano sacheggiando et brugiando
(^uanti luochi trovavauo a quello circonvicini, et il duca Älau-
ritio' con Guielmo l'Angravio, il duca giovine di Luneinborgo,
Alberto et Georgio fratelli duchi di Mechelborgo, il duca gio-
vine di Bransvic, il prencipe d'Aoalt, gli conti di Mantzfeld, il
conte di Casel, il vescovo di Baiona et il prencipe de 1' Anges,
ambi a nome del re di Francia,' andorono a far alto su la cani-
pagna di Condelfigno fra il Danubio et il finme Printz.*
am 28. bei Rotenbnrg an der Tauber das Kriegsvolk des Markgrafen
Albrecht za ihnen.
Augsburg wurde seit dem 1. April umlagert, am 4. ergab es sich; bis
zum 9. weilten die Verbündeten hier, wo sich noch Johann Albrecht (im
Text: Alberto) von Mecklenburg einfand.
Moritz persönlich hatte den Fortgang der Unternehmung gegen Ulm nicht
abgewartet, sondern schon am 14. das Heer verlassen, um zur Verhand-
lung mit KOnig Ferdinand nach Linz zu gehen. Von hier aus traf er
dann Anfang Mai in dem unten erwähnten Feldlager bei Gnndelfingen
(Condelfigno) wieder beim Heere ein.
Bei den Kriegsf^rsten befand sich Wilhelm, der jüngste Sohn des Herzogs
Ernst des Bekenners von Brannschweig-Lüneburg, geb. 153ö (vgl. Schirr-
macher, I, S. 189; V. Druffel, H, Nr. 1428, 8 497); femer anscheinend
auch Herzog Ernst von Grnbenhagen (s. v. Druffel, II, Nr. 1688, S. 627 f.).
Fürst Wolfgang von Anhalt war mit den Kriegsfürsten im Einvernehmen,
nahm aber an dem Kriegszage nicht persönlich Anteil; es ist wohl hier
ein jüngeres Mitglied des Hanses Anhalt gemeint. Unter dem conte di
Casel ist anscheinend Graf Friedrich von Castel zu verstehen, der im
französischen Auftrage das Heer begleitete (vgl. v. Druffel, II, Nr. 1428,
und nnten S. 113, Anm. 1). Der eigentliche französische Bevollmächtigte
war bekanntlich der Bischof von Bayeux, Jean de Fresse (Fraxinens).
Wer aber ist der prencipe de 1' Anges? Es kann kaum ein anderer sein als
jener Sieur de Lansac, den KOnig Heinrich II. am 3. Mai bei den Kriegs-
fürsten beglaubigte (v. Druffel, II, Nr. 1379) und der zu Gundelfingen ins
Lager kam (ebendas., Nr. 1567).
Die Brenz.
112
In questo tempo gionse un bellissimo squadrone di Cinque-
cento cavalli, nel quäle era tutta la nobilta del duca Mauritio,
sotto a una insegna tutta bianca con altri soldati a pie et a ca-
vallo dil paese di Misna. et lasciando indrieto quella et intrando
nella Turingia erano passati per Rot, Porna, Alemborg, Lant,
Zuica^ et entrati per il paese de prencipi di Blau,^ passa quella
cittk sul fiume Elster, dapoi Hoff dil marchese Alberto, Coper-
berg^ del vescovo di Bamberg, Colombaht con un fortissimo
castello del detto marchese,* Paiestorf sul fiume Peghnez,^ Ans-
pac, Rit et Etin,^ ambe dil vescovo d' Aystat,^ Nerlinga e Tilinga
sul Danubio del vescovo d' Augusta con un bellissimo castello et
giardino, et cominciosi a dar la paga tutta di scudi francesi
mandati dal re di Francia.
Conoscendo Ferdinando che questa nova guerra non potea
sortire se non in danno de Christiani, perch^ il Turco anch' egli
si preparava di venir in Hongaria, si volse intrometter di trattar
la pace tra il fratello et Mauritio, nel quäle per esperienze
passate havea grandissima speranza di salute contra a detto
Turco. e con questa deliberatione scrisse a Cesare, pregandolo
che per ben della Christianita e salute de 1' Hongaria non volesse
ricusare 1' Angravio a Mauritio, avertendoJi il danno che per si
lieve caggione potria incorrer alla Corona et paese suo, oltra a
molti altri incommodi. et cosi scrisse a Mauritio, pregandolo che
fusse contento di trasferirsi fino a Possa,^ dove ancora lui si
sarebbe ritrovato per conferir tra loro quello che piü ben fusse
per r una et l' altra parte, assicurandolo con la fede della Co-
rona sua. havendo inteso Mauritio la buona volontk dil re et
conoscendo quanto da lui era araato, toltosi in compagnia sua
il conte di Cassel et forsi vinti cavalli, si parti dal campo et
prese il Camino verso Possa, nella quäl cittk fu dal re ricevuto
et honorato.
^ D. i. Rötha, Borna, Altenburg, Lauterbach (?), Zwickau.
* Die Reuße von Plauen
* D. i. Hof an der Saale; Kupferberg, nördlich vom Main, ostnordöstlich
von Kulmbach.
* Kulmbach mit der Plassenburg.
' Bayersdorf, nördlich von Erlangen, an der Regnitz.
* Wohl Großried und Ehingen, beide in geradester Richtung zwischen Aus-
bach und Nördlingen.
' Moritz von Hütten, seit 1639, gestorben im Dezember 1552.
" Vielmehr Linz.
113
In questo tempo qnatro Spagnoli, che sapevano che il
conte di Cassel era bandito da Cesare con taglia grossa, ando-
rono una matina al suo loggiamento con animo d' amazarlo et
entrati nella stufa, nella quale all' hora si lavava le mani, et
assaltatolo lo ferirno sopra la faccia, ma non senza yendetta,
che n' uccise un di loro et altri feri.^ il quäl atto spiaque tanto
al re et a Maaritio quanto dir si possa. qui Maaritio fu assai
acarezzato da Ferdinando et pregato che volesse demetter questa
dannosa impresa, et che per il mezzo suo havrebbe talmente
operato col fratello che sarebbe rimaso sodisfatto del intento
suo. al quale rispose Mauritio che ben Sua Maesta sapeva con
quanto amore et fedelta 1' havea servito nella passata guerra
contra il suo sangue, per il quäl aiuto ne consegui la vitto-
riosa palma, che senza quello non era per trame quella im-
presa a fine senza gran danno e pericolo d' ambe le corone,
et forsi non sarebbe passato piü oltra a Ingolstado: siehe da
tutta la Germania e di questo e della religion sua n' era molto
imputato, et che non era per levarsi da questa impresa, finchfe
l'Angravio non era in liberta et la religion sua sicura di non
esser molestato. et che facendo questo Cesare, gli sarebbe
sempre quel amico et vasallo che sempre gli era stato. al quäl
rispose il re di non mancar a tutto suo potere.*
Tornato Mauritio al campo subito^ lo fh marchiar alla
volta della Chiusa, et passato il Danubio a Chember^ et se-
' Vgl. hierzu t. Draffel, 11, Nr. 1633 (und Ernst, Briefwechsel Christofs von
Württemberg ü, 1900, Nr. 614), einen Bericht der württembei^ischen
Bäte an ihren Herrn ans Passan, 11. Juni: J>er Graf von Castell, der
mit dem Kurfürsten [Moritz] hier ist, hat dem Römischen KOnig einen
Schreiber erstochen in der Herberge, wo die französische Botschaft lag;
der Graf hat 4 Wunden empfangen, da 3 Personen gegen ihn waren.'
Noch am 30. Juni wird beiläufig des Grafen als eines Verwundeten ge-
dacht; er lag in Neuburg a. D. v. Druffel, ebendas., Nr. 1618 (S. 666).
Vgl. noch über ihn Ernst, a. a. O. II, Nr. 729, Anm. 1.
* Bekanntlich wurde in Linz eine weitere Konferenz in Passan fQr den
26. Mai vereinbart, von welchem Tage ab Waffenstillstand sein sollte.
Die ihm hierdurch gebotene Frist aber nutzte dann Moritz zu dem Ein-
falle in Tirol aus, durch den er die SOstungen des Kaisers zu hemmen
und letzteren selbst womöglich gefangen zu nehmen hoffte.
* Der Aufbrach erfolgte am 12 Mai.
* = Gfinzbarg?
Fontes. I. AU. B4. IX. 8
114
guendo drieto al fiume Berta^ passö Mendelerin e Cofpani^
et andö a far loggiamento apresso a Fiessen. et lasciata ivi la
eavaleria et cinque insegne di fanteria, si parti col resto et
passata la cittk con il fiume Licus quel di medemo prese un
18 19. castello et 1' altro di, che fu a 19 di maggio,^ ando alla volta
di detta Chiusa,^ nella quäle erano sei insegne de soldati del
contado di Tirolo, ch' essendo sortiti alla diffesa furon tutti rotti,
et volendosi in quella ritirare trovorno che il duca Georgio era
passato per certi diruppi dalla banda d' Italia et era entrato
dentro. preso che hebbe questa seguitö a buon passo il camin
suo verso Inspruc: che di ciö avisato Cesare, il quäle con puoca
guardia si trovava in detta cittk come sicuro, che mai non ha-
rebbe creduto che una simil fortezza con tanti soldati cosi fa-
cilmente si dovesse perdere, et sapendo 1' ardire e 1' animo di
Mauritio, determinö di ritirarsi a Vilacco.^ et non bisognava che
piü tardasse, che subito partito gionse Mauritio et entro nella
cittk, dove ancora erano molti mercanti, che non s' erano cosi
presto possuto partire. gli quali furono tutti saccheggiati reser-
vando la cittk, che per amor del re a lui sottoposta non volse
che fusse punto molestata. dal quäle un' altra volta fu pregato
che si volesse ritrovar con lui,
Ordinato adunque Mauritio che li soldati tornassero al campo
et che doppoi marchiassero alla volta delle cittk franche, fra-
tanto lui andö e ritornö da Possa,^ et levatosi passö Landzperg
sul fiume Lico, Fridberg et Augusta, et seguendo detto fiume
passö il Danubio a Tonavert, cittk imperiale, et andö a far
loggiamento fra Naumborgo, cittk sopra '1 Danubio con un bel-
lissimo castello/ et Ingolstado. et fra tanto che Älauritio tornö
* Die Wertach.
* Mindelheim und Kaufbeuren.
* Die Handschrift hat giugno.
* Die sogenannte Ehrenberger Klause.
" Villach in Kärnten. Der Aufbruch aus Innsbruck erfolgte am Abend des
19. Mai.
" Die Passauer Verhandlungen begannen am I.Juni; am 24. reiste Moritz
aus Passau ab und war am 26. im Lager, von wo aus er aber schon am
2. Juli wieder nach Passau eilte, um den kaiserlichen Bescheid über die
Passauer Abmachungen, den Ferdinand einzuholen unternommen hatte,
zu erfahren; am 5. verließ er dann, da der Kaiser bekanntlich sich
weigerte, jene Beschlüsse gutzuheißen, Passau endgültig.
* Neuburg a. D.
115
da Possa, il fratel del Conte Palatino del Rheno^ havea poste
r arme del re di Francia su le piazze et porte delle cittk che
gik s' erano rendute, eon questo titolo: Vindex libertatis* Ger-
maniae et prineipum captivorum.
Stato li alquanti giomi and6 a loggiar a Heistet, cittk
episcopale, nella quäl puochi d\ dapoi gionse da Possa il duca
Mauritio senza conclusione alcuna, che ancorach^ il re assai
s' havesse faticato con il fratello per metterli d' accordo, lo trovö
sempre diiro e ritroso, che sentendosi a grande ingiuria V ha-
versi convenuto ritirare non lo potea tolerare. e con questo
sdegnoso animo misse il duca Gioan Federico in liberta,' con
proposito che dovesse poi conturbarlo nel proprio suo paese, il
quäl pensiero poi, non trovandosi detto duca n^ gente nfe da-
nari, gli ando fallito. e sapendo di questo il duca Mauritio fk
marchiar il campo alla volta delle cittk hasse, nel quäl tempo
gionse un' altra lettera dil re, pregandolo che volesse in fretta
ritrovarsi nel medemo luoco. alla volta del quäle si misse in Camino
[e r essercito] a marchiar alla volta di Edech, Pleibet, Einspac,
Laidesauze* e con graüdissimi freddi, che a li doi di luio passö
Rotembergo, e descendendo per una picciol valle di frutti e vigne juli 2.
copiosissima, rigata dal Tauber picciol fiume, passö Laut, Ober-
berg, Paideslutz^ et rivö a Mergethol,^ cittk assai fertile e buona,
del granmastro di Germania, et ivi aspetto il duca, che tornasse
da Possa. nel quäle tempo Guielmo l'Angravio fece bruggiar
et metter a sacco un beUissimo castello posto su la colina a
r alto quasi un miglio distante dalla cittk, et se la venuta di
Mauritio non era cosi presta, facea il medemo della cittk. il
quäl non volse permetter tanto male, anci per tutto dove pas-
sava, con una convenevol taglia si contentava, non lasciando
pigliar cosa alcuna eccetto che fieno e paglia. havea dunque
Mauritio lasciato gli capitoli al re e voleva o che fussero osser-
' Pfalzgraf Wolfgang, Bruder des KarfQrsten Friedrich 11.
* So aogeDscheinlich zu lesen statt Yindorum libertas der Handschrift.
* Die Befreiung war bekanntlich im Augenblicke des Aufbruches aus Inns-
bruck (s. o.) erfolgt; doch mußte Johann Friedrich noch in der Beglei-
tung des Kaisers verbleiben.
* Wohl öttingen, Pleinfeld, Ansbach and Leutershausen.
* Wohl Weikersheim? Laut = Lauderbach nahe Weikersheim? Oberberg
finde ich nicht.
* Mergentheim, Residenz des Deutschmeisters (damals Wolfgang Schutzbar,
gen. Milchling).
8*
116
vati 0 veder il fine di quella impresa, nei quali in sostantia si
conteneva la liberation di Filippo et confirmation della religion
sua. et levatosi col campo et entrato nel paese dell' arcivescovo
di Magonza passo Cuniestan, Distelahin, Pissofza, Pehn, Culza,
Miltemberg,^ cittk longhissima drieto alla riva del fiume Meno.
et seguendo per la bellissima et fruttuosissima valle dal detto
fiume adaquata passö ancora Oberberg, Valstat, Stocstat, Esem-
burg, Cinghelstot, Dibert e Stana,^ tutte quante dil detto arci-
vescovo, che gli dano di rendita 500 milla tolleri all' anno, con
bella ordinanza gionse sotto a Francoforto, cittk imperiale, grossa
e per le grosse fere, che ivi si fanno per V anno, molto ricca.
per mezzo della quäle passa il detto fiume, che dividendola in
due parti la maggior tien il proprio nome et la menore si chiama
Sexause.^ et cosi in battaglie con continoe scaramuccie et sparar
d' artegliaria s' accampö dalla banda della cittk maggiore.
In questo tempo tenendo il marchese Alberto assediata la
cittä di Norembergo, devastando e bruggiando molti villaggi e
monasteri, et vedendo quelli della citta il grandissimo danno
del paese suo, si convenero con detto marchese* in 200 milla
tolleri, 30 pezzi d' artegliaria da batter con sua provisione et
altre munitioni da campo. et con questa taglia levö il campo
et passando per Snaten, la quäl cittä havea contribuito in detta
taglia con Norembergo, nondimeno volse ancora chiederli 50
milla tolleri, la quäl citta conoscendo la crudeltk sua gl' offerse
25 milla, chiedendo termine tre di, solamente ch' andassero a
sovenirsi da Noremberghesi. tolti quelli il maichese et non vo-
lendo piü aspettare la face tutta quanta bruggiare et saccheg-
giarla, et seguendo con questa crudeltk verso Francoforte gionse
tre di dapoi il duca Mauritio. il quäl mandogli cinque squadroni
* Die Stationen sind Königshofen, Distelhansen, Tauberbischofsheim, Dien-
stadt, Külsheim.
' D. i. Obernburg, Groß -Wallstadt, Stockstadt, Seligenstadt, Steinbeim.
Esemburg und Dibert kann ich nicht deuten (bei Esemburg wird an
Isenburg zwischen Frankfurt und Darmstadt doch nicht gedacht werden
dürfen).
' Sachsenhausen.
* Am 19. Juni nach siebenwOchentlicher Belagerung. Vgl. Job. Voigt, Mark-
graf Albrecht Alcibiades von Hrandenburg-Culmbach I, S. 813 ff. Die
nachstehend geschilderte Episode mit der Stadt Snaten (?) finde ich dort
nicht erwähnt.
117
de cavalli in aiuto suo sotto al governo degli doi* fratelii duchi
di Mechelburg, et con questi s' accampö da I' altra parte del
tiume, che Sorten do ogni di fuori, hör da questa, hör da quel-
r altra banda soldati a pi^ et a cavallo, si facevano grossissime
scaramnccie, nelle quali la piü parte si ritrovava il valoroso
duca Georgio, 11 qnale havendo tutta una mattina scaramucciato
et retiratoso alquanto apresso alle trincere per riposarsi, et mi-
rando incautamente agil altri a scaramucciar al basso, fu spa-
rata una artegliaria della citt^, che gli portö via la cossa dritta
dal corpo, ehe poi fra due höre mori.*
Sdegnato di questo il marchese Alberto fece metter tutta
r artegliaria a segno, eh' erano 46 pezzi, tutta grossa, et quatro
mortari, e mai cesso di batter fin sera la ciltä dentro e fiiori,
eh' essende quella discoperta da una eolina, dove era posta
detta artegliaria, si poteva con grandissimo danno di quella
batterla in ogni luoco. et V altro d\ havendo lasciato il fratello
del duca Georgio luoeotenente del campo, tolto con esso lui il
conte d' Aldemborgo con quelle 20 insegne di fanteria, si volse
drieto al Rheno depredando e bruggiando tutto quel paese fin
a Cologna; che voltato dalla banda dil fiume tomo con suoi
soldati carichi di bottino al campo.'
In tanto quelli del duca Mauritio haveano trovati molti
pezzi d' artegliaria dell' arcivescovo Magontino nel fiume presse
a Hus,^ che cavatala da quelle la condussero nel campo. e tanto
che si preparava di batter la cittk et dargli 1' assalto, gionse il
prencipe di Blan, grancancellier del re de Romani,* con li capitoli
confirmati della pace cosi della religione come della liberatione
deir Angravio. per la quäl causa crebbe in tanta devotione et
autoritk di tutta la Germania et era d' ognuno chiamato diffensor
Handschrift doi soi. Gemeint sind die Herzöge Johann Albrecht und
Georg von Mecklenburg.
.Unser Bruder seliger h. Jurg,' schreibt Johann Albrecht am Tage nach
der Katastrophe, 21. Juli, an den dritten Bruder Ulrich, ,i8t nit uffn Schar-
mützel, sondern vor der schanz mit einem grossen stuck der rechte Schen-
kel abgeschossen worden, sein lib hat nit über anderthalb stunde darnach
gelebt' u. s. w. Schirrmacher, Johann Albrecht I., Bd. 2, S. 187, Nr. 71.
Man sieht hier, wie genau die Angaben unseres Chronisten sind.
Vgl. Voigt a. a. O., Bd. 1, 8. 333 f.
= Höchst?
Heinrich V. Beoß von Plauen, Burggraf von Meißen, Kansler von Böhmen.
118
et signor loro.^ soggionse il detto prencipe da parte del re, che
lo pregava non gli volesse mancar di quanto gl' havea promesso
di soccorrerlo contra al Turco, et quanto piü presto lo poteva
fare, tanto piü gli sarebbe stato grato. preso adunque Mauritio
con sodisfattione delli doi signori francesi il Camino verso Tona-
bero, fece ivi la mostra et mandö la cavaleria per terra et la
fanteria per aqua^ lasciando indrieto le donne et cavalli, ch' e-
rano infiniti, a tale che se un cavallo valeva 10 toUeri, volon-
tieri lo dovano per tre.
Gionto in Hongaria fu lietamente ricevuto et accarezzato
da quella tanto cortese casa d'Austria, nella quäl parte poi fece
Nov. honoratissime imprese. gionto il mese di novembre il Turco si
ritiro nel paese suo et Mauritio ritorno alla volta di Dresen.^
In questo mezzo il marchese Alberto, restato forsi otto di
dapoi a 1' assedio di Francoforte, si levö^ col campo suo et un
regimento di 10 insegne di quei di Mauritio, il quäle era nel
levarsi passato nel suo, si volse alla volta di Mez per andar a
servir la Corona di Francia.* che servitola per un tempo ven-
nero in differenza per causa delle paghe, delle quali passava il
termine, e sdegnato si lev6 col campo et venne a humiliarsi a
Cesare, che dapoi alcuni giorni gli dimandö le paghe et ristoro
della impresa de Madeborgo. Cesare, che desiderava teuer dis-
cordia nelle parti di Germania, et massime tra questi doi poten-
tissimi guerrieri Alberto e Mauritio, dissegli che quella guerra
non era fatta per lui, ma si per gli vescovi et per quelli che
s' erano di quella^ impatroniti: sich^ si volesse adunque pagar
sopra de tali. il marchese, che altra risposta non desiderava,
ritrovandosi quasi in esser di gente, non gli fu difficile il crescer
numero a 1' essercito suo, perche gli soldati assai piü si conten-
^ Am 1. August 1552 zeichnete Moritz in Rödelheim den Vertrag, der frei-
lich keine dauernde Religionsversicherung für die Neugläubigen enthielt.
2 Über den Türkenfeldzug Moritz' vgl., außer v. Druffel, II, Ißleib, Von
Passau bis Sievershausen (Neues Archiv f. sächs. Gesch. VIII), S. 41 — 43,
49 f. Anfang Dezember traf der Kurfürst wieder in seinem Lande ein.
» Am 9. August. Voigt, Albrecht Alcibiades I, 339.
* Vielmehr nach Trier und vyeiterhin Diedenhofen. Vor Metz erschien Al-
brecht erst nach seiner Versöhnung mit dem Kaiser, um in Karls Inter-
esse sich an der Belagerung der bekanntlich von Frankreich eingenom-
menen Stadt zu beteiligen. Alles Nähere s. bei Joh. Voigt, Albrecht Alci-
biades, Ende des ersten und Anfang des zweiten Bandes.
' Zu lesen: quelli?
119
tavano della libertk che gli dava del saccheggiare et robare
che non facevano dell' istesse paghe: sichö in puoco tempo f^
quindeci squadroni de cavalli et cinquanta tre insegne di fan-
teria. accortosi di questo il duca Mauritio tolse seco trecento
cavalli de sua corte et andö rivedeudo alcune citta del paese
suo, dove passo per Hon/ Torga, Eilemburg et Laispic," nella
quäl cittk, per esser, corae gik dissi, di stndii molto adornata,
gli fu da due milla e Cinquecento Scolari fatta la dimostratione
di Sansone in lingua latina in figura sua per la liberatione della
religione Sassonica. la quäl puoco doppo quasi divenne in pro-
fetia, che volendo diffender et liberar la patria vi lasciö la pro-
pria vita.
Segnende il camin suo et fatto avisar al paese sno et quelle
delle parti basse ch' a li 20 d'aprile' 1553 si volesse ritrovar
nella citta di Magdeborgo, passö fra tanto Naumbergo, Pega,
Freiburg, Aisleben, Dasfort, Soiditz, Mosburg et Hala, ambe
episcopali, sopra al fiume Sala nella Tuiingia,* et entrato nella
Sassonia pass6 Vittembergo, citta di academia, nella quäle so-
leva leggere Filippo Melanthone^ et dove giace la sepoltura di
Martin Luthero con questo epitafio:
Pestis eram vivus, moriens tua mors ero papa!
Questa citta h posta su la riva del fiume Albo assai forte
et una delle principali de Lutherani. qui vidi un cane a menar
un spedo di rosto longamente in quell' hoste ria avezzo. e se-
guendo drieto a detto fiume passo Zerbetz, cittk grande del
' Großenhain?
' In Leipzig befand sich Moritz Anfang März 1553 (vgl. Dmffel-Brandi,
Beiträge zur Reichsgescbichte IV, Nr. 57). Er erhielt hier eine unbefrie-
digende Antwort Albrechts auf die Anfragen, die er an diesen gerichtet,
ob er ihn als Freund oder Feind zu betrachten habe. Voigt, a. a. O. ; Iß-
leib, Von Passan bis SieTershansen, S. 58 ff.
• Soll wohl heißen: März. Vgl. weiter unten.
* Naumburg; Pegau; Freyburg (an der Unstrut, nOrdlich von Naumburg);
Eisleben; Staßfurt; Schkeuditz; Merseburg; Halle. ,Ambe episcopali*
kann Hieb doch nur auf Merseburg und Naumburg beziehen, ,8opra al
fiume Sala' dagegen außerdem auch auf Halle; die Anordnung der ein-
zelnen Ortschaften entspricht offenbar auch der Reihenfolge nicht, in
der Moritz sie besuchte. — In Torgau war Moritz am 13. März, laut des
Briefes bei v. Druffel-Brandi, Nr. 66.
' Melanchthon gehörte bekanntlich auch damals noch — und bis an seinen
Tod — der Wittenberger Hochschule an.
120
prencipe d' Hanalt, dapoi Barbe, Salsc e Sorabre/ et gionse in
Madeborgo,^ nella quäl cittk vi si trovorono tutti gli capi delle
citta basse, come Lubec, Lunenburg, Bremo, Berlin, Hamburgo,
Corsleben^ et molti altri di molti luochi di Sassonia, gli quali
congregati nel palazzo gli espose quäl fusse 1' intento di Cesare
et di Alberto di Casemiro, sogiongendo che secoudo fin' a quel-
r hora era stato difensor di tutta la Germania, a quelle et alla
patria sua ofFerendo 1' havere et la persona sua in salute loro,
essortandoli ancli' egli che non volessero in dar aiuto esser scarsi
contro a un si crudel tiranno, che d' altro che di bruggiar et
saccheggiar [non] si dilettava, et che non meno havrebbe 11
medemo di loro fatto quando non si volessero diffendere. dagli
quali non trovö gran difficulta al voler suo, con intentione perö
di non offender.
Stabilito questo ando di longo d' AUesleben* del vescovo
d' Alberstat, nella quäl cittä vi si trovava Enrico duca di Bran-
svic et gli conti di Mantzfelt per quietar una diflferenza nata
tra di loro, che dapoi repacificati et confederati insieme fecero
ritorno nel paese loro per far soldati. et Mauritio passato per
Salse, Calbe, Perneb erg, Coderne,^ cittk tutte drieto al fiume
Sala, dove per carestia di legne altro fuoco non si fa che di
paglia, de la quäle per la grandissima abondanza di seminati
se ne serve per tutto 1' anno, ch' essendo in tal uso longamente
avezzi cuoceno comodamente il viver loro et ogn' altra cosa.
dapoi gionse a Saitz, cittk episcopale sul fiume Elster,^ su la
piazza della quäle vi k una colonna di legno, alla quäle sono
molte sorti di arme attaccate, le quali tolgono a quelli che bat-
tono gl' inimico in terra o disvantaggio d' arme.' stando ad as-
pettar la duchessa sua et la sorella sua duchessa di Bransvic,
^ Zerbst, Barby, Alt-Salze, Schönebeck.
' Hier ist Moritz am 25. März nachweisbar (v. Druffel-Brandi, Nr. 85), mag
aber auch vor der Zusammenkunft von Neuhaldenslebeu (s. unten) dort
gewesen sein.
' Zu lesen Goslar statt Corsleben? Wohl sicher mit Unrecht ist auch die
fürstliche Stadt Berlin hier mit aufgeführt.
* Neuhaldensleben, wo Moritz vom 22. bis 24. März aufs neue mit Hein-
rich verhandelte und ein enges Bündnis abschloß. Ißleib, S. 63 f.;
V. DruflFel-Brandi, Nr. 84.
• Kalbe, Bernburg, Köthen.
" Zeitz.
' Der Text ist hier offenbar verderbt oder es fehlt etwas.
121
et Joachino marchese di Brandeborgo elettore, il marchese di
Vesterin^ suo fratello, il prencipe di Hanalt et molti altri si-
gnori, et cosi di brigata andorono alla volta de Torga. fatto ivi
alcuni discorsi si parü ogn' ano per giugner nei loro paesi a
far gente et la duchessa andö alla volta di Hesia, nella cittk di
Cassel, dove da Filippo il padre era aspettata.
Havendo il marchese Alberto eominciato a depredar il
paese del veseovo d' Hala* et altri luochi, cominciorono anch' e-
glino a soldar gente, ricorrendosi con 1' elettor di Magontia a
Mauritio et al duea Bransvic, gli quali insieme con gli vescovi
de Vertzbei^ et Bamberg haveano messe insieme 30 insegne
di fanteria et 28 squadroni de cavalli, olti* alla guardia di
Mauritio, ch' era di secento cavalli de suoi gentil' huomini, et
Cinquecento Hossari di fiorita gente.
Rivato il marchese Alberto nei confini dil stado di Mau-
ritio, fugli da lui fatto sapere che si levasse da suoi confini. il
quäle rispose non esser venuto in quelle parti per danneggiare
il paese suo, come parente che gli era et amico, et che a lui
non accadeva a volersi cercar pugna contra de lui. pur Mau-
ritio conoscendo la natura sua non si volse punto di lui fidare,
anci si volto con 1' essercito suo in quelle parti. avedutosi il
marchese di questo si volto con il campo verso Bransvic, la
quäl cittä a quel tempo era ribellata al signor suo. che accor-
tosi di questo Mauritio afireto il passo per impedirgli che non
potesse entrar in detta citta, perche assicurandosi il marchese
in quella sarebbe stato di grandissimo disvantaggio et danno a
quel duca et a Mauritio. et incontratisi una sera con gli esser-
citi da r una e 1' altra banda d' un paduloso et profondo fiumi-
cello per far loggiamento si fece alquanto di scaramuccia con
alcuni inviti di brindeci d' ambe due le parti. sapendo il mar-
chese r intento de suoi awersarii, fece la medema notte occul-
tamente levar il campo per poter senza impedimento entrar
nella citta. che accortosi di questo Mauritio fece ne 1' alba
* Soll heißen Küstrin (Johann von der Neumark).
• So! Vielleicht ist Halberstadt gemeint, wohin der Markgraf im Juni d. J.
vorgedrungen war. Er zog dort am 11. Juni ein, brandschatzte das Dom-
kapitel und zwang es, den brandenburgischen Prinzen Sigismund, der
kQrzlicb zum Erzbischof ron Magdeburg erhoben worden war, auch zum
Bischof Ton Halberstadt zu ernennen. Dann brach er ins brannschwei-
gische Gebiet ein. Voigt, a. a. O. II, S. 76 f.
122
anch' egli il suo et messa la gente sua in ordinanza la fece
afFrettar il Camino per impedirgli il passo.^ et fatto da cerca
10 millia nell' entrar d' un bosco in una amplissima campagna
da quello circondata, scoperse 1' insegne dil marchese, che
anch' eile entravano in detta campagna. onde in un subito
misse Mauritio la gente sua in battaglia et con tre squadroni
de cavalli cacciö inanci 1' artegliaria sopra d' un basso colle, la
quäle comincio forte a danneggiar nel campo d' Alberto, cosa
che non poteva far la sua in quel di Mauritio. che vedendo il
gran fracasso che facea nel campo suo, s' afFrettava di venir
inanzi verso 1' insegna bianca di Mauritio, con presupposito che
superata che fusse quella, perch^ era di secento cavalU della
piü fiorita gente di tutto 1' essercito suo con lance et archibugi,
che facilmente col resto havrebbe ottenuto la vittoria. et messi
cinque squadroni sotto a una sol insegna, fingendo che fusse
un sol squadrone, venne alla volta de 1' insegna di Mauritio,
alla testa della quäle era il duca di Bransvic, condutier suo,
con ambidoi figliuoli et il giovinetto duca di Lunemborgo suo
confalonieri.2 in questo tempo Mauritio havea raandati cinque
squadroni de cavalli a pigliar una gran volta, aciö investissero
i nemici per fianco, et altri havea messo alla guardia della fan-
teria, la quäle era a Y incontro a quella d' Alberto, havea poi
messa la banda sua in mezzo agl' altri squadroni et cosi an-
dando, pro vedendo hör in questa, hör in quella parte, si comin-
ciorono a vicinar i campi cosi a passo a passo. et quando si
furono apresso manco d' un tiro d' un sasso, la detta banda di
Mauritio abassate le lancie si serro contro al detto squadrone
con tanto impeto che puoco mancö che non gli disordinasse.
ma per esser assai di maggior numero, sostenne valorosamente
quel assalto, gli quali auch' eglino con suoi archibugi fecero
grandissimo danno in detta banda, nella quäl ferirono a morte
amendui gli figliuoli del duca di Bransvic et il duca di Lunem-
borgo. in questo tempo i cinque squadroni che doveano investir
nel campo del marchese, lasciorno entrar dentro gli capitani
^ Zur Schlacht von Sievershausen (zwischen Burgdorf und Peine im Han-
noverschen) am Sonntag den 9. Juli 1663 vgl. Voigt, a. a. O., S. 92 ff.;
Ißleib, S. 96 ff.
' Karl Viktor, geb. 9. April 1626, und Philipp Magnus, geb. 26. Juni 1627,
die beiden älteren SOhne Heinrichs von Wolfenbüttel, und Herzog Fried-
rich von Lüneburg, der zweite Sohn Ernst des Bekenuers, geb. 1632.
123
loro et piantatili detero la volta verso dil bosco. di che aecor-
tosi Mauritio, il quale era sopra un eaval Turco donatogli dal
duca di Ferrara, corse a quella volta per fargli ritornar indrieto,
gli quali o perch6 erano amici dil duca Gioan Federico o per-
ch6 forsi si dilettavano d' attender alle possessioni o alle loro
raoglie, non si curorono piü oltra de suoi preghieri. ma li altri
cinque squadroui, quali havea raesso per cura della fanteria,
non volsero imitar gli primi, anci non potendo piü aspettare
disse il baron di Dech/ colonello, al Comestorf capitano de
eavalli:' che stiamo piü a indugiare? et intrando nella fanteria
d' Alberto la disordinorono di tal sorte che sopragiungendo la
fanteria di Mauritio tutta in battaglia la superö, et di cinquanta
tre insegne non se ne salvorono altro che vinticinque, le altre
furono prese et gli soldati chi morti, chi feriti et chi fatti pre-
gioni. vedendo Mauritio esser da detti squadroni schernito, ri-
tornö a punto dove la battaglia s' era incominciata, nel quäl
luoco vide il figliuol minore del duca di Bransvic in terra morto
et r altro non molto lontano star con le man gionte e gli occhi
fissi al cielo con una archibugiata in meggio la fronte, che
puoco dipoi lo guido al fine di sua vita. poi vide il duca di
Lunemborgo ferrito et da molti atorniato per levargli V insegna
di mano, il quale valorosamente si diflFendeva. ma sopragionti
un numero de cavalli di Mauritio fecero si che lui si salvö et
loro si diedero a fuggire con il resto de suoi, di sorte che mai
piü si puotero riffare. tal che il marchese, affaticandosi hör in
questa, hör in quella parte fu assalito da un gentil' homo de
Mauritio, il quale havendogli posto V archobugio per meggio '1
petto hebbe Ventura che nel sparar non volse tuor il fuoco, che
poi alciato detto arcobugio per darli in su la testa, tolse il colpo
sul braccio destro, il quale fu si gagliardo che quasi piü di
quello non si potea aiutare. et cosi retirandosi al meglio che
potea fu da un' altro gentil' huomo sopragionto, dal quale non
potendo diflfendersi fu fatto pregione; ma tanto sepe fare e dire
che donatagli la collana d' oro ch' havea al coUo, lo lascio an-
dare, et con doi squadroni de suoi cavalli si salvö in Bransvic'
» Heideck, s.o. 8. 110, 2.
• Oswald von Kromesdorf ; vgl. Voigt, a. a. O., 8. 93.
• Über Albrechts Verwundung und Gefangennahme vgl. besonder* Voigt,
8. 98, Anm. 1 und 2. Die Nachricht unseres Autors, daß der Markgraf am
124
In tanto Mauritio havea cacciati i suoi nemici dalla cam-
pagna et tanto era intrato dentro inanci al bosco, che nel tor-
nar s' incontrava in quelli dil marchese, eh' ancora fugivano.
doi nemici suoi, vedendo che Mauritio era solo, gH andorono
incontro, il quäle defendendosi valorosamente sparato 1' arcobugio
contra un di loro lo cacciö morto da cavallo e nel metter mano
alla spada il compagno gli sparo il suo nel sinistro fianco et li
passö la balla alla destra cossa, dil quäl fraudolente si sospet-
tava che piii presto fusse un de suoi che dil marchese.^ rivati
li alcuni de suoi gentil' huomini lo condussero sopra d' una
riva, fatto ivi venir subito un cocchio lo guidorno al padiglione,
dove ritornando i vittoriosi capitanii con suoi soldati chi con
bottoni e chi con preggioni, in vece d' alegrezza rimasero tutti
colmi d' affanni e di dolore, che di ciö acortosi 1' invitto duca
si sforzava non solamente confortarli con parole, ma ancor di
sostenersi in piede. pur cominciando le virtu del corpo piü di
quelle dell' animo ad abandonarlo e sentendosi venir meno,
chiese la confessione et dapoi ricevuto il santissimo sacramento
et perdonato a tutti gli suoi nemici pregö che tutti li preggioni
fussero lasciati. poi soggionse: acciochö a alcuno non dolga la
morte mia, imperoch^ io vado a 1' eterna vita, lasciovi il fratel
Juli in vece mia. questo disse il lunedi et il martedi, che f u a 11 de
10. 11. lugho^ 1553 dopo 1' hora di terza, fini sua gloriosa vita con tre
altri prencipi, con gli figliuoli del sconsolato duca di Bransvic,
magnanimi, gentili, bellissimi, parlatori in lingua italiana, fran-
cese, spagnola et altre sorti, con il giovinetto et virtuosissimo
in ogni instrumento duca di Lunemborgo, con forsi da cento
gentil' huomini et capitanii. et de nemici ne mori circa cinque
milla e tre milla preggioni.
Juli 23. Imbalsemato a 23 del detto fu portato a Freiborgo et ivi
in presenza della mestissima duchessa fu posto apresso al padre
con 28 insegne de nemici et le arme, in che fu morto, sopra la
sepoltura. venuto poi il duca Augusto et la duchessa, gli quali
nel tempo della guerra s' erano retirati dal re di Danismarca,
impose che fusse ordinato un deposito di bronzo tutto istoriato
rechten Arme verwundet wurde, wird durch das Zeugnis des Herzogs
von Mecklenburg bestätigt (ebendaselbst).
* Nach dem weiteren Berichte unseres Autors (s. w. u.) war dieser Ver-
dacht unbegründet.
' Der Monatsname fehlt im Text, es ist eine entsprechende Lücke gelassen.
125
con le 13 imprese fatte con tanta gloria cos\ nella Germania
alta et bassa come nella Francia et Hongaria contra il Turco,
con quella maestranza et diligentia che fasse possibile con spesa
di cinquanta milla tollen.^
Illastrissimo principi Mauritio duci Saxoniae electori, def-
fensori patriae, inclito victori comunium Germaniae hostium.
Relatus est in castra accepto vulnere ictus fraudulenti' in
proelio, fuso dissipatoque exercitu hostium, ibique obiit diem
s[uum] 5 id. jul. princeps optimus et maximus, cum v[ixisset]
a[nnos] 32, m[enses] 3, d[ies] 20, h[oras] 10' placidissimo et
religiosissimo fine.
Indicatio anni mortis.
Teutonicus fiiror ut turbabat saeviter oras,
Manritius princeps victor et ictus* obit.^
J[oachimas] C[amerariu8] P[ambergensis] F[ecit].
' Eine ausführliche Beschreibung des von Kurfürst August seinem Bruder
im Freiburger Dome errichteten Monuments findet sich in Andr. Mollers
Theatrum Freibergense Chronicum . . . Beschreibung der alten Berg-
hauptstadt Freyberg in Meissen (Freyberg 1653), S. 62 f. Hiernach sind
es 20 Tafeln, welche die Schicksale und Taten Moritz' künden und deren
Inschriften Moller mitteilt. Außerdem veröffentlicht der nämliche im Theatri
Freibergensis chronici pars posterior nach einer Beschreibung der Bei-
setzung Moritz' ein längeres, von Melanchthon herrührendes Epitaph und
das auch in unserer Chronik mitgeteilte Chronostichon des Joachim Came-
rarius. Letzteres bringt femer nebst der hier ebenfalls folgenden Notiz
über das Alter Moritz' als Anhang zu der Trauerrede, die Camerarius
in Leipzig beim Durchtransport der Leiche hielt, Simon Schardius im
zweiten Buche seines Historicum Opus (ed. 1673, Schardius Redivivus),
wo auch ein heroisches Gedicht über die Schlacht von Sievershausen
u. dgl. m. Zur Baugeschichte des Monuments vgl. femer J. Schmidt, Bei-
träge zur Kunstgeschichte Sachsens im 16. Jahrhundert, S. 86 ff. (Archiv
f. Sachs. Gesch., Bd. XI, 1873).
* Schardius 1. 1.: improvisi.
' Moritz war geboren am 21. März 1521.
* Handschrift: ictibus.
' Um auf das Todesjahr 1553 zu kommen, sind sämtliche Buchstaben
mit Zablenwert zu addieren, also
TeVtonICus fVror Vt tVrbabat saeVIter ora«,
MaVrICIVs prInCeps ViaVs et ICtVs oblt.
Ein anderes Chronostichon gibt Schardius 1. 1. p. 567:
MaVrICIVs fVrIas hostls fera beLLa repeLLens
eXpIrans VlUe VVLnere CLaVsIt Iter.
Ferner ebendaselbst ein Doppeldistochon, welches Monat, Tag und
Stunde des Todes meldet:
126
Mauritius^ cecidit bello,^ Germania plange
Amissa imperii quanta columna tui!
In tua Mars armis cur impie viscera saevis?
Namque^ tuum cecidit saeva per arma decus.
Mauritii tumulum cernens Germania plange,
Pectore magnanimo non habitura parem.
G[eorgius] Fab[ricius].*
Havea in questo tempo il duca di Bransvic fatto squar-
tare quel gentil' huomo che lasciö fugir il marchese, da quatro
cavalli in meggio il campo; et saputo che lui s' era salvato nella
propria cittk^ et che cercando la pace con il duca Augusto, in
breve non tanto ottenne quella, che havendo gia cassata la gente
del fratello molti di quelli andorono al servigio di detto mar-
chese, tanto che si rifece di 7 squadroni de cavalli et alcune
insegne di fanteria. ma il duca di Bransvic, desideroso piü di
vendicar la morte de figliuoli che il duca Augusto quella del
fratello, andö ad assediarlo in Bransvic, minacciando i cittadini
di brugiarli dentro tutti, se lo tenevano nella citta. gli quali
temendo queste minacciose parole, e tanto piü havendo 1' esser-
cito atorno, lo mandorono fuori. il quäle con detti soldati assaltö
il duca, il quäle tutto arabbiato fattosigli incontro lo ruppe et
gli tolse Cinquecento cavalli.*' et andö di longo verso la citta et
gli cittadini gli venero incontra et impetrata la pace et la gratia
sua, r accetorono dentro obediendolo come loro vero signore.
In questo tempo il re de Romani, la citta de Norembergo
e gli vescovi de Vertzberg et Bamberg gli occuparono una gran
mauricIVs martern pro LIbertate gerendO
ediDIt EXemplar quod decultque ducem,
non HOstem metuit RApidum, NON Alta frementem,
sed mente infracto et pectore victor OBIT
(= Julio die 11 hora nona obit).
^ Ebenfalls bei Schardius 1. 1. p. 559.
' Schardius: beilax, auf Germania bezogen.
' Schardius: ecce.
* Georg Fabricius 1516 — 1671, Rektor der 1543 durch Moritz gegründeten
Fürstenschule von Meißen, bekannter Dichter, Historiker und Schulmann.
* Nämlich Braunschweig, welches Albrecht stets offen stand.
* In dem TreflFen von Steterburg unweit Braunschweig am 12. September
1668. Albrecht mußte infolge dieser Niederlage die Stadt Braunschweig
aufgeben.
127
parte dil paese suo. vedendosi il marchese da tante bände
opresso, si ritiro in Svainfurt, cittk imperiale posta tra gli detti
vescovi. ma ivi non stete molto, che il vecchio duca lo venne
ad assediario. contra il quäle sorti il marchese et combattendo
da r una e V altra parte valorosamente, al fin il marchese fu
rotto con perdita di quatrocento cavalli et 8 insegne di fanteria.
et retiratosi un' altra volta in detta cittk, il duca fece intender
a cittadini che se non gli lo davano nelle mani, voleva arder
la cittk. gli quali ancorche glielo promissero, la seguente notte
lo lasciorono fugire. sdegnato di questo il duca cominciö a bom-
bardar la cittk et intrato con 1' essercito degli altri prencipi la
bruggiorono tutta quanta.^ non contentandosi di questo il duca
andö alla volta di Columbac, principal cittk d' Alberto, guardato
da an de fortissimi castelli di Germania,^ posto su un arduis-
simo monte, il quäle scuopre tutta la cittk, acanto alla quäle
passa il fiume Meno. alla diffesa di questa era an conte gio-
vinetto, il quäle sorti da quella con ducento cavalli. et havendo
tutto un giorno scaramucciato e volendosi per stanchezza retirar
nella cittk, fu tolto in mezzo et amazzato con molti de cavalieri
suoi, tra li qoali vi era quello che amazzö il duca Mauritio, che
ritrovandosi al ponto della morte liberamente confesso esser stato
lui. gli soldati ch' erano restati dentro, vedendo non poter con
cosi puochi resister a tanti, fecero intender al marchese che
non soccorrendoli erano sforzati a rendersi. agli quali fe inten-
der che non potendo resistere dovessero prima dar fuocho alla
cittk, acciö la roba non restasse in preda a nemici. et cosi la
seguente matina, che fu nel fin d' ottobre, senza faiiie motto a
cittadini, dettero il fuoco in ogni banda di detta cittk, et dapoi
fugendo da quella furono seguiti dalla cavalleria dil duca, dalla
quäle quasi tutti faron morti et presi. entrato il duca nella cittk
salvö tutti quanti li cittadini cosi maschi come femine con quella
* Die Einnahme Schweinfarts erfolgte am 13. Juni 1554, nachdem Albrecht
in der Nacht zuvor die Stadt geräumt hatte.
* Kalmbach mit der Plassenbnrg. Letztere, seit acht Monaten belagert, fiel
am 22. Juni 1554. Kulmbach andererseits war schon bei Gelegenheit der
ersten Angriffe der Feinde auf die Plassenburg, im Herbst 1553, einge-
ischert, damals auch die fliehende Besatzung unter Hieronjmos von
Brandstein von den Gegnern ereilt und zum Teil niedergemetzelt wor-
den. Voigt, n, S. 151 f. und 8. 207 f. Unser Autor hftlt diese verschiedenen
Phasen des Kampfes wider Albrecht nicht genflgend auseinander.
128
puoca roba che puoterono trar' dalla furia del fuoco, sich^ heb-
bero piü pace da stranieri che da suoi proprii vicini, che ha-
vendogli brugiate le case furono sforzati cosi privi di loro beni
ad abandonar la loro patria et girsene mendicando per altri
paesi. il marchese non potendosi piü riffare, come desperato si
retiro verso la Prusia, che poi per mezzo di quel duca, il quäle
era suo parente, et altri suoi amici tento d' haver la pace con
tutti quei signori, ch' erano contra lui, da quali con il tempo
ne conseqm qualche gratia.^ —
In questo tempo gionse lettera dil re di Danismarca^ al
duca Augusto della morte d' Odovardo re d' Inghelterra et suc-
cesso di quella, il quäle morse a 6 di luio del detto anno,^ et
come Maria, alla quäle aparteneva il detto regno, per il timor
dil duca di Notamberlano^ se era ritratta verso il mare dalla
banda di Francia, la quäl poi con 1' aiuto dil conte di Arondel
et il conte di Pembruc, gli quali havevano voltato quasi tutto
il consilio del regno alla devotion sua, pigliö il possesso quasi
per forza d' arme contra al detto duca di Notemberlano, il quäl
con presuposito d' usurparsi il detto regno havea congionto in
matrimonio il conte Vardic/ suo primogenito, con Giana nipote
d' una sorella di Henrico padre d' Odoardo.^ la quäl Giana fece
grandissima resistenza a questo maritaggio, parendogli che questa
cosa fusse illicitamente ordinata; ma le minaccie della madre la
constrinsero ad accettarlo. per il quäl poi ne successe la total
rovina di detta parte, che dapoi a puoco tempo Maria fö tagliar
la testa al detto duca, al figliolo et a molti altri, et cosi fece
ancor della innocente et dottissima Giana, la quäl inanti alla
morte sua havea scritto 1' innocentia sua in lingua greca, latina
et in suo idioma, chiamando Idio et il consiglio et altri in sua
testimonianza; che intrepidamente rivoltisi li capigli inanci agl'oc-
chii constantissimamente misse il collo sotto al suplicio et ivi
^ Hier ist — inmitten der Seite — ein Raum von sieben Zeilen freige-
lassen.
* König Christian III. (1533 — 1559), der Schwiegervater Augusts.
* t 6. Juli 1553.
* Northumberland.
' Warwick.
" Jane Gray. Sie war die Urenkelin Heinrichs VII., des ersten TudorkOnigs,
von dessen Tochter Margareta. Auf Betreiben des Schwiegervaters Janes,
Northumberland, bestimmte Eduard VI. jene zu seiner Nachfolgerin statt
seiner Schwestern, deren Legitimität angezweifelt wurde.
129
con grandissima pietk d' ognuno gli fa levata la testa dalle
spalle.^ accoraodata ogni cosa si stabih il matrimonio col re Fi-
lippo, il quäle con grandissima solennitii c ponipa fu celebrato
in Vincestre, che fu il di di santo Giacomo 1' anno 1553.'
In questo tempo il duca Augusto s' era repacificato col
duca Gioan Federico et figliuoli con restitutione di tre cittk
toltegli dal duca Mauritio et ducento milla tolleri,^ il quäle al-
r hora si ritrovava infermo, che poi il primo d\ de maggio
morse Sibilla, che fu 1' anno 1554, et il terzo di drieto morse
anch' egli.* partita poi Agnese, che fu moglie del duca Mauritio,
andö a stantiar a Vaisanfels, cittk lasciatali con due altre da
lui per dote sua, il duca restö al possesso del fratello da lui
lasciatoli.
Fatto adunque il duca Augusto giurar fedeltk a tutti del
State suo, comincio a legerir la corte e di gente e di spesa,
che giä il fratello tanto honorata e splendida tenea, et comincio
darsi alla caccia et altri spassi e giuochi, tra quali uno fu di
tirar de balestrar, come quasi per tutta Germania s' usa. 1' ap-
parato del quale fu fatto fuori della citta, dove era una bel-
lissima et spatiosa campagna, con spesa di cinque milla tolleri.
il quale apparato era uno theatro a modo di luna, che da un
corno a 1' altro distava trecento passa, sotto al quale dovevano
Stare gli giuocatori con suoi banchi accomodati da seder; al
mezzo dil quale eravi quello dil duca, et dalle bände eranvi
altri signori, et cosi di mano in mano secondo il grado loro
come gentil' huomini et artisti. sopra a questa era accomodato
un bellissimo palazzo tutto fatto come il resto di tavole con
camare, loggie et sale depinte et riccamente adornate, nel quäl
dovea stare la duchessa et altre illustri donne con gli senatori
da una banda et gli trombetti da 1' altra. al incontro di questo
era una beUissima machina fatta in sestile accomodata per ber-
' Der Todestag Johannas war der 12. Februar 1554.
• Vielmehr 1554. Der Tag des Schutzpatrons Spaniens, St. Jakob, war ge-
flissentlich für die Feier ausersehen worden.
■ In dem Naumburger Vertrage vom 24. Februar 1564 vertrugen sich
Johann Friedrich und August; letzterer restituierte jenem Altenburg und
einige Amter.
* Es ist wohl marzo statt maggio zu lesen; Johann Friedrich starb am
3. März 1554, seine Gattin freilich schon am 21. Februar, nicht am
1. März d. J.
Vontes, I.Abt. Bd. IX. 9
130
saglio, della grandezza di un gran pergolo con sei facciate a
imitatione di tante porte con suoi cornici et pilastrate fatte con
bella ai'chitettura et varie depinture, le quali erano cliiuse di
terra tinta de nero con le sue brocche ^ in mezzo, il tondo tutto
inargentato. tre delle quali servirono da ogni banda del theatro,
che finito poi di tirare la machina si volgeva e rapresentava
le altre tre. e fratanto che da una banda s' acontiava, si tirava
r altra.
Questo gioco dnrö per dieci giorni continui cominciando dalla
matina dil levar del sole fin' a 1' hora della cena, con bellissirai
et dilettevoli intermedii di altri giochi et spassi. 1' ordine di
questo giocar era di giocar cinque milla tolleri divisi in piü
parti, secondo che si facevano ancor piü botte. il precio mag-
giore era di Cinquecento tolleri et calando le botte diminuiva
ancora il precio. gli giocatori erano 224, venuti da diversi
luochi d' apresso et di lontano di diverse nationi, gli quali tutti
stavano alla spesa del senato, la quäle gl' era in belhssima or-
dinanza portata fin' al luoco dove giocavano da li giovani della
cittk. et tanto che questi desinava, per intratenimenti di tanti
circostanti ch' erano venuti da diversi luochi per vedere un tal
spettacolo, si faceano altri giochi. il primö giorno molti giovini
si provorono d' ascender duoi altissimi abeti tutti mondi e scor-
ciati, salvo che le cima, su la quäle erano doi caponi dentro
le gabie; che chi poteva cavar di quelle, guadagnavano con
quelli cinque altri tolleri. questo gioco durö quatro giorni, avanti
che alcuno potesse arrivar alla summitk per la difficultä ch' ha-
vea fatto 1' onto^ di salirvi, et diede grandissimo spasso a ognuno.
il secondo giorno giostrorono gli villani sopra bellissimi cavalH
senza sella con armature di paglia et uno coccone di legno per
ferro delle lancie sue; il prezzo fu di diece brazza di panno
alto. il terzo di giostrorono gli gentil' huomini in diverse livree,
il precio suo fu di una beretta di veluto con una medaglia. il
quarto di si fece ballar molti giovani et giovane cittadini, i
quali erano venuti con sue inamorate per vincer uno par di
calce per loro et cinque braccia di panno per la sua ballarina
a chi piü si manteneva in ballo. il quinto di fece tirar d' arte-
gliaria separatamente: gli gentil' huomini tirorono su la grossa,
^ Das Zentrum der Scheibe.
* Soviel als unto.
131
i cittadini sa la me^ana, gli bombardieri sa la minuta et gli
archibugieri d' arcobugio. il bei-saglio della grossa distava dalla
brocca a 1' orlo nove braccia et il tondo della brocca era assai
piü grande di una rotella,* la distantia sua era di meggio mi-
glio: gli altri secondo la qualitk di pezzi piü apresso, gli quali
erano quaranta fra grossa e minuta et ogn' uno p'oteva giocare
quello che piü gradiva loro. il sesto di si fece correr un palio
di cose pertinenti a donzelle di precio di diece toUeri e vi fu*
da ottanta vergini villane, la correria delle quali era il quarto
d' un miglio. il settinio dl fu d' alcuni buffoni et raolte altre per-
sone fatti diversi giochi et spasai, che imitavano le cerimonie
de processioni, prediche et altri usi Romani. 1' ottavo di fu fatta
una mirabilissima et intricatissima moresca' da 32 gladiatori
con spadoni, che batendo ogn' hora il tempo si rivolgevano et
intreciavano in molte et diverse sorti, la quäl con meraviglia
d' ognuno durö il spacio di due höre, il di nono si diede fine
al grandissimo gioco et si atese a decider gli preci. il decimo
et ultimo di sorti dalla citta 12 delle piü belle et nobili vergini
della cittii, le quali distribuirno li precii a vincitori con picciole
banderole di ormesino,* nelle quali erano segnate a oro tutte le
botte da lor fatte con una borsa a quelle sospesa e dentro gli
danari ch' haveano vinti, che dapoi incoronatili d' una bellissima
ghirlanda de fiori con una bellissima danza fecero fine al di-
lettevol gioco et honorata festa. et cosi menando in delicie sua
vita ordino una caccia generale, alla quäle si ritrov6 1' arciduca
Ferdinande con molti altri prencipi, tra gli quali erano tutti tre
gli figliuoli del duca Gioan Federico.^ uella quäl caccia furono
morti 262 porci et fu visto quasi tanti alti'i cervi, caprioli et
altri animali, gli quali si lasciorono da cacciare per non esser
all' hora il tempo di simil cacce. dapoi fatta una bella giostra
alla Alemana, nella quäl corse 1' arciduca Ferdinando contra al
duca Augusto, con bellissimi festi s' acombiatorono detti signori
' D. i. eio kleines Rad.
' Za ergänzen: corso?
• Maurischer Waffentanz.
* Oder ermesino, eine Art leichter Seide. Der Name wird von der Stadt
Ormos abgeleitet.
' Nämlich: Johann Friedrich der Mittlere, geb. 1529; Johann Wilhelm,
geb. 1530, und Johann Friedrich der Jüngere, geb. 1538. Ein vierter
Bruder (den Jahren nach der dritte), Johann Ernst II., geb. 1686, starb
bereits am 8. Februar 156&.
9»
132
dal detto duca con sodisfation grandissima de spassi da lui re-
cevuti in detto suo paese. —
Moltiplicando ogn' hör piü la setta lutherana et allargan-
dosi d' ogn' intorno ai confini de Sassonia et Misna massime
nelle parti di Boemia et Lusatia, parse al re catholichissimo de
Romani di non lasciar sparger tal semenza nel stato suo, che
gik havea fatta la radice. dove mando un bando per tutte quelle
parti che tutti gli theologi, pastori, predicatori, mastri da scola
della setta lutherana dovessero levarsi in termine di tre giorni
fuor del paese suo in pena della disgratia sua. ma tanto fece
questa prohibitione de Lutherani come farebbe un debil argine
contra a 1' empito d' un grosso fiume, col quäle volendogli im-
pedir il corso suo, acciö non gli danneggiasse gli suoi vicini
luochi, quello sgomfiandosi per superbia ogn' hör piü rompendo
poi r argine e con maggior furia e fracasso si stende piü oltra,
et non tanto rovina quelH ch' erano pericolosi, ma anco quelli
che non si sarebbero imaginati. cosi fece anco questa setta lu-
therana, che sentendosi impedir la libera opinione sua si con-
gregorono nella cittk di Dresen tutti gli theologi predicatori di
Sassonia et Misna; dove insieme con FiHppo Melanthone fatto
sopra di ci5 molti discorsi dettero 1' assonto al Melanthone di
comporre una epistola per confirmatione della dottrina loro in
consolatione delli detti banditi. il quäle ancorch^ continuamente
con gli detti congregati et molti altri, che ogn' hör venevano et
andavano a ragionar seco, oltra che ancora era occupato da
un depintore, il quäle lo ritrava, fatto venir il suo cancelüeri
cosi glie la dittö come puoco piü inanci intendereti:
Epistola di Filippo Melanthone contra la catholica chiesa
Romana.
Epistola consolatoria theologorum in Misna ad pastores in
finibus Boemiae et Lusatiae, qui persecutionem propter puram
evangehi doctrinam jam passi fuerunt. anno 1555.
Venerandis viris eruditione et virtute praestantibus, docen-
tibus incorruptam evangelii doctrinam in finibus Boemiae et
Lusatiae amicis suis.^
* Der Text des Briefes wird nicht mitgeteilt; doch ist die Seite, auf der
nur wenige Zeilen stehen, im übrigen freigelassen. Das in Rede stehende
Schreiben ist gedruckt im Corpus Reformatorum, ed. Bindseil, vol. VIII,
p. 428 sqq., Nr. 5737. Die Überschrift lautet dort fast genau mit Besozzis
133
Subito che qnesta tal epistola fu scritta, la fccero stam-
pare in detta citt& et ne mandorono puoi per tutta In Germania
et altri lor confederati paesi, per la quale tutti i prencipi di
Sassonia, Misna, Turingia, Hessia et molte altre cittä si con-
gregorono nella citt^ di Naumborgo posta sul fiume Sala, sotto-
posta al duca di Sassonia,^ nella quale fra gli altri di autoritk
ritrovoronsi : il duca Augusto elettore, il marchese di Brande-
borgo elettore, il duca di Bransvic con tre nipoti fratelli,* 1' An-
gravio et Guielmo il figliuol maggiore, gli tre duchi figliuoli di
Gioan Federico, il marchese d' Anspac,' il prencipe d' Anhalt,
gli conti di Manezfelt et altri molti. fra gh quali assettate al-
eune diflFerenze prima nate tra alcuni di loro, stabilito il matri-
monio tra il duca Gioanni primogenito di Gioan Federico et
la vedoa dil duca Mauritio figliuola di Filippo 1' Angravio,* sta-
bilirono ancora una congiura et confederatione simile alla [Smal-
caldiana]* con altre ordinationi contra alla Romana chiesa, per
la quale ne consegui maggior rovina che di prima, et cos\ di
Angabe übereinstimmend: Venerandis viris, emditione et rirtute prae-
stantibns pastoribns docentibas vocem evangelii incormptam in finibos
Bohemiae et Lasatiae amicis suis-, der Brief ist vom 13. (Idibus) Februar
(aas Dresden) datiert nnd von zehn evangelischen Geistlichen unter-
schrieben, darunter Melanchthon.
Dem zeitlichen Zusammenhange zufolge ist der zweite Naumburg^r Kon-
vent gemeint, der am 6. März 1555 stattfand. Es handelte sich sowohl
um die Bekräftigung der wiederhergestellten Eintracht zwischen den
Albertinem und Emestinem in Sachsen, als um die Erneuerung der
Erbverbrüderung zwischen den Häusern Sachsen, Brandenburg und
Hessen, endlich um Stellungnahme gegenüber den Keligionsverhandlun-
gen auf dem am 5. Februar d. J. eröffneten Augsburger Reichstage. Vgl.
Ranke, Deutsche Geschichte V*, S. 261; Drojsen, Preußische Politik 11,
2, S. 377; E. Schmidt, Philipp Melanchthon (Elberfeld 1861; Väter und
Begründer der luth. Kirche), 8. 551 f.
Die tre nipoti A-atelli sind wohl die drei Sohne Herzog Emsta des Be-
kenners von Lüneburg, Franz Otto, Heinrieh und Wilhelm der Jüngere;
der Oheim wäre dann Franz Heinrich, der jüngste Bruder Eriista, ohne
besondere Herrschaft.
Georg Friedrich von Ansbach, geb. 1539.
Der Bräutigam war der älteste Sohn Johann Friedrichs, des ehemaligen
Kurfürsten, Johann Friedrich der Mittlere. Die Vermählung fand am
26. Mai 1555 statt; noch im gleichen Jahre, am 4. November, starb Agnes.
Im Text ist eine Lücke für ein bis zwei Worte gelassen; vielleicht stand
im Autograph Smalcaldiana, welches Wort der Abschreiber nicht ver-
stand und deshalb ausließ.
134
gioi'no in giorno pare, se Iddio per mezzo dil sanctissimo con-
cilio non gli provede, che ogn' hör s' andera ampliando di mal
in peggio.
De concordia dncnm Saxoniae gratnlatio.
Convenere duces laeti, Germania, gaude,
Jam tibi pax vultu candidiore venit.
Pax iterum, pax alma veni, pax sancta revise
Saxoniae quassum Marte furente solum;
Tecum religio vigeat moresque probati
Et cum Pieriis caetera dona sacris!
Sit felix, quiquunque tibi [se]^ subjicit aequus,
At pereat quisquis bella nefanda probat.
Georgias Fabritius.^
Havendo Massimiliano re di Boemia alcuni anni inanci con
diligente cura et universal sodisfatione governato quei regni di
Spagna, parsegli di ritornar in Germania, nella quäl patria era
molto amato et desiderato, cosi da tutti gli elettori come da
ogn' altro prencipe et populi di quella : sichfe nel mese d' agosto
1550. 1550 con la regina et corte sua si parti dalla bella Vagliadolit/
facendo la medema via che per inanci havea fatto nell' andar-
gli. nella quäle non meno fu con quella immensa letitia et cor-
tesia ricevuto che di prima: a tale che tra gli spassi ch' hebbe
per tutto '1 viaggio d' Italia et gl' intratenimenti di Elesponte*
con le vergine regine Madalena, Margareta, Barbara, Giana et
Helena, sorelle sue,^ quasi compi^ 1' anno quando gionse a
* Der Vers scheint diese Einschiebung zu erfordern.
^ Über Fabricius s. oben S. 126, Anm. 4.
' Zum erstenmale wurde Maximilian im Herbst 1550 nach Deutschland
zurückberufen, von wo er aber im Sommer 1551 wieder nach Spanien
ging, doch nur um seine Familie von dort abzuholen. Bereits im No-
vember war er wieder in Genua und um Mitte Dezember in Tirol. Vgl.
Loserth, Die Registratur Erzherzog Maximilians 1647 — 1651, a. a. O.
* Innsbruck.
" Das sind die jüngsten Töchter Kaiser Ferdinands; es fehlt indes zwischen
Magdalena (geb. 1532) und Margareta (geb. 1536) Eleonore, geb. 1534;
dann folgen Barbara (geb. 1539), Helene (geb. 1543) und Johanna (geh-
1547), deren Geburt der Mutter, Königin Anna, das Leben kostete. Der
bis zum 22. Januar 1662 währende Aufenthalt Maximilians und seiner
Gemahlin in Innsbruck galt freilich nicht sowohl den Schwestern als dem
Kaiser, der, wie oben S. 107, Anm. 1, bemerkt, damals in Innsbruck weilte.
135
Viena. che poi temporeggiando secondo il solito suo con amore
e tranquilitk d' ogn' uno hor in questa parte, hör in quella passi
il tempo a quel modo che gik v' ho detto, sin' al' anno 1557.* . 1557.
nel quäl tempo sentendosi Carlo quinto per i molti travaglii et
incommodi continoamente patiti in tante mirabili e gloriose im-
prese da lui fatte cominciargli piü tosto a mancar la virtü del
corpo che quelle dell' invitto animo suo, parsegli di lasciar Fer-
dinando il fratello in vece sua et ritornarseue nell' amata Spagna
per requiarsi il rimanente di sua immortal* vita, che ben sapeva
che FiHppo il figliuolo, ancorachfe la maggior parte de elettori
gli havessero per inanzi promesso di elegerlo re de Romani,
non era perö per riuscire, perchfe stava al re di Boemia a con-
firmarlo, il quäle era JVrassimiliano, che gik dal daca Mauritio
haveva havuta la promissione confirmata da tutti gli elettori,
gli quali piü assai si contentavano di elegerlo lui per la sua
benignita che Filippo, che ancora servava alquanto della creanza
spagnola, massime verso ad alcuni di detti elettori, e per esser
altresi prencipe potentissimo. succedendo adunque Ferdinando
al fratello con piü paeifico et quieto vivere se ne passo sin' al-
r anno 1562. e perchfe assai piü era inchnato alla vita spiri- i562.
tuale che mondana, e tanto piü che conosceva che questa im-
perial degnita si conveniva meglio alla vigorositk del figliuolo
che alla gravezza degl' anni suoi: parsegli di coronarlo re de
Romani, non parendogli questo difficile per le predette ragioni,
oltra che da tutti gU prencipi et populi germani era molto
amato e desiderato. e perch^ non havea ancora preso la Corona
di Boemia, volse prima di quella coronarsi.
Sparsa adunque la fama in molte parti della Germania 1502
come nel mese di setterabre si doveva far questa regal solen- Sept
nitä, si preparorono molti prencipi e parenti per andar a ho-
norar nn tanto prencipe. tra gli quali che questo piü d' ogn' altro
prencipe desiderava, furon gli doi splendori de tempi nostri di
Germania, anci di tatta 1' Europa, Alberto duca di Bavera et
Anna la duchessa, Y an cugnato et l' altra sorella di Massi-
Vgl. Tarba, Beiträge zur Geschichte der Habsbarger II. Zar Reichs- and
Hauspolitik 1648—1553, im Archiv f. österr. Gesch., Bd. 90 (1901), S. 16.
' Maximilian lebte seit 1552 meist in Wien, von wo aas er seitweise in
Abwesenheit KOnig Ferdinands die Osterreichiflciien Lande verwaltete.
155C besuchte er Kaiser Karl in Brüssel.
* So! wohl mortal tn lesen.
136
miliano, che con honorata compagnia di 707 cavalli et d' il-
lustre donne, paggi, musici/ allabardieri et altre servitü il
Aug. 24. 24 d' agosto si parti da Monaco con taleri dugento milia per
la spesa et cinquanta milia per giocar, et altri cinquanta milia
dette alla duchessa da dispensar a suo beneplacito, mandando
inanti le rieche sue bagalie sotto la custodia di allabardieri et
dugento arcabugieri, tanto che si passo li monti di Boemia non
molto sicuri dagli assassini, et seguendo drieto al fiume Iser
passö Fraisin, citta vescovale, Erdin, Musbergi, Lanzuot, Tin-
ghelfinghe, Lande, ^ et passato il Danubio a Straubing entro
nei monti che dividono la Bavera dalla Boemia, et passö ancor
Cam col fiume Reghen et Furt,^ cittk tutte del detto duca. indi
passö Clotta, prima cittk che si trova nella Boemia, Canca,
Preset,* Pilzen, citta bella et per la fedeltk sua h essenta, dal
re molto amata et da bellissime donne habitata. indi passö Roc-
caza, Sebrac, Berone^ et gionto quindeci migha presse a Praga
si congionse con Massimiliano et la reina, gli quali con grossis-
sima et honorata corte de signori et donne illustre si erano
puoco inanzi partiti da Lintz. nel quäl loco la medema sera,
Sept. 7. che fu la vigilia della madonna di settembre,^ furono visitati
dalli invitti arciduchi Ferdinando et Carletto'' con honorata
compagnia. et qui oltre alle amorevoli et grate accoglienze stet-
Sept. 8. tero parte della notte in festa et dilettevoli musiche.
La mattina seguente presero il Camino verso la cittk di
Praga, dalla quäle erano sortite le corti di Cesare et figliuoli
con tutti quelli prencipi, che gik erano venuti a celebrar detta
solennitk, con le sue bellissime et pompöse compagnie, le quali
non manco si stimavano di diece milia cavalli, e tante erano le
catene et richezze che haveano atorno, che sarebbero stati bas-
tanti a tener longo tempo la guerra al Turco. et incontratisi
con molta letitia di trombe et gnaccare s' inviö verso la cittk
^ Unter diesen musiui befand sich zweifellos unser Autor, dem wir jetzt
in herzoglich bayrischen Diensten begegnen; vgl. die Einleitung.
' Erding, Moosburg, Landshut, Dingolfing und Landau, sämtlich an der
Isar.
' Cham, Furt (am Cham, der bei dieser Stadt in den Regen mündet).
* Klattau im Quellgebiet der Angel, (Swihau?), Pfestiz.
' Rokitzan, 2ebrak, Beraun.
" Das Fest der Geburt Maria, 8. September.
^ Karl, damals 22jährig.
137
di compagnia. la prima che andava inaiizi, era qucila di Cesare
con molti signori, conti, baroni, paggi, trombette, allabardieri et
staffieri in livrea nera guernita di veluto nero. dapoi quella
deir arcidaca Ferdinande in livrea di veluto nero ricamata di
beretino. ma quelle che facea meravigliosa mostra, erano Cinque-
cento Hongari della guardia sua, gli quali haveano le banderole
all' insegna d' Austria, ch' erano due liste rosse con una bianca in
mezo, le quali si stendcvano sin sotto a mezza hasta. inanzi ai
quali venevano un numero de camelli carichi di honorate ba-
gaglie, sopra gli quali sedevano i suoi custodi, i quali chi con
pive e chi con piffari secondo 1' usanza loro andavano sonando.
drieto a quelli venevano gli trombetti con gnaccare, seguiti dalla
cavalleria in bellissima ordinanza con longhissime veste all' u-
sanza sua di brocato et chi di tela d' oro, d' argento, veluti et
rasi cremesini et di grana et altre honorate varietk con spes-
sissimi bottoni d' oro et d' argento sin in fondo delle vestimenta
loro, con le targhe adornate chi de ale di aquile et chi d' altre
bellissime penne con bellissime et superbissime pennachiere
sopra gli elmetti divinamente adorati et argentati, et cosi alle
testiere de lor cavalli, le quali insieme con le cropiere la piü
parte erano piastre d' argento lavorate a rilevo et adorate be-
nissimo, et con grossissime catene al collo de loro cavalli. da
le quali catene pendevano bottoni grossissimi d' oro et d' argento
ingioielati, alli quali erano ataccati bellissimi tiocchi d' oro et
di seta, et chi mazzi di zibellini, pelli di leoncini et altri rari
animali tutti con suoi tapedi all' arcione, che faceano gli suoi,
non che gli altri meravigliare. seguivano drieto a questa mira-
bile compagnia tutte le altre procedendo secondo il grado suo
in variate livree. 1' ultima et di maggior numero era quella di
Massimiliano in livrea di veluto nero con liste bianche et giale.
drieto a questa venevano i capi loro come conti, baroni, mar-
chesi et duchi. dapoi veneva Rodolfo prencipe di Boemia et
Ernesto arciduca d'Austria, figliuoli di Massimiliano.^ drieto a
questi veneva il duca di Bavera in mezo all' arciduchi Ferdi-
nande et Carlo, dapoi veneva Sua Maestk Regia et drieto la
regina con la duchessa di Bavera, cugina et cognata sua, dentro
a una caretta tutta divinamente intagliata et adorata con una
coperta di broccato d' oro riccio sopra riccio con una lista di
* Der spätere Kaiser Rudolf II. (geb. 1652) and Erzherzog Ernst (geb. 1553).
138
superbissimo riccamo di grosse perle atorno tutta rilevata, fo-
drata di raso cremesino ponteggiato et riccamato a cordoncini
d' oro. la quäle era tirata da sei bellissimi corsieri di pelo bianeo
et rosso.
Doppo la quäle veneva Anna principessa di Boemia, sua
primogenita,^ sopra una chinea riccamente guernita, la quäle
haveva una veste di tela d' argento pavonazza guernita di una
lista riccamata di perle et una cinta d' oro masiccio tutta legata
a diamanti, et un' altra simile al collo legata a smeraldi, e con
tante gioie in testa ch' ei'a una meraviglia da mirare ; la quäle
era accompagnata da molte damigelle riccamente adornate sopra
a palafreni guidati da suoi staffieri, et da infinite carette della
reina et duchessa di Bavera con molte altre illustri donne et
donzelle sotto alla custodia di molti honorati vecchi di corte et
dalla guardia di Sua Maestk. et cosi con questo ordine gionsero
presso alla cittk.
Nel intrar della porta Sua Maestk fu tolta dagli senatori
della cittk sotto a un bellissimo baldachino della divisa di casa
d'Austria et di Boemia, et cosi passando per Cittk Nova per
la salva, la quäl tendeva dalla detta parte ^ sin' al real palaggio,^
che sono di spatio piü di doi grossi migliä, v' era anco quasi
tutti gli artisti della cittk con suoi bellissimi confaloni et insegne
di casa d' Austria et Boemia fatti a oro con bellissime pitture.
la quäl via era tutta di gente piena et le finestre adorne di
quelle bellissime et vaghissime donne. fugli in diversi luochi
recitati alcuni versi dalle nove Muse in laude sua. passata
Cittk Nova et Cittk Vecchia gionse al bellissimo ponte, su 1' en-
trata dil quäle era una colonna con 1' arma di Boemia con un
leone bianeo in campo rosso con queste parole: ,Deus dea^
leo providebit.' su le pilastre della magnifica porta erano due
tavolette messe a oro, una alla destra et 1' altra alla sinistra,
nella prima erano questi versi:
* Geboren 1649; sie starb 1580 als vierte Gemahlin Philipps von Spanien
(seit 1571).
* Sol Zu lesen: porta?
' D. i. der Hradschin.
* Diese Lesart der Handschrift gibt keinen Sinn; ob statt dea zu lesen
ceu?
139
Haxime progenies divura, AemilianO; parentum
Aurea dum tibi dent, Auguste, vivida secl»
Xersis opes, Syllae fortunam, Caesaris audax
Invictumque malis pectus dextramque Severl,
Munificam et similem Trajano ante omnia Titam,
Imperii justa consors aetate paterni,
Laetos ut optatum f§Iici sorte tribunal
Inscendas tantique obeas nova munia regni
Arte togae bellique potens cum conjuge dir»
Natorum natos videas conscendere eulmen
Eximium tua quod virtus tibi praestitit ante,
Rcx simul Eois domineris et Hesperiis rex.
Et populi sunt Vota tui,^ sunt vota senatus,
Totius et regni Maximiliane tui!
Maria Acidaliae referens insigniter orA,
Aurea te virtus Animo conjuneta virill
Regina Magno lunxit Begi pia mateR
Innumeros orbi Augustos regesque daturA,
Acceptam genti patriae RelaturA quieteM.
Matemas vultu, patrias in pectore dotes
Cumque tuo proavum nomine stemma geris.
Questa era alla sinistra con gli nomi di Maria adomi di
gilei in lettere d' oro et li cinque scudi* erano in campo azuro
pur con le lettere d' oro.
Nel' entrar dil gran ponte fu da navaroli et piscatori in
livrea del re combattuto un bellissimo castello in meggio al
fiume, il quale in modo di un laghetto, che con gli argini tra-
versano da 1' una et 1' altra citt^ [et] intratengono 1' aqua per poter
da r una e 1' altra traghettar, passa vago sotto a ditto ponte: U
quale per esser altresi spatioso per la capacitk di quatro carra
a fronte, oltra alle sponde che servono a passaggieri, quando
il Camino k malagevole, diedesi commodita a ogpiuno di poter
* Handschrift taa.
* Die fünf Mittelbuchstaben der 2., 3. nnd 4. Verszeile, die den Namen
Maria bilden. In der Handschrift sind sie mit einem Schilde umrahmt.
140
vedere agiatamente. passato il ponte et Cittk Menore ascese al
Castello, dal quäl con infinita artegliaria fu salutato con la salva
de cittadini, che si stendeva per la citta, et con grandissimo
giübilo di trombe, . gnaccare et altri istromenti. entrato nella gran
sala fu da Cesare il padre con immensa letitia lui, la regina et
tutta quella nobilta ricevuto, et quella medesima sera in pre-
senza d' ogn' uno fu dall' arcivescovo di Praga^ benedetto. il
Sept. 9. seguente giorno il senato mandö a donare alla reina sedeci
bellissimi cavalli da caretta, otto de quali erano di mantello
rosso e bianco, et otto neri quanto carboni.
Sept. 17. II venerdi 18^ ambi gli arciduchi con gli dodici capi del
regne andorono al castel di Carlostein, nel quäle sempre sogliono
tenere la corona et altre reliquie del regno per esser questo il
piü forte luoco di tutta Boemia:^ che oltra che si bisogna as-
cender cercä un miglio, h ancora circondato da una grossissima
muraglia, et inanzi che si gionga al luoco, dove e la corona,
si ha da passar per dodici porte tutte di ferro, delle quali
ogn' uno dei detti capi tien una chiave a posta sua, a tale che
uno non puo aprire senza gh altri tutti. passate le dette porte
si trova una bellissima chiesiola tutta messa a oro con una ca-
pella chiusa da una ferrata, auch' ella tutta adorata, nella quäle
b una mediocre cassa di ferro tanto ponderoso che sei huomini
n' havrebbono assai a maneggiarla. questa cassa tengono chia-
vata con molti luchetti e dapoi rompano le chiavi, a tale che
volendola poi aprirla a detta occasione, bisogna che un fabro
sia quello che gli spezzi. in questa capella alcuno non vi puö
entrare salvo che gli detti principali, gli quali hanno ancor il
maneggio di tutto '1 regno e tengono uno inventario delle reli-
quie di detta cassa, le quali sono la corona, il scettro, il mondo^
et una crocetta adorno di gemme. stati ivi la notte con buona
Sept. 18. custodia, la seguente mattina posero detta cassa sopra a un' ho-
norato carro et con allegrezza di trombe la compagnorono a
Praga, la quäl dista quindeci miglia dal detto castello, et la
* Anton Brus, Erzbischof von 1561 bis 1580.
' Handschrift 17, wohl nur Schreibfehler.
' Die Burg Karlstein, etwa 30 km von Prag entfernt, wurde von Karl IV.
erbaut, um als Aufbewahrungsort der böhmischen Kronkleinodien sowie
wichtiger Dokumente zu dienen. Ihren Mittelpunkt bildet die Kreuz-
kapelle, wo die Krone, auch Reliquien u. s. w. sich befanden.
* Die Weltkugel als Reichsapfel.
141
posero nella chiesa del Castello nella capella di santo Vin-
cisiao.
La mattina seguente, che fu la domenica a 20 di settem- 86pt20.
bre, due ore inanzi dl, tutti insieme gli prencipi, ch' erano in
detta cittk, andorono al real palaggio per aecompagnar Massi-
miliano alla chiesa, et cosi inviatisi molti gentU' huomini, cosi
d' altri prencipi come suoi, inanci cominciavano, dapoi gli paggi,
camerieri et altri officiali di grado, seguiti da conti, baroni,
marchesi et duchi con gli quatro eraldi in habito con sue bac-
chetine* in mano et le teste scoperte: doi de 1' imperio, uno di
Boemia et 1' altro d' Hongaria, dapoi veneva il granmarescalco
de r imperio' con la spada nuda in mano in regum actum ;^
dapoi veneva Cesare con il re a man sinistra un passo piü in-
drieto. rivato in chiesa fu condutto alla capella di santo Vin-
cisiao re di Boemia,^ nella quäle e dipinta tutta la vita sua me-
canica et rustica dal mcggio in sü, et dal meggio in giü gli
muri sono tutti di grandissimi pezzi di diaspis riccamente d' oro
adomati. et ivi dal grancamerier dil paese fu vestito d' un manto
regale. dapoi tutti gli officiali dell' imperio tolsero quelle reliquie
regali che a loro apartenevano a portare, uno de quali portava
r anello, 1' altro il scettro, 1' altro il mondo et 1' altro la Corona,
il primo de questi andava inanzi solo et gli altri tre a fronte,
inanci a questi andavano doi gran signori con un gran pane
per huomo, uno adorato et 1' altro argentato, et altri doi con doi
bottesini di vino, similmente uno adorato et 1' altro argentato
per il sacrificio. dopo questi veneva il granmarescalco con la
spada di s. Vincisiao nuda in mano. seguiva poi Sua Maesta in
pontificale. stava 1' arcivescovo di Praga anch' egli vestito da dir
messa con il vescovo di Misna et vescovo di Olmiz^ et altri
molti honorati prelati in pontificale con i suoi pastorali et ric-
chissime mitrie in testa inanci a 1' altare, et disse questa ora-
» Heroldatäbe.
* Wohl der nachher genannte Reichserbmarschall Heinrich von Pappenheim
als Vertreter des nicht anwesenden Erzmarschalls, nämlich des Kurfürsten
Ton Sachsen.
' So! offenbar irrtümlich; ich weiß nicht, wie za lesen sein mag.
* Die Wenzelskapelle im Dome zo Prag mit dem Grabmale des Heiligen.
Die Kapelle ist mit — jetzt halbverblichenen — Fresken der alten
Prager Schale geschmückt und mit böhmischen Edelsteinen ausgelegt.
' Johann von Haagwitz, 1555 — 1581, letzter Bischof von Meißen; Markus
Koen, Bischof von Olmfits, 1563—1566.
142
tione: ,Omnipoten8 sempiterne deus, qui famulum tuum Maxi-
milianum regni fastigio dignatus es subliraare' etc. la quäl finita
subito la capella della musica cominciö a cantare: ,ecce mitto
angelum meum, qui praecedet' etc. nel quäl tempo 1' arcivescovo
et prelati sotto a una bellissima crocetta con 1' hasta tutta d' ar-
gento in bella processione andorono a ricever Sua Maesta et
ne r intrar in coro si senti un giubilo di trombe grandissimo.
al quäle era preparata una bellissima sedia sotto a un baldu-
chino a banda destra de 1' altare, ogni cosa di brocato, per
r imperatore ; in meggio al coro a 1' incontro de 1' altare era
quella di Sua Maestk capace per tre persone sotto a simil bal-
duchino. et le sedie intorno a detto coro erano similmente guer-
nite con suoi cuscini di veluto cremesino guerniti d' oro. di fuori
dal coro era un tribunale, che tutto il circuiva. a 1' incontro a
r altare alquanto discosto ve n' era un' altro assai grande ac-
comodato per la nobiltk. la regina con gli prencipi e prencipesse
suoi figliuoli, la duchessa di Bavera con molte illustre donne
era sopra al solito paico et poggioli, che sopra via circuivano
detto coro, dalla banda sinistra dell' altare era preparata una
tavola, sopra alla quäle si haveva a deponer 1' ofFerte dei detti
pani et vasi per il sacriiicio, che subito rivati a 1' altare furon
dati al sacerdote, il quäle poi gli pose sopra di quella. sentato
1' imperatore nella sedia sua e cosi Massimiliano nel' altra tra
mezo a gli vescovi di Misna et Olmitz, presentate le reliquie a
r altare sentorono gli arciduchi al luoco suo con il duca di
Bavera in meggio di loro. accomodati tutti gli altri principi al
luoco suo deputato et fattosi silentio il re si levo dalla sedia et
accompagnato dagli detti vescovi andö a ingenocchiarsi inanci
a r altare sopra un scabello tutto guernito d' oro. 1' arcivescovo
gli lesse sopra un' oratione, dopo la quäle gli vescovi auch' e-
glino in genochioni pregorono 1' arcivescovo, al quäle aperteneva
ongerlo et coronario, che fasse contento di coronar Massimiliano
in nome della santa madre chiesa. gli quali da lui furono inter-
rogati se lui era degno di tal coronatione, gli quali risposero de
si. et subito tutti gli circostanti s' ingenocchiorono et la capella
musicalmente cantö le letanie. et quando fu a questo ponto: ,ut
obsequium servitutis nostrae tibi rationabile facias, te rogamus,
domine' — cessö di cantare, tanto che 1' arcivescovo 1' hebbe
tre volte benedetto, alle quali beneditioni il coro rispose: ,te
rogamus, domine*, finita la beneditione i detti vescovi lo con-
143
dussero alla sua sedia et gli sederono uno alla destra et uno
dalla sinistra in pontificale. alla destra stavano il maggiordomo,
il gran camcrieri con il giudiee del paese, gli quali sono de-
putati alli servigii della coronatione. et cosi stando con solenne
rausiche et organo si comincio V ofBcio dellu Santa Trinitä. da-
poi detta 1' epistola gli dua veseovi un' altra volta acconipagno-
rono il re a 1' altare et iugeniochiatosi fugli dal areivescovo letto
sopra due longhe orationi. et orato ancora gli dua veseovi 1' arei-
vescovo prese il vaso de 1' ontione regale et con il deto police
ne cavö alquanto fuori et apertogli la inanica del braccio dretto
dal gran camerier del paese, la quäle si serrava con una cor-
detina di seta rossa, gli onse il detto braccio di dentro via dalla
raano sino al gomito a modo di croce. dapoi scopertogli il petto
et le spalle fecegli il medesimo segno, tuttavia orando sopra al
libro pontificale. ritolsero poi gli signori deputati le insegne re-
gali dal sacerdote. 1' areivescovo benedi un' altra volta con al-
cune beneditioni il re et dopo presa la spada di santo Vencislao
et auudatala la porse in mano a Sua Maesta; dopo remisela per
man del gran marscalco nel fodro suo, ch' era de veluto cre-
mesino guemito d' oro. il detto areivescovo gliela cinse, dopo lo
sposo del' anel regale, dandogli il scettro nella destra mano et
il mondo nella sinistra. essendo adornato il re di queste dignitä
fu dair areivescovo interrogato con queste parole: vis fidem
sanctam et catholicam jure tibi traditam teuere et operibus justis
observare? il re rispose: volo. poi disse: vis sanctis ecclesiis
ecclesiarumque ministris tutor et deffensor esse? il quäl rispose:
volo. dissegli ancora: vis regnum tibi a deo concessum secun-
dum patrem regere et deffendere? rispose: volo, agiongendo il
re queste altre parole: et in quantum divino cultus adjutorio ac
solatio omnium suorum lucro esse promitto. finite queste parole
il locotenente suo si voltö verso gli signori del regno et il po-
pulo della cittk et ad alta voce disse: se ancora eglino voleano
sottoporsi a 1' obedienza di Sua Maestk? i quali tutti lietamente
alzando il grido risposero de si. soggionse ancora: se lo vole-
vano Stabilire in detto regno? risposero medesimamente de si.
poi disse: se gli volevano essere fedeli et obedienti? risposero:
si. hauta la risposta della confirmatione promise gli anch' egli
in lingua boema con questo giuramento: Iddio cosi m' aiuti et
il sacrosancto evangelio, come ancora Sua Maestk servark tutto
quello che ha promesso all' areivescovo. e tanto che lui giurö
144
e fece questa promissione, sempre tenne le mani sopra al libro
dell' evangelio. che dapoi finito all' arcivescovo rispose: Deo
gratias! et subito il signor Rosembergo, gran camerier del paese,
porse la Corona a 1' arcivescovo, la quäle benedettala cerimo-
niosamente postoli una berettina di raso cremesino in testa gli
puose dapoi la Corona, e fra tanto che lesse un' oratione del
libro pontificale, gli dua vescovi et il locotenente tenevano una
mano sopra detta Corona, finito questo i detti vescovi con gli
officiali ordinati accompagnorono il re alquanto discosto de 1' al-
tare et ivi da detti vescovi gli fu lavata via detta ontione. da-
poi con giubilo di trombe fu da quelli accompagnato alla sedia
sua, et standoli intorno gli signori con 1' insegne regali in mano,
r arcivescovo intonö: ,Te deum laudamus' et la musica con
r intermedio dell' organo et di trombe cantorono il rimanente.
et in questo tempo che si cantava, il locotenente del regno con
tutti gli principali del paese, li quali erano da cerca ottanta, a
nome di tutto '1 regno 1' un dopo 1' altro gli andorono a poner
la mano sopra la Corona confirmandolo un' altra volta re ad alta
voce, dapoi seguendo la messa et detto 1' evangelio il vescovo
di Olmitz porto a baciar il libro a 1' imperatore et al re e tutte
le volte che si levavano le mitrie a li vescovi, si levavano an-
cor le corone alle Sue Maesta. venuto il tempo del' ofFertorio
Sua Maesta, accompagnata da detti vescovi et quei signori che
portavano quel pane et vasi, ando a 1' altare et baciata la pa-
tena tolse il detto sacrificio et 1' offerse a 1' arcivescovo, il quäle
poi la pose sopra 1' altare. et seguendo la messa dopo 1' agnus
Dei il vescovo di Bresla^ portö la pace a 1' imperatore et al re.
finita la messa stando cosi in pontificale venero 19 nobili signori
inanci a 1' altare, gli quali furono da Sua Maestk con la spada
nuda fatti cavaglieri. dapoi cosi in pontificale con la Corona in
testa et il scettro in mano, quasi con quell' ordine che venne
in chiesa, ritornö al palaggio, inanci al quäle gl' era portato il
mondo. nella quäl partenza si senti un giubilo di trombe, tam-
borri, gnaccare, pifFari et altri istromenti con continuo suon di
campane et tirar d' artegliaria.
Gionti al palazzo si spogliorno nella sala del consigHo;
dopo si desinö al magno convito di Sua Maestk con infinite et
dilettevoli musiche et altri spassi. al quäl convito sedeva 1' im-
Kaspar von Logau 1562—1574.
145
peradore, il re, la reina, gli arciduchi Ferdinando et Carlo,
Rodolfo prencipe di Boemia et Ernesto arciduca d'Austria, le
figliuole, Alberto duca di Bavera, la duchessa et altri prencipi.
L' ultra mattina, che fu il di di santo Mathia, si parti la s«pt.2i.
regina dal palazzo aceompagnata dalle figliuole, dalla duchessa
di Bavera et altrc illustri donne, et con tutta quella nobiltli dcl
giorno inanzi ando alla chiesa, dove fu condotta nella dctta ca-
pella di santo Vencislao. dapoi con dctta compagnia et proces-
sione con suon di trombe venne al coro con una vesta et sotto-
vesta di raso bianco, riccamente a spessissinii cordoncini d' oro
lavorata. la qaal sed^ nella medesima sedia del re; tutti gli altri
prencipi andorono ai primi suoi luochi et il rc sede apresso al
padrc alquanto piü basso. di drieto alla scdia della regina v' era
la infantc Helisabet^ con la badessa di san Georgio Spagnola
con ana picciola regal Corona in testa. et in questo tempo che
si preparava la messa, continuavano hör le trombe, hör 1' or-
gano et hör la musica. fatto silcntio si levo il re et venne a
levar la reina et in compagnia della duchessa di Bavera, la
detta badessa et il maggiordomo la guidorono a 1' altare, inanci
al quäle stava V arcivescovo vestito da dir messa, al quäle il
re cosi disse: ,Reverende pater, postulamus ut hanc consortera
nostram nobis a Deo conjunctam benedicere et Corona regali
decorare dignemini ad laudem et gloriam salvatoris nostri Jesu
Christi/ et all' hora 1' arcivescovo la benedi et onse con quelle
medesime orationi officii et solemne cerimonie che furono il di
inanci fatte al proprio re. et postagli la Corona in capo gli pose
sopra la mano in compagnia del capitano del paese et della
badessa. dapoi dicendo le medesime orationi, non mutando altro
che il nome, vennero gli detti signori del paese a confirmar la
regina nel modo che fu confirmato il re, et dapoi fu lavata
dair ontione come prima da quelle illustri donne. finito 1' Agnus
Dei venendo a 1' altare et invilupatasi* alquanto nel tapedo fu
quasi per cadere, la quäl perö con 1' aiuto della duchessa di
Bavera si sostenne ritta in piedi. finita la messa con quäl me-
desimo triomfo et ordine sene ritornö al palazzo, dove da Ce-
sare fu fatto un splendidissimo et magno convito a tutti qucUi
' Wohl Maximilians jQngste Tochter Elisabeth, geb. IbSA^ gest. 1692 als
Witwe KOn'ig Karls IX. von Frankreich.
* Handschrift: invilupatosi.
F*at*a. I. AM. B4.1X. 10
146
prencipi che furono la mattina inanci, con quelle medesime
rausiche et spassi che si fecero 1' altra mattina.
Haveva intanto quella invitta casa d' Austria fatto prepa-
rare un bellissimo torniamento fuori della citta nel medemo
luoco dove fu fatta quella meraorabile scaramuccia al tempo
del duca Mauritio/ dove era un' ampHssimo steccato a modo
d' una gran piazza atorniato di colonne con suoi poggioli, tra
li quali erano spessissime colonette dipinte alla divisa d' Austria
et adornate di molti troffei. haveva questo steccato una gran
porta per testa di colore marmorino, una per gli manutenitori
et 1' altra per i cavaglieri erranti. sopra alla prima era un gran
Marte con molti troffei a tutto rilevo, dove erano scritte queste
parole dalla parte di fuori: ,Quis contra Martern?' di dentro
via erano questi versi per quelli che restavano vincitori:
NuUa vires fortes vis frangit, proelia nuUa,
Nee roseo stagnans sanguine terret huraus.
A r altra porta, dove entravano gli venturieri^ era una si
fatta Minerva con suoi troffei et questi versi di fuori:
Ingenium, robur, bona sors, ferrum, ignis et asta
Haec superant vires, Mars truculente, tuas!
Da r altra parte di dentro per gli vincitori erano questi
altri versi scritti:
Anna, genus, robur, virtutem et fortia facta,
Lubrica ni faveat sors tibi, nulla putes!
Questa giostra si fece a campo aperto et gli mantenitori
erano amendui gli arciduchi con gli suoi cavallerizzi, li quali
comparsero con bravissima compagnia di gentil' huomini et ser-
vitori sotto a doi stendardi imperiali con bellissima et vaga livrea.
gli cavallieri erranti erano infiniti et honorati con diverse in-
ventioni di livree, gli quali vincendo potevano riuscir dalla porta
de mantenitori et perdendo convenivano tornar per donde erano
entrati.
Nel fin di questa mirabil giostra doi baroni Hongari per
dar spasso a Sue Maesth, et a tanti principi si sfidorono amorc-
volraente a far un' incontro di lancia a fcrri molati^ con la sola
» Vgl. oben S. 94.
' Geschürft.
147
targa. et trattisi faor dil steccato alla carapagna aperta all' in-
contro de] gran palco dove erano detti prencipi et prencipesse,
presero una buona arcata^ di campo et con tal veloeitu si ven-
nero ad ineontrarsi che ambidoi si spezzorono le lancie nelle
targe, a tal che un di loro con gramlissirao periglio riiuase con
la targa passato d' nna mano. finita la giostra la sera dopo la
real cena si fece nna bellissiraa festa et cosi sin' alla domenica Sept 27.
si passorono in varii et dilcttevoli spassi. nel quäl giorno gli
detti ben noniati mantcnitori volsero correr alla tcla nel mede-
simo luoco, alla quäl giostra ancora comparsero luolti segnati
cavaglieri et in altre belle et variate livrec. finita la giostra la
sera si f^ una dilettevole festa.
II magnanimo arciduca Ferdinando non potendo mancar
del generoso suo anirao fece il mercordi seguente un splendi- Sept 30
dissimo convito a tutta casa d' Auslria et ad altri prencipi a un (^^
luoco doi raiglia fuori della cittU, il quäle per esser artificiosa-
mente et con bella architettura fabricato in sestile lo chiamano
la Stella," palazzo veramente degno di tal nome, nella quäl fa-
brica non vi si trova n& feiTO ne legno. finito ch' hebbero di
desinare andorono per il niirabile et amenissiino seraglio,' de-
portandosi per quclli lieti praticelli et ombrosi boschetti con
dilcttevoli giardini pieni d' ogni sorte di frutti et animali cosi
cavai* selvatichi come cervi, daini et altre divcrsitii d' animali,
tanto che si preparava una ridicolosa et dilettevole giostra alla
vilanesca. gli cavalH, sopra quali si dovevano montare, erano
alcune botte poste sopra a due rote da carro, al tiraone delle
quali erano Otto villani che con grandissimo erapito li faceano
scorrere una contro V altra, urtandosi con doi stangoni di tal
sorte che si tiravano le arme da dosso, piegavano i grossi fcrri
che le intratenevano per resta, et ancorche si tennessero con
alcune grosse corde, bisognava che un di loro et alle volte ambi
doi andassero per terra con grandissime risa dei circostanti.
stettero con tal spasso sino alla sera, che dopo venendo verso
* Bogenschnßwpite.
' Das von Erzherzog Ferdinand im Renaissancestil stcrnfiJmiif aus Qna-
dem gebante Lustschloß ,der Steni* am nordwestlichen Abhänge de«
westlich von Prag gelegenen , Weißen Herge»'.
* Tiergarten. Der Park nm den Stern bildet noch gegenwilrtig einen Be-
lostignngsort der Prager.
* Sol = cavalli.
10*
148
cittk fu combattuto un castello di fuori da qiiella per mezzo al
palaggio con continuo sparar d' artegliaria dentro et fuori con
mille raggi e fiamelle eh' andavano al cielo, il quäle fu hello
et mirabile intratenimento d' ognuno.
Sept. 28. II lunedi seguente cömparsero nella gran corte del palazzo
molti gladiatori, i quali giocarono con diverse sorti d' armi, con
le quali molti ne rimasero feriti. havendo questa generosa prole
fatti molti spassi e cacciaggioni alla foresta, parsegli di farne
Sept. 29. ancora una alla domestica, sichö il di de santo Michele li in-
vitti areiduchi con molti altri signori cömparsero su la piazza
del castello tutti vestiti di ormesino verde in habito de caccia-
tori con suoi corni, bastoni e ghirlande de frondi in testa et
con suoi cani apresso. et entrando per alcuni finti boschetti
mostrando con suoi saiusi di cacciare, fecero da un de quelli
sortir fuori quatro lepori, alle quali gli lasciorono drieto alcuni
cagnolini, li quali per bon spatio detero piacere a circostanti.
non stetero molto dapoi a smarir quatro volpi da altri maggior'
cani alla coda, le quali fecero longa diffesa con ridicoloso veder
d' ognuno. sortirono poi altri animali come daini e caprioli,
drieto a quali lasciorono piccioli leureri. al fin di questa smac-
cbiorono un gran lupo, che saltando fuori molti mastini gli fu-
rono al pelo, contra gli quali fecero assai diffesa. et con questo
si fece fine alla dilettevole caccia con consolation d' ognuno.
gli quali cacciatori non stettero guari a comparir armati in sala
nella medesima livrea, ne la quäle si erano gik preparati molti
cavallieri per combatter alla sharra a picea e stocco, tutti in
bellissime livree. il quäle abattimento non manco fu dilettevole
che tutti li altri spassi. dopo il quäle fatta la sontuosa cena si
fece secondo il solito una bellissima festa, a le quali feste sempre
ballo r imperatore, il re, la regina e tutti quanti quei honorati
cavallieri, sich^ tutta questa invittissima casa d'Austria non
manco in cosa alcuna d' honorar et accarezzar con detti intra-
tenimenti tanti signori ch' erano venuti per honorar Sua Maesta
nella detta incoronatione.
Tra gli quali furono questi, che si ritrovorono in detta
cittk :
Ferdinande primo imperatorc
Massimiliano re di Boemia
Ferdinando arciduca d'Austria
149
Carlo arcidiica d'Austria*
Rodolfo prencipe di Boemia
Ernesto arciduca d'Austria*
Maria regina di Boemia, figlia di Carlo quinto
Anua principessa di Boemia
Elisabet arciduchessa d'Austria'
Alberto duea di Bavera conte Palatino et cavallier dal Tosone
Anna duchessa di Bavera, figlia di Ferdinando imperatore^
II duea giovine di Mechelborgo*
Duea di Legheniz*^
Duea di Mesterborgo'
Duea di Tessa^
Duea di Brigo^
Duea di Franchestein
Arcivescovo di Praga
Arcivescovo di Strigonia*^
Vescovo di Misna
Vescovo di Slesia*^
Vescovo di Olmitz
1 Ferdinand, geb. 1529, f 1595, und Karl, geb. 1540, f 1590, die jüngeren
Brüder Maximilians.
» Rudolf (später Kaiser Rudolf IL), geb 1552, f 1612, und Ernst, geb. 1553,
t 1595, die ältesten lebenden Söhue Maximilians.
• Über Anna und Elisabeth, die Töchter Maximilians, s. o. S. 138, Anm. 1,
und 145, Anm. 1.
* Geb. 1528, vermählt 1546.
* Herzog Christof, geb. 1537, seit 1554 evangelischer Bischof von Ratze-
burg, Bruder des regierenden Herzogs Johann Albrecht und des früher
erwähnten, 1552 getöteten Georgs. Vgl. Schirrmacher, Johann Albrecht I.,
Herzog von Mecklenburg, Bd. I, S. 411.
" Heinrich XI., 1559-1587.
* D. i. MOnsterberg. Das ,Kurtze und eigentliche Vereeychnus der Römi-
schen Kayserlichen Majestät .... auff dem Reichßtag zu Augsburg im
Jar 1566' von Nikolaus Mamcranus nennt an der Spitze der Mund-
schenken Ferdinands die Herzöge Karl Christof nnd Karl von Münster-
berg. In der Liste der Anwesenden bei der Frankfurter KOnigskrönung
(vgl. die Einleitung) verzeichnet Besozzo : Carlo Cristof duea di Monsten-
bergo coppiero.
• D. i. Teschen.
• Herzog Georg 1547 -1587, Bruder Heinrichs XI. von Liegnitz.
" D. i. Gran. Erzbischof Nikolaus VI., 1553—1568, ungarischer Kanzler
(Archiv f. österr. Gesch. XXVI, 16).
" D. i. Breslau, s. o.
150
Vescovo di Vartlin Hongaro'
II prencipe di Blan^
II marchese del Finale^
Conte di Luna*
Conti de Aldemburg^
Conte di Tarnosco
Conte di Eberstain*^
Conte di Sarma'^
Conte di Ortemburg^
Conte di Lebenstein'*
* Franz II. (Forgäch de Ghymes), Bischof von Großvvardcin 1556 — 1567.
Er war Vizekanzler für Ungarn, laut der Liste der Anwesenden bei der
Krönung in Frankfurt (vgl. die Einleitung).
* D. i. der in unserer Chronik schon erwähnte Graf Heinrich Reuß von
Plauen, im Hofstaate Ferdinands von 1552 als böhmischer Kanzler auf-
geführt, der Höchstbesoldete unter den Mitgliedern des Hofstaates (Archiv
für österr. Gesch. XXII, S. 224). Im Hofstaate von 1554 (ebendas. XXVI,
S. 13) steht er an der Spitze des ganzen Verzeichnisses als Herr Heinrich,
des h. Kömischen Reiches Burggraf zu Meißen, Graf zum Hartenstein,
Herr zu Plauen, Rom. Kön. Mat. geh. Rat und Kämmerer, oberster
Kauzler der Krön Behaim u. s. w.
^ Alfouso Carretto; in der Frankfurter Liste steht er an der Spitze des
kaiserlichen Gefolges.
* Claudio Fernandez de Quiüone, Graf von Luna, spanischer Gesandter
bei Kaiser Ferdinand; er wurde dann zum Gesandten am Konzil ernannt
und starb Ende 1563 in Trient. Vgl. Vcnetianische Depeschen III, S. 209
und 245.
^ D. i. Oldenburg.
^ In der Frankfurter Liste bei Mameranus, a. a. O.: Graf Otto von Eber-
stein, unter den , Grafen, Herren und Rittern' Maximilians.
^ Ob Saurma (damals freilich nocli nicht Grafen)? Ein Valentin von
Saurma-Jeltsch war Rat Ferdinands und Maximilians und starb 1571.
Kneschke, Adelslexikon 8, 60; vgl. Vcnetianische Depeschen Hl, S. 165,
Anm 4. Oder sollte gemeint sein: Bolfango barone di Sera der Frank-
furter Liste unseres Autors, im deutschen Text der letzteren bei Goldast,
Reichshändel, S. 82, Wolfgang Freiherr von Sarau?
* Zwei Grafen von Ortemburg, Ernst und Ernfrid, verzeichnet Mameranus
unter dem niederösterreichischen Herrenstande; im Verzeichnisse von
1554 (Archiv XXVI, 19) findet sich Graf Bernhard von Ortemburg unter
den Mundschenken; 1552 (Archiv XXII, 228) Graf Ferdinand von Or-
temburg unter den Dreispännigen. Frankfurter Liste Besozzos: Conte
Erenfrido di O.
" = Mameranus: Graf Ludwig von Leonslein? Frankfurter Liste: conte
Ludovico de Zebensteno?
löl
Conto
Conte
Conto
Conte
Conte
Conte
Conte
Conte
Conto
Conte
Conte
Conte
Conte
Coniebtain *
Arco, mastro di camera*
Arco
Zolerne'
Gastaldo*
Sborzaborgo ^
Bredrada^
Erbestain '
Gutestein **
Lodrone^
Triulcio»«
Bassao**
Erbestein signor di Gavereu
Signor di Vesperiac
* Frankfurter Liste: Conte Ludovico di Couiestano; Mameranus: Graf
Ludwig von Koenigstein.
* Zahlreiche Grafen von Arco begegnen im Dienste der Habsburger; die
Frankfurter Liste nennt Simeon und Scipione, mit Zusatz beim letzteren:
camerier maggior. Vgl. Ober Scipio auch Nnntiaturberichte aus Deutsch-
land, II. Abt., Bd. I, S. 2.
' Frankfurter Liste: Conte Carlo di Zoleme; auch bei Mameranus, a. a. O.
* Frankfurter Liste: Conte Giacobo Gastaldo; Mameranus verzeichnet unter
den Mundschenken einen Giovanni Älfonso Gastaldo, vielleicht identisch
mit dem kaiserlichen Truppenführer Alfonso Castaldo 1566, in Veuetia-
nische Depeschen vom Kaiserhofe III, 324. Über Giovanni Battista Cas-
taldo, den Mörder des Bruders Georg, s. o.
^ Frankfurter Liste : Conte Gottero di Sborceborgo, d. i. Günther, Truppeu-
fuhrcr Kaiser Ferdinands.
* Frankfurter Liste: Conte Agostino de Brodrano (deutsch: Augustin Graf
zu Brodran, Goldast, a. a. O.).
' Herberstein, eine in allen Osterreichischen Kronländern begüterte Familie,
von der viele Glieder im fürstlichen Dienste waren.
* Grafeu von Gutteustein, böhmische Familie; Frankfurter Liste: Conte
Sebastiane de Guttcsteuo; Mameranus nennt einen Albrecht von G.
' Frankfurter Liste: Conte Gasparo di Lodrouc; auch bei Mameranus als
Stallmeister Maximilians.
'• Frankfurter Liste: Conte Claudio Triulcio, im Dienste Maximilians;
deutsche Fassung: Cl. T. Graf zu Malfi.
" Frankfurter Liste: Conte Mauritio di Bassa; deutsche Fassung: Moritz
Schlick Graf zu Bassaw, also aus der bekannten Familie Schlick, Grafen
seit Kaspar Schlick, dem Kauzler K. Sigismunds; dieser ererbte von
seiner Mutter Coustantia Markgräfin von Treviso und CoUalto die friauli-
sche Ilerrscliafi Bassano.
152
Signor di Sprechestein ^
Signor Madruzzo'''
Signor di Heidec^
Signor Lasila magiordomo dil regno di Boemia^
Signor di Pol viel ^
Signor di Ilsing''
Signor di Pernestain cavallier dil Tosone'
Signor di Boscovitz e di Trub^
Signor Seratino''
Signor di Sernaba^^
Signor di Sleimitz^^
Signor di Martinit^^
Signor di Wartemberg*^
Don Francesco Lasso di Castilia
^ Frankfurter Liste bei Goldast: Herr Hans Trautsou Freiherr von Spre-
chenstein. Nach den Listen von 1552 (a. a. O. S. 224) und von 1554
(a. a. O. S. 13) war er Hofniarschall, auch Erblandmarschall von Tirol.
Er war ferner Mitglied des Hofi'ates Ferdinands I. : Huber, Österr. Gesch.
IV, S. 212.
^ Familie der Trienter Bischöfe Christof und Ludwig, mehrere Mitglieder
im Hof- und Staatsdienste Ferdinands und Maximilians. Vgl. Venetiani-
sclie Depeschen vom Kaiserhofe HI, S. 686 (Index).
3 Otto Herr von Heideck: Goldast, S. 82.
* In der Liste der Anwesenden von Frankfurt nennt unser Autor Lasila
Poppel, marescalco maggior della Corona di Boemia (Mameranus, a. a. O. :
Ladislaus von Zobkowitz, böhmischer Marschall).
^ Herr INiclass von Pollweill, Hofstaat von 1554 (a. a. Ö. S. 14) unter den
Hofkammerräten; vgl. über ihn auch Kneschke, Adelslexikon 7, 209.
^ Jörg Ilsung, unter den Hof raten: Hofstaat von 1552 (S. 224). Im latei-
nischen Catalogus (ed. Schardius redivivus, Rer. Germanic. scriptores varii
[Gissae 1673] IV, p. 100: D. Georgius Ilsing, Provinciae Sueviae Prac-
fectus (zur Frankfurter Krönung).
^ Freiherr Wratislaw von Pernstein, Großstallmeister (Frankfurter Liste).
* Wenzel Freiherr von Botzkhowitz wird bei Mameranus als Mundschenk
aufgeführt.
^ In der Frankfurter Liste: Beruardo signor di Seratino. Goldast, S. 82:
Bernhard Herr von Tzeratin.
*" Goldast, S. 82: Schembra Herr von Tzernaha.
" Herr Hans von Schleinitz, unter den Fürschneidern der Liste von 1554
(S. 18), auch bei Mameranus; in der Frankfurter Liste: Heinrich (Enrico).
" In der Frankfurter Liste: Georg von Martinitz
" Bei Mameranus begegnen im böhmischen Herronstandc: Heinrich und
Zdenieck von Wartenberg; in der Frankfurter Liste: Giovanni signor di
Bartenbergo (Qoldast, S. 82: Johann Herr von Wartenberg).
153
Don Die«^o Manrique Mcuduzza'
Sigiior di Thii-stein* primo camerier di Carintia
Signor di Scrau'
Baron di Purg
Baron di Ech
Baron di Erbcstain
Baron di Eitzinghin*
Baron di Neugarten ^
Baron di liorau^
Baron di Sonech'
' Die Fraukfiirter Liste führt Lasso und Mcnduza beide als .mastri di
stalla della reina', der Gemahlin Maximilians, auf; eine Liste der ,Casa'
der nämlichen von 1560 nennt Don Francisco Lasso de Castilla als
Maiordomo maior; Mendoza ist hier nicht aufgeführt (Archiv t Octerr.
Gesch. XXII, S. 230).
' Handschrift: Thristein.
* Die Frankfurter Liste nennt nach einander Bolfango barone di Sera,
Bolfango Purgo barone, Georgio di Erberstein barone, Georgio barone
di Echo. Ein Georg von Eck begegnet unter den Bäten Maximilians I.
und starb 1557; vielleicht ist der hier Erwähnte ein Enkel. 1560 er-
hielten die von Eck den Freiherrentitel. Kneschke, Adelslcxikon 3, 16,
* Goldast, a. a. O. : Christof Freiherr von Eitzingcn, oberster Erbkämmerer
in Österreich; laut Schardius 1. c. auch Rat und Hofmeister KOnig Ma-
ximilians.
* Schardius, 1. c: Lndovicos et Wolfgangus comites ab Eberstein, barones
a Neugarten, aus der Pommerschen Linie dieses altnieden>ächsischen Dy-
nastengeschlechtes, die seit 1274 mit der Stadt Naugard belehnt war.
' Die Frankfurter Liste verzeichnet: Leonardo baron di Rora, primo ca-
meriero et mastro di stalla d'Austria, und drei Namen weiter: Leonardo
di Haroe (!) barone di Korao Es handelt sich um zwei Angehörige des
alten Geschlechtes von Harrach. Leonhard IH. von H. kaufte 1524 die
Herrschaft Kohrau; dessen Sohn Leonhard IV. erhielt 1659 das neu er-
richtete Oberst-Erblandstallmeisteramt für Osterreich unter der Enns. Er
ist vermutlich gegen Ende dieser Liste als gran mastro di stalla d'Austria
aufgeführt; der hier oben erwähnte Baron di Koran mag ein Sohn von
ihm sein. Vgl. Kneschke IV, 206 f. Die Frankfurter Liste bei Goldast,
a. a. O., führt im Gefolge Maximilians auf: Leonhard von Harrach
Frciherm zu Roraw, Erbstallmeister in Österreich; vgl. Schardius, p. 101
oben. Bei Mameranus steht ,Herr Lienhardt von Harrach der Elter,
Freiherr zu Roraw' als .Obrister Hoffmeister* an der Spitze des kaiser-
lichen Gefolges.
' Wohl identisch mit Lodovico Onghenade baron di Sonech, der in der
Frankfurter Liste auf den ersten Harrach von Rohrau folgt; bei Mame-
ranus: jHerr Ludwig Ungpiad Iloffmarschalch*.
154
Barone Prosconschi^
Baron di Arco il giovine
Baron de Herberstein
Baron di Bochorn^
Baron di Rutibac^
Baron di Belhaim*
Baron di Olenberg^
Baron di Feltz^
Baron di Limpurc copier di Cesarc^
Conte Carlo Bran^ camerier dell' iinperio
Henrico Pappenhin marscalco dell'imperio^
Barco camerier deila corona di Boemia^®
* Mameranus: ,Hans Proskowskhy von Pruskaw, Undermarschalch und Cäin-
merer*, mit 15 Pferden. Knescbke 7, 265 erwähnt ein Diplom von 1562
für jJohann von Proskau Herrn auf Bieta'. Bei Goldast und Scliardius
erscheint ein Georg Proskowsky.
^ In der Frankfurter Liste: Baldisera baron di Bucoren; Schardius: Bal-
thasar coraes a Buchorn; Goldast: B. Freih. v. Buchaim.
" In der Frankfurter Liste erscheint ein Sighismondo Kurzebaco barone
lind daselbst drei Namen früher: Sighismondo barone di Cuzbac. Ich
vermute, diese beiden Namen sind identisch, d. h. unser Autor hat auch
hier, wie ihm mehrfach begegnet (so am Schluß der Chronik: Relheim
statt Kelheim und in der Frankfurter Liste Eabiz für Katwitz), K und
R verwechselt. Danach wäre obiger Rutibac der bei Mameranus erwähnte
Sigmundt Kurzbach (unter den ,Hofdienern auf 2 Pferd', aber mit acht
Pferden), vielleicht der bei Knetschke V, 340 erwähnte Sigismund II.,
f 1579 in holländischen Diensten. Schardius hat: Sigismundus Kutz-
bachius baro, und 12 Namen weiter: Sigismundus Kurzbachius baro;
Goldast nur: Sigmund Chritzbach (!) Freiherr.
* Mameranus nennt Maximilian von Polheim beim niederösterreichischeu
Herrenstande; Goldast: Maximilian Freih. zu Bolhaim.
^ In der Frankfurter Liste finden wir: Adam barone di 01embe,rgo et
signor di Ditristeu primo cameriero di Carinthia (entsprechend Goldast
und Schardius). Das ist Adam von Dietrichstein aus einer alten kärnt-
nischen Adelsfamilie, f 1593, jüngerer Sohn des 1540 verstorbenen Si-
gismund, Begründers der Linie Hollcnburg.
" Vels; wohl ein Nachkomme Leonhards von Vcls, Feldhcrrn und Hof-
marschalls K. Ferdinands I.
' Schenk zu Limburg, Reichserbmundschenk.
« So?
■ V. Pappenheim, Reichserbmarschall.
^^ Der Nämliche heißt in der Frankfurter Liste: Signor Berco camerier
maggior della corona di Boemia; Schardius, p. 100: D. Wercho Caes.
Maj. consiliarius et caracrarius.
155
II gran cauceglier di Boeiuia^
II gran marscalco della Moravia'
II prcncipal di Hongaria^
II graninastro di stalla d' Austria^
II borgomastro dil Danubio^
et molti altri infiuiti, oltra agl' imbasciatori, dei quali ne faro
lueutioue alla coronatione di Francoforte.
Aprossimandosi® il vemo, per il quäle si potevano far le
strade malagevoli che si bavevano da far per la incoronatione
Uumana, e tanto piü dovendogli venire tantc illustre donne da
diverse paiii, volse Cesare antieipar il tempo, che subito inan-
ci che fussero fiuiti questi solenni spassi, comincio a marchiar la
gente alla volta di Francoforte in diverse corti et vie, perchö
uon essende sicura la detta via che si fa da Norembergo della
peste grande, si fece quella di Slon, Laun e Staz,' la quäl citta
c postji sopra al fiume Dula* et delle raaggiori di Boemia, raa
non di quella fedelta di Pilzen, anci delle prime che si ribellö
a Ferdinande, all' hora regnator di Boemia, nel tempo che Fi-
lippo e Gioan Federico protestanti furono contro a Carlo quinto
imperadore, che nel passar da quella mai lo volsero acccttar
dentro. ma poi domati loro e soggiogato detto regno la privo
' Die Fraukfurter Liste nennt als caucellier mag^or della Corona di
Boemia: signor Gioanni di Neuhaus. Nach Kuesclikc VI, 487 war im
Jahre 1565 ein Joachim von Neuhaus oberster Kanzler in Böhmen; so
auch Schardius, p. 100: D. Joachimus a Neuhauser supremus Bohemiae
cancellarias.
' Die Frankfurter Liste nennt einen Großmarschall von Mähren nicht,
sondern nur von Böhmen, Signor Lasila Poppel; s. o. S. 15*2, Anm. 4 (auch
Schardius: D. Lasla Poppel Caes. Maj. consiliarius, Bohcmcnsis (!) curiao
supremus raareschallus).
' Der in Bcsozzis Frankfurter Liste an entsprechender Stelle aufgeführte
Vizekanzler von Ungarn, Bischof Franz (11. Forgach de Ghymes) von
Großwardein ist schon oben (8. 150) genannt.
* Vgl. oben S. 153, Anm. 6.
' Unser Autor führt auch in der Fraukfurter Liste ,Vcnceslao borgomastro
del Danubio* auf; offenbar hat er den Namen oder Titel falsch verstan-
den; es ist wohl zweifellos Wenzel Burggraf von Doliua gemeint, den
Goldast und Schardius etwa an der entsprechenden Stelle ihrer Listen
aufftihren.
* Die obere Uälfte der Seite ist biervor leergelasscn.
^ Schlau, Laun, Saaz.
* So? Saaz liegt bekanntlich an der Eger.
156
d' ogni guoi privileggii et la fece smantellare, talclio sin' hora
h sempre restata senza porte aperta. lasciata questa citta passö
Rodanitz ^ et lasciata V amplissima et abondantissima pianura di
biade et frutti passö ancora gli monti, che d' ogn' intorno la cin-
gono, et descendendo nel paese di Valsexen piü sterile che
buono con malagevol via passo Falchenau, Chinieberg^ et Egher.
entrati nel paese dil marchese di Casimiro di Brandeborgo passö
Baistet', presse alla quäl cittk nasce il Menüs fuori d' un picciol
laghetto. et ivi fu incontrato dal detto marchese il giovine,^ il
quäl li tenne compagnia sino a Colombac, e cosi segueudo sem-
pre drieto al fiume per quella bellissima et fruttuosissima pia-
nura di biade et vigne et d' ogni sorte di frutti abondantissima
per tutto fin che mai il detto fiume la tien rigata, oltra alle
spessissime et populose cittk, terre, castelli et abatie. intrato
nel paese del vescovo di Bambergo, duca di Franconia, passö
Conestat et Laiczenfelt, ^ le quäle ancorche '1 signor suo sia ca-
tolico, sono perö loro in parte Lutherani, come ancora sono
tutte le altre di questo viaggio di Boemia et Franconia. fuori
della porta di questa citta vi ö una bellissima facciata a modo
d' una porta coperta, tutta dipinta a olio con uno crucifisso in
meggio a doi latroni de tutto rilevo, anch' egli fatto a olio con
questi quatro versi:
Effigiem Christi, cum transis, pronus honora,
Non tamen effigiem, sed quem designat adora,
Istum non Christum, sed Christum crede per ipsum,
Fleete genu, plora, crucifixum semper adora!
Passato ancora Staftain ^ gionse a Bamberg citta bellissima
sul fiume Peghcnez, dove Sue Maesta furono ricevute et honorate
dal vescovo di quella.' dapoi torgendosi a man dritta puoco doppo
il detto fiume perde il nome suo nel IMeno. scguendo ogn' hör qucllo
* Radonitz, v/estlicli von Saaz.
^ Falkenau, Königsberg.
' Zweifellos Bayreuth; der Abschreiber mag sciue Vorlage verlesen haben.
* Georg Friedrich Markgraf von Ansbach, seit 1557 auch Erbe Albrechts
von Kulmbach.
' Hochstadt und Lichtenfels.
' Staffelstein am Main.
' Veit IL, aus dem Geschlecht von Wilrzburg, 1561 — 1577.
157
passö Zail, Aspurt,' Svaiufurt et gionsero a Verzaberg,' grosis-
sima cittk, nella qualc 1' anno 1558' fu morto il proprio suo
vescovo da quindeci de suoi a cavallo insieme congiurati nclla
dctta citta tra il ponte et il vescovato.* nel quäl luoco dove fn
ferito et dove fugende c&dh morto, per memoria della religio-
sissima viti gli piantorono una bcllissinia colonna di niarnio
mcssa a oro con una ancona del niedemo in cima, dove 6 un
crucifisso con queste lettere messe a oro:
En pius occubuit [eharo pro te grege pastor;
Pro pastore pias, grex pie, funde preces].*
II vescovato 6 posto su la colina sopra del fiume in for-
tezza, il qual seuopre tutta la cittk et fa un bellissimo prospetto
tutto araeno et vagho di dipinture et richissimamente di razzi
adorno et di bellissimi quadri fomito, ma piü accomodato d' una
bellissima cantina fatta in volta, la qualc passa di longhezza
110 brazza, con 34 botte tutte grandi, tra le quali due ve ne
sono che tengono 70 altre botte di 12 brente 1' una, e tutte
sono piene d' ogni sorte de vini bianchi, rossi, novi et vecchi
di 58 anni. qui il novo vescovo'' non manco d* ogni sorte di
cortesia a Sue Macsta et a ogn' altro prencipe. lasciata dctta
citth passorono Pisofza sul fiume Tauber' del detto vescovo et
entrando nel paese de V arcivescovo di Magonza, ricco di . . .
milla tolleri a 1' anno, passorono Culza Miltembergo Oberberg
Valsat Stocstat* Esemburgo Cinghilstat Bibert e Stana, tutte
^ Zeil tind Haßfurt.
' Würzbu]^.
» Handschrift: 1548.
* Melchior Zobel, ermordet am 8. Aagiist 1558.
^ Handschrift: En pins occubuit; dann Raum für ein paar Zeilen gelassen.
— Die ,Deuk-Schrift* ist, wie mir vom k. Kreisarchiv in Wflrzburg;
freandlichst mitgeteilt wird, auf den zur Erinnerung an Zobels Ermor-
dung errichteten beiden Säulen — die eine unten im Maiuviertel, wo
der tödliche Schuß fiel, die andere oben am Schloßberge, wo der PrXlat
verschied — noch heute zu lesen; gedruckt bei Gropp, Collectio scriptorum
et renim Wirceburg HI, p. 211, und C. HefTner, Würzburg und seine
Umgebungen (1871), 8. 549. Dem oben mitgeteilten lateinischen Disti-
chon geht eine gereimte deutsche Erzählung des Attentats vorauf.
• Friedrich von Wirsberg 1658—167».
' Wohl Tauberbischofsheim.
" Külsheim, Obernberg, Wallstadt, Stockstadt (an weit Aschaffen barg); die
weiteren Städtenamen sind mir nicht klar; Stana =^ 8teinheim (oder -=
Hanau)?
158
Okt. 23. del detto arcivescovo drieto alla riva dil Mono, et a 23 d' ot-
tobre fece 1' honoratissima entrata il re con ]a reina in Franco-
forte, ai quali venne 11 incontro tutti qnelli prencipi, che gik si
Okt. 24. ritrovavano in detta cittk. et a 24 del detto gionse 1' imperatore,
il quäle dal re et da detti signori fu incontrato et accorapagnato
nella citta. e nel entrar di quella fu dagli senatori colto sotto
a un bellissimo balduchino. a gli quali ^ venne il marcliese di
Brandeborgo elettore, al quäle ambe Sue Maestä andorongli
incontro con tutti gli detti prencipi et accompagnorono lo nella
citta. o gran bonta di questa inclita casa d' Austria, che essendo
di quella un tanto imperatore et un tanto re si degnino ad ho-
norar cosi raansuetamente un che si puö dire vasallo e suddito
suo. qui imparino quelli (non dirö tanto de prencipi quanto de
gentil' huoinini privati) che voranno disputtare i primi luochi et
litigar le dignita loro, che da tal ambitione ne divengono le
risse et da quelle gli homicidii et alle volte la total ruina delle
case loro! alcuno qui potrebbe dire che questa humiliatione, la
fanno per conseguir 1' alto suo disegno. questo lo confermo
anci; adunque tali doverebbono imparare, secondo che n' in-
segna la scrittura santa, la quäle tanto commenda questa virtü,
che senza di lei non si puoterti conseguir vera altezza o gloria.
ma non si vede che se un povero huomo o donna o qualsisia,
dai quali non aspetta alcun favore, che se staranno per rispetto
di porger qualche supplica o altre scritture a 1' imperatore, egli
stesso gli dk animo con porgerli la niano? non si vede Massi-
miliano, che sempre mangia solo (se perö non e convitato) per
poter espedire gli poveri mercenarii o altri ch' aspettino da lui
gratia, a quali mai sono chiuse le porte? che subito che ha
mangiato si leva da raensa et cosi in piedi a quella s' appoggia,
aspettando ogn' uno che venghi a parlargli o supplicarli, con
quella patienza che stanno ancora i religiosi al tempo della
Pasca, quando i fedeli christiani depo la confessionc si vanno
a riconciUarsi per communicarsi poi, sinchc ve ne^ sono mai.
et sicome da tali se ne vanno assolti, cosi ancora da quelle
clementissimo re alcuno mai si parte scontento o di qualche
gratia sodisfatto.
* Ob so riclitig zu lesen ist? Man würde hier die Angabe eines DÄtnm.s
oder einer sonstigen Zeitbestimmung für die Ankunft des Kurfürston
Joaebim erwarten.
' Handschrift: venne.
159
Ma tornando al primo nostro raggionamento, nel cavalcar
preeedeva a tutti la bravissima compagnia del diica di Sassonia
elettore come arcimarscaico del imperio. vi mancava di dctti
elettori ancora V arcivescovo di Cologna, il quäle havea man-
dato il legnto suo, che essendo amalato da li a Otto giorni sc
ne mori;^ per la quäl morte si tardo tanto che fu eletto il dctto
legato et confirmato da Sua Santita. et cosi di giorno in giorno
giongendo novi prencipi per Honorar un tanto preneipe a questa
coronatione, si comincio a dar speditione alle cose importanti
deir imperio con continoi consiglii, con intermedii di splendidis-
simi conviti et dilettevoli musiche, et con quella intrinseca amore-
volezza che V huomo si possa imaginäre, stettero sinch^ venne
il tempo dcUa elettione.
Elettionc di Massimiliano.'
La vigilia di santa Chaterina due höre inanci giorno il re Xov. 24
Massimiliano. accomp.ignato da gli altri sei elettori et alcuni
altri prencipi, ando al palazzo della citta,' nel quäle tutti si
vestirono degli habiti elettorali, ch' erano veste di veluto cre-
mesino föderale di armelini, le quali andavano sin' a terra, con
le berettine alla duchale. dato ordine agl' eraldi, quali anch' e-
glino erano vestiti sicome gia inanci dissi,* et agli maggiordomi
di quanto havevano a fare, a un' hora di giorno cavalcorono
alla chiesa catedrale di santo Bartolomeo con suoi gentil' huo-
mini inanci, dapoi paggi, camerieri, i detti eraldi et ofticiali
maggiori. drieto agli quali venevano gli altri prencipi, prece-
dendo secondo il grado loro. caminavano poi gli trei secolari
elettori inanci al re con le insegne imperiali in mano, che erano
il conte Palatino^ con il mondo, il duca di Sassonia con la spada
nuda, et il marchese di Brandeborgo con il scettro. drieto al
' Johann Gebhard Graf von Mansfeld, Erzbischof von Köln seit 1557,
starb am 2. November 1562; am 19. wählte das Domkapitel den Grafen
Friedrich von Wied zu seinem Nachfolger. Der netie Erzbischof traf
schon am 23. November in Frankfurt zur Wahl ein. Vgl. Venetianischc
Depeschen vom Kaiserhofe III, S. 213.
' Über die parallel gehenden Berichte bei Goldast, Keichshäudel, and
Schardias, Rer. germanic. Scriptores varii, vgl. die Einleitung, 8. 18.
' D. i. der Römer.
* S. o. bei der Prager Krönung, wo von den Herolden gesagt worde, daß sie
,in habito, con sac bacchetine in mano et le toste scoperte' erschienen.
' Friedrich III. von Siromem, geb. 1516, KurfQrst 1659, f 1576.
160
re veneva il signor Rosembergo grancamerier di Boemia, il
quäle portava la Corona dil detto regno, con la guardia di alla-
bardieri. seguiva poi li tre clettori ecclesiastici con altri prelati.
gionti al coro sed^ 1' arcivescovo di Magontia, il re di Boemia
et il conte Palatino da la banda destra del coro, et T arcives-
covo di Trier et quello di Cologna, il duca di Sassonia et il
marchese di Brandeborgo alla sinistra. drieto a quali sedetero
gli altri prencipi et prelati secondo il grado loro. le sedie de
quali d' ambe le parti erano guernite di panno d' oro.
Stati alquanto con silentio il Rosembergo levo la Corona
di testa al re di Boemia, et cosi gli altri elettori/ et ogn' uno
con le teste scoperte ingenochiatisi il vescovo di Wertzberg
cominciö a intonare: ,Veni sancte spiritus/ dapoi fu dalla ca-
pella dil re seguito sin al fine con 1' intermedio de l' organo.
finito questo il detto vescovo segui V officio del spirito santo, il
quäle h contenuto ne V aurea bolla. e tanto che duro detto
officio gli elettori secolari insieme con Georgio conte Palatino,
il duca di Launburg, Guielmo V Angravio, il prencipe d' Anhalt
et altri consiglieri lutherani si rctirorono in conclavio, che dapoi
finito ritornorono a seder nei luochi loro. dapoi un' altra volta
ingenochiatisi il detto vescovo intonö: ,Vehi creator', che dalla
detta capella poi fu finito. fatto silentio tutti gli elettori ando-
rono a V altare per giurar di affermare ciö ch' erano obligati a
fare in detta elettione. il primo de quali fu il Magontia, che
cosi cominciö, postosi prima la mano al petto: ,Io N. giuro pre-
sentialmente per la parte mia qui dinanci a V evangelio, che io
per la fede et fedeltk mia ch' io son tenuto a Dio et a l' im-
perio Romano, al quäl son obligato e constretto secondo V in-
teletto mio, con V aiuto di Dio di eleger un capo mondano al
populo Christiane che sia re de Romani, il quäle poi habbia a
succeder a 1' imperio, che sia idoneo et efficace, secondo che
mi fida V intelletto, la voce et il voto mio, senza condition di
premio o altra promissione, che mai in alcun modo potesse csser
nominata", et cosi giurö il Trieri et il Cologna. dapoi giurorono
gli altri tre seculari con le medeme parole, tenendo ogn' hör la
mano sopra 1' evangelio. et il primo fu il re, dapoi il conte Pa-
latino, il duca di Sassonia et il marchese di Brandeborgo. finiti
i loro voti andorono un' altra volta a ingenochiarsi nelle sedie
* D. h. sie entblößten ihre Häupter.
161
loro et il detto vescovo repHcö: ,Veni sancte Spiritus^ et dapoi
tinito dalia capella gli sei altri elettori, lasciato il re in coro,
andorono in conclave e nel partirsi disscro tutti: ,In noraine
domini.' et dimorati alquanto dentro fccero entrar ancora i doi
consiglieri di Sua Maesta, il maggiordomo et il grancamericri,
gli quali stettero dentro per uno quarto d' hora. dapoi riusciti
et ragionato alquanto con Sua Maesta ritornorono un' altra volta
dentro et da li a meza hora entrorono il secretario et il can-
celieri de 1' arcivescovo di Magontia, ai qaali fu fatto ancora
loro sentire il concetto di quelia elcttioue. fatto qiiesto gli detti
consiglieri, come testimonio da lor chiamati alia detta clettione,
uscirono di couclavio et subito entro il duca di Meclielborgo,
il duca di Launborgo, Georgio fratel del duca Palatino* elet-
tore, il figliuol de 1' Angravio et il prencipe di Annalt, gli quali
da li detti elettori furon inandati a Sua Cesarea Maesta, la
quäle fin' a quell' hora non s' era ancora partitii dal suo palaggio,
a nonciargli come gia era conclusa e stabilita la detta elettione,
pregandola che fusse contenta di venir alla cathedral chiesa
per sentirla a publicare. la quäl ringratiatoli ' prima di tale
ambasciata si levo et accompagnata dagli detti anibasciatori et
dal duca di Bavera, dal duca di Wertembergo,^ dal duca di
Urania* et altri prencipi se n' ando alla chiesa e nel' entrar di
quelia fu con gran riverenza ricevuta dagli detti elettori, a li
quali depo gli amorevoli saluti a tutti toccö la mano. gionti al
coro andorono in sacrestia et ivi fu vestita in pontificale et
pigliata il duca di Sassonia la spada della elettione nuda in
mano, il conte Palatino il mondo et il marchese il scettro, an-
dorono inanci a Sua Maesta et al re con quel ordine che fu
dinanci degli tre ecclesiastici. dapoi entrorono in conclave et
ivi dalli detti elettori Sua Cesarea Maesta fu pregata che da-
poiche havevano eletto Massimiliano re di Boemia suo primo-
genito per re de Roraani d' un concordevol animo, che ancora
Sua Maesta fusse contenta che depo lei il detto re succedesse
al' imperial dignitK. finite qucste parole Sua Maesta rispose che
non potea mancar di quanto da loro era stato ordinato, et con
infinita letitia confimio 1' honesta ricliiesta sua, ringratiandoli
* Der oben erwShnte Georg Ton Simmem.
• Hamlscbrifl: ringratili.
• Cliristof, geb. 1616, Heraog 1550—1568.
* Wilhelm I., ,der Schweiger* von Oranien.
Ponte«. I. AM. M. IX. 11
162
altresi cosi della elettione come ancora della buona volontk loro.
dapoi usciti di conclave accompagnorono il re a 1' altare per
inezo, al quäle era preparata una sedia regale tutta d' oro guer-
nita, et ivi sentato^ standogli datorno tutti gli elettori, il mar-
chese di Ih'andeburgo gli pose la Corona, che gia fu di Carlo
magno, in testa et subito la capella del nuovo re con l' inter-
medio del' organo cantö il Tedeum. che dapoi finito si senti un
giubilo di trombe, gnaccare, tamborri, campane sparar da ogni
banda della citta artegliaria et archibugi, che parea che la chiesa
per il grandissimo ribombo e strepito dovesse cader a basso.
cessato il gran romore ambe Sue Maestk con gli elettori spiri-
tuali et temporali, gli quaii havevano le cerimoniose insegne
imperiali in mano, con tutti gli altri prencipi si partirono dal
coro et vennero sopra d' un spatioso palio posto fuori del detto
coro, al quäle si saliva da cerca venti passa, con il spatio d' al-
tretanti, tutto adorno di finissime tapezzarie. al meggio del quäle
era una sedia posta a rimpetto del coro alta tre gradi, tutta
guernita di panno d' oro, nella quäle sed^ 1' iinperatore et da
banda dritta alquanto piü basso stava il re con il Magontia et
il Cologna. da sinistra stavano gli altri tre seculari sopra di
beUissime sedie di veluto cremesino riccamati d' oro con cussini
di velluto similmente cremesino et d' oro ricchissimamente ador-
nati et riccamati. restava in piede 1' arcivescovo Trieri inanci
a una sedia similmente guernita a 1' incontro de 1' imperatore
con la testa scoperta, come ancora havevano gli altri, al quäle
Cesai-e gli fece segno tre volte che sedessc et che tutti si co-
prissero. accomodatosi ogn' uno il conte Palatino porse il mondo
in mano a suo figliuolo^ et il duca di Sassonia diede la spada
in mano al duca di Launborgo et il marchese diede il scettro
al prencipe di Annhalt, et levata Sua Maestk Cesarea in piedi
levorono ancora tutti gli altri; et il marchese levogli la mitria
di capo et il Rosembergo levö la Corona e tutti gli altri levo-
rono le berette, e stando ogn' uno con la testa scoperta vennero
gli maggiordomi, gli prencipi con dette insegne et gli eraldi in
cima al palco et suonate tre volte le trombette fu dal decano
del Magontia publicato et dechiarito Massimiliano re de Romani.
et all' hora gli maggiordomi et gli eraldi con evidente segno
d' allcgrezza gridorono a gli trombetti che suonassero, con le
» Ludwig (VI.), geb. 1539, folgte als Kurfürst Iö7G, f 1583.
163
quali si rinov6 il niedesimo terremoto che puoco fa dianci. et
cosi con questa inHnita Ictitia si partirono dal paico et ritomo-
rono al palaggio dell' impcratore cos\ in pontificale con questo
ordine: prima andavano inanci gli gentilhuomini del duca di
Sassonia arcimarscalco dell' imperio; dapoi segiiiva quei di Ce-
sare e poi del re, gli altri venevano senza ordine. drieto a questi
venevano nove trombetti dil marchese di Brandeborgo, otto del
duca di Sassonia, otto dil conte Palatino, sedeci del re et do-
deci di Cesare, le quäl coppie sempre nna dopo V altra suona-
vano. dopo questi caminavano gli doi eraldi di Boemia et Hon-
garia, seguiti dagl' altri doi imperiali. seguivano poi li paggi,
caraerieri, trinzanti, coppieri,^ maggiordomi, conti, inarchesi,
duchi. r arcivescovo di Trieri veneva solo seguito dal conte Pa-
latino col mondo in mano, a banda destra del marchese di
Brandeborgo, che a par gli veniva col scettro in mano. drieto
a questi solo veneva il duca di Sassonia con la spada nuda in
spala^ dinanci al balduchino portato dagli senatori della citta,
sotto al quäle era Y imperatore con il manto imperiale et mitria
in testa con il re a banda sinistra alquanto piü in drieto in
liabito elettorale, sicome gli altri, con la corona di Boemia in
capo, in mezo alla guardia di allabardieri, seguiti dal Äfagontia
et Cologna. dopo questi venivano gli arcieri d' ambe Sue Macsta
con il seguito del innumeroso populo. et perchfe la pioggia
inanci haveva fatto la via fangosa, la salegiomo tutta dalla
chiesa sin' al palaggio dell' imperatore di tavole ben congionte
et equali. gionti al detto palaggio il re con gli elettori presero
iicenza da Sua Maesta Cesarea et montati a cavallo presero il
Camino verso il suo palaggio, nel quäl fece un magno convito
agli detti elettori. questa solennita duro da quella hora che giii
dissi, sin' a due höre dopo mezodi, inanci che si partissero di
domo, passö il tempo cosi in continui consigli et splendidissimi
banchetti a regata 1' un de 1' altro fin' a santo Andrea.
Venuta adunque la mattina di santo Andrea del detto Not. 30.
anno 1562 nell'apparir del giorno gli prencipi elettori spirituali
cavalcorono verso il domo, nel quäle la notte gih s' erano con-
gregate tntte le musiche di Cesare, dil re et dil duca di Ba-
vera et gli nominati trombetti sopra a loro palchi con infinite
' Vorrchneider und Mundschenken.
• Soviel als spalla; vorher stand in mano, mano ist nnterstricben als Tilgnng.
11*
164
populo. gV\ quali elettori insierae coii gli doi vescovi di Werzer-
bergo et Spira^ si vestirono per celebrar la solenne messa, la
quäle aperteneva a cantare a i' arcivescovo di Magontia. et per-
che il Trieri et Cologna non ci'ano ancora ordinati, si vestirono
in pontificale et gli altri doi vescovi da diaconi. nel levar del
sole il re con gli tre elettori seculari et gli altri prencipi ando
al palazzo dell' imperatore et ivi Sua Cesarea Maesta tu vestita
di manto, sottovesta et mitria imperiale, et cosi il re si vesti di
una toga di raso cremesino con un' altra sopra quella di bro-
cato d' oro con un raanto del medemo. gli elettori ancli' cglino
si vestirono in habito elettorale con gli quatro nominati eraldi.
et cosi con quel medesimo ordine che uscirono di chiesa dopo
la elettione, uscirono anchora del palaggio, inviandosi cosi a
piedi per quella strada cosi salleggiata sotto al medesimo bal-
ducliino portato dagli detti senatori. gionti alla chiesa il Magontia
con gli altri vescovi et prelati in bella processione sotto a una
croce con 1' asta d' argento et doi simili candelieri et con il
bastone della cavalleria similmente tutto d' argento di peso di
20 lire, al quäle stavano sospese le bolle imperiali et elettoriali,^
uscirono di sacristia et vennero ad incontrare Sua Maesta,
drieto alla quäle gli era portato il manto imperiale dal copiero
di Launborgo,^ et cosi 1' accompagnorono sopra al medesimo
palco fuori dil coro, dove era preparato un richissimo altare
per celebrar la detta messa, appoggiato a mezza la facciata dil
detto coro, all' incontro del quäle era la sedia del re sotto a un
balduchino di panno d' oro. da banda sinistra era quella dell' im-
peratore tutta guernita di panno d' oro. drieto alla quäle segui-
va[no] le altre degli elettori seculari alquanto piü basse, et cosi
ordinatamente atorno il palco erano accomodate le altre per il
granmastro di Germania, il duca di Bavera, il duca di Cleves,*
* Marquard von Hattstein 1560 — 1581.
* bastone della cavalleria ist ein Mißverständnis. Bei Goldast, 1. 1. p. 72,
lesen wir: ,(der von Meintz mit seinem clcro), darunder ihm einer ein
langes silbers creuz, ein ander den baculnm episcopalem, nnd dann auch
einer von der ritterscliaft den silbern stab, darauf die Siegel gehangen,
fürgetragen' (cf. Schardius, p. 85: ,. . . alio crucem argenteam oblongam,
alio pediim [!] episcopale, alio baculnm argenteiim, in quo sigilla archi-
cancellariorum imperii affixa pendebant, gestantibus . . .'
' Limburg, s. o. (und weiterhin bei der Beschreibung dos Kriinungsinaliles)
Das Erzschcnkenamt lag bekanntlich bei der böhmischen Kur.
* Willielm 1639— lö'JL'.
165
il duca di Mechelborgo, gli duoi' figliuoii de! contc Palatino,
gli angravii di Hesia,* il duca di Arscot,' il prencipe di Annalt.
era la scdia del nontio di Sua Santltii* di drieto a quella del
re, alquanto piü alta delle altre, et altri signori per la molte-
tudinc loro stavano ristretti in piedi.
Stando gli elettori seculari con le insegne sudctte in mano
in oompagnia delli norainati prencipi diuanei a V imperatore et
fattogli tutti riverenza, si retirorono alle sedie loro. levatosi poi
il Trieri et il Cologna andorono ad aecompagnar il re a 1' al-
tare, il quäle postosi in genochioni et orato rieevuta la benedi-
tione di 1' arcivescovo di Magontia, dapoi voltato verso il geni-
tor 8UO et fattogli riverenza, ritornö con gli detti vcscovi alla
sedia sua con uno alla destra et 1' altro a la sinistra. et cosi il
Magontia coniincio la messa et fatta la confessione il conte Pa-
latino si retiro solo in conclave: che dapoi detto 1' Alleluia gli
elettori spirituali un' altra volta accompagnorono il re a l' altare
et ivi levatogli il sopramanto, restando con quella toga di raso
cremesino s' ingenochio et fu interrogato dal Magontia in lingua
Aleniana sc voleva osservare la fede catholica, al qualc rispose
de si. poi disse, se voleva diffendere la christiana fede, rispose
ancor di si, et servar la iustitia? de si rispose, et ancora au-
raentar il regno, afFermo de si, et se voleva diffender le vedove
et pupilli con la povcrta? disse che voleva. a 1' ultimo 1' inter-
rogo, se voleva conservar il degno honore del papa? sempre
affermo de si. et all' hora pigliato il vaso de 1' ontione la co-
mincio a unguere alla vertice sopra '1 capo, dapoi il petto, le
spalle, il braccio destro et dentro la pahna della mano, cosi
dicendo: ,Io veramente ongo la ^laestk Vostra con questo oleo
in nome del padre, del figliolo et del spirito santo, et cosi prego
Dio che faceia che Vostra Maesta sia onta dell' olio della leti-
tia, eol quäle per inanci furono onti i santi regi et profeti.' fatta
questa santa ontione gli doi spirituali elettori accompagnorono
• Handschrift: duchi; daß beide SObnc des Kurfürsten (außer dem oben
erwähnten Ludwig auch dessen jüngerer Bruder Johann Kasimir, geb.
15^3) anwesend waren, bezeugt die Liste der Anwesenden; vgl. auch
hier gleich weiter unten.
' Wilhelm IV., geb. 1532, und Ludwig, geb. 1537, die beiden ältesten
Sohne Landgraf Philipps.
• Philipp de Croy Herzog von Aerschot.
• Zaccaria Dolfino.
166
il re nel conclave et ivi dal conte Palatino gli fu lavato i luochi
dove fu onto, et dapoi vestito da diacono dei paramenti di Carlo
Magno, et dapoi con detti elettoii et il Palatino ritornorolo alla
sua sedia. al quäl venne il Magontia con la spada in mano et
annudatala con gravita la porse in mano a Sua Maesta, ricco-
mandandogli 1' util bene deli' imperio, aggiongendo queste parole
del profeta^ . . .
Allhora il re la remise nel ricco fodro et il duca di Sas-
sonia gliela cinse ; dopo il Magontia lo sposo dell' anel regale,
dicendogli che si volesse raccordare della sigilatione della fede
catholica. dopo lo vesti del mantho regale, dicendogli che an-
cora si volesse raccordare della veste nuptiale, come narra
r evangelio. et dopo gli porse il scettro nella destra mano et il
mondo nella sinistra, et pigliata la corona insieme con gli altri
doi elettori spirituali gliela pose in testa; la quäl corona insieme
con gli adornamenti regali fu gia di Carlo Magno, haute il re
tutte queste dignita sogionse il Magontia con preghi che volesse
in detta regale amministratione proceder con sincero cuore, def-
fendendo i giusti et castigando i rei, sicome osservano i veri et
prudenti prencipi christiani, et tutte queste cose volse giurar
sopra de 1' altare d' osservarle. il quäle levatosi in compagnia
di tutti gli elettori et vescovi ando a 1' altare et cosi promisse
dinanci a quelle a Idio et agli angeli di osservare tutto quello
che dal consecratore gli era stato imposto. fatta questa promessa
tutti quanti gli elettori e prencipi lo condussero sopra a un' altro
piü alto tribunale, il quäle si congiongeva con il medesimo,
dove era preparata una sedia simile a quella di Carlo Magno,
nella quäl sede in maesta, et accomodati tutti si presentö il
vescovo di Magontia dinanci a Sua Maesta et in nome de tutti
gli elettori prencipi imperiali la pregö che per la real degnita,
nella quäle V havevano eletta et coronata, che ancora lei volesse
haverli per sempre raccomandati. al quäle rispose il re che
non saria mancato in cosa alcuna a quauto aperteneva al debito
et honor suo. et subito dalle dette capelle tutte unite con 1' in-
termedio dell' organo et di tutte le trombette fu cantato il Te-
* Dio Worte sind ausgelassen. Bei Schardius und Goldast ist keiner Profeten-
stelle gedacht (Schardius: ,. . . gladiura nudum in manum dedit similque
monuit et hortatus est ut totani inipcrii Roniani rcinpubliuam protcgero
omniaque quae ejus salutcm ac conservatiouem concerncreut, pro viribus
suis persequi vclit'; ähnlich Goldast).
167
deuu). fra il quäl tempo inulti honorati signori furono da Sua
Maestu cou la spada uuda in mano fatti cavalicri, tra gli quali
furono il duca di Mechelborgo, il duca di Minsterborgo, gli
doi figliuoli dil conte Palatino, i doi tigliaoli di Filippo V An-
gravio, il figliuol del duca di Wertembergo,* il granmastro di
quartieri Carlobitz* et molti altri.
Finito da far detti cavalieri disccsero al primo tribunale
et andato ogn' uno al luoco suo si segui la mcssa et cantato
r evangelio fu portato dal vescovo di Vertzborgo a baeiar ad
ambe Sue Maestä, le quali dapoi fornito '1 credo andorono a
ofterir alcune monete d' oro. et ritornati a sedere gli tre elet-
tori seculari con gli altri preucipi lutherani si retirorno deutro
al coro et ivi stettero fin quasi che la messa fu foraita, alla
quäle solamente rcstorno ambe Suc Maesta, il duca di Baviera,
quello di Cleves et alcuni ambasciatori, la piü parte italiani,
con altri puochi prencipi.
Finita la messa e ritornati i prencipi lutherani al loco suo
comparsero doi canonici vestiti del domo d' Aquisgraua dinanci
al nuovo re, gli quali dissero che non volesse mancar alla pro-
messa fatta nel giuramento suo, il quäle per antica usanza et
lege era obhgato di ordinär doi canonici reUgiosi nel canonicato
loro, gli quali da alti'i che da imperatori o regi de Komani non
ponno esser creati. agli quah rispose che in ogni cosa dove
pendeva 1' obligo suo, non gli sarebbe mancato. et cosi loro
riverentemente ringratiatolo si partirono, et subito si senti un
giubilo di trombe, tamborri, campaneetsparar d' artegliaria d' ogni
intomo alla cittk, la quäle triplicata duro un buon spatio di tempo.
In questo mezo che gli elettori spirituali si rivestirno de-
gli habiti elettorali, la reina con suoi ügliuoli, la duchessa di
Bavera, la duchessa Lotorengia con le figliuole' et altre iJlustri
donne essendo accomodata sopra a un' altro bcllissimo palco,
discese da quello et con dette prencipesse prese la via verso
al loggiamento della duchessa di Sassouia, il qualc era su la
» Eberhard, geb. 1545, f 1568, Christofs ältester Sohn.
* Nach Guldast und Schardius Christof von Carlowitz.
• Vgl. auch weiter unten. Gemeint ist Christine, Tochter König Christiaus II.
von Dänemark und Witwe des 1545 verstorbenen Herzogs Franz von
Lothringen. Die Töchter sind Renate, geb. 1544, heiratete 1568 Herrog
Wilhelm V. von Bayern, und Dorothee, geb. 1545, heiratete 1675 Herzog
Erich II. von Calenbcrg. ^^ ;
168
piazza apresso al palazzo della citta, dove Öiie Maesta dovevano
con gli elettori cosi in maesta venire a dismontar, dal quäle si
poteva veder tutti gli triomfi che si fccero. partitisi adunque de
la chiesa andavano inanci 300 corsaletti della citta con le in-
segne di casa d' Austria. depo venevano gli gentil' huomcni del
duca di Sassonia con tutto il resto in quel medemo ordine che
fu al tempo della elettione. dopo le Sne Maesta venevano trc
della Corte del re a cavallo in mezo di alcuni alabardieri et
di tutto '1 populo, gli quali continuamente andavano spargendo
monete d' oro et d' argento^ da una banda deJle quali era 1' ima-
gine sua con queste lottere: MAX. D. G. REX BOEMI^., et
da r altra parte cosi diceva CORONATUS EST IN REGEM
ROMANOI^ MDLXII. la causa che non si intitola re d' Hon-
garia, h (creddo) questa: che volendosi prima coronar di quclla,
gli principali del regno volevano che osservasse gli suoi privi-
legi, tra li quali erano alcuni capitoli dove tutti gli importanti
officii restavano nel governo loro et de suoi heredi. a gli quali
il re fece intendere che mai saria mancato a quanto aperteneva
al debito et 1' honor suo con quel amore et benivolenza che
deve usar un vero prencipe verso al fedel suo populo; ma per
conto de hereditar[ii] officii non voleva poner un simil et im-
portante maneggio in man di persone che prima non sapesse
che fussero prudenti et capaci di governar ün tanto et si peri-
coloso regno dapo loro. e con questa risposta venne alla volta
di Boemia a coronarsi di quella. et secondo che il titolo prima
diceva: Ferdinandus dei gratia Romanorum, Hungariae et Boe-
miae rex, hora dice: Maximilianus dei gratia Rom[anorum],
B[oemiae], lasciando in ultimo il detto regno, come havra il
possesso di quelle, decadendo dil grado suo da quelle di Boemia.
Erano quelli che spargevano dette monete soprapresi da
tanta calca et furor di urti et strepito di gridi che alle volte
non potevano regersi ne muover con lor cavalli, ancorch^ dalla
detta guardia fussero aiutati, liquali continuorono dalla chiesa
sin che mai fussero tutti gli prencipi ascesi nella gran sala del
palazzo, nella quäle erano apparate 9 tavole al' intorno con suoi
balduchini et sue credenze fornite d' argento, et era tutta da
alto sin' a terra di finissimi razzi d' oro, d' argento et di seta.
dato ordine a ogni cosa il marchese* cosi in habito elettorale,
* D. i. der Kurfürst von Brandenburg als Erzkäinmercr.
169
sicome erauo tutti gli altri, discesc la scala, al pie della quäle
era un' lionorato cavallo et montatogli sopra cavalci vcrso una
tavola posta su la piazza per mczzo al palazzo, sopra la quäle
era una bacilla, un vaso et salvictta. et ivi dismontato gli fu-
rono poste in mano dal conte di Zolerne, grancamericro dei-
r imperio, al quäle aparteneva tal' officio, et dapoi preso il ca-
vallo per mano la tcnne tanto che il detto marchese con le sue
trombette inanci ritorno in sala a dare 1' aqua alle mani ad
ambe Sue Maestii, et dapoi lavato ritorno a consegnarle in mano
al detto conte. et rimontato et gionto al pie della sala dismontö
et ascese in quella. finito ch' hebbc il suo cerimonioso officio,
r elettor di Öassonia disceso auch' egli la scala et montato sopra
a un belÜäsimo cavallo andö verso la piazza^ dove era un monte
di vena^ apresso alla fönte della detta piazza, in cima alla
quäle era una grande aquila imperiale, che da una testa gettava
vino bianco et da V altra vino rosso, et ivi gli fu presentata
una misura come quelle in che si misura il grano, con il rasa-
tore, ogni cosa d' argento, la qnale enpita dal detto elettore et
misurata la porse a un Pappenhein, marscaico privilegiato del-
r imperio, al quäle tocava a dispensarla a nome de 1' imperio.
fatto auch' eglino 1' officio loro et ritornato alla scala dismontato
diede la misura al detto marscaico et ritorno in sala. et un' al-
tra volta ritorno ad accompagnar a basso il conte Palatino, il
quäle anch' egli montato sopra a un' altro ricchissimo cavallo
s' inviö verso alla gran corte, dove erano due grandissime cu-
cine fatte di tavole postitie, tra le quali era posta una tavola
con una tovaglia, sopra alla quäle erano posti tre piatti con le
sue vivande dentro, coperti con tre altri tutti d' argento et uno
taffetano rosso di sopra. dismontato prese il suo cavallo il signor
di Saldinie,' al quäle anch' egh aperteneva 1' officio dei detti
piatti, li quali pigliatili tutta tre un sopra V altro, sicome loro b
usanza, ascese la scala, inanci al quäle andava 1' elettor di Sas-
sonia con una bachettina nera in mano accompagnato da suoi
trombctti, le quali vivande pose su la tavola, dove havevano a
mangiare ambe Sue Maesta.
In questo tempo che si fece queste solenne cerimonie, il
Magontia con gli altri doi elettori spirituali, gli quali anch' eglino,
^ Soviel als avena, Hafer.
' Zu lesen: Tnicfaseß von Waldburg?
170
come per obligo et voto, si gli presentorno inanci con il detto
bastone della cavalleria et delle bolle et sigili, et lo presentorono
al re, il quäle prese le dette bolle et una ne pose al collo del
Magontia come cancellier di Germania, 1' altra al Trieri come
cancellier della Francia, et 1' altra al Cologna come cancellieri
d' Italia, dicendogli che non manco voleva osservare tanto quanto
in quelle conteneva di quello che per antica usanza havevano
fatto gli altri antecessori suoi. restava ancora al re di far 1' of-
ficio suo, sichfe il signor di Linborgo prese una bellissima coppa
d' argento tutta adorata e la diede al re, il quäle poi la porse
a r imperatore, che poi bevuto alquanti fuori la ritorno in raano
al re, il quäle la rese al Linborgo, la quäle poi per privilegio
restava a lui. finite queste cerimonie restorono alla tavola, dove
erano sentate ambe Sue Maestä, gli tre luoghitenenti dclli elet-
tori seculari cosi in piedi con il mondo, la spada et il scettro
in mano, sopra alla quäle stava 1' imperiale et regal Corona, era
la detta tavola alla testa della sala tre gradi piü alta delle
altre; alla destra era il Magontia et da V altra banda al' in-
contro di quella era il Cologna e tra mezo a quelle in faccia
alla imperiale era il Trieri. drieto al Magontia sei passa discosto
era il conte Palatino, da 1' altra banda all' incontro di lui era
il Sassonia e drieto a lui era il marchese di Brandeborgo cosi
discosto, tutti vestiti della sua dignita et soli stavano alla sua
tavola. a 1' altre tavole, ch' erano a 1' altra testa della sala, sta-
vano tutti gli duchi et marchesi, angravii et vescovi. nell' altra
sala all' incontro di quella erano quatro altre tavole, nelle quali
sedevano gh prencipi^ di queste quatro citta Cologna, Aquis-
grana e Francoforte con gli consiglieri, secretarii et altri per-
sonaggi di grado, tutte con le sue credentie d' argento datte
tutte dalla camera di Massimiliano, et serviti da conti e baroni
con abondantissime vivaude. et tanto si poueva sopra le tavole
de soli elettori come sopra a quelle di Sue Macsta et altri
prencipi.
Havea quella mattina la duchessa di Sassonia fatto un
splendidissimo convito alla reina, la prencipessa di Boemia,
r arciduchessa d' Austria, la duchessa di Bavera et quella di
Lorena con altre illustri donne. finito da ogni banda gli magni
conviti si levorono da mensa et si fecero alla tinestra per vedere
* Wohl im allgemeinen die Häupter, also hier Bürgermeister.
171
la festa dil bue, che dalla doniinica maltina sin' a quell' hora
era seinpre stato al fuoco in un gran scliidone, il quäle si vol-
geva con due ruote da quatro huouiini, et cra tutto intiero da
li corui sin' a 1' ugne, salvo che la pelle et 1' interiora, tutto im-
pilotato di persutti di porco, porcellini intieri, capreti, lepori,
conigli, caprioli, agnelli, oche, pavoui, fagiani, pernici, qualic,
tordi, tortore, colombi, caponi, guline et molta salsicia. aperta
aduuque la cucina, la quäle cra fatta solamente di tavole su la
piazza per mezzo dove erano detti prencipi et prencipesse, lo
lasciorono in preda agli poveri, gli quali dierongi cosi crudel
assalto, che ancorache fusse sopra al fuoco, che in puoco d' hora
lo smembrorono, come se fussero stati affamati lupi o arabbiati
cani, con un rumor di gi'idi et furia d' urti troppo incredibile.
questo spasso si suol fare al tempo de simili trionili. il quäl
linito con grandissimo diletto d' ognuno 1' imperatore si levo et
cosi in pontificale con il medesimo ordine che venne dalla chiesa.
cosi se ne torno al palaggio suo con la guardia di detti 300
corsaletti, che sempre tanto che duro il convito, stettero alla
guardia della piazza . . . .^
Continoando adunque in molti spassi et giuochi si fece
depo detta coronatione un bellissimo giuocho di scrimia d' ogni
Sorte d' armi. depo questo il nuovo re fece correr a 1' anello una
bellissima credenza d' argento di Valuta di cinquc milla talleri.
gli mantenitori furono il duca di Sassonia et duca di Clcves in
bellissima livrea di casa d'Austria; et cosi gli senatori della
citta havevano in questo mezo fatto far un bellissimo castello
in forma quadra con torri et bastioni in meggio al liume tra
le due citta, tatto depinto con le arme delU elettori, et una
grandissima aquila imperiale sopra alla torre maestra. al quäle
SU la sera gli fu datto 1' assalto da due fuste^ con continuo
sparare d' artegliaria dai forti della citta et altri luochi, et ac-
ceso dentro il fuoco comincio auch' egli senza altro aiuto a spa-
rar fuori a termine con tanto bei modo et tanto strepito che '1
tuono delle grosse bombarde, che di fuor tiravano, era assai
menore. il quäle continuo per il spatio di due bore con gran-
dissimo diletto d' ogn' uno.
' Zu der Auslassung au dieser Stelle (Ansprache und Kredenzschreibeu des
türkischen Gesandten Straaki und die Lösten der Anwesenden) s. die Ein-
leitung, 8. 18.
* Eine Art von Schiffen.
172
II rcsto del tempo era dispensato le mattine nelle inipor-
tanti speditioni dell' impcrio et di altre persone venute a tal ef-
fetto, il gioruo et sera in spleudidissimi conviti et magne feste,
dove ancor ballarono ambe Sue Maesta et prcncipi et prcnci-
pesse con intcrmcdii di divinissime musiche, et grossissimi giuo-
chi di primera;^ tra gli quali furono in una posta mcssi 700
talleri tra il duca di Sassonia, il duca di Cleves et duca di Ba-
vera. nella quäle sentata il duca di Bavera vinse 35000 talleri
al duca di Sassonia in su la fede, che mandatigli la niattina
seguente il duca di Bavera come generoso e cortese glieli ri-
niandö indricto la maggior parte, et con questi giuochi, spassi
c conviti si passorono sin' al principio di decembre. dei quali con-
viti cosi di frequentare di splendidezza d' infinite inventioni di
delicatissime vivande, historie con figure di zuchero, zeli,^ con-
ditio confettioni, selvadiginc, polami, ucellarai, pessi di mare et
di diversi fiumi et di quante cose che huomo si possa immagi-
nare ve n' era. 1' invitto duca di Bavera, ancorchfe quelli^ dil
nuovo re et duca di Sassonia fussero molti et magnitici, non
volse pero egli punto essere inferiore a quelli et sempre con
tanta intrinseca et amorevole amicitia de detti prcncipi et pren-
cipesse, quanto gik longo terapo fusse in detta patria fatta, che
non cessando il detto duca secondo il generoso costume suo
d' accarezzare et honorare detti prencipi et prencipesse volse
ancora far 1' ultima cena della lor partenza, accompagnata oltra
la dilettevol musica d' una solenne festa, et ivi con benigne pa-
role, grate rispostc et larghissime Offerte non senza lagrime nel
pigliar licenza consumorono buona parte della notte.
La seguente mattina si parti il duca di Sassonia et molti
altri prencipi per tornarscne nei loro paesi. perch^ la peste
continuava nell' Austria, Bavera et Boemia, nel quäl regno
depo la partenza loro era tanto cresciuta che haveva lasciatc
alcune cittk di gcnte quasi vuote, 1' imperatore fece disegno di
piegar il Camino suo in altre parti. dato adunque speditione
alle cose importanti dello imperio prese la via di Costanza, e
stato che fu li alcuni giorni andö a far natale et carnevale con
Ic vergini reine Madalena, Margareta, Barbara, Gianna et He-
' Soll wohl heißen: primicra (ein Kartenspiel).
' geli, gclati: Gefrornes.
' Nämlich: conviti.
173
lena, siie figliuole, nella cittk d' Inspruc. et il le, la regina, il
duca et dachessa di Havera con le corti sue presero la via di
Ulma per andar a far le feste in Augiista. et 1' irabasciator dil
Turco feee la via della campagna di Nerlinga,* la quäl si stende
15 inilia in longo et 10 in largo, abondantissima di grano et
copiosissima di terre e castclla con tre cittk di differentc si-
gnoria. iina delle qiiali b. Nerlinga, imperiale, bella et ben po-
pulata; 1' altra ^ Vendiga dil duca di Bavera, et 1' ultima si h
Oetinga dil conte di tal nome cosi chiaraato, con forsi da cento
torre e castella, che senza muover passo si puono veder e nu-
merar, oltra a motte alti*c che sono attorno a detta campagna
et Coline tutte sudditc al detto conte. gionto a Toraber,* nel
qnal luoco tre Humi s' imboccano nel Danubio, che sono Iser,
Muter et Perz, ivi s' imbarc6 sul detto Dannbio per tornarsene
alla volta de Turchia.
Hör tornando al re IVIassimiliano, il quäl parti aneh' egli
con la reina, il detto duca et duchcssa di Bavera, cosi caval-
cando gionse a un memorabil loco, dove un cervo essendo cac-
ciato prese un salto a traverso a quell' ampla strada di 72
[palmi],^ dove il signor di quel luoco fegli per signale plantar
due colonne, le qnale sin' al di d' hoggi si veggono. cavalcando
di longo gionse nel paese di Birtembergo nel contado di Este-
stein, dove il detto conte puoche di inanzi haveva fatto brug-
giare 43 streghe,* tre delle quali havevano confessuto di haver
fatto morire 95 puttini, che dapoi smembrati 11 cuocevano et
servavano il grasso per ongersi. un' altra essendo alla presenza
dil conte et altre persone disse al marito suo, il quäl cercava
di liberarla: sappi, marito mio, che di deciotto anni che siamo
congionti in matrimonio, che deciotto mesi non m' hai goduta.
voltatasi al conte la prego che fusse contento d' ascoltarla in
qualche secreto luoco, perchfe gli haveva a revelare alcune se-
* D. i. das Bieß mit den Städten NOrdlingen, Öttingcn and Wemdiiig.
* Donauwörth mit den Mündungen des Znsam, Schmutter und Wemitz.
* Die Handschrift hat zur Bezeichnung des Längenmaßes ein liegende«
Parallelogp-amm; palmo, welches ich vcrmutungfsweise gesetzt habe, ist
eigentlich Spanne, gegenwärtig wird es einem Viertelmeter gleichgesetzt.
■* Es waren die Grafen Ulrich und Sebastian von Helfenstein, welche 63
(43?) Hexen auf einmal hatten verbrennen lassen, worüber eine im Jahre
1563 erschienene Druckschrift: »Wahrhaftige und erschreckliche Thatten
und Handlangen der 63 Hexen, so m Wiesenstaig mit dem Brand ge-
richtet worden' das Nähere enthält; angeführt bei Janssen VIH, 8. &48, 1.
1562
Dez. 24.
174
crete cose. trattisi adunque in una camera dissegli che era al-
quanto sorda e che bisognava che si accostassero insieme, sichfe
il conte, il quäl sedeva, se la fece piü aprossimare, e lei fin-
gendo di volergli pavlare ne 1' orecchia, se gl' aventö con le
mani nella gola. ma il conte, ch' era grande et gagliardo, se la
respinse da dosso, gridando che fusse presa. la quäl puochi di
dopo fecela bruggiare.
11 ridutto di queste indiavolate si fa in un amenissimo
luoco chiamato Aiberg, che significa montagno del fieno.^ il
numero loro h 13663, cosa quasi incredibile, e pur h vero, se
il detto conte con gli processi non mente al re, al duca et a
tanti prencipi, ch' hanno udito et letto gl' infiniti delitti loro et
come fanno gli conviti, feste et altri spassi nei prati, sopra ar-
bori et altri luochi, e come in una notte havevano bevuto due
botte di vino al padre di un gentilhuomo dil duca di Bavera,
ch' era li alla presenza a udii-e, et come usando carnalmente
con r inimico pighano maggior delettatione che con 1' huomo, il
coito dil quäle h come il gelo frcddo. dei quali piü memorabili
delitti il duca ne volse una coppia. quindi partitosi cavalcö
verso Augusta, nella quäl citta la vigilia di Natale fu dal senato
tolto sotto ad un bellissimo balduchino et cön la processione di
tutto '1 clero fu honoratissimamente ricevuto. haveva gia il duca
di Bavera fatto venire la duchessa matre sua,^ donna fresca et
bellissiraa, con gli prencipi Guielmo, Ferdinande et Ernesto suoi
figliuoli et le prencipesse Massimiliana et Maria sue figliuole^
per maggior intratenimento della Regia Maestk et loro figliuoli,
alla quäle mai mancö et in detta citta et nel paese suo, confin
di quella, di honorarle et accarezzarle, non mancando ancora
quelli Augustiniani senatori di presentarle et festeggiarle al par
d' ogn' altra honorata cittk. ma che dirö di quelli magnanimi et
* Ein Ort Henberg ist in Ritters Ortslexikon nicht verzeichnet; dagegen
Heubach und Heuburg, beide im Jagstkreise (Württemberg).
' In der Handschrift Lücke für ein Wort zwischen dncbessa und madre.
Gemeint ist Maria Jakobäa, Tochter Philipps I. von Baden-Sponheim,
Witwe Herzog Wilhelms IV. von Bayern, damals allerdings schon 55 Jahre
alt (geb. 1507).
" Die Kinder sind Wilhelm (V.), geb. 1548, Ferdinand, geb. 1550, Ernst,
geb. 1554 (später Erzbischof von Köln 1683—1612) nnd die Tikihter
Marie, geb. 1551 (heiratete Erzherzog Karl von Österreich, wurde Mutter
Kaiser Ferdinands II.) und Marie Maximiliane, geb. 1552 (blieb unver-
niählt).
175
affecionatissimi di casa d'Austria et Bavera, gli signori Foccari,
spechi et lami, non dirö di quelia cittk, ma di tutta la Germa-
nia, patria dellc cortesie et honori fatti a qiieste due invittissime
case? che non solamentc all' hora, ma ancor poeo tempo inanci
cir essendo venute le dette vergini regine a diportarsi * col
duca et duchessa di Bavera, eugnato et sorella loro, nel lor
paese, volsc il generoso signor Gioan Jacobo' venir a Monaco
ad invitarli tutti con le corti sue in detta citta d' Augusta, nella
quäle non mancorono di fargli solenne feste, spien didissimi con-
viti, giocolosi combattimenti, giostre navali in livrea di casa
d'Austria et Bavera et molti altri dilettevoli spassi fatti hör in
questo magnifico palazzo et hora in quel mirabilissimo giardino,
questi adornati di bellissime dipinture et finissime tapezzarie, et
qnelli d' ogni sorte di frutti et fiori con mirabilissimi fonti, che
da infinite et bellissime figure si spargono, delle qiiali alcune
per la violenza dell' acqaa continuamente si va aggirando, come
ancora fa una raggia nel giardino del signor . . .' Foccari, che
mai dl e notte cessa d' andare senza altro aiuto che de 1' aqua,
oltra a molte altre dilettevoli cose da vedere, non mancando
altresi quelia inclita cittJi di presentarle, convitarle et festeg-
giarle. a una de quäl feste vi si ritrovorono tra giovane donne
e vergini da 300 in su, tutte con le berette, come h sua usanza,
di veluto con pontali o rosette d' oro guemite et infinite et grosse
catene d' oro. ma piü era 1' universale angelica sua bellezza
veramente naturale senza paragone di qualsivolia d' altra no-
minata citta, a tale che per la magnificentia sua, la rara bel-
lezza di quelle illustre donne con gli superbi edificii et magni
palazzi, gli grandissimi trafichi et continui mercati, che per tutüi
la settimana si gli fanno di tanto grano et di cento carra di
pane et Cinquecento botte di vino et tante altre cose, che gli
vengono portata di fuori via, si pno chiamare 1' honore di tutta
la Germania.
* Soviel als divertirsi.
' Johann Jakob Fugger, berühmt als Förderer der Künste nnd Wissen-
»chaflen, Sammler, anch Schriftsteller, geb. 1616. Er trat 156B in bayri-
whe Dienste nnd wurde hernach Albrechts Kammerpräsident; f 1575.
• LOcke für ein bis zwei Worte.
176
Coiiflitto graiidc fatto al re di Poloiiia et criidel strag:c
fatta dal re di Moscoviti iiella Littuania sotto al detto re.
Era gih, venuta la miova a Cesare et al re de Romani,
come il duca^ di Moscovia con il sforzo di 260 milla persone
era venuto contro al re di Polonia, et entrato nel paese di Lit-
tuania dopo cinque vittorie s' accampö sotto alla citta di Plcsche
over Polosche,^ la quäle ancorch^ valorosamente si diffendesse,
a 1' ultimo fu presa et tagliato a pezzi 20 000 persone e brug-
giato fin SU le fondamenta. dapoi prese tiitte le donne, vergini
et giovinette et fattigli spogliar nudi fece sagittar le donne nelle
secrete parti, facendole bersaglio^ al loro giuoco, usando ancora
altre piü crudeli tirarinie, che non sono da scriver. fu ancora
preso il capitano di detta citta con la moglie, ai quali fu sal-
vata la vita. dove per la potentia sua fu sforzato il proprio
duca di Littuania, Nicolo Ratzafil,* a retirarsi et fatto retirare
r essercito christiano di 60 milla persone, insuperbita questa
barbarica gente di queste vittorie si messero all' assedio d' un' al-
tra citta chiamata Rioff, posta sopra al fiume Dorisenes, et oc-
cupögli tutti i passi delle vettovaglie per assediar li dentro.^
Dopo il detto duca tolse 40 milla dil suo essercito et man-
dolli per certi luochi deserti a una citta lontana 60 miglia per
prenderla et bruggiarla et fece intcndere al re di Polonia che
non sperasse d' haver mai pace seco, et che parechiasse di man-
dargli il corpo suo in un cateletto " d' argcnto over la testa.'' questo
credo che sia quel grandissimo et potentissimo nemico, del quäl
David fa mentione nel salmo . .^, la fama del quäle debbe
^ Es stand re; dnca von anderer Hand (der des Verfassers? vgl. oben
S. 21) korrigiert; ebenso zn Anfang des näcbsten Absatzes.
^ Es ist der Einfall Iwans des Sclireckliclien in Livland zn Anfang dos
Jahres 1563 gemeint. Am 31. Januar stand er vor Polozk (an der Dana),
am 15. Febrnar war die Stadt in seinen Händen. Vgl. Seraphim, Gesch.
Liv-, Est- und Kurlands, Bd. 2 (Reval 1896), S. 9.
' Vor bersaglio steht in der Handschrift scusar, offenbar verschrieben (für
quasi?).
* Nikolaus ßadziwill, Hetman von Livland.
^ Offenbar Kiew am Dnjepr (= Borysthenes).
* Soviel als cataletto, Sarg.
' Mehrere Siege des obgenannten Hetmans Radziwill über die Russen
trieben den Czaren bald zurück, der sich dann mit dem König von Polen
wieder vertrug.
* Lücke für die Zahl des Psalmes.
177
esser i! flagello del mondo. che per molti anni inanzi mai fe
statA noniinata. che Iddio ci guardi dalla tirannide e crudelta sna !
Partita dil rc Nassiiuiliano d'Aiignsta et andata sua
dl Vlcna.
Finite Ic feste di natile il re con pnoca corte cavalco alla
volta d' Inspruc, dove dall' imperatore era aspettato per con-
sultar insicine alcuni loro importantissimi secreti. stato U alcuni
giorni si ritomo a far carnevale con la regiiia, la quäle haveva
lasciata in detta citta' in compagnia dil duca, duchessc et
figlinoli. nel quäl tempo si corse a 1' anello, si giuoco di scriinia
d' ogni Sorte d' arme et si ffe una ridicolosa giostra di molte
niassare alla villanesca, che gli giostranti di qnella montavano
sopra a stangoni portati da doi altri, tenendo i piedi in un
raastello* d' aqua pieno a quel stangone sospeso, che poi ve-
nendo 1' un contra 1' altro ad urtarsi con le lancie incoconate'
et cascando si alzavano gli piedi col mastello al cielo et tutta
r aqua si rovesciavano adosso con grandissimo risa d* ogn' nno.
fatto carnevale cominciö a far marchiar la corte verso Tena-
boro* per imbarcarsi su '1 Danubio. che sapcndo di questo il
magnanimo duca prese il caraino con la corte sua verso Igol-
stadio per ricever Sua Maesta, la quäle 1' ottavo d\ di marzo *^^
sopra forsi cinquanta barchi, tra le quali alcune ve n' erano e
per Sua ^faestii et per la nobilta della corte sua non meno ac-
coinodate di uno honorato et ben' adomato palazzetto di Venetia
di loggie depinte et di camere et sale guernitc di belle tapez-
zarie, dove con giubilo di trombe et artegliaria dismonto al bel-
lissimo et fortissirao castello, che con la citta si congionge. il
seguente giomo depo il sontuoso convito si ballo et il re volse
veder la fortezza a tomo a torno con grandissima ammiratione
di quella et de 1' infinita artegliaria posta alla difFesa sua, mas-
sime di quella cosi grossa e ben fatta che posta era alla diffesa
del castello ; con la quäle si misse a tirar con suoi gentil' huo-
mini a un bersaglio posto oltra al fiume da cerca un quarto di
miglio, et vinti una quantita di talleri gli dono a borabardieri.
intanto il duca preparava di far altri spassi a Sua Maesta; ina
* D. i. Angsbiirg.
' I$ottici^ grOfieres Qefaß.
» So?
* Wohl wieder DonanwCrtli.
Ponte». I. Abt. Bd. IX. 13
178
r andata sua era di grand' importanza per una dieta ch' haveva
ordinata in Viena et per dar ordine all' aparechio che si dovea
fare nella cittk di Possonia per la coronatione del regno d' Hon-
garia^: la quäle insieme con la sperata coronatione de 1' impe-
rial dignita mi riservo per un' altra volta a darla in luce con
altre imprese tra detto tempo, s' occorrerk degne di memoria,
per la quäl cosa il duca non puote tanto intratenerlo che gli
potesse mostrar 1' affetionato et suo immenso amore; siehe la
seguente mattina nell' apparir dil giorno si ritrovö imbarcato
con tutta la corte sua su '1 detto fiume. ma lasciamolo andar,
che Iddio lo benedica et prosperi in longa vita, perche tante
sono le virtü e bontk sue, che altro non si puo sperare che
Salute alla Christianita.
Dieta fatta in Igolstado e la mirabile processione,
che si fa nella citth di Monaco.
Restando il duca in detta citta ffe convocar tutti gli capi con
72 abbatie del suo paese per far una dieta, nella quäle chiede-
vale 700 milla talleri, all' incontro de quali detti principali chie-
sero che '1 duca gli concedesse alcuni suoi privilegi imperiali^:
il potersi communicare sub utraque specie senza la celebratione
della messa, cosa contraria all' ordinatione de proprii Lutherani,
et che ancora gli concedesse il matrimonio sacerdotale, il poter
mangiar carne in ogni tempo et bateggiar nel suo idioma. ma
il duca, il quäle mal si volse segregar dalla Romana chiesa, non
volse concedergli alcune di dette loro dimande^ senza il consenso
di Sua Santita o del concilio, il quäle all' hora si celebrava in
Trento, nella quäl citta vi si ritrovavano oltra il cardinal di
Mantoa et il cardinal Seripando di Napoli sette altri cardinali,
* Die Krönting Maximilians als König von Ungarn erfolgte am 8. Septem-
ber 1563.
* So in der Handschrift, vermutlich für ein anderes Adjektiv (speciali?)
verschrieben oder verlesen.
'^ Herzog Albrecht hatte sich selbst auf dem Konzil für Gewährung des
Laienkelches und Priesterehe verwandt; bald hernach aber trat bei ihm
— nicht ohne jesuitischen Einfluß — eine Sinnesänderung ein, die er
zuerst auf dem Ingolstädter Landtage dokumentierte; er verblieb starr
auf dem Boden der alten Kirche und zeigte sich alleu kirchlichen Zu-
geständnissen abhold.
179
18 oratori, tre p.itriarchi, 32 arcivescovi, 227 vescovi, de quali
sette ne mor\; 12 abbati, tre dottori di Icjje per ii sacro con-
cilio, 6 thoolo^lii mandati da Sna Santitk, 12 theoIo<2^hi mandati
dal Christ""* re di Francia, 16 theologhi mandati dal Catholico
re Filippo di Spagna, 3 theologhi mandati dal re di Portogallo,
1 theologo mandato dal duca di Bavera, 10 procuratori degh
vescovi absenti, 2 procuratori dell' ordine/ 21 theologhi seculari
dottori, 2 dottori francesi dell' ordine di Santo Bencdetto, 9 theo-
loghi con suoi generali dell' ordine ossei'vantc di san Francesco,
16 theologhi dell' ordine de fratri minori di san Francesco con-
ventuali, 15 theologhi dell' ordine Eremitano di sant' Agostino,
7 theologhi dell' ordine Carmelitano, 2 theologhi dell' ordine di
Servi, 3 ofticiali vescovi del sacro concilio, 9 cantori del sacro
concilio, 4 notari, 2 cavalari, et apresso molti noncii de tutti
gli potentati christiani. et se ben alcuno desidera nell' intrinseco
suo di viver in tal modo, nondimeno per tntta la Bavera vuole
il duca che si servi gl' instituti della Romana chiesa, e per tutto
dove h stato con la corte sua: che ritrovandomi 1' anno 1561
col detto prencipe dal duca dei Doi Ponti, dove erano invitati
molti prencipi e prencipesse lutherani al battesimo d' un suo
puttino,' io senti a ordinär da parte sua che alcuno non volesse
mangiar caiTie in giorni quadragesimali, c non solamente [non]
volse mangiarne, ma non volse altresi andar in chiesa: sich^
per tutto il paese suo si celebra devotamentc, si predica ogni
domenica et feste comandate et ogni mattina fa celebrar la
messa in corte sua con grandissima solennitii di rausica et or-
gano et riverenti cerimonie et devotione. et al tempo dil sacra-
tissimo corpo di Christo si fa una solennissima et delle belle
proeessioni ' che dalla religione Romana si possi fare, nella citta
di Monaco tutta quanta con gli misteri del vecchio et nuovo
testamento in figura, cominciando dalla creation del mondo sin' al
nascimcnto di Christo, et dal nascimento poi sino alla missione
del spirito santo con tutta la vita, passione et rcsurrettione sua.
* So! Der Name des Ordens, der gemeint ist, scheint ausgefallen zu sein.
' Es galt aogenscbciulick der Taufe der am 4. Oktober 1561 geborenen
Marie Elisabeth, der jüngsten Tochter des Pfalzgrafen Wolfgang von
ZweibrQcken und Neuburg.
' Über die Fronleichnamsprosessioncn der MQncheuer Bürgerschaft vgl.
Janßen, Deutsche Geschichte VI, S. 259 f. und die dort angeführte Lite-
ratur.
12*
180
attribuendo uno capitolo per ciascima aite^ con honorati habiti,
gesti et persone appropriate a quelle cli detti testamenti cosi di
donne come d' huomini et giovani, procedendo con graudi et
bellissimi candeglieri tutti adorati con suoi stendardi d' ormesino
con le arti loro dentro depinte et messi a oro, et per piü in-
telligenza cantano alcuni capitoli. prima viene portata una gran
balla, atorno alla quäle h depinto tutto '1 mondo, che signilica
la creation di quello, in meggio a quatro simil candeglieri col
stendardo dentro depinto uno aratro argentato, il quäl capitolo
apertiene agli agricoltori. veneva dopo il creator di quelle con
un bellissimo manto di veluto cremesino. al secondo capitolo
veneva Adam et Eva, inanzi ai quali era portato un bellissimo
arboro con pomi depinti et uno serpente sopra a quelle; drieto
ai quali andava un angelo con la spada in mano sotto a un
stendardo con due false dentro argentate in mezo ad altri belli
cavalieri. dopo venevano Caim et Abel uno con un cane et
r altro con un' agnello sotto ad un stendardo, dentro messi a
oro istromcnti da latte pertinenti a pastori. dopo con bei in-
gegno era portata 1' arca di Noe con la famiglia dentro, e parea
veramente che lei portasse la detta famiglia, con gli suoi can-
deglieri et un stendardo, dentro depinto una gran nave accom-
pagnata da navaroli. veneva drieto a questi Lot con la moglie,
fasciata a modo d' una statua, et le figliuole, le quali erano due
bellissime giovani, una in habito d' ormesino verde con una
cesta al braccio, et 1' altra in simile habito morello con una
fiasca^ in mano; et cosi seguiva Abraam con Sarra, Isaac con
Rebecca et Jacob in mezo a lui et Rachel con le due serve;
drieto Joseph et fratelli, Faraone et iMoise in diversi capituli
con tutti gli altri, accompagnati dalle dette arti nel medemo
oi'dine di sopra narrato. et cosi parimente si procedeva nel
nuovo testamento, accompagnati di capitolo in capitolo con tutti
i misteri della passione, et cosi di santi et sante, tra gli quali
veneva un san Georgio sopra a un grande e ben guernito cor-
siero, a pari a una bellissima damigclla con una bellissima
vesta di brocato et una Corona in capo, la quäle guidava un
smisurato serpente con un laccio di scta verde, inanzi ai quali
* Zunft oder Gewerbe; jedes Gewerbe übernahm es, ein lebendes Bild oder
eine Gruppe zu stellen.
' So (gleich Flasche); sollte nicht frasca (lieis, Zweig) zu lesen sein?
181
undavanu ({uatro p«ggi e drieto una grossu couipagnia de ca-
vallieri, tutli della corte dil duca. passati tutti gli capitoli sc-
guiva gli frati con tutU la chieresia. dopo crano portati gli
doi tabernacoli sotto ai balduchini, uno dcl duca et 1' altro del
scnato con gli seuatori, et trombetti dinanci a detti balduchini.
questa processione dura quasi cinque höre et circuisse a torno
le uiura della citta, accioch^ la gran moltitudine, che da molti
luochi veiuita era, la potesse agiatamente vedere. la quäl pro-
cessione si t'a con questa solennita (per la grau spesa che vi
occorre) solamcnte ogni tre auni.
Prciieipi veiiuti u diportarsi eoii il duca di Bavcra
iiel siio pacsc.
Fattii la quaresima in detta citta ritorno a far la pasca Apr. li.
nella citta di Monaco, nella quäle aspettava 1' arcivescovo di
Salzpurg/ ricco di 130 milla scudi a 1' anno, et il vescovo di
Fraisin* con 1' abbate prencipe di Vilbac^ et altri signori, che
senza tali, come magnanimo, rare volte si ritrova. questi ven-
nero alla penthecoste e dopo alcnni giorni con molti spassi par- Mai 30.
titisi il duca andö alle nozze della figliuola del duca di Virtem-
bergo, la quäle si maritava nel figliuol secondo de 1' Angravio.*
alle quäl nozze si ritrovavano molti altri signori et illustri donne,
la piü parte Lutherani. che non mancando de 1' innata sua cor-
tesia volse che il detto duca et duchessa, gli novelli sposi, la
marchesa d'Anspac, sorella di Mauritio,^ et Augusto duca di
Sassonia, il conte di Sitz et altri honorati personaggi venissero
a partecipar con lui degli spassi del suo paese. gli quali venuti
non gli manco di quelle carezze e cortesie sue solite. tra quali
la scra di san Gioan Battista fö bruggiare un bellissimo castello Juni 23.
fuori della citta all' incontro del palazzo, il quäle era tutto di-
pinto con le armi di detti prencipi a torno con suoi tomoni,
che venendo un velocissimo folgere da un cavallier, che guarda
la porta di fuori di detto palazzo, percosse con tanto bei modo
* Johann Jakob ron Knen-Belasy 1560—1586.
* Moritz von Sandizell 1559 — 1566.
* Ein FQrstabt von ,Vilbac' oder ähnlich existiert nicht.
* Hedwig, Tochter Christofs, heiratete am 10. Mai (Juni?) 1563 den Land-
grafen Ludwig (von Marburg), sweiten Sohn Philipps von Hessen.
* Vgl. oben 8. 100, Anm. 3.
182
alla ciraa della maestra torre il detto castello che sigli attacco
il fuoco, il quäl descendendo a puoco a puoco al basso s' at-
tacco in una ruota, la quäle per la violenza del fuoco veloce-
mente cominciö a girar a torno, sparando continuaraentc schioppi,
mandando altresi fuori molte fiamelle, le quali attacorono il
fuoco nelle altri torri, ch' atorniavano il detto castello. dalle
quali si sentiva a sparare tanti strepitosi tuoni et schioppi et
veder raggi volar al cielo, con altre inventioni di variati fuochi,
che scorrevano per 1' aria et per la terra, che la gente d' apresso
et di lontano non si sentiva in parte alcuna da quelii sicura. e
tanto era il gran sparar de 1' artegliaria, che era di fuori in tre
luochi piantata, et la ruina de grossi mortari, che con terribil
tuono mandavano al cielo alcune balle di fuoco, le quali poi
spargendosi per 1' aria facevano di se molte fiamelle con lon-
ghissime code a modo di comete, che piovendo in molte parti
parea che tra quelle et altri fuochi artificiali, che per 1' acqua
trascorrevano, che un' altra Sodoma e Gomora s' abrugiasse. il
quäl spasso con continoe trombe e suon di tamborri duro per
il spatio di due höre con piacer e Stupor grandissimo d' ognuno.
Ferdinaiido primo imperatorc si parte da Inspruc.
Partendosi in detto tempo 1' imperatore per andar alla volta
di Viena et dovendo passar per Bosserborgo citta di Bavera
assai bella, posta su la riva del fiume Eno/ il quäl quasi la
cinge a torno, volse il duca di Bavera in compagnia del duca
di Birtembergo et altri signori andar a riceverlo et honorarlo
in detta sua citta, nella quäle poi V imperatore 1' investi della
dignita di gran cameriero dell' iraperio con provisione di cin-
quanta milla rainesi^ a 1' anno, tornati a Monaco dapoi fatte
alcune belle caccie et altri spassi con iniiniti ringraziamenti et
honorati doni dell' una e 1' altra corte, cavalcorono al paese suo.
non st^ guari che gionse il marchese di Bada, cugnato suo, et
la marchesa sua sorella,^ bella al par d' ogn' altra a tempi nostri,
* Wasserburg am Inn. Nach dem von v. Stäliu in den Forschungen zur
deutschen Geschichte I, S. 395, verzeichneten Itinerar vorweilte Ferdi-
nand vom 1. Februar bis 25. Juni 1663 in Innsbruck; am 27. Juni war
er in Wasserburg, vom 6. Juli ab in Wien.
' D. i. rheinische Gulden.
'^ Mathilde, Schwester Albrechts, geb. 1532, f lö65, heiratete 1567 den
Markgrafen Philibert von Baden, f 15G9.
183
in conipagnia d' altri personaggi, et puoco dopo gionse da Ins-
pruc tutte le reine ligliuole di Cesare con nobil couipagnia de
signori et donne illustri. et continuando la venuta d' altri perso-
naggi per spasarsi in quelle cosi dilettevoii caeeie et pescag-
gioni del paese suo, a tutti nou mancö secondo 1' antico suo
costume d' ogn' altra cortesia et carezze che si potesse fare. et
con simili et altri spassi consumö tutta 1' cstade her in questa
citta et hör in quel castello. e ben lo puote fare per esser, si
puo dire, re e signore delle piü belle caccie e pescarezzi di
tatta 1' Europa, non che de la Germania, si per le amplissime
selve che sono alla pianura, dove si trovano in Cinquecento
cervi et caprioli alla volta, et di boscarezzi, monti volti verso
r Italia, pieni di porci, orsi et altri infiniti animali, come ancor
per r infiniti fiumi et laghi, che abondano d' infinite sorte de
pesci; e tanto piü per esser signore di trentaquatro cittk a lui
devote et aff'eccionate, le quali sono queste qui sottoscritte : Mo-
naco sul fiume Iser, Ingolstado sul Danubio, Lanznot sul Iser,
Stranbingh sul Danubio, Laintzbergh sul fiume Licus, Bosser-
bergo sul fiume Eno, Burcthausen, Reichenall, Braunau, Schonga
sul Licus, Dechendorf, Kelhaiu, Vilszenoven, Kahin, Weilein,
Fridberg sul Licus, Traunstain, Aicac, Sarding, Dingelfing sul
Iser, PfafFehoven, Otting, Erding sul Iser, Landenn sul Iser,
Osterofi"en, Vendige, Neustat sul Danubio, Abenspurc, Furt,
Dicfurt, Schrobenhausen, Statamhof, Gravenau,^ et altri infiniti
castelli et terre con 72 abbatie, oltra a molti altri luochi acco-
modati per le dette caccie.
La principale di queste cittk e dove il dnca fa la resi-
denza sua, si e Monaco, cittk assai grande et delle belle di tutta
Germania si per le ample et longhissime strade et dritte, adorne
di bellissimi palazzi la piü parte depinti, come ancor per esser
favorita dal bei fiume Iser, il quäl descendendo dal monte . . .'
aprcsso a Mittembaldo^ et passando a costo a qaella^ mandagli
Die Namen der Städte sind: MQnchen, Ingolstadt, Landshat, Straubing,
Landsberg, Wasserburg, Bnrghausen, Rcichenhall, Braunau, Schongan,
Deggendorf, Kelbeim (Handschrift: Relhain), Vilähofen, Rain a.D., Weil-
heim, Friedberg, Trannstein, Aichach, Schärding, Dingolfing, PfafTen-
hofen, Nen-Ötting, Erding, Landau, Osterhofen, Wemding, Neustadt a. D.,
Abbach (?), Fnrth, Dietfurt, Schrobenliausen, Stadt am Hof, Urafing.
Der Name des Gebildes i Bayrische Alpen) fehlt.
Mittenwald. * D. i. München.
184
dentro alcuni de suoi rami, che la fa accomoda di molti edificii
et altre cose, oltra alle belle fonti et adornati pozzi che in quella
si ritrovano. che dapoi continuando il corso suo per mezo la
Bavera va col nome a perdersi nel Danubio apresso a Possa.^
e ancora ornata di morbide ortaglie, fruttiferi giardini, grassis-
simi et amenissirai prati et abondantissime campagne di grano,
come ancora tutto il resto della Bavera. sonvi molte chiese, fra
le quali v' e quella della Madonna molto bene officiata da ca-
nonici, grande et bella, con doi bonissimi organi con grossis-
sime canne di legno, et due altissime et belHssime torri con
forse dieci canipane. sopra v' e un' honorata compagnia di dot-
tissimi et religiosissimi sacerdoti dell' ordine de Jesuiti, mante-
nuta dal proprio duca.^ ma quello che la fa piü vaga, e il bel-
lissimo palaggio del detto duca posto in fortezza,^ il quäle da
ponente et mezo giorno si congionge con la citta, dall' altra
parte s' abbrazza con gli bellissimi et amenissirai giardini d' ogni
Sorte de frutti et altre dilettevoli cose adorno, coppiosissimo di
ricchissime fabriche et d' ogni sorte de luochi, accomodato per
diporto suo di loggie, fonti, pozzi, bagni, peschiere, bellissimi
praticelli, vaghissimi orticelH, per mezo a quali passa un ramo
di detto fiume con longhissime loggie d' arancie et limoni, luochi
accomodati per giuocare, ridutto d' ogni sorte d' ucelli, atorniato
da una sotil rete di rame verde, con le sue fonti dentro, nelle
quali sovente si bagnano, con molti arborscclli, dove si vcggono
volare scherzando con suoi amorosetti canti, che chi li vede et
sentono, restano con un mare di letitia. la magnificentia poi
del palaggio credo che non habbi parangone, la sala del quäle
si puo dimostrare che solo il soffitto senza la gran richezza
deir oro ch' adorna la mirabil intersiatura et le artificiose porte
et Camino di quella importa 4000 scudi d' oro oltra al pavimento
corrispondente a quello di bellissima et lucidissima pietra bianca
e rossa, fatta a quadri diversi, cosi ben messi che le commis-
sure di quelli a pena si discernono, salvo che per la difFerenza
' Passaa.
^ Über die Jesuiten in Bayern vgl. Gotliein, Ignatins von Loyola, S, G08 ff.,
und Dulir, Die Jesuiten an den deutschen Fürstonliöfen des 16. Jahr-
hunderts, S. 96 ff.
* D. i. der jetzt noch so genannte ,Alte ITof (gegenwärtig Sitz verschie-
dener BeliJJrdcn), die iilteste lierzogliclie Residenz in München, erbaut
12Ö3 bis 1256, erneuert 1324 bis 1327.
185
del colore, a tale che con la vaghezza delle rieche camere et
altri Inochi adorni di vaghissime dipinture et diligenti qaadri
con finissime tapezzarie, et alle continue et mirabili fabriche,
che tuttavia si fanno, si puo chiamar un picciol paradisetto —
e tanto piü essendo eongionto con quella signorile cittk, in ogni
cosa puoeo inferiore ad Augusta. ancorch^ aleuni populari nel-
r intrinseeo suo alquanto pendino a qualche openione Intherana,
amano et ricevono perö quelle due fortissime colonne della santa
matre chiesa Alberto et Anna, et tanto che gli detti prencipi
viveranno, la religion christiana di quella felice patria viverk
sicura dalle insidie lutherane. che cosi 1' onnipotente Dio man-
tenga il splendor suo sopra di loro per infinita secula seculomm.
Amen.
Berichtigungen und Ergänzungen.
S. 13 ff. : Über die Kapelle Herzc^ Albrechts unterrichtet eingehend die von
einem ihrer Mitglieder Massimo Trojano oder Trajano aus Neapel ab-
gefaßte Gelegenheitsschrift: „Discorsi delli triomfi, g^ostre, apparati e
delle cose piü notabile fatte nelle sontuose nozze dell' illastriss. signor
duca Gnglielmo, primogenito del generosiss. Alberto V duca delle Bavera
(1568)", in freier deutscher Übersetzung von Fr. Warthmann (Manchen
1842), S. 20 ff. Hier werden die einzelnen Mitglieder genannt, so S. 28 :
„Cerbonio und Mattheo Besntio, des erstem Neffe, wovon der eine Tenor,
der andere Baß, und außerdem noch Blasinstrumente spielen"; dann
ebenda: „Lucio Terzo, welcher auch die Lyra anmnthvoll spielt; alle
diese Künstler sind aus Bergamo" n. g. w. Hiernach bestätigt sich also
unsere Annahme, daß Matheo oder Mattia der Neffe des Cerbonio ge-
wesen sei (s. o. S. 16, Anmerkung).
S. 16, Z. 19 T. n. lies: Matheus Cerbonii, statt M. Besutii.
S. 36, Anm. 2 lies: S. 75 sutt S. 57.
S. 37, Anm. 1 ist die Bemerkung: ,Die Konstruktion — oder ähnlich' zu
•streichen.
r«ai«B, 1. AM. Bd. n. 18
0
CIRCULATE AS MONOCRAPH
DB Fontes i-erura Austriacarum.
3 1, Abt, Scrintores
F68
Bd. 9
Hf t 1
PLEASE DO NOT REMOVE
CARDS OR SLIPS FROM THIS POCKET
UNIVERSITY OF TORONTO LIBRARY
CIRCULATE AS MONOGRAPfl